Willkommen Gast. Bitte Einloggen
YaBB - Yet another Bulletin Board
 
   
 
 
Locked Topic Adventsgeschichte (Gelesen: 187 mal)
Brigitta B
Helfer des Admin
****
Offline


Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

Beiträge: 4.561
Mitglied seit: 12.10.2006
Geschlecht: weiblich
Adventsgeschichte
03.12.2006 um 19:07:23
 
Der Brunnen des Erbarmens

Jeden Morgen gingen Frauen und Mädchen von Nazareth zum Brunnen und holten Wasser.
Sie ließen ihren Eimer an einen langen Strick in den Schacht hinunter.
Vorsichtig gossen sie das heraufgeholt Wasser in ihren großen Krug.
Wasser gilt im Morgenland mehr als Geld. Den ganzen Sommer lang fällt kein Regentropfen.
Die Leute von Nazareth waren stolz auf ihren Brunnen.
Bei den Mädchen, die jeden Tag zum Brunnen gingen, war auch die liebe Jungfrau Maria.
Sie füllte jedes Mal zwei große Krüge mit Wasser.
Die anderen Mädchen setzten sich gern auf den kühlen Brunnenrand und schwätzten. Dazu hatte Maria keine Zeit.
Sie brachte einen Wasserkrug der alten lahmen Susanne. Die freute sich immer mehr darüber.
Sie konnte den weiten Weg nicht mehr gehen und ohne Wasser hätte sie sterben müssen.
Als nun der Engel Gabriel Maria die Botschaft brachte: „Du sollst die Mutter Gottes werden und auch Deine Verwandte Elisabeth wird Mutter eines Kindes sein,“ da wusste Maria: Nun muss ich eilig fort und der alten Elisabeth helfen.
Aber wer wird der armen Susanne jeden Tag Wasser vom Brunnen holen? Maria bat die Frauen und Mädchen:“ Wollt ihr es nicht tun?
Ich muss vereisen.“ Doch alle sagten: „Nein, es ist uns zuviel Arbeit.“ Traurig ging Maria zu ihrem Häuschen zurück.
Vor der Hüte der armen Frau blieb sie einen Augenblick stehen. Was sollte sie nun tun? Die Kranke konnte sie nicht ohne Hilfe zurücklassen.
Und doch musste sie auch ihrer alten Verwandten Elisabeth helfen.
Voll Vertrauen sagte sie still vor sich hin: „Du großer, allmächtiger Gott! Alles kannst du. So hilf auch der armen kranken Susanne.
Ich bitte Dich sehr darum!“ Da hörte sie, wie leise die Stimme eines Kindes in ihrem Herzen Antwort gab: „Ja, liebe Mutter, ich will dir alles  schenken, was du für die Menschen willst.“
Darüber war Maria ganz glücklich. Sie machte sich sofort auf den Reiseweg. Um die kranke Susanne hatte sie nun keine Sorge mehr.
Gott hatte ja versprochen, ihr zu helfen.
Am anderen Morgen, als Maria schon einen weiten Weg gewandert war, hörten die Leute in Nazareth plötzlich lautes Rufen. „Der Brunnen, der Brunnen! Er gibt kein Wasser mehr!“
Das war en Schreckensruf!
Alle Menschen liefen aus ihren Häusern zum Brunnen hin. Sie bücken sich und sahen voll Angst in den tiefen Schacht.
Sie sahen alle das gleiche. Dürrer Sand lag auf dem Boden. Nicht einmal ein einziges Tröpfchen Wasser zeigte sich mehr.
Ohne Wasser! Bei dieser Hitze. Monatelang wird es nicht regnen.
„Sind wir so böse geworden? Haben wir für unsere Sünden diese schwere Strafe verdient?“ Sagten die Leute von Nazareth ängstlich.
Weit hinten kam eine Karawane daher. „Bleibt fort! Der Brunnen ist leer,“ schrieen einige Männer herüber. Die Karawane stand still. Aber sie kehrte nicht um. Die Leute von Nazareth sahen etwas worüber sie sich sehr wunderten.
Die Kamele ließen sich auf die Knie nieder und legten den Kopf auf den Boden.
Die Menschen sprangen von ihren Reittieren und beugten sich tief zur Erde.
Dann nahmen sie die langen Wasserschläuche und warfen sie in den Sand. Was hatte das alles zu bedeuten?
Schon rannten einige Jungen zur Karawane hin. Männer, Frauen und Mädchen folgten ihnen.
Die Jungen waren bald angekommen. Sie standen einen Augenblick still.
Dann schrieen sie laut: „Wasser, Wasser!“ und sprangen vor Freude herum.
Die großen Leute gingen rascher, und dann sahen sie es alle. Aus dem harten Boden kam klares Wasser heraus.
Immer mehr und mehr. „Die Quelle hat sich einen neuen Weg gesucht,“ sagten die Männer erstaunt.
Aber die Mädchen und Frauen sahen sich bange um. Dicht bei der Wohnung der alten Susanne sprang die neue Quelle heraus.
Es fiel ihnen ein, dass sie gestern gesagt hatten: „Wir wollen der alten Frau kein Wasser bringen.“ Voll Reue dachten sie: „ Wir hatten die arme Susanne verlassen.
Aber der mächtige Gott im Himmel hat Mitleid mit ihr gehabt. Er erbarmte sich ihrer.“
Die Männer von Nazareth fingen an, um die Quelle herum zu graben und zu mauern. Sie bauten einen besonders schönen Brunnenrand und meißelten die Worte hinein:

Gott ist voll Mitleid und Erbarmen.


Aber niemand von ihnen wusste, dass dort, wo die Quelle aus der Erde kam, die liebe Jungfrau Maria für die arme Susanne gebetet hatte
.

Aus den Advent und Weihnachtsbuch für die Jugend v. Emma Niewöhner

WEITERE WEIHNACHTSGESCHICHTEN (LINKS)

Weihnachtsgeschichten

Weihnachtsmärchen

Weihnachtsgeschichten im Internet
Weihnachtsgeschichten
« Zuletzt geändert: 13.12.2020 um 20:17:25 von Brigitta B »  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert