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Sticky Topic Ablass von x Tagen / Jahre ... (Gelesen: 3.761 mal)
Br.Johannes-Marcus (fjm)
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Ablass von x Tagen / Jahre ...
11.11.2007 um 10:58:12
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Was bedeutet es, einen Ablass zu gewinnen.


Ich möchte einmal den 'Ablass' näher bringen. Es soll ja Menschen geben, die mit dieser Form von Andachten nichts anfangen können. Andere haben ein falsches Verständnis vom Ablassgewinn. Und darum möchte ich gerne meine Sicht hier einmal kundtun.

Früher haben die Menschen für begangene Sünden eine sichtbare Strafe bekommen. Diese dauerte halt mehrere Tage bis zu Jahren. Und eben um dieser Sündenstrafen wegen, mussten Seelen leiden, eben von der Gemeinschaft der Kirche getrennt - einem Teil oder ganz ausgeschlossen zu sein.
Was der Petrus bindet bzw. löst, das geschehe auf Erden, so auch im Himmel. Und ich bin überzeugt, dass es GOTT gefällt, dass Menschen aus dem Leiden befreit werden können, wenn wir anstatt dieser zeitlichen Strafe, ein Opfer bringen.
Der Priester spricht bei der Beichte: "Sprich ein Gebet! [Vater unser, Ave Maria o.ä.]. So ist das Betrachten und lesen der Heiligen Schrift, das Beten des Rosenkranzes bzw. bestimmte Gebete, auch ein Sühnewert. Dies kann man zur Wiedergutmachung beten. Eben um die Sündenstrafen - die Konsequenzen der Sünden - zu tilgen.
Im Beichtstuhl wird nur die Sünde losgesprochen, nicht aber die Konsequenzen. Diese müssen abgezahlt werden, wie die Heilige Schrift sagt: bis zum letzten Pfennig (Cent).
Nun hat das Jahr verschiedene Anlässe, wo man einen Teil- oder vollkommenen Ablass gewinnen kann - für sich selbst bzw. für die Verstorbenen, eben diese im Fegfeuer leidenden und auf ihre Erlösung wartenden Seelen.

Es ist ein Irrglaube, zu meinen, dass unsere Sünden ungebeichtet / ungesühnt in der Ewigkeit getilgt sind. Jede Sünde muss auf Erden gebeichtet werden. Nach dem letzten Atemzug ist es zu spät. Das selbe gilt für die Konsequenzen der Sünden.
Ein Priester kann mich zwar von der Sünde lossprechen, nicht jedoch von den Konsequenzen der Sünde. Beispiel: Ich hab' jemanden das Auge ausgeschlagen. Der Verletzte vergibt mir die Sünde - vielleicht sofort, die Konsequenz des verlorenen Auge bleibt!
So kann ein Vater unser ausreichen um die Konsequenzen der Sünden zu tilgen. Es kann aber auch unzureichend sein. Es liegt an mir, diese Konsequenzen auf Erden zu tilgen. Ist sie nicht getilgt - mangelte es an der notwendigen Liebe,  dann muss ich es im Fegefeuer austragen - bezahlen. Und das oft noch viele hunderte Jahre. Es gibt Seelen, so wurde es mir gesagt, die schon von Anbeginn im Fegefeuer sind und verbleiben müssen, bis zum jüngsten Tag - eben weil es ihnen so sehr an der Liebe mangelte.
Oder es Seelen waren, die eigentlich den ewigen Tod (Hölle) erlitten hätten, wenn nicht jemand für diese stellvertretend gebetet und geopfert hätte.

Gottes Barmherzigkeit ist so groß, dass er uns teilhaben lässt an der Erlösung der Seelen. Er lädt uns ein, stellvertretend die Lasten zu tragen, für die, welche es nicht (mehr) können. Und so kann man täglich für sich bzw. einer Armen Seele einen vollkommenen Ablass gewinnen. Das sind die Schätze der Kirche, wie es Jesus mich lehrt, die wir nutzen können um uns (bzw. die uns Anvertrauten) zu erretten.

Das ist natürlich was ganz anderes als der s.g. Ablasshandel. Handeln können wir mit Gott nicht. Aber er hat uns Möglichkeiten eröffnet etwas für die Seelen zu tun. Für den einen reicht eine oder mehrere Heilige Messen, die für diese Seelen gefeiert werden. Andere brauchen halt mehr für ihre Erleichterung.
Sicher ist, wer die Heilige Messe - das Weihwasser - das Gebet geschmät hat, wird lange Zeit keinen Anteil haben. Nicht das diese Opfer / Gebete vergebens sind. Gott teilt es jedem so zu wie es benötigt wird und auch dann wann er es für richtig hält.
Eine erlöste Seele kann die ihm zugedachten Opfer weiterverteilen. Am besten kann man es dem hl. Josef und der Gottesmutter anvertrauen. Diese wissen, wer es jetzt am dringendsten braucht. Das ist wahre Nächstenliebe, wenn wir nicht erst an uns denken - sondern an die Seelen, die verloren gehen könnten, aber dank deines bereitwilligen Opfers erst an diese armen beklagenswerten Seelen denkst.

Noch einmal: man kann mit einer Andacht Anbetung (1/4 Stunde); Gebet - Feier der Hl. Messe und verschiedenen Gebetchen bis zu einem Vollkommenen Ablass am Tag gewinnen. Für sich selbst oder für eine bereits verstorbene Seele. Mehr dazu gerne später ...
Die Gute Meinung: Möge alles was ich heute tu den Sühnewert des Psalters - des vollkommenen Ablasses haben und so schenke ich es der Unbefleckten Empfängnis und dem Hl. Josef, dass er sich der Ärmsten Seelen annehmen möge.
Glaubensbekenntnis, Sakramentsverehrung; Vater unser ..., Ave Maria, Ehre sei dem Vater, in der Meinung des Heiligen Vaters Papst N.N.
« Zuletzt geändert: 16.06.2013 um 22:58:43 von Brigitta »  

Eine Stimme ruft in der Wüste des Unglaubens: Kehrt um! Tut Buße! Das Reich Gottes ist nahe! Erhebt euch vom Schlaf, denn siehe euer König kommt!
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Re: Ablass!
Antwort #1 - 31.10.2005 um 00:39:04
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Ablass als göttliche Amnestie!

Die Lehre vom Ablass ist etwas ganz Großes und Tröstliches. Sie besagt, dass Gott uns durch kirchliche Ablassverleihung die konsequente Strafe für unsere lässlichen Sünden – das Fegefeuer – ersparen will. Der Ablass ist also eine Art göttliche >>Amnestie<<. Die Ablasslehre besagt auch, dass es möglich ist, unseren lieben Verstorbenen helfen zu können, indem wir ihnen fürbittweise einen Ablass zukommen lassen, um ihre Leidenszeit abzukürzen.
Der Ablass ist der Nachlass von Sündenstrafen, die unsere Verstorbenen im Fegefeuer abbüßen müssen. Wäre es da nicht unterlassene Hilfeleistung, wenn wir nicht regelmäßig und häufig Ablässe gewinnen und sie den Verstorbenen zukommen ließen?

Bedingungen und Voraussetzungen zur Ablassgewinnung!

Ablässe für sich oder für Verstorbene zu gewinnen, ist im Grunde ganz einfach. Zunächst soll hier auf die >>vollkommenen Ablässe>> hingewiesen werden, die von allen Sündenstrafen befreien. Teilablässe bewirken einen Teilerlass der Sündenstrafen.

Zur Gewinnung eines vollkommenen Ablasses müssen (gemäß Ablassnorm Nr.20) generell fünf Bedingungen eingehalten werden:
1.  Sakramentale Beichte (mindestens monatliche Beichte)
2.  Entschlossene Abkehr von jeder Sünde, also der feste Vorsatz, in allen Dingen ganz nach dem Willen Gottes zu leben. (ganz wichtig ist die aufrichtige Reue.)
3.  Kommunionempfang, also die sakramentale Vereinigung mit Jesus Christus in der Heiligen Eucharistie.
4.  Gebet  in der Meinung des Heiligen Vaters, also Gebet für den Stellvertreter Christi auf Erden, der den Nachlass von Sündenstrafen gewähren kann.
(z.B. Glaubensbekenntnis, Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, Ehre sei dem Vater).

5.  Erfüllung des vorgeschriebenen Werkes (zumeist ein Ablassgebet).

Außerdem gibt es nach kirchlichem Recht (c. 996 CIC; ) fünf Voraussetzungen zur Erlangung von Ablässen.
1. Wer einen Ablass gewinnen will, muss getaufter Christ sein.
2. Er darf nicht exkommuniziert sein.
3. Er muss sich wenigstens beim Abschluss der vorgeschriebenen werke im Stande der Gnade befinden.
4. Er muss die Absicht haben, Ablässe zu gewinnen.
5. Er muss die auferlegten Werke gemäß den Bestimmungen in der festgesetzten Zeit und in der gebotenen Weise erfüllen.

TÄGLICHE  VOLLKOMMENE  ABLÄSSE!

Die Kirche ist sehr großzügig bei der Gewährung von Ablässen; dies zeigt sich besonders bei den Gewährungen, die mit Werken verbunden sind, durch die der Gläubige  - und zwar jeder für sich allein und an allen Tagen des Jahres – einen vollkommenen Ablass erlangen kann…

Die besagten Werke sind:
a.)      die Anbetung des Allerheiligsten Altarssakramentes, wenigstens eine halbe Stunde lang;
b.)      die Kreuzwegandacht;
c.)      das Rosenkranzgebet oder der Hymnus „Akathistos“ in einer Kirche, in einer öffentlichen Kapelle, in der Familie, in der Ordensgemeinschaft, einer religiösen Gemeinschaft, einer christlichen Vereinigung und überhaupt, wenn mehrere zu einem ehrenhaften  Zweck zusammenkommen;
d.)      die andächtige Lesung  der Heiligen Schrift, wenigstens eine halbe Stunde lang.

Wer mindestens monatlich beichten geht, sich von jeder Anhänglichkeit an eine Sünde lossagt, täglich das Sakrament der Heiligen Eucharistie empfängt und ein Gebet in der Meinung des Heiligen Vaters ( z.B. Glaubensbekenntnis, Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, Ehre sei dem Vater..) betet,   kann jeden Tag einen vollkommenen Ablass gewinnen , den er entweder für sich selbst gewinnen oder den Verstorbenen zuwenden kann; dazu ist entweder eine halbsündige eucharistische Anbetung  erforderlich oder eine halbstündliche geistliche Lesung der Heiligen Schrift oder eine Kreuzwegandacht an den 14 Stationen oder das Rosenkranzgebet bzw. der Hymnus „Akathistos“ in einer Kirche, in der Familie oder in frommer Gemeinschaft.


(Quelle: Der Ablass in Lehre und Praxis, Stella Maris Verlag, v. Peter Christoph Düren))

Ich schenke jeden Ablass unserer Mutter Maria, da sie ja weiß, welche Seele JETZT am dringendsten unserer Hilfe bedarf.

Von Allerheiligen, 1. November, bis 8. November kann täglich einmal ein vollkommener Ablaß für die Verstorbenen gewonnen werden.
Bedingungen:
1. Beichte, wobei eine zur Gewinnung mehrerer vollkommener Ablässe genügt; entschlossene Abkehr von jeder Sünde; Kommunionempfang und Gebet in der Meinung des Heiligen Vaters. (z.B. Glaubensbekenntnis, Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, Ehre sei dem Vater…)
2a. Am Allerseelentag (auch am 1. Nov. ab 12 Uhr): Besuch einer Kirche oder öffentlichen Kapelle, ( z.B. Glaubensbekenntnis, Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, Ehre sei dem Vater… in der Meinung des Heiligen Vaters.)
2b. Vom 1. bis zum 8. November: Friedhofsbesuch und Gebet für die Verstorbenen.
Fehlt die volle Disposition oder bleibt eine der Bedingungen unerfüllt, ist es ein Teilablaß für die Verstorbenen. Ein solcher kann in diesen und auch an den übrigen Tagen des Jahres durch Friedhofsbesuch wiederholt gewonnen werden.


In einem anderen Ablassbüchlein, Marianisches Schriftenwerk,  stand folgendes für Allerseelen:

An Allerseelen, 2. November, ist in allen Kirchen und Kapellen ein oftmaliger vollkommener Ablass gewährt, aber nur für die Armen Seelen;
Bedingungen: Beicht, Kommunion und beim Kirchenbesuch 6 Vater unser, 6 Gegrüßet seist du Maria, 6 Ehre sei dem Vater.

An den festgesetzten Tagen kann also der Portiunkula - und Allerseelenablass bei jedem Kirchenbesuch gewonnen werden. Für die Unterbrechung des Kirchenbesuches genügt ein kurzes Verlassen der Kirche, sei es ins Freie, in die Sakristei oder Vorhalle.
[E.Ind.698]
Die Kranken und alle, die nicht imstande sind, ihre Wohnung zu verlasssen, können ja bekanntlich den Ablass dadurch gewinnen, dass sie sich geistig mit denen verbinden, die das vorgeschriebene Werk in ordentlicher Weise erfüllen, und dass sie Gott ihre Gebete, (Ablassgebete) Leiden und Entbehrungen aufopfern. (Apost. Pönitentiarie, 29.11.1998).
Bezüglich aller übrigen Ablässe gilt für die Kranken:
Die Beichtväter sind bevollmächtigt, das für die Gewinnung eines Ablasses vorgeschriebene Werk oder die Bedingungen für all jene umzuwandeln, die zufolge rechtmäßiger Verhinderung diese nicht erfüllen können.

Quelle: Ablassbüchlein. Marianisches Schriftenwerk CH-4632 Trimbach)
« Zuletzt geändert: 20.06.2013 um 00:20:48 von Brigitta »  

Gott, du bist mein Gott, dich suche ich! Meine Seele dürstet nach dir, mein Leib schmachtet nach dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So schaue ich im Heiligtum nach dir aus, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Huld ist köstlicher als Leben; meine Lippen sollen dich preisen.
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Re: Ablass!
Antwort #2 - 07.11.2005 um 22:56:44
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Gewinnt einen vollkommenen Ablass, wem auch nur die geringste lässliche Sünde nicht leidtut?


 NIEMALS!!!  


Kein Ablass der Strafe, ohne dass zuvor die Schuld aufrichtig bereut wurde. Jedoch kommt einem bei ungenügender Reue der vollkommene Ablass soweit zugute, als die Seele dafür empfänglich ist: der Ablass erstreckt sich auf alle wahrhaft bereuten Sünden, can.926.
Demnach wird ein vollkommener Ablass wohl ziemlich selten ganz gewonnen. Unsere Reue ist wohl selten umfassend genug. Denn Sünde schafft Gewohnheit, und an Gewohnheit klebt der Mensch.

(Quelle: Ablassbüchlein: Marianisches Schriftenwerk CH-4632 Trimbach)
« Zuletzt geändert: 16.06.2013 um 23:03:23 von Brigitta »  

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Re: Ablass von x Tagen / Jahre ...
Antwort #3 - 17.11.2007 um 23:37:49
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« Zuletzt geändert: 20.06.2013 um 00:17:39 von Brigitta »  

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Re: Ablass von x Tagen / Jahre ...
Antwort #4 - 25.11.2007 um 01:13:12
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Heute am Christkönigfest kann man beim Besuch einer Christkönigskirche
Hl. Beichte, Kommunion und den Ablassgebeten auch einen vollkommenen Ablass gewinnen.


Litanei zum Christkönig

Ergänzung



Smiley

Smiley Smiley Smiley

Smiley Smiley Smiley

SmileyChristus König und Erlöser Ehre sei Dir!   Smiley

Smiley


« Zuletzt geändert: 20.06.2013 um 00:18:13 von Brigitta »  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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Portiunkula-Ablass
Antwort #5 - 28.07.2006 um 21:22:53
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Smiley   Portiunkula-Ablass - 2. August        Smiley  
Die Portiunkula-Kapelle, uralt in ihrem Bau und ehrwürdig durch Engelserscheinungen, die dort geschahen, gehörte einst den Benediktinern vom Subasio. Sie lag auf einem Gebiet, das "Portiunkula" gennant wurde. In der Folge ging der Name auf das Kirchlein über. Lange Zeit stand es verlassen, bis es der hI. Franziskus wiederherstellte. Hier erkannte er klar seine Berufung und hier gründete er (1209) den Orden der Minderbrüder. "Hier nahm er seinen Aufenthalt", so erzählt der hl. Bonaventura, "ob seiner Ehrfurcht vor den Engeln und der grossen Liebe zur Mutter Christi", der das Kirchlein geweiht war. Die Benediktiner schenkten ihm Platz und Kapelle, damit er daraus den Mittelpunkt seines neuen Ordens mache.

1216 erhielt Franzikus hier in einer Vision vom Herrn selbst den Portiunkula-Ablass, der von Papst Honorius III. gebilligt wurde und den alle G1äubigen nicht nur am 2. und 15. August und am 4. Oktober, gewinnen können, sondern auch noch ein anderes Mal an einem beliebigen Tag des Jahres. Zu Portiunkula, das der Mittelpunkt der franziskanischen Welt war und ist, versammelte der hl. Franziskus alljährlich seine Brüder zu den Kapiteln (Versamrnlungen), um mit ihnen über die Regel zu sprechen und sie mit neuem Eifer zu erfüllen.

Der Portiunkula-Ablaß kann (nach freier Wahl der Gläubigen) am 2. August oder am darauf folgenden Sonntag (ab 12 Uhr des Vortages bis 24 Uhr des betreffenden Tages) in allen Pfarrkirchen und diesen gleichgestellten Kirchen (Kuratiekirchen) der Diözese sowie in den Ordenskirchen der franziskanischen Ordensfamilien gewonnen werden (jedoch nur einmal als vollkommener Ablaß). Er kann auch für Verstorbene, nicht aber für andere noch lebende Mitmenschen gewonnen werden.

Bedingungen:
1. Empfang des Bußsakramentes (mit entschlossener Abkehr von jeder Sünde) und der Eucharistie sowie Gebet  nach Meinung des Hl. Vaters (= Gebet nach freier Wahl, oder ein Vaterunser und ein Gegrüßet seist du, Maria).
2. Besuch einer Pfarrkirche (oder dieser gleichgestellten Kirche, s. o.) mit dem Gebet Vaterunser und dem Glaubensbekenntnis.
Die unter 1. genannten Bedingungen können mehrere Tage vor oder nach dem Kirchenbesuch erfüllt werden. Jedoch sollten der Empfang der hl. Eucharistie und das Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters sinnvollerweise am Ablaßtag selber geschehen.
Eine weitere Voraussetzung zur Gewinnung eines vollkommenen Ablasses ist, dass man sich innerlich frei macht von jeder Anhänglichkeit an eine Sünde, auch an eine bewusste läßliche Sünde.
Fehlt die volle Disposition oder bleibt eine der Bedingungen unerfüllt, gewinnt man einen Teilablass (Gott will uns ganz, nicht halb; so verlangt der vollkommene Ablaß entschiedene Umkehr, ganze Hinwendung zu Gott, Rückkehr zu jener ersten Liebe, die Christus das große erste Gebot nennt).         Smiley

Worum geht es beim rechten Verständnis des Ablasses?
Die theologische Definition des Ablasses lautet: Der Ablass ist ein Nachlaß zeitlicher Strafen für Sünden, die hinsichtlich der Schuld von Gott bereits vergeben worden sind.

Der Ablass gehört zur Bußpraxis der Kirche. Die Kirche tritt für den Gläubigen, der im Bußsakrament mit Gott versöhnt wurde, ein, dass er von Strafen, die er sich durch seine Schuld möglicherweise zugezogen hat, befreit werde.
« Zuletzt geändert: 20.06.2013 um 00:14:48 von Brigitta »  
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Re: Ablass von x Tagen / Jahre ...
Antwort #6 - 20.11.2008 um 15:39:35
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Alles kommt von Christus, aber da wir sein Eigentum sind,
wird auch das, was uns gehört, zu seinem Eigentum
und gewinnt eine heilbringende Kraft.
Das ist gemeint, wenn man vom Schatz der Kirche spricht,
der aus den guten Werken der Heiligen besteht.
Für die Erlangung des Ablasses beten heißt,
in diese geistliche Gemeinschaft eintreten
und sich damit ganz den anderen öffnen.
Denn auch im geistlichen Bereich lebt keiner nur für sich allein.

(Q: Johannes Paul II., Incarnationis mysterium 10)
« Zuletzt geändert: 16.06.2013 um 23:07:01 von Brigitta »  

Gott, du bist mein Gott, dich suche ich! Meine Seele dürstet nach dir, mein Leib schmachtet nach dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So schaue ich im Heiligtum nach dir aus, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Huld ist köstlicher als Leben; meine Lippen sollen dich preisen.
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Re: Ablass von x Tagen / Jahre ...
Antwort #7 - 21.06.2009 um 20:08:06
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URBIS ET ORBIS DEKRET

Für besondere Frömmigkeitsübungen werden während des zu Ehren des heiligen Johannes Maria Vianney angesetzten Priesterjahres heilige Ablässe gewährt.

Der 150. Jahrestag, an dem des frommen Heimgangs des heiligen Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney, in die himmlische Heimat gedacht wird, steht unmittelbar bevor. Er war hier auf Erden ein wunderbares Musterbeispiel eines echten Hirten, der im Dienst der Herde Christi steht.

Aufgrund der Leuchtkraft seines Beispiels, das Gläubige und vor allem Priester zur Nachahmung seiner Tugenden anspornt,  hat  Papst Benedikt XVI. bestimmt, dass aus diesem Anlass vom 19. Juni 2009 bis 19. Juni 2010 in der ganzen Kirche ein besonderes Priesterjahr gefeiert werden solle, während dessen die Priester eingeladen sind, sich durch fromme Betrachtungen, Exerzitien und andere geeignete Werke in ihrer Treue zu Christus immer mehr zu festigen.

Diese heilige Zeit wird mit dem Herz-Jesu-Fest beginnen, dem Tag der Heiligung der Priester, an dem der Papst in Anwesenheit der vom Bischof von Belley-Ars nach Rom gebrachten Reliquien des heiligen Johannes Maria Vianney einen Vespergottesdienst feiern wird. Ebenso wird der Heilige Vater das Priesterjahr auf dem Petersplatz in Gegenwart von Priestern aus aller Welt, die ihre Treue zu Christus und das Band der Brüderlichkeit erneuern werden, feierlich schließen.

Durch Gebet und gute Werke mögen die Priester sich darum bemühen, von Christus, dem Ewigen Hohenpriester, die Gnade zu erlangen, in Glaube, Hoffnung und Liebe und allen anderen Tugenden zu wachsen. Mögen sie durch ihre Lebensführung, aber auch durch ihr äußeres Erscheinungsbild zeigen, dass sie sich ganz dem geistlichen Wohl des Gottesvolkes geweiht haben; dies entspricht dem, was der Kirche vor allem anderen stets am Herzen lag.

Um das erwünschte Ziel noch wirksamer zu erreichen, ist die für das ganze Priesterjahr vorgesehen Gewährung heiliger Ablässe eine große Hilfe, was die Apostolische Pönitentiarie mit diesem in Übereinstimmung mit dem Willen unseres hochgeschätzten Papstes erlassenen Dekret gern tut:

BULLETIN NR. 0328-12.05.2009

A.- Den ehrlich bußfertigen Priestern, die an jedwedem beliebigen Tag andächtig zumindest die morgendliche Laudes oder die Vesper vor dem öffentlich ausgesetzten Allerheiligsten oder vor dem Tabernakel beten, und die sich nach dem Beispiel des heiligen Johannes Maria Vianney mit bereitwilliger und großherziger Hingabe die Sakramente spenden, insbesondere das Bußsakrament, wird gnädig ein Vollkommener Ablass gewährt, den sie auch verstorbenen Mitbrüdern zuwenden können, sofern sie entsprechend den geltenden Bedingungen die Beichte ablegen, die Eucharistie empfangen und in der Meinung des Papstes beten.

Den Priestern wird ebenso jedes Mal ein Teilablass gewährt, der auch verstorbenen Mitbrüdern zugewandt werden kann, wenn sie zur eigenen Heiligung ehrfürchtig kirchlich approbierte Gebete beten und ihre Amtspflichten treu erfüllen.

B.- Allen ehrlich bußfertigen Gläubigen, die in einer Kirche oder Kapelle andächtig an der Messfeier teilnehmen und für die Priester der Kirche zu Jesus Christus, dem Ewigen Hohenpriester beten sowie an diesem Tag ein gutes Werk vollbringen, damit Er sie heilige und nach seinem Herzen forme, wird der Vollkommene Ablass gewährt, vorausgesetzt, sie haben ihre Sünden im Bußsakrament bekannt und Gebete nach der Meinung des Heiligen Vaters verrichtet. Dies gilt besonders: an den Tagen der Eröffnung und des Abschlusses des Priesterjahres, am 150. Jahrestag des frommen Heimgangs des heiligen Johannes Maria Vianney (4. August), am ersten Donnerstag des Monats oder jedem anderen Tag, der von den Ortsordinarien zum Nutzen der Gläubigen festgesetzt wurde.

Es ist sehr angebracht, dass die Priester, denen in den Kathedralen und den Pfarrkirchen die Seelsorge anvertraut ist, diese Frömmigkeitsübungen öffentlich leiten, die heilige Messe feiern und den Gläubigen die Beichte abnehmen.

Den alten Menschen, den Kranken und all jenen, die aus gerechtfertigtem Grund ihr Haus nicht verlassen können, wird, sofern sie sich innerlich von jeder Sünde lossagen und die Absicht haben, den gewohnten drei Bedingungen so bald wie möglich genüge zu leisten, sei es zuhause oder wo auch immer sie aufgehalten wurden, gleichfalls der Vollkommene Ablass erteilt, wenn sie an den oben genannten Tagen Gebete für die Heiligung der Priester verrichten und Gott vertrauensvoll durch Maria, die Königin der Apostel, die Krankheiten und Unannehmlichkeiten ihres Lebens aufopfern.

Schließlich wird allen Gläubigen ein Teilablass immer dann gewährt, wenn sie andächtig fünf Vater Unser, Gegrüßt seist du Maria und Ehre sei dem Vater oder ein anderes kirchlich approbiertes Gebet zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu beten, und dies für die Beharrlichkeit der Priester im Leben der Reinheit und Heiligkeit aufopfern.

Das vorliegende Dekret ist während des gesamten Priesterjahres gültig; sofern keine gegenteilige Bestimmung dem entgegensteht.

Gegeben zu Rom, am Sitz der Apostolischen Pönitentiarie, am 25. April, dem Fest des hl. Evangelisten Markus, im Jahr der Menschwerdung des Herrn 2009.

James Francis Kard. Stafford Großpönitentiar

X Gianfranco Girotti, O. F. M. Conv. Titularbischof von Meta, Regens


Ablässe: Neue Vaticanseite!!!
« Zuletzt geändert: 20.06.2013 um 00:15:54 von Brigitta »  

Gott, du bist mein Gott, dich suche ich! Meine Seele dürstet nach dir, mein Leib schmachtet nach dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So schaue ich im Heiligtum nach dir aus, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Huld ist köstlicher als Leben; meine Lippen sollen dich preisen.
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Ablass zu Allerheiligen/Allerseelen
Antwort #8 - 31.10.2013 um 22:02:56
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Vom 1. bis zum 8. November  kann man jeden Tag einen vollkommener Ablass für die Verstorbenen gewinnen.
Voraussetzung:
Beichte; entschlossene Abkehr von jeder Sünde; Kommunionempfang und Gebet:
Glaubensbekenntnis, Vater unser, Ave Maria, Ehre sei dem Vater (nach Meinung des Hl. Vaters),
Besuch einer Kirche oder öffentlichen Kapelle, Friedhofsbesuch und Gebet für die Verstorbenen.
Ablass = Nachlass zeitlicher Sündenstrafen
Einen Ablass kann man nicht Lebenden zuwenden.
Teil- und Vollablässe können den Verstorbenen erbeten werden.
              Siehe oben!





« Zuletzt geändert: 03.01.2016 um 21:50:20 von Brigitta »  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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Der Jubiläumsablass.
Antwort #9 - 03.01.2016 um 21:54:14
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Der Jubiläumsablass

„Die Heilige Pforte soll ein Zeichen dafür sein,
dass auch die Barmherzigkeit ein Ziel ist,
zu dem es aufzubrechen gilt und das Einsatz und Opfer verlangt.“
Papst Franziskus


Unter Ablass versteht man die Tilgung der „zeitlichen Sündenstrafen“,
welche auch nach der sakramentalen Beichte sozusagen
als Narben zurückbleiben und der Läuterung im Fegfeuer bedürfen.

Der Katechismus führt dazu aus:
Die schwere Sünde beraubt uns der Gemeinschaft mit Gott
und macht uns zum ewigen Leben unfähig.
Diese Beraubung heißt „ewige Sündenstrafe“.
Andererseits zieht jede Sünde, selbst eine geringfügige,
eine schädliche Bindung an die Geschöpfe nach sich, was der Läuterung bedarf,
sei es hier auf Erden, sei es nach dem Tod im sogenannten Purgatorium.
Diese Läuterung befreit von dem, was man „zeitliche Sündenstrafen“ nennt.

Der Ablass ist Teilablass oder vollkommener Ablass,
je nachdem er von der zeitlichen Sündenstrafe teilweise oder ganz freimacht.
Jeder Gläubige kann Ablässe für sich selbst gewinnen
oder fürbittweise für Verstorbene zuwenden. (KKK 1471)

Allgemeine Ablassbedingungen:

*  Empfang der sakramentalen Beichte
    (bis zu 20 Tage vor oder nach dem Ablasswerk möglich)

*  Empfang der Heiligen Kommunion
    (wenn möglich am Tag des Ablasswerkes,
     aber auch einige Tage vorher oder nachher gültig)

*  Entschiedene Abkehr von jeder Sünde
    und fester Vorsatz in allem nach dem Willen Gottes zu leben und zu handeln.

*  Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters  ( Vater unser und Gegrüsset seist du Maria)

*  Vorgeschriebenes Ablasswerk (z.B. Grabbesuch beim Allerseelenablass,
     Andachtsübungen zur Göttlichen Barmherzigkeit
     wie der Barmherzigkeitsrosenkranz  oder die Novene am Barmherzigkeitssonntag)

Besondere Bedingungen zum Heiligen Jahr:

Für das Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr
vom Fest der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter Maria 2015
bis zum Christkönigssonntag 2016 gewährt die Heilige Kirche einen Jubiläums-Ablass
unter Beachtung der üblichen Ablassbedingungen des Gebets des Glaubensbekenntnisses,
einer Betrachtung über die Barmherzigkeit Gottes und des folgenden Ablasswerkes:

Besuch einer vom Papst bzw. vom Ortsbischof bestimmten Kirchen bzw.
Wallfahrtsorte mit Durchschreitung der Heiligen Pforte.
Besondere Bestimmungen gibt es für jene Kranken und Pflegebedürftigen Menschen,
die das Haus nicht verlassen können
und die Erfüllung des oben genannten Ablasswerkes nicht möglich ist.

von einem Zettel in der Kirche.
  

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