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Normal Topic SEELEN WASCHMASCHINE (Gelesen: 6.309 mal)
Catarina
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Mein Herz für JESUS, MARIA
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SEELEN WASCHMASCHINE
12.02.2006 um 14:14:30
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SmileyAls ich mal hörte das ich in einen Beichtstuhl gehen soll, um meine Sünden zu beichten, da habe ich gefragt was ich denn da soll, ich habe doch keinen umgebracht und ich brauche nicht dahin. Als mir jemand das erklärte, was ich nicht als Sünde angesehen habe, aber doch eine Sünde ist, wurde mir klar, ich muss beichten. Aber wo, wie, bei wem und was muss ich da alles sagen bei der Beichte. Das sind die Fragen die ich mir und den anderen gestellt hatte. Als mir jemand dann sagte wo ich hingehen könnte, bekam ich "muffesausen" und wollte einen Rückzieher machen. Da sagte einer zu mir, wenn du keine Furcht hattest das anzustellen, dann kannst du das doch  auch sagen oder? So kam ich das erste Mal zur Beichte und es wurde eine Lebensbeichte. Ich weiss nicht wie ich es nur so lange ohne Beichte  augehalten habe. Ich wusste nicht als ich zum Glauben kam, dass das so wichtig ist. Als ich darauf angesprochen wurde, das es doch einmal im Monat reichen würde wenn ich beichten gehe, fragte ich: Wäscht du deine schmutzige Wäsche, auch nur einmal im Monat? Nein, bekam ich als Antwort, die muss ja jede Woche gereinigt werden. Dann fragte sie mich, was das mit der Beichte zu tun hat. Ich sagte, viel, denn die Seele muss auch gereinigt werden und das geht nur im Beichstuhl in der SEELEN WASCHMASCHINE Smiley


Jetzt wisst ihr was eine SEELEN WASCHMASCHINE ist


Was sagt ihr zu dieser Sache?
« Zuletzt geändert: 11.06.2013 um 21:37:38 von Brigitta B »  
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Maria Erbe
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Re: SEELEN WASCHMASCHINE
Antwort #1 - 15.02.2006 um 16:54:21
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Also ich finde die Seelen-Waschmaschine sehr gut. Eigentlich müssten wir jeden Tag, jede Stunde und Sekunde gehen.
« Zuletzt geändert: 11.06.2013 um 21:38:11 von Brigitta B »  

Durch Maria zu Jesus
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Das Kreuz machte mich
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Re: SEELEN WASCHMASCHINE
Antwort #2 - 19.02.2006 um 11:13:47
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Die Beichte, das Bußsakrament mit einer Waschmaschine zu vergleichen, finde ich ganz passend. Als Ordensschwester hört man des öfteren: „Was wollt ihr denn beichten ...“  Smiley

Dabei heißt es schon in der Schrift:
Darum, wer sich dünkt, er stehe, sehe wohl zu, dass er nicht falle! (1. Kor. 10, 12) Und wie oft soll ich meinem Bruder/Schwester verzeihen ..

Da trat Petrus herzu und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, welcher gegen mich sündigt? Bis siebenmal? Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal. (Matt. 18, 21-35)
Smiley  Im Alltag, in seinen verschiedensten Formen, im täglichen Miteinander wird unser Christsein erprobt, da wir doch immer ein „gutes Vorbild“ geben sollten, besonders als Ordenschristen ...      

Jetzt - im Fasching, der sog. „5. Jahreszeit“.  kommt die „Seelen-Waschmaschine“ bestimmt nicht auf Touren. Altbackene Schlager- und Schunkellieder wie „wir sind alle ... kleine Sünder ...  und kommen alle in den Himmel rein ...“ stehen da höher im Kurs.
Ist es auch nicht vieler Orten leider so, dass sogar in Kirchen Faschingspredigten u.ä. gehalten werden und die „tollen Tage“ ausgiebig unterstützt werden?


Doch hat jeder ab 1. März die großartige Chance - bewusst - umzukehren -   Smiley    Smiley
wenn der Priester am Aschermittwoch die Gläubigen mit dem Aschenkreuz bezeichnet und dabei spricht: "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staube wiederkehrst!"

Smiley                Smiley

O wie sehr wünsche ich allen Suchenden und Fragenden die einfache und doch tiefe Erkenntnis, dass Sie NUR den Knopf drücken, d.h. die Klinke der Beichtstuhltüre in die Hand nehmen bzw. einen Priester aufsuchen brauchen ... um nachher wirklich spürbar zu erleben:„SAUBER“ - frei von Sünden zu sein.
Natürlich funktioniert das nicht so leicht, zuerst sollte man sich vorher um eine gute Gebrauchsanleitung umsehen, z.B. im  Katechismus der kath. Kirche
(Smiley http://www.stjosef.at/index.htm?kkk/index.html~mainFrame).
 

GOTT respektiert unseren freien Willen ...
(Smiley http://br-thomas-apostolat.de/Katechese/freierwille.htm)

doch BEDENKE (!)
mit allen Konsequenzen ...
 Smiley
« Zuletzt geändert: 22.06.2013 um 15:06:35 von Brigitta B »  
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Catarina
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Mein Herz für JESUS, MARIA
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Re: SEELEN WASCHMASCHINE
Antwort #3 - 19.02.2006 um 11:52:29
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Quote:
Die Beichte, das Bußsakrament mit einer Waschmaschine zu vergleichen, finde ich ganz passend. Als Ordensschwester hört man des öfteren: „Was wollt ihr denn beichten ...“  Smiley

Dabei heißt es schon in der Schrift:
Darum, wer sich dünkt, er stehe, sehe wohl zu, dass er nicht falle! (1. Kor. 10, 12) Und wie oft soll ich meinem Bruder/Schwester verzeihen ..

Da trat Petrus herzu und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, welcher gegen mich sündigt? Bis siebenmal? Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal. (Matt. 18, 21-35)
Smiley  Im Alltag, in seinen verschiedensten Formen, im täglichen Miteinander wird unser Christsein erprobt, da wir doch immer ein „gutes Vorbild“ geben sollten, besonders als Ordenschristen ...      

Jetzt - im Fasching, der sog. „5. Jahreszeit“.  kommt die „Seelen-Waschmaschine“ bestimmt nicht auf Touren. Altbackene Schlager- und Schunkellieder wie „wir sind alle ... kleine Sünder ...  und kommen alle in den Himmel rein ...“ stehen da höher im Kurs.
Ist es auch nicht vieler Orten leider so, dass sogar in Kirchen Faschingspredigten u.ä. gehalten werden und die „tollen Tage“ ausgiebig unterstützt werden?


Doch hat jeder ab 1. März die großartige Chance - bewusst - umzukehren -   Smiley    Smiley
wenn der Priester am Aschermittwoch die Gläubigen mit dem Aschenkreuz bezeichnet und dabei spricht: "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staube wiederkehrst!"

Smiley                Smiley

O wie sehr wünsche ich allen Suchenden und Fragenden die einfache und doch tiefe Erkenntnis, dass Sie NUR den Knopf drücken, d.h. die Klinke der Beichtstuhltüre in die Hand nehmen bzw. einen Priester aufsuchen brauchen ... um nachher wirklich spürbar zu erleben:„SAUBER“ - frei von Sünden zu sein.
Natürlich funktioniert das nicht so leicht, zuerst sollte man sich vorher um eine gute Gebrauchsanleitung umsehen, z.B. im  Katechismus der kath. Kirche
(Smiley http://www.stjosef.at/index.htm?kkk/index.html~mainFrame).

 
GOTT respektiert unseren freien Willen ...
(Smiley http://br-thomas-apostolat.de/Katechese/freierwille.htm)

doch BEDENKE (!)
mit allen Konsequenzen ...
 Smiley


Ich danke dir, liebe Schwester für deinen Beitrag. Das ist die beste Anleitung, die ich für die >Seelen-Waschmaschine< gelesen habe, denn Ihr müsst wissen, ich habe euch zwar die Funktion der Maschine erklärt; aber die Bedienungs-Anleitung hat gefehlt, ich hatte mir schon Gedanken gemacht, wie ich das Ding in Betrieb bekomme; denn zu jedem Gerät gibt's auch eine Beschreibung. Aber hier hat sie noch gefehlt und die liebe Schwester hat mir diese Aufgabe schon erledigt, und ich habe nicht mit ihr darüber gesprochen, so hat der Heilige Geist gewirkt und diese Beschreibung ist wesentlich einfacher, als die Beschreibung, die ich mir ausgedacht habe. Ach, bevor ich das vergesse, diese Maschine hat eine Ewigkeits-Garantie. Sie ist so zuverlässig wie keine andere Maschine, die je von einem gebaut wurde. Gelobt sei der Herr, dass ER uns diese SEELEN - WASCHMASCHINE (BEICHTSTUHL) geschenkt hat, um die Fehler, die wir machen, uns zu verzeihen und wieder neu anzufangen.  Smiley So lechzt die Seele nach SAUBERKEIT - gib ihr eine CHANCE!

Sie wünscht sich nichts sehnlicher als die Freiheit, die uns der Herr gibt, uns versprochen hat - und uns wirklich gibt, wenn wir IHM FOLGEN.
« Zuletzt geändert: 11.06.2013 um 21:39:48 von Brigitta B »  
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Mein Herz für JESUS, MARIA
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Re: SEELEN WASCHMASCHINE
Antwort #4 - 19.02.2006 um 19:48:00
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Viele sagen immer, wenn du ein Problem hast dann musst du  darüber reden.  In einer Hinsicht haben sie recht. Laßt uns mal in ein kleines Kind versetzen, ist es nicht so, wenn sie was angestellt haben und der Papa oder die Mama schimpfen,  rennt doch das Kind  dann meistens zu einem Elternteil und sagt ihm was es angestellt hat.  Aber es gibt auch Fälle wo die Kinder was gemacht haben und  es dann einem Elternteil sagen, ohne es zu wiederholen.  Ich finde wir sollten es genauso machen. Denn wenn wir kein Schamgefühl hatten etwas anzustellen, dann können wir es doch auch beichten. Ich habe es selber erlebt, wenn die Kinder was gemacht haben,  versuchten sie es im ersten Augenblick geheim zu halten, aber nach einer gewissen Zeit sagten sie es, weil der Gedanke daran sie nicht in Ruhe ließ. Als ich das vor meiner Beichte hörte, hatte ich kein Problem mehr zur Beichte zu gehen und es ging von ganz allein, möchte ich fast behaupten. Als mich jemand fragte, wie ich mich nach so einer Beichte fühle, sagte ich:,, Ich fühle mich frei und habe bis zur nächsten Beichte nicht mehr dieses Problem. Die Gedanken sind frei, ich muss nicht darüber nachdenken, das ich was schlimmes gemacht habe." Ich kann eine Beichte nur EMPFEHLEN denn man fühlt sich leicht wie eine Feder.. Als Jesus auf dem Ölberg war und dort Todesangst erlitt,  bat er den Vater ihm beizustehen und ihm zu helfen. Da kam der Teufel zu ihm auf den Berg und versuchte ihn davon abzubringen, sich selbst aufzuopfern, weil er wusste das dies seine Betimmung war. Er sagte ihm, es würde niemanden gelingen, diese Bürde auf sich allein zu nehmen, und wiederholte es ein paar Mal. Jesus aber ließ sich nicht davon abbringen. Er bat den Vater um Verzeihung obwohl er Gottessohn war, und sagte dein WILLE GESCHEHE VATER NICHT DER MEINE das muss sich mal einer vor stellen, was Jesus da für uns gemacht und immer noch tut: ER kaufte uns vom Bösen mit seinem kostbaren Blut FREI, damit wir nicht in GEFANGENSCHAFFT leben müssen. Wenn uns das bewusst wird, was meint ihr, hat  dann das Böse noch Macht über die Welt? Um Frieden in eurer Umgebung zu haben, müsst ihr erst mit euch selbst Frieden schaffen, dann gibts auch Frieden um euch herum. Es braucht Zeit, wenn ihr anfangen wollt, dann kann ich euch nur ermutigen es zu tun Mit GEDULD UND VERTRAUEN GEHT DAS. LASST GOTT DIE HAND ÜBER EUCH STRECKEN DAMIT ER IN EUCH WIRKEN KANN, DENN NUR DANN BRINGT ES FRUCHT.


Schreibt mir eure ersten Erlebnisse nach der Beichte.


Smiley So wie die Muttergottes die Arme ausgebreitet hat, so wartet Jesus auf euch das ihr ihm erzählt was ihr angestellt habt, um euch zu vergeben. Er hat nicht umsonst die Arme ausgebreitet am KREUZ, schaut nur hin. Smiley
« Zuletzt geändert: 11.06.2013 um 21:41:19 von Brigitta B »  
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Re: SEELEN WASCHMASCHINE
Antwort #5 - 20.02.2006 um 00:42:14
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Liebe Catarina!

Den Beichtstuhl als Seelen – Waschmaschine  zu bezeichnen, finde ich höchst interessant und es wird so manchen zum Nachdenken bringen.  Smiley
Da ja kein Mensch mit einer schmutzigen Kleidung herumlaufen möchte, ist es erstaunenswert, dass bei der Seelenreinigung oft nicht diese Sorgfalt angewandt wird. Smiley
Das viele verschüttete Zugänge zum Beichten wieder freigelegt wurden, durfte ich oft bei den Gebets- und Vortragstreffen mit Br. Johannes-Marcus, erleben. Er hat den Auftrag Glaubenswunden aufzuzeigen. Da werden plötzlich  Menschen,  wie vom Blitz, Smiley mitten ist Herz Smiley getroffen, und  in ihnen das dringende Bedürfnis geweckt, den Beichtstuhl zu stürmen.

Angelinkt:
                     
 http://br-thomas-apostolat.de/redaktion/zur-sache-021.htm

 http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_m...
                         
 http://br-thomas-apostolat.de/katechese/Umkehr001.htm

http://br-thomas-apostolat.de/Katechese/200Fragen+/index.htm


Ein Ärger, Smiley den wir in uns wuchern lassen, blockiert uns für die Begegnung mit dem nächsten Menschen, der auf uns zukommt. Meine Schuld wirkt also über mich hinaus auf die andern. Auch wenn wir das nicht immer spürbar erleben, so gibt es doch einen tiefen Zusammenhang der Menschen untereinander.
Paulus sagt in 1. Kor. 12/26: Wir sind ein Leib und wie Glieder miteinander verbunden. Daher leidet jeweils die Gemeinschaft als ganze, wenn ein Glied leidet.
Sünde betrifft uns nie alleine, sondern auch die Menschen in unserer Umgebung, ja die ganze Kirche und die Menschheit.
In gleicher Weise hat Neuanfang, Vergebung und Schuldbewältigung Auswirkungen auf die anderen. Wenn ein Mensch umkehrt, entstehen neue Beziehungen.
Beichte ist Begegnung. Zwei kommen aufeinander zu: Gott der den ersten Schritt schon getan hat, der die Initiative schon vor uns ergriffen hat, und der sündige Mensch, der seine Schuld wie eine Gabe dem barmherzigen Vater bringt.
Jesus fordert uns auf, siebenundsiebzigmal zu vergeben. (Mt. 18/22)
Gott tut uns gegenüber das gleiche. (Mt. 6/12)
Jesus sagt: Gib mir deine Sünden, er wartet dort auf uns in der Person des Beichtvaters.
Im Schmerz über unsere Untreue und in fester Entschlossenheit, nicht mehr zurückfallen zu wollen, können wir aus unseren Sünden ein Geschenk für Jesus machen.
Christus wartet nur darauf uns seine unendliche Barmherzigkeit schenken zu können, seine Vergebung, die er uns durch sein Leiden und Sterben erworben hat. Smiley
Es ist sehr segensreich wenn wir klein und demütig wie ein Kind werden, und uns voll Vertrauen, mit reumütiger Aufrichtigkeit in die Hände des barmherzigen Vaters fallen lassen.
Danken wir unserer Schmerzensmutter, der Zuflucht der Sünder, für diese ihre Liebe zu uns, die sie unter dem Kreuze bewiesen hat. Stellen wir uns zu ihr an den Fuß des Kreuzes und bitten wir sie, bei der heiligen Beichte uns etwas von jenen Gefühlen der Bitterkeit und Traurigkeit mitzuteilen, die sie über unsere Sünden empfunden hat. Smiley

Der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort sagt: Kindlicher Gehorsam gegen den Beichtvater ist ganz wichtig.

Im Info Ausgabe 49-II-2005 Angelinkt: http://br-thomas-apostolat.de/Br-Thomas-Info/Brt-049.pdf
finden wir:
Die Beichte!
Jesus, ich gebe Dir mein ganzes Herz; nimm heraus was nicht hineingehört;  ich bereue alle bewussten und unbewussten Sünden, unterlassenes Gutes und Nachlässigkeiten die ich begangen. Heile mein Herz und die Herzen aller, die ich verwundet und reinige und heilige es in Deinem  kostbaren Blut.

Da sagt einer: „Ich habe zuviel Böses getan, Gott kann mir nicht verzeihen.“ Das ist eine grosse Lästerung. Damit setzt man der Barmherzigkeit Gottes eine Grenze, wo sie doch keine Grenze kennt, denn sie ist ja unendlich.
Nichts beleidigt Gott so sehr, wie jemand, der nicht an seine Barmherzigkeit glaubt.
Johannes M. Vianney, Pfarrer von Ars

« Zuletzt geändert: 21.08.2013 um 22:24:50 von Brigitta B »  

Gott, du bist mein Gott, dich suche ich! Meine Seele dürstet nach dir, mein Leib schmachtet nach dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So schaue ich im Heiligtum nach dir aus, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Huld ist köstlicher als Leben; meine Lippen sollen dich preisen.
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Re: SEELEN WASCHMASCHINE
Antwort #6 - 20.02.2006 um 01:06:58
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„Ihr seid reingewaschen, seid geheiligt, seid gerecht geworden im Namen Jesu Christi, des Herrn, und im Geist … sagt schon der Hl. Apostel Paulus in 1. Brief an die Korinther im 6. Abschnitt Vers 11.   AngeLinkT.: 1Kor.6,11

Ist eure Wäsche immer nur sauber oder auch ab und zu rein?

Ich denke, dass es ein großer Unterschied ist. Die Beichte bzw. die Buße mit einer Waschmaschine zu vergleichen ist keine schlechte Idee, nur sollte man dabei dringlichst beachten, die Sünden nicht nur oberflächlich, nach außen hin, sauber abzuwaschen.

Jeder kennt ja den Spruch: „außen hui und innen…“. Deshalb ist noch viel wichtiger, die Seele / das Herz nach innen rein zu waschen. Die Kath. Kirche sagt auch die innere Buße dazu.

Wie schon die Aufforderung der Propheten zielt auch der Ruf Jesu zu Umkehr und Buße zunächst nicht auf äußere Werke, „Sack und Asche“, Fasten und Abtötungen, sondern auf die Bekehrung des Herzens, die innere Buße.

Ohne sie bleiben Bußwerke unfruchtbar und unehrlich.

Die innere Umkehr drängt jedoch dazu, diese Haltung in sichtbaren Zeichen, in Handlungen und Werken der Buße nach außen zu zeigen.
Wichtig aber ist, nicht zu denken, jetzt kann ich meine „Klamotten“ ja wieder vorsätzlich schmutzig machen, zu Hause steht ja eine Waschmaschine.

Mit der Beichte verhält es sich fast genau so. Ich muß mit dem klaren Vorsatz und reuig bekennen, fortan nicht mehr zu sündigen und Böses zu unterlassen, so dass sich auch irgendwann einmal die Aussage des 1. Satzes oben im Beitrag für mich erfüllt.


Die Reinheit schützt das Wertvollste, das es auf der Welt gibt: die Möglichkeit, Gott nahe zu sein. "Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen" (vgl. Mt 5, 8), sagt Jesus. Und diese Menschen werden Gott nicht nur nach ihrem Tod schauen, sondern schon hier und jetzt: in der Schönheit der ganzen Schöpfung, in den Zügen eines Gesichts, in einem Kunstwerk, ja in ihrem eigenen Herzen.  AngeLinkT.:http://www.bibleserver.com/index.php


Smiley

« Zuletzt geändert: 15.08.2013 um 20:17:59 von Brigitta B »  

"Oh, Herr Jesus, säubere die Gemeinden von all der Fäulnis und dem Unsinn, mit dem der Teufel sie beladen hat und bringe uns zu den Methoden der Apostel zurück!"
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Mein Herz für JESUS, MARIA
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Re: SEELEN WASCHMASCHINE
Antwort #7 - 20.02.2006 um 13:47:20
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Es  soll nicht so verstanden werden, dass man dann immer weiter südigen kann, oder womöglich noch darf, das soll es nicht heissen. Ich will nur damit sagen, das die Sünden die einen vielleicht belasten, leichter werden, weil man sie ja im Beichtstuhl abgegeben hat. Ist es nicht so, wenn wir mit einem Priester reden, sollen wir doch den Herrn in ihm sehen. Ist das nicht der Wunsch des Herrn, den er uns offenbart hat, das wir nicht die Person des Priesters sehen, sondern Jesus Cristus selbst. Früher hab ich das nicht ganz verstanden, das nicht nur der Prister als Person im Beichtstuhl sitzt, Ratschläge und Antworten gibt, sondern Jesus Christus, der uns durch den Prister sagt was wir tun sollen. Ach, da werden mir jetzt aber einige böse sein, ich weiss, es gibt auch Fälle wo man am besten nicht hinhört, wenn ein Beichtvater sagt: Z.B. Man ist zu alt um in ein Kloster zu gehen, oder mit diesen Dingen und den Gedanken solltest du dich in eine Klinik einweisen lassen. Ja, ich weiss es gibt auch solche Fälle, das einzigste ist dann, im Gehorsam das zu tun was der Prister sagt, und nur noch beten, sonst hilft nicht's mehr. Ich will keinen verurteilen was er zu tun oder zu lassen hat, nein das ist nicht mein Recht. Es soll dies nur eine kleine Hilfe sein, damit wir uns leichter tun mit einem Priester zu reden, und zu beichten. Wie sehr würde sich der Herr freuen, wenn mehr beichten gehen würden, denn die Liebe unseres Herrn ist so gross und die Barmherzigkeit auch, warum soll man Gott nicht freie Hand lassen. Diese Gedanken helfen mir immer dabei, wenn ich zur Beichte gehe. Ich sag dann immer, so es ist Zeit das ich wieder rein werde und meine Seele sauber mache.


SmileySo wie es diese Figur zeigt ist es mit der Seele, man hat keine Hemmung was anzustellen, aber wenn man sich selber im Spiegel betrachtet erschreckt man über sich ( Wie konnte ich nur so was tun ) das ist der erste Satz, den man sagt wenn man in sein Inneres schaut,weil man das nicht gedacht hätte, das man zu so was fähig ist.
« Zuletzt geändert: 11.06.2013 um 21:43:56 von Brigitta B »  
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Re: SEELEN WASCHMASCHINE
Antwort #8 - 20.02.2006 um 22:05:33
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Ich habe dich schon richtig verstanden, Catarina, es soll auch keine Unterstellung sein. Ich meine nicht dich persönlich. Dass du das Prinzip der Beichte/Buße richtig verstehst denke ich zu wissen.

Ich meine mit meinen Ausführungen die Menschen, denen nicht bewusst ist was alles schon als Sünde gilt, bzw. was die Seele belastet und krank macht.
Als Beispiel will ich mal die sog. lässlichen Sünden anführen, die alltäglichen Verfehlungen, Lästerungen, Nachreden, Beschimpfungen … und auch die schlechten Gedanken.


Das Bekenntnis der alltäglichen Fehler, der sog. lässlichen Sünden, ist genaugenommen nicht notwendig, wird aber von der Kirche nachdrücklich empfohlen (vgl. CIC, can. 988, § 2). Warum? Nun, das regelmäßige Bekenntnis unserer lässlichen Sünden ist für uns eine Hilfe, unser Gewissen zu bilden, gegen unsere bösen Neigungen anzukämpfen, uns von Christus heilen zu lassen und im geistigen Leben zu wachsen. Wenn wir in diesem Sakrament öfter das Geschenk der Barmherzigkeit Gottes empfangen, wird es uns drängen, selbst barmherzig zu sein wie er (Vgl. Lk. 6,36 ff). AngeLinkT.: Luk. 6, 36

Viele Sünden fügen dem Nächsten Schaden zu. Man muß diesen, soweit möglich, wieder gutmachen (z. B. Gestohlenes zurückgeben, den Ruf dessen, den man verleumdet hat, wiederherstellen, für Beleidigungen Genugtuung leisten). Allein schon die Gerechtigkeit verlangt dies. Dies sind vor allem die lässlichen Sünden im Alltag unseren Nächsten gegenüber.

Kurz, der Priester ist Zeichen und Werkzeug der barmherzigen Liebe Gottes zum Sünder.

Der Beichtvater ist nicht Herr, sondern Diener der Vergebung Gottes. Der Diener dieses Sakramentes soll sich mit der Absicht und der Liebe Christi vereinen. Er muß zuverlässig wissen, wie ein Christ zu leben hat, in menschlichen Dingen Erfahrung haben und den, der gefallen ist, achten und sich ihm gegenüber feinfühlig verhalten. Er muß die Wahrheit lieben, sich an das Lehramt der Kirche halten und den Pönitenten geduldig der Heilung und vollen Reife entgegenführen. Er soll für ihn beten und Buße tun und ihn der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen.

Bei der Sündenvergebung sind der Priester und die Sakramente gleichsam nur die Werkzeuge, durch die Christus der Herr, der eigentliche Urheber und Spender des Heils, in uns die Vergebung der Sünden und die Gnade der Rechtfertigung bewirkt.
« Zuletzt geändert: 15.08.2013 um 20:19:23 von Brigitta B »  

"Oh, Herr Jesus, säubere die Gemeinden von all der Fäulnis und dem Unsinn, mit dem der Teufel sie beladen hat und bringe uns zu den Methoden der Apostel zurück!"
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Re: SEELEN WASCHMASCHINE
Antwort #9 - 26.02.2006 um 14:59:53
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Liebe Catarina: Du sprichst mir aus dem Herzen, ich sehe das auch so wie Du. Smiley

Könnte ich doch allen die auf der Suche sind, und fragend Ausschau halten, einen Pfeil  Smileyder tiefen Erkenntnis ins Herz schießen, wie notwendig, befreiend,  und heilend, die wöchentliche Reinigung der Seele, in der "Seelen-Waschmaschine" ist.

Ich möchte hier ein Beispiel anführen, wie es unser  lieber Br. Johannes-Marcus immer wieder auf den Gebets- und Vortragstreffen aufgezeigt hat.
Z.B.: Wenn wir über die Fehler der andern reden, meckern, richten oder gar verurteilen, dann sammeln wir unsere Gebete, Opfer, Hl. Messen usw... in einer Tonne mit einem schweren Deckel darauf, und Gott nimmt sie nicht an, er kann sie nicht hören.

Genau das ist der springende Punkt, warum wir unsere Seele wöchentlich reinigen, entrümpeln sollen.

Dann wird uns auch ein feineres Gewissen geschenkt, und wenn wir uns bemühen verlernen wir sogar diese unchristlichen, schrecklichen  Angewohnheiten.
Wo einige meinen, dass es eh nicht so schlimm ist.  Smiley

Ich sage Euch, sie irren sich gewaltig.

Denn das gefällt Jesus ganz und gar nicht, wenn wir Ihn bei der Hl. Kommunion in so eine befleckte Seele aufnehmen, die gerade gemeckert, über die andern geredet, gerichtet oder verurteilt hat.

Stellt euch mal vor, wie Jesus sich da fühlen muß, wo sich diese Greueltaten türmen???  Smiley

Das ist doch unzumutbar für Gott den Allmächtigen.

Wie sehr verletzten wir Jesus, die größte Liebe, damit. Smiley

Der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, schreibt im "Goldenen Buch", (Beichtandacht) dass dies ein höchst hässlicher und SCHÄDLICHER Fehler ist, der auch bei Frommen sich einschleichen kann.

LINK: Beichtandacht!!!
« Zuletzt geändert: 22.06.2013 um 15:07:12 von Brigitta B »  

Gott, du bist mein Gott, dich suche ich! Meine Seele dürstet nach dir, mein Leib schmachtet nach dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So schaue ich im Heiligtum nach dir aus, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Huld ist köstlicher als Leben; meine Lippen sollen dich preisen.
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Re: SEELEN WASCHMASCHINE
Antwort #10 - 04.03.2006 um 19:00:50
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Viele sagen immer, wenn du ein Problem hast dann musst du  darüber reden.
Ich finde den Artikel gut und die Aussage, dass die Beichte  Dich erleichtert, der kann ich nur zustimmen. G.
« Zuletzt geändert: 11.06.2013 um 21:46:22 von Brigitta B »  
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Antwort #11 - 04.03.2006 um 19:02:59
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Also ich finde die Seelen-Waschmaschine sehr gut....
Gut geschrieben Catarina! G.
« Zuletzt geändert: 11.06.2013 um 21:48:05 von Brigitta B »  
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Antwort #12 - 27.02.2009 um 17:17:21
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Die soziale Bedeutung der Beichte

Die Beichte sagt selbst Voltaire, „ist ein mächtiger Zügel der vom Laster zurückhält.
Sie ist ganz besonders geeignet, Herzen, die der Hass verzehrt, zur Verzeihung zu stimmen.
Man kann die Beichte als den mächtigen Zügel betrachten, der von geheimen Lastern zurückhält.“
„ Es gibt kein besseres Mittel sagt Marmontel, „die Sittenreinheit unter der Jugend zu erhalten, als die Beichte.“
Was hat nicht alles die Beichte bei den Katholiken gewirkt, sagt Rousseau (Emile III) zur Ersatzleistung für geschehenes Unrecht und Beraubung?
Ebenso sieht auch Raynal (hist. Phil. Du commerce des Indes, II, 250) in der Beichte das beste Mittel zur Reinerhaltung der Sitten:

Die Beichte ist auch eine Stütze der staatlichen Ordnung.
Um nämlich die äußerliche Sittlichkeit, Gerechtigkeit, Treue und Redlichkeit zu erhalten, muß sie von innen herauskommen.
Nun aber ist es aber gerade die Beichte, die den inneren Menschen zur Gottesfurcht anhält und die Religion auf das Leben anzuwenden lehrt, die Menschen auf dem Weg der Gebote Gottes hütet und mit aller Kraft zum Teil vor Lastern bewahrt, zum Teil die vom Laster Angesteckten heilt.
Dadurch gewinnt aber auch das äußere Verhalten in der menschlichen Gesellschaft das Bild der Ruhe und Sicherheit, der Ehrbarkeit und des Anstandes, der Treue und Redlichkeit, des Friedens und der Eintracht.
Das vielfach durch die Beichte fremdes Gut wieder zurückgestellt wird, ist das Wenigste im Vergleich zu den höchsten Gütern, welche der menschlichen Gesellschaft durch die selbe gewährt werden.
Dieser Einfluß der Beichte Auf den inneren Menschen und durch diesen auf das öffentliche Leben ist in ganz wunderbarer Weise bei den von den Patres Jesuiten gegründeten Ansiedlungen in Paraguay hervorgetreten.
Dort ersetzten die christlichen Tugenden nicht bloß umfangreiche Gesetzbücher, sondern auch Beamte und Polizeimannschaft; es war nicht einmal nötig, in den Kaufläden jemand zur Aufsicht zurückzulassen, sondern es genügte, auf den einzelnen Waren den Preis anzumerken, und man fand stets für die indessen abgenommene Ware den entsprechenden Preis zur Seite gelegt.
Diese Leute gingen aber sehr oft und mit Eifer zur Beichte.
Nehmt hingegen die Beichte fort und es beginnt die Verrohung der Menschen; es ist den Leidenschaften der Zügel entrissen, das Gewissen wird missachtet und es steht ein lasterhaftes, gefährliches Geschlecht auf.
So ist es Tatsache, dass in Deutschland, nachdem durch Protestantismus die Beichte abgeschafft wurde, eine gräuliche Sittenlosigkeit eingerissen hat, über die Luther selbst nicht genug klagen konnte.
Daß die Aufhebung der Beichte daran hauptsächlich Schuld trage, erkannte sogar der Rat von Nürnberg, welcher an Kaiser Karl V. das Ansuchen stellte, die Beichte wieder herzustellen, da nach ihrer Abschaffung die Stadt in die größten Laster versunken sei. Dieser aber erwiderte:“
Wenn sie die Beichte nicht aus der Hand Gottes annehmen, so werden sie dieselbe noch weniger aus meiner Hand annehmen.

Der Gehorsam ist aber eine Grundbedingung der Gesellschaft.
Diesen aber wird derjenige am meisten zu üben bereit sein, der auch in andern und ungleich wichtigeren Verhältnissen ihn zu betätigen gelernt hat.
Insbesondere beruht größtenteils auf der Beichte das Wohl der Familie.
Eine merkwürdige Erscheinung ist es, dass da, wo sie beseitigt wurde, gar bald auch die Unauflösbarkeit der Ehe preisgegeben ward.
Nur die katholische Kirche hielt fest an letzterer, und sie konnte es, weil gerade sie in der Beichte das Mittel besaß, auch den ersten Keim der Untreue, den ersten Funken einer unrechtmäßigen Leidenschaft zu ersticken.
Es ist ja bekannt, welch`mächtigen Damm gerade die heftigste aller Leidenschaften in der Beichte findet, weil sie vor nichts mehr als vor der Beschämung zurückbebt..

Wieviel haben Eltern oft der Beichte zu verdanken, ohne es nur zu ahnen!
Denn die Gelegenheit abzuschneiden, die der Familie zuletzt Schimpf und Schande würde bereitet haben.
Selbst das Gesinde, nicht selten den Launen der Herrschaft preisgegeben, wird oft keinen andern Beschützer haben als den Beichtvater, der Liebe zur Pflicht macht; und auf der andern Seite werden Herrschaften oft eben deshalb treue Dienstboten haben, weil diese nur im Hinblicke auf die Beichte den Versuchungen zur Untreue widerstehen oder durch sie zum Ersatze angehalten werden.
Doch es gibt Kleinode höheren Werts in den Familien: die Seelen der Kinder. Der Beichtvater wird vor allem seinen Einfluß dazu verwenden, dass diesen von ihrer Umgebung nicht frühzeitig schon das Gift der Sünde beigebracht werde.

aus: Empor die Herzen von Pfr. A. Steger Impr. 1922
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Antwort #13 - 27.02.2009 um 22:09:37
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SEGNUNGEN DER BEICHTE

Der beliebte italienische Dichter Silvio Pellico von Saluzzo, der wegen politischer Vergehen in den Kerkern zu Mailand, unter den Bleidächern von Venedig, zuletzt in den Kasematten auf dem Spiegelberge eine lange, leidensvolle Gefangenschaft bestanden hat, bekennt, dass ihm während dieser trüben Zeit in seinem Beichtvater ein barmherziger Engel gesendet ward. Sein Bekenntnis lautet also:
„Jeden Monat, wo ich in meinem Gefängnisse die zarten Vorwürfe, die herrlichen Ermahnungen meines Beichtvaters vernahm, pries ich Gott!
Ach der Unglückliche, der die Erhabenheit der Beichte nicht kennt!
In dem Beichtvater, dem Bruder, der spricht, ist ein Leben, ein Inhalt, den man oft vergebens in den Büchern und in seinen eigenen Gedanken sucht.
Der berühmte Schriftsteller Coppè sagt, dass er durch die Beichte den langvermissten Trost und Frieden des Herzens wiedergefunden und nicht ohne Tränen der Freude und des Glücks sich von jenem Platze erhoben habe, wo er sich seiner Sündenschuld entledigt hatte.

Die Beichte regelt und schärft auch das Gewissen und erzieht zu Selbsterkenntnis, ohne die eine wahre Besserung des Lebens unmöglich ist.
Und wenn du Gewissenszweifel hast, so löst sie dir ein erfahrener Priester im Beichtstuhle und er schenkt dir den Herzensfrieden.
Sogar Goethe gibt der Beichte (in Wahrheit und Dichtung) das Zeugnis, „dass sie ein herrliches Auskunftsmittel sei“.
Die Beichte bewahrt sodann die Seele vor mannigfachen Übeln.
Vor allem ist sie für die Versuchten eine mächtige Stütze.
Möchten nur die versuchten Seelen, namentlich die jungen Leute, in denen die Leidenschaften so mächtig toben, zum Gnadenmittel der Beichte ihre Zuflucht nehmen, damit sie in der Jugend nicht dem Laster anheim fallen und vor inneren Versuchungen und äußerer Verführung bewahrt bleiben.
Ein Vorteil der Beichte ist es auch, dass die Scham, Sünden beichten zu müssen, der leidenschaftlichen Unbändigkeit Zügel anlegt und die Lasterhaftigkeit unterdrückt.
Freilich ist dieser Beweggrund nicht der edelste, denn wir sollen die Sünde vor allem meiden, Gott zuliebe; aber dennoch unterbleibt manche Sünde.

 aus: Empor die Herzen von Pfr. A. Steger Impr. 1922
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Antwort #14 - 07.03.2009 um 22:40:11
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Zu einem gültigen Sündenbekenntnis gehören:

Es muß vollständig sein,
d. h. man muß die Sünden nach ihrer Zahl mit den notwendigen Umständen beichten.
Denn es ist zur Beurteilung des Seelenzustandes durchaus nicht gleichgültig, ob man die Sünde einmal und das andermal begangen hat, ob sie einem schon zur Gewohnheit geworden ist.
Auch muß der Priester wissen, ob die Sünde dem Nächsten ein Schaden erwachsen ist, ob andere Ärgernis genommen haben und dadurch vielleicht zur Sünde verleitet worden sind.
(Wegen der Wiedergutmachung: Diebesgut zurückgeben, Schaden ersetzen usw.)

aus: Das dreifache Reich Gottes aus den Rundschreiben des Papstes: Pius X.
Fortsetzung folgt
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Antwort #15 - 07.03.2009 um 22:44:13
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Es muß aufrichtig sein:
Man muß sich so anklagen, wie man sich vor Gott schuldig weiß, ohne etwas zu verschweigen oder zu beschönigen.
Es gibt Menschen die allezeit ihre Sünden geringer darzustellen suchen als sie sind.
Auch befinden sie sich in einer nächsten Gelegenheit, bei einer Person, an einem Orte, wo sie fast immer zur Sünde verführt werden, so geben sie dieses nicht an,
sondern sie beichten nur die Sünden.
Oder man ist schon ein Gewohnheitssünder in irgendeinem Punkte und gibt sich beim Bekenntnis den Anschein, als sei dies das erste Mal,
dass man diese Sünde zu beichten habe.
Hat man einem Menschen Schaden zugefügt, so sucht man die Sache so darzustellen, dass man keine Wiedererstattung zu leisten hätte.
Es gibt Leute, die an jede Sünde eine Entschuldigung hängen und für jede ernste Mahnung des Beichtvaters stets Einwände bei der Hand haben,
z. B. ich habe oft den Gottesdienst und mein Gebet versäumt, aber ich habe so viel Arbeit; ich bin oft zornig gewesen
und habe geflucht, aber man hat mich immer dazu gereizt; ich sorge nicht für meine Eltern, aber meine Geschwister,
die mehr Vorteil hatten und mehr Vermögen haben, tun es auch nicht; ich habe Feindschaft, aber ich bin nicht schuld daran;
ich habe meinen Nächsten betrogen, aber er hat mich auch schon um Manches gebracht.
Man klagt hier mehr andere an als sich selbst.  So machten es schon Adam und Eva.
Ebenso handelte Saul, als er vom Eigentum der Amalekiter an sich nahm; er schob die Schuld auf das Volk, aber Gott nahm diese Entschuldigung nicht an.
Anders verfuhr der König David. Ohne sein doppeltes Vergehen irgendwie zu entschuldigen oder zu beschönigen, klagte er sich desselben an und betete aus bußfertigem Herzen:
Erbarme Dich meiner, o Gott, nach Deiner großen Barmherzigkeit!“ und Gott verzieh ihm.

Fortsetzung unten
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Antwort #16 - 07.03.2009 um 22:48:35
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Sie muß deutlich sein,
d. h. man muß seine Sünden bestimmt und klar angeben, damit der Beichtvater sie wohl verstehen und überhaupt den Seelenzustand des Beichtkindes gehörig beurteilen kann. –
Gegen diese notwendige Eigenschaft des Sündenbekenntnisses fehlen jene, welche entweder zu leise oder zu rasch sprechen,
so dass der Priester nicht alle Worte vernehmen kann und den Beichtenden oft durch Fragen unterbrechen muß.
Man erfüllt den buchstaben des Gesetzes, indem man seine Sünden bekennt, aber man verstößt gegen den Geist und Sinn desselben,
indem man dem Beichtvater seinen Seelenzustand nicht der Wahrheit offenbart, was das Gebot, zu beichten, doch will.
Gleiches ist von denen zu sagen welche im Bekenntnis der Sünden keine Ordnung einhalten, oder welche vieles Unnötige beifügen.
Dadurch wird das Urteil des Beichtvaters verwirrt, so dass er schließlich nicht oder nicht mehr recht weiß, was der Beichtende begangen hat.
Mangel an Deutlichkeit in der Beicht ist aber besonders dann vorhanden, wenn man sich bei der Anklage zu allgemeiner und unbestimmter Ausdrücke bedient,
wie z. B. ich habe Gott nicht geliebt, nicht den Nächsten wie mich selbst, ich habe Böses gedacht oder geredet u. dgl. Das ist nicht genügend.
Denn bei  -  allen – Sünden hat man Gott nicht geliebt, wie man sollte, bei gar vielen wurde die Nächstenliebe verletzt,
die bösen Gedanken und Worte können Hochmut, Gotteslästerung, Fluch, Unreingkeit enthalten haben.
Man muß die Sünde mit ihrem wahren Namen nennen, nach dem Gebote, gegen welches man dabei verstoßen hat, man muß angeben,
ob sie in Gedanken, Worten oder Werken, allein oder mit anderen begangen wurde. Diese letztere Art von Undeutlichkeit ist aber nichts weiter als Unaufrichtigkeit.

aus: Das dreifachr Reich Gottes- Rundschreiben des Papstes Pius X.
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