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Normal Topic Erntedank (Gelesen: 709 mal)
Inka
Ritter der Unbefleckten
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In tiefer Liebe für JESUS,
MARIA und JOSEF

Beiträge: 2.761
Standort: Ruhrgebiet
Mitglied seit: 20.08.2006
Geschlecht: weiblich
Erntedank
30.09.2007 um 13:25:09
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Tischgebet und Vaterunser-Bitte weisen auf das tägliche Brot hm, erinnern aber auch daran, daß auf eine Bitte ein Dank folgen sollte.
Erntedankfeste waren schon im Altertum weitverbreitet. Die Römer kannten Dankfeste für die Ernte, und im Alten Testament (Ex 23, 16) feierten die Israeliten Wochen- und Laubhüttenfest als Erntedankfest. Die Abhängigkeit des Menschen vom Essen erfährt darin ihren Ausdruck. In der Kirche des Mittelalters bereits werden dann besondere Erntedankmessen mit Segnung von Früchten und mit Tedeum (Gott, wir loben dich) bekannt. Einen festen Termin für den Erntedank gab es allerdings nicht, heute ist das Fest auf den ersten Sonntag nach Michaelis (29. September)' festgesetzt.
Der Inhalt des Erntedankfestes ist bestimmt von der eingebrachten Ernte. Beim Erntedank in ländlichen Regionen bezeugen die Menschen, daß sie sich in der Hand Gottes wissen und dafür dankbar sind. Die Landleute, die mit dem Säen und Ernten des Brotes zu tun haben, merken, wie sehr sie vom Wetter abhängig sind, wie wenig sie selber, trotz aller Mühe und aller technischen Errungenschaften, zuwege bringen. Der Abschluß der Ernte bedeutet, daß die Scheunen voll sind, daß man für den Winter genug Nahrung hat - all dies ist ein Grund zur Freude. Jetzt kann man an die vollen Mehltruhen gehen und backen und fröhlich sein. So ist es verständlich, daß das Erntedankfest aus dem kirchlichen Raum heraus auch im weltlichen Berücksichtigung fand -beides war ja nicht voneinander zu trennen. Doch nicht nur gefüllte Scheunen und Truhen, volle Kammern und Keller, Kassen und Konten sind letztlich entscheidend, sondern »reich« zu sein in Gott.
Im hochindustrialisierten Zeitalter wird auch am Ernte¬dankfest die Landwirtschaft, in der nicht einmal zehn Prozent der Bevölkerung in der Bundesrepublik tätig sind,

nicht mehr allein im Vordergrund stehen. Das Erntedankfest lädt auch ein, die tägliche Arbeit miteinzubeziehen. Nicht selten Hegen heute auf dem Erntedankaltar darum Industrie¬erzeugnisse.
Zwei Akzente sollten an diesem Fest unbedingt mitbedacht werden: das Denken an jene, die zuwenig tägliches Brot haben, die Hungernden in der Welt - und das ökologische Bewußtsein, daß wir mit Boden und Natur sorgfältiger umzugehen haben, ihnen nicht zu viel oder gar keine Chemikalien und Kunstdünger zuführen sollten. Das Nachdenken über die Erhaltung der Schöpfung bedeutet auch, sich mit der Ausbeutung der Rohstoffvorkommen und mit der Zerstörung der Naturräume auseinanderzusetzen, den Haushalt der Natur zu achten und sich für Umwelt- und Naturschutz einzusetzen. Erntedank könnte so zu einem »grünen Fest« werden. Und überhaupt ein Anlaß, um »Dankesagen« zu üben (siehe unsere Texte).
Brauchtum:
**• Für den Gottesdienst und das Haus einen Erntekranz flechten (Vogelbeeren, Hagebutten, Immergrün, Buchsbaum, Ähren, Feldblumen, und dazu bunte Bänder, Papierstreifen, Gold- und Glanzpapier);
**• Altar schmücken mit Blumen, Ähren, Früchten aus Feld und Garten, möglicherweise auch mit anderen Erzeugnissen;
* Auszug aufs Feld mit Frühmesse und Segnung der Erntegeräte;
* Erntewagen schmücken mit Blumen und Bändern;
* Erntefest mit Erntetanz;
* Ernteessen und Erntegebet;
* Weinlese- und Winzerfest mit Weinkirmes.
Alte Erntetermine: von Johannis bis Bartholomä (24. Juni bis 24. August) oder von Jacob! bis Ägidü (25. Juli bis 1. September)


Quelle: aus dem Buch Mit Kindern durch das Kirchenjahr   Bechtermünz - Verlag


Inka
« Zuletzt geändert: 23.09.2013 um 11:08:54 von Brigitta »  

Der Wunsch unseres Schutzengels, uns zu helfen,  ist weit grösser als der Wunsch, den wir haben, uns von ihm helfen zu lassen.
Don Bosco
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Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Geschlecht: weiblich
Re: Erntedank
Antwort #1 - 01.10.2007 um 18:32:41
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Ewiges Vergelts Gott für Deine Informationen liebe Inka,

darf es gleich noch so gut es geht in die Tat umsetzen.

Lieben Gruß


Smiley

Erntedank!
Darum, wenn du gegessen hast und satt geworden bist,
sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land,
das er dir gegeben hat.
(Dtn 8,10)


Guter Gott, wir freuen uns über die Ernte des Jahres und über
alles, was wir aus deiner Güte empfangen durften.
Segne diese  Gaben, die wir dankbar aus deiner Hand empfangen.
Segne uns, damit wir sie mit Sorgfalt gebrauchen und Sorge tragen
für jene, die in Not sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.
Kirchengebet


Du hast oh Gott mit großer Macht
aus Samen Frucht hervorgebracht.
Viele Früchte gabst Du mir,
Lob und Preis sei Dir dafür.

Fürs täglich Brot
Für Speis und Trank
Dir großer Gott sei Lob und Dank.
Jeden Tag gibst Du zu essen,
lass mich bitte nicht vergessen,
auch zu teilen und zu geben,
denen die in Armut leben.

Brigitta

Smiley
« Zuletzt geändert: 08.10.2018 um 00:13:20 von Brigitta »  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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Brigitta
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Re: Erntedank
Antwort #2 - 07.10.2018 um 21:57:50
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Litanei zum Erntedank

V:      Herr, erbarme dich unser.
A:      Herr, erbarme dich unser.
V:      Christus erbarme dich unser.
A:      Christus erbarme dich unser.
V:      Herr, erbarme dich unser.
A:      Herr, erbarme dich unser.
V:      Christus, höre uns.
A:      Christus, höre uns.
V:      Christus, erhöre uns.
A:      Christus, erhöre uns.
V:      Gott Vater im Himmel.
A:      Erbarme dich unser.
V:      Gott Sohn, Erlöser der Welt
A:      Erbarme dich unser.
V:      Gott Heiliger Geist.
A:      Erbarme dich unser.
V:      Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott.
A:      Erbarme dich unser.
V:      Gott, deine Macht erstreckt sich über alles.
A:      Wir loben dich, du grosser Gott.
V:      Gott, deine Fürsorge verbreitet sich über alle Geschöpfe.
A:      Wir loben dich, du grosser Gott.
V:      Gott, du ernährst die Vögel der Luft.
A:      Wir loben dich, du grosser Gott.
V:      Gott, du kleidest die Blumen des Feldes.
A:      Wir loben dich, du grosser Gott.
V:      Gott, auf deinen Wink geht die erwärmende Sonne auf und unter.
A:      Wir loben dich, du grosser Gott.
V:      Gott, du beherrschest alle Elemente mit Allmacht und Weisheit.
A:      Wir loben dich, du grosser Gott.
V:      Du machst unsere Felder und Wiesen fruchtbar.
A:      Wir danken dir, du grosser Gott.
V:      Du gabst Regen und Sonnenschein zur rechten Zeit.
A:      Wir danken dir, du grosser Gott.
V:      Du schenktest den Arbeiten des Landmannes Gedeihen.
A:      Wir danken dir, du grosser Gott.
V:      Du bewahrtest die Früchte der Erde vor schädlichem Gewitter.
A:      Wir danken dir, du grosser Gott.
V:      Du wandtest Blitz und Hagel von unseren Feldern ab.
A:      Wir danken dir, du grosser Gott.
V:      Du bewahrtest uns vor verheerenden Überschwemmungen.
A:      Wir danken dir, du grosser Gott.
V:      Dass du uns die geschenkten Früchte zu deiner Ehre in Gesundheit geniessen lassest.
A:      Wir bitten dich, erhöre uns.
V:      Dass wir deine milden Gaben nicht in Sünden verzehren.
A:      Wir bitten dich, erhöre uns.
V:      Dass wir unsere Dankbarkeit durch Früchte der Tugend beweisen.
A:      Wir bitten dich, erhöre uns.
V:      Dass wir den Armen und Bedürftigen von deinen Geschenken mitteilen.
A:      Wir bitten dich, erhöre uns.
V:      Dass wir durch deine Gnade der ewigen Ernte in Freuden teilhaftig werden.
A:      Wir bitten dich, erhöre uns.
V:       Lasset uns beten. Wir danken dir, Vater, auch diese Jahr für die Ernte, die uns deine Güte geschenkt hat. Lehre uns deine Gaben mit den Dürftigen teilen und die zeitlichen Güter so gebrauchen und so geniessen, dass wir die ewigen nie aus den Augen verlieren. Durch Christus, deinen Sohn, unsern Herrn, der mit dir lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit
A:      Amen

Q: Gottesdienst 1950

  

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