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Normal Topic Warum gibt es den Zölibat ? (Gelesen: 6.096 mal)
Martina Monika
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Totus tuus

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Warum gibt es den Zölibat ?
12.06.2006 um 19:40:24
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Der Zölibat war lange Zeit kein Thema in der (kath.) Kirche. Er wurde ja erst relativ spät eingeführt. In der Bibel finde ich hierzu keine eindeutigen Aussagen. Ist doch selbst Petrus ein verheirateter Mann gewesen. Und Petrus war der Fels der Kirche.
Ich bin nicht gegen den Zölibat. Aber es fällt mir schon schwer, wenn ich, angefragt in einer Diskussion, erklären soll, warum die katholische Kirche darauf besteht.
Ich persönlich könnte mir einen verheirateten Priester ebenfalls vorstellen. Aber er müsste schon eine vorbildliche Ehe führen. Genauso, wie ich von einem zölibatären Priester erwarte, dass er seine Lebensform vorbildlich lebt. Die katholische Ehe ist doch schließlich nicht "schlechter" als die katholische Ehelosigkeit !?
Ich weiß aber auch von Protestanten, die einen Pastor in der Gemeinde hatten, der noch nicht mal glaubte, dass Jesus am Kreuz die Welt erlöst hat. Der Zölibat ist eine hohe Anforderung, die etwaige unehrliche Berufs- und Berufungswünsche ausbremst. Aber als Bremse/ Instrument zur Personalauswahl allein scheint mir der Zölibat doch zu besonders. Da gäbe es sicher andere Möglichkeiten.

Martina Monika
« Zuletzt geändert: 12.08.2013 um 22:15:31 von Brigitta B »  
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HWB
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"Mir persönlich wurde
diese große Gnade zuteil."

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #1 - 13.06.2006 um 09:28:01
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Zum Reizthema Zölibat folgendes:

Die Ehelosigkeit der katholischen Priester, der Zölibat, ist zunehmend ein Reizthema. Illustrierte und Talkshows nehmen sich - zumeist recht tendenziös - der Frage an, ob Priester nun heiraten sollen, können, dürfen, müssen. Manche Medien machen sich beim Zölibat zu obersten Sittenrichtern: Ehelosigkeit und sexuelle Abstinenz einer ganzen Gruppe, nein, das gehe zu weit. Das sei entweder abartig oder unglaubwürdig. Erlaubt sei schließlich, was gefällt. Wie kann da der Zölibat noch erlaubt sein?

Warum ist die Ehelosigkeit katholischer Priester so stark in der Diskussion und in der Gesellschaft für viele ein Moment der Beunruhigung?

Etwa weil sie Fragen aufwirft? Die Frage zum Beispiel: Warum lebt ihr Priester so, ihr macht doch sonst einen ganz vernünftigen Eindruck? Die Frage auch: Sexualität und Ehe sind doch etwas Wunderbares. Was ist für euch noch wichtiger, noch wertvoller, das euch motivieren könnte, auf die Ehe zu verzichten? Oder die Anfrage: Wenn Jesus den Zölibat gefordert hätte, dann wäre es etwas anderes. Aber es handelt sich doch nur um ein Kirchengesetz.

Tatsächlich, der Zölibat ist ein Kirchengesetz. Erst dreihundert Jahre nach Christus gibt es Regelungsversuche für die Ehelosigkeit der Priester. Was sind die Motive? Die Kirche beginnt, sich in dieser Welt einzurichten. Der Schwung des Anfangs ist erlahmt. Der Verzicht auf Ehe soll zum Signal werden, dass alles, auch die Ehe, vorläufigen Charakter hat gegenüber dem neuen Leben, das Jesus Christus brachte. Signal dafür, dass der Priester wenigstens in diesem einen Punkt ganz ernst macht mit der Weisung Jesu, alles zu verlassen, nichts ihm vorzuziehen, ganz für ihn und seinen Auftrag zu leben.

Manchmal hört man im Gespräch mit jungen Menschen das Argument, ein geistlicher Beruf komme nicht in Frage, weil man das Leben liebe.

Leben, sagt der Hl. Apostel Paulus, ist für mich Christus.

Ich denke, knapper lässt sich der Zölibat nicht umschreiben. Weil Leben Christus ist, deshalb und nur deshalb ist Verzicht auf Ehe und sexuelle Partnerschaft sinnvoll und möglich.
"Ja gut", werden manche dagegenhalten, "wer ehelos leben kann und will, mag das ja tun. Aber warum müssen alle Priester so leben? Viele scheiden doch deshalb aus dem Dienst aus. Und es gibt ja auch Skandale." Tatsächlich verlassen Priester ihren Dienst, um zu heiraten. Es ist Tatsache, dass es unter Priestern menschliches Versagen gibt, wie bei anderen Menschen auch. Es ist aber auch Tatsache, dass die große Mehrzahl der Priester zu ihrem Versprechen der Ehelosigkeit verbindlich steht. Und dies nicht, um ein Gesetz zu erfüllen, sondern um auszudrücken: Leben ist für mich Christus.

Das könnte auch anders ausgedrückt werden, etwa durch radikal gelebte Armut. Jedenfalls muss es ein verbindliches Zeichen für alle sein, sonst wird es nicht mehr wahrgenommen. Sonst wäre es so wie in jedem anderen Beruf, wo es ja auch Unverheiratete gibt, ohne dass es zum öffentlichen Signal wird.

Ob die medienwirksamen Attacken gegen den Zölibat nicht auch deutlich machen, wie sehr er ein Stachel ist?

Ein Stachel für die Gesellschaft: Da gibt es Menschen, die sich zu Außenseitern im gängigen Lebensgefühl machen, und dadurch jeden Zeitgenossen vor die Frage stellen: Was ist eigentlich Leben für dich? Ein Stachel auch für die Kirche: Verkündigung des Evangeliums ist nicht in erster Linie eine Frage des bezahlbaren Stellenplans und der Pastoralstrategie, sondern eine eminente Frage von Berufung, um welche die ganze Kirche zu beten hat.

Der Zölibat ist zudem eine andauernde Provokation in erster Linie für die Priester: Wenn sie schon auf Ehe und sexuelle Partnerschaft verzichten, ist das nur durchzuhalten dadurch, dass die Nähe zu Jesus Christus je neu gesucht wird.

"Ist dann aber nicht die Treue in einer christlichen Ehe heute ein ähnlich wichtiges Zeichen?", so wird man in diesem Zusammenhang oft gefragt. Ja sicher, christliche Ehe und Zölibat sind zwei Seiten derselben Münze. Wo die eine Lebensform gefährdet ist, ist es auch die andere. Beide sind aufeinander angewiesen, wenn deutlich herauskommen soll: Jesus Christus bedeutet für uns Leben!


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« Zuletzt geändert: 12.08.2013 um 22:15:19 von Brigitta B »  

"Oh, Herr Jesus, säubere die Gemeinden von all der Fäulnis und dem Unsinn, mit dem der Teufel sie beladen hat und bringe uns zu den Methoden der Apostel zurück!"
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Br.Johannes-Marcus (fjm)
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Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #2 - 13.06.2006 um 09:49:59
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Liebe Martina Monika,
eine schwere Frage und wie ich sehe ist HWB auch am schreiben. Ich hoffe das er Antworten findet. Ich, für meinen Teil möchte lieber den Bruder meines Seelenführers sprechen lassen, der gerade bei Durchblick einen entsprechenden Beitrag veröffentlicht hat. Fordere Dir doch bitte die Ausgabe 46 (Juni.2006) an.

Auch wird darin zum Thema auf die Internetseite: 'Karl-Leisner - Zölibat' hingewiesen. Ich denke es tut gut, die Priester selbst zu hören, als wenn ich unwissender hier zu diesem Thema kluge Reden schwinge.
Soviel möchte ich sagen:

Die Mutter Gottes, wie auch Jesus selbst, spricht: Haltet fest am Zölibat. bzw. Ihr meine Diener sollt mir ganz und allein gehören.

Liebe Martina Monika! Priester ist kein Beruf wie Bäcker, Metzger oder Arzt, sondern eine Berufung. Diese wird schon von GOTT in die Wiege gelegt, von den Eltern gepflegt (sollte zumindest so sein!), und ist bestimmt bis in ALLE EWIGKEIT! 24 Stunden am Tag, ab Weihe das ganze Leben. Darum bewundere ich Priester die im Alter von 90+ Jahren und mehr noch ihren Dienst für Jesus an den Seelen tun. Und bedauer die Priesterseelen, die mit 65 oder 70 Jahren - kerngesund in den "verdienten" Ruhestand gehen. Sie haben nichts verstanden. Sie sehen halt ihren Dienst als Beruf wie o.g. und lassen ihre anvertraute Herde einfach im Stich. Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Was erwartet sie in der Ewigkeit?
Priester sollen das Abbild Jesu sein, Stellvertreter - sichtbares Zeichen. Ein verheirateter Priester (vgl. die Pastoren in der protestantischen Gemeinschaften...), allein die Quote der Scheidung liegt viel höher als der Druchschnitt. Entweder leidet die Familie oder das Amt. Jesus möchte Seine Priester nur für sich und Seine Herde... damit erreicht der Priester mehr als sich ständig zu teilen etc. - wieviele Pastor haben ihren ständigen Psychologen, weil sie diese Teilung nicht schaffen und am Ende doch zusammenbrechen.

Ja, das schaffen Priester nur, wenn sie in der Ganzhingabe mit und durch Maria, der Mutter Gottes, in
der täglichen Anbetung das leben.

Ich kenne Priester die so in der Welt verhangen sind ... ebenso sieht ihr Priestertum aus. Müde, kalt, weit weg von dem was Jesus uns lehrt und braucht!

Als Abschluss: Das Zölibat ist schon, wo und wie wir einst leben werden, in der Herrlichkeit Gottes. Da wird nicht mehr geheiratet usw. Da leben wir alle das, was GOTT sich von den Seinen wünscht ... EINS sein mit IHM! Ungeteiltes Herz!
« Zuletzt geändert: 12.08.2013 um 22:14:51 von Brigitta B »  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #3 - 13.06.2006 um 11:36:53
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Zum Thema Zölibat möchte ich ein wenig weiter ausholen.

Ein Priester, welcher Jesus in ganzer Liebe nachfolgt, kann sich doch nicht durch eine Ehe zweiteilen.

Wenn man als verheirateter Christ ein Jünger Jesu ist, bekommt man oft ein ganzes Kieswerk vor die Füsse geschmissen.

Nur weil man aus ganzem Herzen tun möchte, was "ER UNS SAGT"!

Ohne WENN UND ABERS JESUS CHRISTUS NACHZUFOLGEN.

Was für mich soviel heißt: Genau nach Punkt und Komma zu leben was Lehre der Kirche, des Papstes, also Gottes Wille ist.

Wenn man das alles lebt hat man keine Zeit und kein Interesse mehr sich auf dem Spielplatz der Welt  dem heutigen Sodom und Gomorra zu tummeln.


Ich denke, dass es einem Priester, nach dem Herzen Jesu, ebenso ergeht, ihm dann auch keine Zeit mehr bleibt, sich noch um Frau und Kinder zu kümmern, ohne sie zu vernachlässigen.

Aus diesem Grund möchte ich allen, die Probleme mit dem Zölibat haben, natürlich auch den andern, die 33 tägigen Exerzitien, zur Vorbereitung auf die Marienweihe empfehlen.
http://br-thomas-apostolat.de/Katechese/33tagesweihe/Marienweihe.PDF

Jetzt besteht ausserdem die Möglichkeit tgl, um ca. 16 Uhr, mit Br. Hans-Jürgen, diese Vorbereitung auf die Marienweihe, im Internetradio, zu machen. Es ist wunderbar und so manche etwas schwierigere Passagen werden sehr gut erklärt.

Ich kann mir nicht vorstellen, wenn man diese Weihe an Maria, nach dem Hl. Ludwig Maria Grignion vollzogen hat, dann noch zu sagen, ein Priester solle heiraten, weil einem da ganz einfach bewußt wird, was das heißt im Dienst des Herrn zu stehen, IHM ALLEIN ZU DIENEN und WIE DIE APOSTEL NACHZUFOLGEN.
« Zuletzt geändert: 22.08.2013 um 07:37:30 von Br.Johannes-Marcus (fjm) »  

Gott, du bist mein Gott, dich suche ich! Meine Seele dürstet nach dir, mein Leib schmachtet nach dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So schaue ich im Heiligtum nach dir aus, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Huld ist köstlicher als Leben; meine Lippen sollen dich preisen.
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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #4 - 13.06.2006 um 12:59:58
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Hier noch einige Bibelstellen aus der Vulgata, welche gut zu diesem Thema passen:

Luk. 14/26

Wenn jemand zu mir kommt und er sagt sich nicht los von Vater, und Mutter, Frau und Kindern, Brüdern und Schwestern, ja selbst von seinem eigenen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Mt. 19/29
Und jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen verlassen hat, wird Hundertfältiges empfangen und ewiges Leben erben.

Mt. 10/37

Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht weert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert.
« Zuletzt geändert: 12.08.2013 um 22:14:18 von Brigitta B »  

Gott, du bist mein Gott, dich suche ich! Meine Seele dürstet nach dir, mein Leib schmachtet nach dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So schaue ich im Heiligtum nach dir aus, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Huld ist köstlicher als Leben; meine Lippen sollen dich preisen.
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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #5 - 13.06.2006 um 20:35:05
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Kann es sein, daß manche in pharisäischer Strenge die Liebe zu denen vergessen, denen diese Gabe abgeht? "Ein jeder hat seine eigene Gabe von Gott, einer so, der andere so." [1.Kor.7,7]. Genauer steht 1.Kor.7,9: "ρειττον γαρ εστιω γαμειν πυρουσδαι"
Oder, da Ihr die Vulgata dem Urtext vorzieht: "Melius est enim nubere quam uri."
Sind nicht mache Skandale die Folge dessen, daß sich hier die Kirche an ihren dienern versündigt? Ein ehrenhafter Ausstieg (vor der Sünde) und das Angebot eines anderen Amtes könnte mache überforderte Seele retten helfen.
Absalom, pater filiae pulchrae amatae eumque amans.
« Zuletzt geändert: 12.08.2013 um 22:13:50 von Brigitta B »  
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Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #6 - 13.06.2006 um 22:02:42
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Da wir nicht alle Lateiner, Hebräer und/oder Griechen sind, kannst Du die folgenden Texte, lieber Absalom Nemini Filius aufs Deutsche noch übersetzen ...

1. : "ρειττον γαρ εστιω γαμειν πυρουσδαι"

2. :  "Melius est enim nubere quam uri."  oder ist das auch 1. Kor. 7,7 bzw. 7,9

3. :  pater filiae pulchrae amatae eumque amans.

oder falls es eine Bibelstelle ist, Buch, Kapitel und Vers ...

Unendlich ewiges Vergelts GOTT!




Gott freut sich, für jede Umkehr. Sind wir aber zur Umkehr bereit? Tun wir was ER uns sagt? So dass ER sich einer wahren Umkehr erfreuen kann? Tun wir nicht lieber was wir selber wollen? Heben wir uns nicht oft über die Lehre Jesu Christi, dem Lehramt - dem Papst ...
Es gibt ständige Diakone, verheiratet und können viele Dienste tun in Seiner Kirche. Aber Jesus will das Seine Priester mit IHM alleine durch die Zeiten ziehen - eben um ganz mit IHM sich für die Seelen hinzugeben. Darum haben zum einen die Apostel: Petrus etc. alles verlassen. Deshalb hat der Heilige Geist die Kirche so geführt, das bei allen Überlegungen am Ende das Zölibat stand. Es ist eine Gnade und keine Strafe! Es ist freier Wille diesen Weg so zu gehen, und niemals Zwang.
Nur wer die Liebe nicht  im Herzen hat, kann diesen Weg weder gehen - noch ansatzweise bestehen.

Was meinst Du mit ehrenhafter Ausstieg etc. - sollen die Priester hinwerfen um Seelen zu retten? Wie kann eine bedrohte Priesterseele Seelen retten? Ein Priester der abtrünning geworden ist braucht Gebet, das er umkehrt! Und erst dann kann er wieder Seelen retten. Man darf sich ja auch nicht selbst belügen - oder ???



« Zuletzt geändert: 12.08.2013 um 22:13:39 von Brigitta B »  

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Absalom Ben Avo
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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #7 - 13.06.2006 um 23:44:46
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Quote:
Genauer steht 1.Kor.7,9: "..." Oder [...] Vulgata [...] "..."

Was soll ich dem hinzufügen? Eine Bibel ist, solltet Ihr wirklich keine im Haus haben, durchaus nicht sehr teuer. Vielleicht bin ich ja reich, wenn auch kein Jüngling mehr, aber ich besitze mehrere davon.

Quote:
Was meinst Du mit Ehrenhafter Ausstieg?

Vielleicht war das mißverständlich. Ich denke an die Priester, die nach der Weihe merken, sie sind zu diesem Amt doch nicht berufen und überfordert mit ihm. Gibt es dann keinen Ausweg für sie, sind sie in der Heuchelei gefangen. Oder gibt es einen solchen Ausweg schon für sie?
אבשלום, qui nominem numquam suum explicat
« Zuletzt geändert: 12.08.2013 um 22:12:55 von Brigitta B »  
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Antwort #8 - 14.06.2006 um 09:34:15
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Quote:
Quote:
Genauer steht 1.Kor.7,9: "..." Oder [...] Vulgata [...] "..."

Was soll ich dem hinzufügen? Eine Bibel ist, solltet Ihr wirklich keine im Haus haben, durchaus nicht sehr teuer. Vielleicht bin ich ja reich, wenn auch kein Jüngling mehr, aber ich besitze mehrere davon.

Quote:
Was meinst Du mit Ehrenhafter Ausstieg?

Vielleicht war das mißverständlich. Ich denke an die Priester, die nach der Weihe merken, sie sind zu diesem Amt doch nicht berufen und überfordert mit ihm. Gibt es dann keinen Ausweg für sie, sind sie in der Heuchelei gefangen. Oder gibt es einen solchen Ausweg schon für sie?
אבשלום, qui nominem numquam suum explicat


zu 1. : Jau, ich bin doch auch a bissle blind... müsstest Du doch schon wissen  Durchgedreht

zu 2. : Priester wird man halt nicht nach ein paar Stunden oder Tage, man ist schon etwas länger auf dem Weg. Und ich sagte ja auch was dazu notwendig ist. Und wer das nicht lebt, wie oben schon beschrieben, ja der wird in dieser übersexualisierten Welt Probleme haben - eben weil er in Wirklichkeit ohne Jesus lebt - zum Beispiel die tägliche Beichte ... Du das hilft wirklich! Leider wird heute kaum wo täglich angeboten! Wäre er dann doch besser Bäcker, Metzger oder Arzt geworden. Und es gibt Priesterexerzitien, wo wirklich Hilfe angeboten wird - aber dann wären wir auch wieder bei Anbetung und Maria und so ...
Das wollen einige Priester nicht und da meine ich wiederum: - eben weil er in Wirklichkeit ohne Jesus lebt. Wäre er dann doch besser Bäcker, Metzger oder Arzt geworden.

Man sollte aber nicht etwas fordern, für die Masse von Priestern, nur weil einige das nicht können wollen, eben Anbetung und Maria und so ... dann lieber wieder Bäcker, Metzger oder Arzt sein.

« Zuletzt geändert: 12.08.2013 um 22:09:55 von Brigitta B »  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #9 - 14.06.2006 um 13:16:40
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Ich denke, dass einem Priester, in der doch etwas längeren Zeit seiner Vorbereitung, auf seinen großen Tag der Weihe zum Priester, schon folgendes bewusst wird:

Nämlich der Psalm 110!

Wo es heißt:  DU BIST PRIESTER AUF EWIG NACH DER ORDNUNG MELCHISEDEKS.


Smiley Smiley Smiley Smiley Smiley

« Zuletzt geändert: 12.08.2013 um 22:12:07 von Brigitta B »  

Gott, du bist mein Gott, dich suche ich! Meine Seele dürstet nach dir, mein Leib schmachtet nach dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So schaue ich im Heiligtum nach dir aus, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Huld ist köstlicher als Leben; meine Lippen sollen dich preisen.
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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #10 - 16.06.2006 um 12:56:51
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Herzlichen Dank für die Antworten. Ich verstehe jetzt das Anliegen der Kirche besser. Die Seite der Karl-Leisner-Jugend hat mir sehr gut gefallen.
Martina Monika
« Zuletzt geändert: 12.08.2013 um 22:12:33 von Brigitta B »  
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Geschichte des Zölibats!!!
Antwort #11 - 12.08.2013 um 22:19:00
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Verlaufsgeschichte des Zölibats

LINK: Geschichte des Zölibats
  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #12 - 02.01.2014 um 13:12:50
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« Zuletzt geändert: 08.04.2015 um 21:51:05 von Brigitta B »  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #13 - 15.04.2015 um 22:39:38
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Was bedeutet "Zölibat"?
Eine Person, die zölibatär lebt, hat sich dazu entschieden, "um des Himmelreiches Willen" (Mt 19,12) unverheiratet zu bleiben (Ehelosigkeitszölibat).
Es gibt auch die Enthaltsamkeit in der Ehe (Enthaltsamkeitszölibat), der früher verpflichtend für verheiratete Männer galt, die zu Priestern geweiht wurden.
Sie lebten mit ihrer Frau ab dem Zeitpunkt ihrer Weihe wie Bruder und Schwester zusammen, das Eheleben endete quasi.

Warum ehelos leben?
Der hl. Apostel Paulus hält es für besser nicht zu heiraten.
Da die ersten Christen davon ausgingen, dass Jesus in naher Zukunft wiederkommen würde, ist dies verständlich.
So halten sich die Gläubigen frei von weiteren Verpflichtungen (einem Ehepartner gegenüber) und können sich somit für Gott und sein Reich einsetzen.
Sogar den Ehepaaren rät er, sie sollen ihr Eheleben ruhen lassen, damit sie sie sich ganz "um die Sache des Herrn" sorgen können.
Er verbietet die Ehe aber nicht. Denen, die heiraten wollen, gesteht er die Ehe zu.
Dies sei "gut"; "besser" handele aber der jenige, der ehelos bleibe. (vgl. 1 Kor 7,25-38)
Jesus Christus selbst sagt über die Gläubigen, die ehelos leben:
"Denn es ist so:
Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht
und manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es." (Mt 19,12)
Ein Mensch, der ehelos lebt, tut dies für das Reich Gottes.
Ansonsten würde es keinen Sinn machen, auf Ehe und Familie zu verzichten.
Es ist also ein Verzicht, der sich auf jeden Fall auszahlt.
Jesus macht aber auch klar:
diese Gabe des ehelosen Lebens ist nicht jedem geschenkt!
"Wer es erfassen kann, erfasse es."
Die Ehe ist eine natürliche Berufung.
Das heißt nicht, dass das zölibatäre Leben unnatürlich wäre, vielmehr ist es übernatürlich.
Eheloses Leben ist dann möglich, wenn Gott dem Menschen die entsprechende Berufung geschenkt hat, so dass dieser im Zölibat leben kann.

mit freundlicher Elaubnis von
Alle Katholiken in einer Gruppe vereint
  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #14 - 16.04.2015 um 05:49:32
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2.) Der Zölibat:
Es gibt Menschen, die "um des Evangeliums Willen" ehelos bleiben. So können sie sich mit ganzer Kraft für das Evangelium einsetzen.
Der Zölibat ist eine Berufung! Die Berufung ist nicht unnatürlich, sondern übernatürlich.
Es macht nur im Hinblick auf das Heil Gottes Sinn, wenn man in diesem Leben ehelos lebt.
Das ehelose Leben ist eine Gabe Gottes, die nicht jedem gegeben ist. Darum ist genau zu prüfen!
Was ist das für ein Dienst, den zölibatär lebende Gläubige ausüben?
Bischöfe und Priester üben im Volk Gottes die Funktion der Hirten aus. Ebenso spenden sie die Sakramente. Wann immer sie das tun, handeln sie "in Person Christi". Bei dieser Formulierung fällt etwas auf: Priester und Bischöfe stehen den Gläubigen auch "in persona Christi" gegenüber. Die Kirche ist an sich der Leib Christi, die Braut Christi, das neue Volk Gottes. Wenn die Kirche an sich die Braut Christi darstellt, dann stellt Christus den Bräutigam dar. Ein Priester stellt Christus dar, also den Bräutigam, den einzigen Hirten und Bräutigam. Auf diese Wirklichkeit verweist das ehelose Leben wie Christus selbst es gelebt hat.

Warum ehelos leben?
Zum einen ist man im Zölibat grundsätzlich frei für das Evangelium und nur an Christus gebunden. Wer sich für eine Sache hingibt, braucht Zeit. Viel Zeit. Wer sich für diese Sache frei hält, kann sich umso mehr in sie einbringen. Das ehelose Leben erlaubt es dem Priester, sich ganz und ungeteilt für das Reich Gottes einzusetzen. Ein Mann, der sich zum Priester weihen lässt, "heiratet" die Kirche, die Braut Christi. Er verzichtet zwar mit dieser Entscheidung auf die leibliche Zeugung von Nachwuchs, erhält jedoch im geistlichen Sinn viele Kinder, allein schon in seiner Gemeinde. Auch in der Seelsorge kann er geistlich "Kinder" zeugen, wird also geistlich gesehen fruchtbar.

Verheiratete Priester
Vor allem aus der Ostkirche kennen wir verheiratete Priester. Auch in der römisch-katholischen Kirche ist es möglich, dass verheiratete Männer zu Priestern geweiht werden können. (Umgekehrt geht es aber nicht: Wer eine Weihe empfangen hat, kann nicht mehr heiraten.) Verheiratete Bischöfe gibt es hingegen nicht. Ein verheirateter Priester ist zwar kein grundsätzlich theologisches Problem, doch im Gemeindeleben zeigt sich, dass er sowohl seiner Gemeinde als auch seiner Familie als Oberhaupt vorsteht. Das kann zu beträchtlichen Spannungen führen. Abgesehen davon, dass auch in der Ehe hohe Anforderungen an die Enthaltsamkeit gestellt werden.

In der Heiligen Schrift ist schon vom Alten Testament her nachvollziehbar, dass die Diener Gottes stets nur eine Frau hatten - Adam, Noah, Abraham. Wenn der Priester nach katholischem Verständnis als Abbild Christi bei der Priesterweihe Bräutigam der Kirche wird, so ist klar, dass die Kirche diese eine Frau ist, an die er sich bindet.

Q: Alle Katholiken in der Gruppe vereint
  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #15 - 16.04.2015 um 11:00:37
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Die Ehelosigkeit der Geistlichen entspricht der hohen Bedeutung und den heiligen Verpflichtungen ihres Amtes. -

Hat ja selbst der gottmenschliche Hohepriester der Jungfräulichkeit und heiligen Ehelosigkeit der Vorzug gegeben!
Je lebendiger die Kirche von der unfassbaren Würde des heiligen Messopfers und der heiligen Sakramente durchdrungen war,
um so nachdrücklicher musste sie wünschen,
dass diese heiligsten Geheimnisse nur von reinen, jungfräulichen Priestern verwaltet werden.


Der Priester ist der Bräutigam der ganzen ihm übertragenen Gemeinde; alle ihm Anvertrauten muss er mit heiliger Liebe umfassen;
bei Tag und bei Nacht soll er seinem heiligen Amte unermüdet obliegen, und die freien Augenblicke in Gebet und anhaltendem Studium zubringen;
in Notfällen, z.B. bei ansteckenden Krankheiten und Seuchen darf er weder seine Gesundheit noch sein Leben schonen;
seine heilige Pflicht ist es,
jederzeit mit Unerschrockenheit und ohne menschliche Rücksicht die Wahrheit, das Gesetz Christi und die Rechte der Kirche zu verteidigen,
auch wenn ihm Hass und Feindschaft, Verhöhnung und Beraubung, Gefängnis und Tod dafür drohte: -

wie könnte der Priester allen diesen schweren Obliegenheiten genügen, wenn er durch´s Band der Ehe und der Familie gebunden wäre? -

Deshalb haben schon die Apostel Allem, auch ihren Frauen, entsagt, um sich ganz und ausschließlich dem Werke Christi zu weihen;
und von da an war es Sitte, dass diejenigen, welche in den geistlichen Stand aufgenommen wurden, ehelos lebten.
Als diese schöne Sitte allmählig in Zerfall zu geraten drohte,
wurde sie von den, zu Elvira im Jahre 305 versammelten Bischöfen zum Gesetze erhoben

und bestimmt, dass Verheiratete, die in den Priesterstand treten, von da an des ehelichen Umganges sich enthalten sollten.

Desgleichen beschlossen die Kirchenväter zu Neucäsarea im Jahre 314:
"Der Priester, der sich verehelicht, soll seines Amtes entsetzt werden." -
Drang zuweilen, in den sturmbewegten Tagen des frühen Mittelalters, das Verderbnis auch in die Reihen der Kirchenvorsteher,
so traten allemal große Männer, wie z.B. Gregor VII., Innocenz III. und Andere auf,
und erneuerten mit allem Nachdruck das heilige Gesetz der priesterlichen Ehelosigkeit.


Und haben auch schon unglückliche Priester, durch ihren Fall, die heilige Kirche Gottes in tiefe Trauer versetzt,
so hat sich die Kirche stets erinnert, dass Dergleichen auch bei Verehelichten -
ja bei verheirateten Geistlichen der Andersgläubigen -
nur allzu oft vorkommt, und dass der katholische Priester, wenn er die so reichlich ihm angebotenen Gnadenmittel gewissenhaft gebraucht,
und seiner himmelhohen Würde gedenkt, gar wohl im Stande ist, die Jungfräulichkeit rein und unversehrt zu bewahren,
und sich dadurch - nicht nur die schönste Himmelskrone im Jenseits -
sondern schon hiernieder das unbedingte Vertrauen und die zarteste Hochachtung der ihm Anvertrauten zu verdienen.

(Q: Leben Jesu, von L. C. Businger, 1872)
  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #16 - 20.04.2015 um 22:51:47
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Der Priester muss wirklich Gott von innen her kennen und ihn so zu den Menschen bringen:
Das ist der allererste Dienst, den die Menschheit heute braucht.
Wenn in einem priesterlichen Leben diese Zentralität Gottes verlorengeht, dann wird auch der Eifer des Tuns allmählich leer.
Im Übermass des Äussern fehlt die Mitte, die allem Sinn gibt und es zur Einheit fügt.
Da fehlt der Lebensgrund, das Land, auf dem dies alles stehen und gedeihen kann.
Der Zölibat, die Ehelosigkeit der Priester, [...] kann letztlich nur von hier aus verstanden und gelebt werden.
Die bloss pragmatischen Begründungen, der Hinweis auf die grössere Verfügbarkeit reichen nicht aus:
solches Verfügen über die Zeit könnte leicht auch zum Egoismus werden,
der sich die Opfer und Mühsale erspart, die das tägliche Einander-Annehmen und ertragen in Ehe und Familie verlangt;
es würde dann zu geistlicher Verarmung oder zu seelischer Härte führen.
Der wirkliche Grund für den Zölibat kann nur in dem Satz liegen:
Dominus pars – Du bist mein Land.
Er kann nur theozentrisch sein. Er kann nicht bedeuten, der Liebe leer zu bleiben, sondern muss bedeuten,
sich von der Leidenschaft für Gott ergreifen zu lassen und im innersten Sein mit ihm dann zugleich den Menschen dienen zu lernen.

Weihnachtsempfang für die Römische Kurie, 22. Dezember 2006

Eucharistie ist Grundlage des Zölibats

Die Betrachtung der Eucharistie sollte alle Glieder der Kirche und vor allem die Priester als Diener der Eucharistie dazu veranlassen,
ihr Treueversprechen zu erneuern.
Das eucharistische Geheimnis, das sie feiern und anbeten, ist die Grundlage des Zölibats,
den die Priester als wertvolles Geschenk und Zeichen der ungeteilten Liebe zu Gott und zu den Menschen empfangen haben.
Auch für die Laien soll die eucharistische Spiritualität der innere Antrieb allen Handelns sein,
und eine Trennung von Glauben und Leben kann in ihrer Sendung zur christlichen Beseelung der Welt nicht geduldet werden.

(Papst Benedikt XVI. - Predigt am Weltmissionssonntag 23. Okt. 2005)
  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #17 - 27.07.2015 um 23:38:27
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Hervorragender Vortrag von Pater Wallner

Zölibat und Normalität


die Bibelstelle (Weib) ist nur in der alten Bibel zu finden:

Matth. 19,29. Und jeder, der sein Haus, oder Brüder, oder Schwestern, oder Vater, oder Mutter, oder Weib, oder Kinder, oder Äcker verlässt um meines Namens willen, wird hundertfältiges empfangen, und ewiges Leben ererben.44
  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #18 - 06.04.2016 um 08:04:20
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"Pater Benedikt hat diese Wahrheit in seiner einzigartigen New-Jersey-Art ausgedrückt:
'Zölibat bedeutet, dass wir ausschließlich Gott gehören - von unseren Hirnzellen bis hin zu unseren Samenzellen.'"

Timothy Kardinal Dolan
  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #19 - 23.02.2017 um 13:53:56
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Dem jungfräulichen Leben aus Liebe zu Gott zuerkennt Jesus selbst eine besondere auszeichnende Verdienstlichkeit,
indem ER dasselbe als etwas Hohes und Heldenmütiges rühmt durch die Worte: „ wer es fassen kann, der fasse es!“ (Matth. 19,12)
Die heiligen Väter empfehlen sehr die Jungfräulichkeit durch das vierfache Lob derselben, nämlich:
sie bewahrt dem Verstande seine natürliche Klarheit und Schärfe, um die Dinge in ihrem Wesen und ihrer Bestimmung richtig zu erkennen;
sie bewahrt dem Willen seine Festigkeit im Streben nach dem Gott Wohlgefälligen;
sie bewahrt das Gedächtnis rein wie das Himmelsblau für die Erinnerung an die Lehren, Wohltaten und Gebote Gottes;
sie bewahrt dem Gefühlsvermögen die natürliche Energie für das Gute, Edle Schöne.

Aus dem Buch: Maria unsere Mutter
Maria Einsiedeln 1910
  

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Re: Warum gibt es den Zölibat ?
Antwort #20 - 01.12.2019 um 14:04:20
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Ein Plädoyer für den Zölibat aus Sicht der Psychologie

Hier im Link:
Zölibat/Psychologie
  

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