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Normal Topic Maria Verkündigung (Gelesen: 525 mal)
Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
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Maria Verkündigung
31.03.2008 um 15:43:08
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Fest Maria Verkündigung

Fällt der 25 März auf einen Fastensonntag, so wird das Fest am folgenden Tage gefeiert; fällt er in die Kar- oder Osterwoche, so wird das Fest in die Woche nach dem weißen (Barmherzigkeitssonntag) verlegt.

Das heutige Festgeheimnis – die Menschwerdung der zweiten göttlichen Person im Schoße der allerseligsten Jungfrau – bildet den Angelpunkt der ganzen Menschheitsgeschichte: die Fülle der Zeit ist da. Was einst Adam durch stolze Selbstüberhebung gefrevelt, im Wunsche, Gott gleich zu sein, wird jetzt wieder gut gemacht, indem der ewige Gottessohn als neuer Adam des Menschen gleich wird. Die Menschen, durch den Ungehorsam Evas dem Tode verfallen, erhalten durch die demütige Hingabe Mariens an Gottes Willen eine neue Mutter des Lebens. Ein Festgeheimnis heilig und hehr, wahrhaft wert, dass wir es täglich dreimal ehren beim ertönen der Angelusglocke!  - Das Fest läßt sich im Morgenland schon im 5. Jahrhundert nachweisen, im Abendland vor Gregor d. Gr.

In der Hl. Kommunion kehrt Gottes Sohn auch in unser Herz ein.


Aus dem Schottmessbuch 1962

« Zuletzt geändert: 10.07.2013 um 23:17:37 von Brigitta »  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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Re: Maria Verkündigung
Antwort #1 - 23.03.2010 um 22:12:59
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Fest Maria Verkündigung

Dies ist der glücklichste Tag, nach welchem die Altväter sich so sehr gesehnt haben, nach welchem die ganze Welt so lange geseufzt hat.
Heute ist das Wort Fleisch, der Sohn Gottes Mensch geworden. –
An diesem Tage erinnerte man sich schon vor vielen Jahrhunderten, nicht nur an die Verkündigung Mariä,
sondern auch an die mit derselben so enge verbundene Menschwerdung. Papst Benedikt XIV. schließt seinen Kommentar über dieses Fest mit den Worten:
„ Dieses Fest ist schon so alt, dass man denken kann, sein Ursprung müsse von dem zartesten Dankgefühle der jungfräulichen Gottesgebärerin selbst hergeholt werden,
da sich nicht bezweifeln lässt, dass sie sich jährlich mit besonderer Ehrerbietung und inbrünstiger Andacht jener göttlichen Wohltat erinnert habe,
die ihr und dem ganzen Geschlechte an diesem Tage dadurch erwiesen wurde,
dass das Wort in ihrem jungfräulichen Leibe Fleisch und sie mittels ihrer Einwilligung in die Worte des Engels Mutter Gottes wurde.
Als die Apostel diesen überall gottseligen Gebrauch, dem Allmächtigen an besagtem Tage Dank abzustatten,
an der heiligsten Gottesgebärerin wahrgenommen hatten, hielten sie es für ihre Pflicht, denselben nachzuahmen.
Daher beobachteten sie ihn denn auch teils selbst, teils befahlen sie ihn zu beobachten.
Nach der Regel, deren sich der heilige Augustin bedient, glaubt man mit vollem Rechte:
was die ganze Kirche hält, aber durch keinen Kirchenrat eingesetzt, sondern allezeit beibehalten wurde,
sei nur durch das Ansehen der heiligen Apostel mündlich überliefert worden.“ Was Maria insbesondere betrifft, so wird sie heute zur Mutter Gottes erwählt.
Sie will aber lieber eine Jungfrau bleiben. Hierauf wird ihr bedeutet, dass durch übernatürliche Kraft beides beisammen bestehen könne.
So ist sie denn Gottes Mutter geworden und doch Jungfrau geblieben. Dies ist der kurze Inbegriff der Verkündigung Mariä, insoweit er sie selbst betrifft. –

Um dieses Fest nützlich zu feiern, liebe die Einsamkeit, insofern es dir dein Stand erlaubt, und das Gebet. Beides liebte auch Maria zu Nazareth. –
Sie nannte sich die Magd des Herrn. Gib auch du dich aufs neue Gott und Maria als Diener hin. –
Grüße sie untertags öfters mit dem Gruße des Engels; bete die lauretanische Litanei, um durch die Fürbitte Mariä Demut zu erlangen.
Denke dabei besonders über die Worte nach: Du wunderbare Mutter.
Verrichte mit besonderer Aufmerksamkeit morgens, mittags und abends den Englischen Gruß, der mit den Worten anfängt:
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft usw. Merke dabei besonders auf die Worte:
Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. –


Papst Benedikt XIIII.  hat denjenigen, welche dieses Gebet bei dem Glockenzeichen kniend, am Samstag abends aber
und am Sonntage und die ganze österliche Zeit stehend beten, jedes Mal hundert Tage Ablass
und im Monate einmal nach Empfang der heiligen Sakramente und nach Verrichtung der sonst gewöhnlichen Ablassgebete einen vollkommenen Ablaß verliehen.
Sollen wir uns schämen, unsere Knie zu beugen, da der Sohn Gottes sich gewürdigt hat, von dem Himmeln auf die Erde herabzukommen und für uns Mensch zu werden?
An Seine Menschwerdung wird man ja durch dieses dreimalige Glockenzeichen erinnert.

Q:  Aus dem Lehr- und Gebetbuch: Maria, meine Zuflucht und mein Trost. Imprim. 1917
« Zuletzt geändert: 10.07.2013 um 23:17:53 von Brigitta »  

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Re: Maria Verkündigung
Antwort #2 - 24.03.2010 um 15:25:01
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Der hl. Karl Borromäus schämte sich nicht, aus der Kutsche und vom Pferde abzusteigen und dieses Gebet mitten auf der Straße zu verrichten. –
Bei der hl. Kommunion erinnere dich an diesem Tage daran, dass eben der große Gott,
den die seligste Jungfrau empfangen hat, mit Seiner Gottheit und Menschheit zu dir kommt.
Bitte Maria, sie wolle dir die Gnade erlangen, ihn mit reinem Herzen, mit lebendigen Glauben, mit fester Hoffnung, mit brennender Liebe
und mit tiefer Demut zu empfangen. – Sprichst du beim Beten des Englischen Grußes die Worte aus:
„Du bist voll der Gnade“, so erbitte dir von Gott durch Maria eine besondere Gnade,
z.B. die Reinigkeit oder die Beharrlichkeit im guten bis an dein Ende, damit du mit dem Apostel sagen kannst: Die Gnade Gottes war in mir nicht unfruchtbar.

1.      Betrachtung. 1. Als Gott seinen Sohn in die Welt schicken wollte, um Mensch zu werden und die Menschen,
       welche durch die Sünde verloren gegangen waren, zu erlösen, da wählte Er ihm zur Mutter eine Jungfrau,
       welche unter allen Jungfrauen die reinste war. Betrachte liebe Seele, wie Maria, als sie in ihrem ärmlichen Häuschen Gott bat,  
       den verheißenen Erlöser zu schicken, plötzlich ein Engel erblickte, der zu ihr sprach:
       „Gegrüßt seist  du Maria, voll der Gnaden; du bist gebenedeit unter den Weibern.“
       (Lk 1, 28.) Was tut wohl die demütige Jungfrau, als sie diesen ehrenvollen Gruß vernimmt?
       Sie wird deswegen nicht eitel, nein, sie schweigt, sie erschrickt, weil sie sich eines solchen Lobes für unwürdig hält:
       „Da sie dies hörte, erschrak sie.“
       O Maria, du bist so demütig und ich bin so hoffärtig. Erlange mit die heilige Demut.

« Zuletzt geändert: 10.07.2013 um 23:22:07 von Brigitta »  

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Re: Maria Verkündigung
Antwort #3 - 24.03.2010 um 15:31:50
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2.   Aber hat dies Lob nicht bewirkt, dass Maria wenigstens anfing zu zweifeln, ob sie nicht eben die zur Mutter des Heilandes bestimmte Jungfrau sei?
      Nein, dies Lob hatte keine andere Folge, als dass sie sich vor sich selbst fürchtete, so dass der Engel ihr Mut machen musste mit den Worten:
      „Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast Gnade gefunden bei Gott.“
      Darauf verkündigte ihr der Engel, dass sie es sei, welche Gott zur Mutter des Heilandes erwählt habe:
      „Siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen.“
      Glücklich bist du, o Maria, denn wir lieb bist du deinem Gott gewesen, wie lieb bist du ihm noch jetzt! O, erbarme dich meiner.
3.    Beeile dich, o heilige Jungfrau, ruft der heilige Bernhard Maria zu. Warum zögerst du noch, deine Einwilligung zu geben?
       Das ewige Wort erwartet diese Einwilligung, ehe es Fleisch annimmt und dein Sohn wird.
      Wir alle, die wir unglücklicherweise zum ewigen Tode verdammt sind, wir alle, o Maria, warten darauf.
      Wenn du einwilligst, die Mutter Jesu zu werden, dann werden wir alle befreit. Beeile dich also meine Königin, gib dein Jawort,
      sei nicht Ursache, dass das Heil der Welt, welches von deiner Einwilligung abhängt, noch länger verschoben wird. –
      Doch freuen wir uns. Denn siehe, Maria antwortete dem Engel:
      „Siehe ich bin eine Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Worte."
      ‚‚Siehe, sagte sie, ich bin die Magd des Herrn, die tun muß, was ihr Herr von ihr verlangt."
      Wenn der Herr seine Magd zu seiner Mutter wählt, so muß man nicht bloß die Magd, sondern auch die Güte des Herrn preisen,
      der dieselbe so hoch hat erheben wollen.

O demütigste Jungfrau Maria, durch deine Demut hast du deinem Gott so große Liebe zu dir eingeflößt,
dass du ihn dadurch sogar bewogen hast, dein Sohn und unser Heiland zu werden. Ich weiß es, dass dein Sohn dir nichts worum du ihn bittest, abschlägt.
Sage ihm also, dass ich ihn allein lieben will; bitte ihn, er wolle mir alle Beleidigungen, die ich ihm zugefügt habe, vergeben;
bitte ihn, er wolle mir die Beharrlichkeit im Guten verleihen. Mit einem Worte: empfiehl ihm meine Seele.
Denn dein Sohn, der dich so innig liebt, kann dir nichts abschlagen. O Maria, du musst machen, dass ich selig werde; du bist meine Hoffnung. Amen
Kirchengebet.
O Gott, der du dein Wort (deinen Sohn) aus dem Leibe der seligsten Jungfrau Maria auf des Engels Verkündigung Fleisch hast annehmen lassen,
gib uns demütig Flehenden die Gnade, dass uns durch die Fürbitte derjenigen welche wir wahrhaftig als die Gottesgebärerin verehren, bei Dir möge geholfen werden.
Durch unsern Herrn Jesum Christum. Amen.

Q:  Aus dem Lehr- und Gebetbuch: Maria, meine Zuflucht und mein Trost. Imprim. 1917
« Zuletzt geändert: 10.07.2013 um 23:18:08 von Brigitta »  

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Maria Verkündigung
Antwort #4 - 25.03.2011 um 00:03:23
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Versetzung des Hauses Nazareth nach Loretto

Eines schönen Morgens, am 10. Mai 1291, erblickten die Bewohner von Raunizza, am östlichen Ufer des Adriatischen Meeres, zwischen Fiume und Tersato in Dalmatien,
an einem Ort, der bisher kein Gebäude aufwies, ein Haus von ganz fremder, ungewohnter Bauart.
Beim näheren Zusehen fand man, dass dasselbe auch keine Fundamente hatte, die Mauern aber doch fest und sicher auf dem Boden auflagen.
Im Innern fand man einen Altar, ein Muttergottesbild, ein Kruzifix und schöne Malereien an den massiven Wänden.
Es war das Haus 32 Fuß lang, 13 Fuß breit und 18 Fuß hoch, die Wände 2 Fuß dick; auch war es nicht, wie es im Lande Brauch war, aus regelmäßigen Steinen gemauert,
sondern aus unregelmäßigen rötlichen Steinen gebaut und übermörtelt. Aber woher das Haus kam, wer es errichtete?
Niemand wusste Auskunft, aber alles war mit Staunen und Furcht erfüllt. Die Aufklärung sollte kommen.
Der Bischof von Tersato, Alexander, lag seit längerer Zeit darnieder, ohne Hoffnung, wenigstens nicht auf baldige Genesung.
Der hörte von der Sache, bittet nun die allerseligste Jungfrau, sie möchte ihn gesund machen, damit er ihr neues Heiligtum besuchen könne.
In einer unruhigen Nacht zwischen Schlummer und Wachen erschien ihm plötzlich die allerseligste Jungfrau.
Sie munterte ihn auf und erklärte ihm u. a., dass sie gekommen sei, ihn gesund zu machen.
Das Haus, das in der Gegend zwischen Fiume und Tersato sich neulich plötzlich eingefunden, sei ihr Haus, in dem sie vom Heiligen Geiste Gottes Sohn empfangen.
Es hätten nach ihrem Heimgange die Apostel dasselbe zum Gottesdienste verwendet und in hohen Ehren gehalten. Und so sei es lange Zeit von seiten der Christen geschehen.
Jetzt aber, da in Palästina der christliche Glaube verschwunden, hätten Engel das heilige Haus durch die Lüfte an diese Meeresküste versetzt.
"Und damit du keinerlei Zweifel hegst," fügte die heiligste Jungfrau bei, "schenke ich dir zum Beweise dessen, was du gehört hast, sofort die Gesundheit."
Er war geheilt, und dieses erste Wunder in Beziehung zu dem so rätselhaft erschienenen Hause ward auch wirklich vom Volk
als Bestätigung von der Wahrheit der Aussage des Bischofs angenommen, und das Volk eilte jetzt von allen Seiten zu dem heiligen Hause,
Gott lobend und preisend für die ihm erwiesene grosse Gunst und Ehre, dieses heiligste Haus auf Erden besitzen zu dürfen.

Q: http://ecclesiaeveritas.net/index.php/Loretto

Link: Maria Verkündigung

Im Hause Nazareth wurde Maria die frohe Botschaft verkündet - Der Name "Maria Verkündigung" wurde geändert zu "Verkündigung des Herrn".

allen einen gesegneten gnadenreichen frohen Festtag!





Q: ecclesiaveritas.net
« Zuletzt geändert: 10.07.2013 um 23:18:37 von Brigitta »  

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Re: Maria Verkündigung
Antwort #5 - 26.03.2012 um 00:13:59
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Das Fest Maria Verkündigung
ist eines der ältesten Feste der Kirche. Schon in der ersten Hälfte des V. Jahrhunderts wurde es in der morgenländischen Kirche gefeiert.
Viele behaupten, dass es apostolischen Ursprungs sei. Es ist sowohl ein Fest des Herrn, als auch ein Fest der Mutter Gottes
und erinnert an jenen Augenblick, in welchem der hl. Erzengel Gabriel, der seligsten Jungfrau verkündete, dass sie die Mutter des Messias, des Sohnes Gottes, werden sollte.
Dieses Fest ist eines der schönsten, es ist der große Ehrentag, an welchem Maria die Würde einer Gottesmutter erlangt hat.
Nach der Überlieferung soll an diesem Tage Adam erschaffen, Christus Mensch geworden und auch gestorben sein.
Katholische Handpostille (Goffine)

Der hl. Benaventura schreibt:
Betrachte, was für ein hochfeierlicher Tag heute ist: frohlocke in Deinem Herzen und begehe einen Tag der Fröhlichkeit.
Den heutigen Tag feiert der himmlische Vater, welcher seinem Sohne Hochzeit hält und dadurch Himmel und Erde erfreut.
Heute ist der hochzeitliche Tag des Sohnes, indem er die menschliche Natur zu seiner allerliebsten Braut angenommen und sich mit ihr durch das Band ewiger Liebe vermählt hat.
Heute ist der festliche Tag des Heiligen Geistes, welcher dieses Brautpaar zusammengab und das höchste Werk seiner Hände vollbrachte.
Heute ist das Fest der glorwürdigsten Jungfrau Maria, indem sie durch wahre Blutsfreundschaft mit Gott verwandt wurde.
Heute ist ein Fest für die neun Chöre der Engel, weil der Sohn ihres Herrn Hochzeit hält und sie zu dieser Festlichkeit eingeladen hat.
Heute ist ein hochfeierlicher Tag für die Altväter in der Vorhölle, weil nun endlich der langersehnte Tag angebrochen ist, nach welchem sie so lange geseufzt haben.
Heute ist der wahre Frieden vom Himmel herabgekommen, weil Gott der Vater seinen so lang gehegten Zorn hat besänftigen lassen.
Heute ist vom Himmel her die ganze Erde wie mit Honig überträufelt worden, weil die Süßigkeit der Himmelswonnen den Erdenbewohnern zu teil geworden ist.
Siehst du also, wie der heutige Tag so lieblich, fröhlich und gnadenvoll ist? Darum soll er auch billig mit aller Andacht aufgenommen und mit Freude und Jubel begangen werden.“
Gewiss  ist dieser Tag überaus herrlich und gnadenreich; und alles, was man zu seinem Lobe sagt, ist viel zu wenig.
Bedenke, was für eine Freude im Himmel gewesen ist und mit welcher Feierlichkeit man die hochzeit des Sohnes Gottes begangen habe!
Wenn jemals ein König sich auf der Hochzeit seines Sohnes erfreut hat, da er hoffte seinem Reiche werde durch diese Vermählung großer Nutzen entstehen,
so ist es gewiß Gott der Vater gewesen, welcher schon von Ewigkeit her gewusst, was für eine Ehre und welche Vorteile seinem Reiche durch diese Vermählung seines Sohnes zukommen würden.
Wenn sich jemals ein königlicher Prinz erfreute, dass er mit einer Braut vermählt worden ist, nach welcher er viele Jahre verlangt und
welche er über alle Menschenkinder am heftigsten geliebt hat, so ist es gewiß Gott der Sohn gewesen,
welcher nach seiner Braut, der menschlichen Natur, von Ewigkeit her verlangt und dieselbe über alle Dinge mit unaussprechlicher Liebe geliebt hat.
Auf gleiche Weise denke auch vom Heiligen Geiste, von der Mutter Gottes und von den Engeln, welche alle am heutigen Tage solche Freuden gehabt haben,
dass kein menschlicher Verstand sie zu fassen vermag.
Besonders aber haben sich erfreut die lieben Seelen der Altväter in der Vorhölle, welche durch göttliche Offenbarung sind versichert worden,
dass der Messias, nach welchem sie so lange gerufen hatten, nunmehr Mensch geworden ist.
Daher ist wohl zu glauben, dass der Erzengel Gabriel, begleitet von vielen Engeln, nach berichteter Botschaft an Maria, zur Vorhölle hinabgestiegen sei
und den lieben Altvätern mit großer Freude die Empfängnis Christi verkündet habe, indem er zu ihnen etwa sprach:
„Freuet euch, ihr seligen Väter! Denn heute hat die heiligste Jungfrau, von welcher ihr so vieles geweissagt habt,
durch ihre Liebe und Demut den höchsten Gott vom Himmel auf die Erde herabgezogen und in ihrem jungfräulichen Schoß empfangen.“
O wer will aussprechen, wie sehr sich die lieben Väter ob dieser fröhlichen Kunde erfreut haben?
Oh wie dankten sie Gott und dem heiligen Erzengel von Herzen für diese freudenreiche Botschaft!
Desgleichen hat auch Gott der Vater an diesem hochzeitlichen Tage seines Sohnes durch den Heiligen Geist allen frommen Menschen auf Erden,
ja allen Geschöpfen, soviel jedes der Freude fähig war, solche Wonne mitgeteilt, dass niemand beschreiben konnte, wie wohl ihm wäre.
So ist wahr geworden, was die Kirche von diesem Tage sagt: Heute ist der wahre Frieden vom Himmel herabgestiegen; heute sind durch die ganze Welt die Himmel honigfließend geworden“.
So ist denn der heutige heilige Tag ein Tag der Freuden, ein Tag der Gnaden ein Tag der Barmherzigkeit, ja der wunderbarste Tag im Jahre,
weil das größte Wunder, das Gott jemals wirkte, an demselben vollbracht wurde. Darum begehe diesen Tag in geistlicher Freude und sprich mit Andacht folgendes:


GEBET AN MARIA VERKÜNDIGUNG
« Zuletzt geändert: 10.07.2013 um 23:27:33 von Brigitta »  

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Re: Maria Verkündigung
Antwort #6 - 04.04.2016 um 08:28:56
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MARIA VERKÜNDIGUNG
Dies ist der glücklichste Tag, nach welchem die Altväter sich so sehr gesehnt haben, nach welchem die ganze Welt so lange geseufzt hat.
Heute ist das Wort Fleisch, der Sohn Gottes Mensch geworden. -
An diesem Tage erinnerte man sich schon vor vielen Jahrhunderten,
nicht nur an die Verkündigung Mariä, sondern auch an die mit derselben so enge verbundene Menschwerdung.
Papst Benedikt XIV. schließt seinen Kommentar über dieses Fest mit den Worten: „ Dieses Fest ist schon so alt, dass man denken kann,
sein Ursprung müsse von dem zartesten Dankgefühle der jungfräulichen Gottesgebärerin selbst hergeholt werden,
da sich nicht bezweifeln lässt, dass sie sich jährlich mit besonderer Ehrerbietung und inbrünstiger Andacht jener göttlichen Wohltat erinnert habe,
die ihr und dem ganzen Geschlechte an diesem Tage dadurch erwiesen wurde,
dass das Wort in ihrem jungfräulichen Leibe Fleisch und sie mittels ihrer Einwilligung in die Worte des Engels Mutter Gottes wurde.
Als die Apostel diesen überall gottseligen Gebrauch, dem Allmächtigen an besagtem Tage Dank abzustatten,
an der heiligsten Gottesgebärerin wahrgenommen hatten, hielten sie es für ihre Pflicht, denselben nachzuahmen.
Daher beobachteten sie ihn denn auch teils selbst, teils befahlen sie ihn zu beobachten.
Nach der Regel, deren sich der heilige Augustin bedient, glaubt man mit vollem Rechte:
Was die ganze Kirche hält, aber durch keinen Kirchenrat eingesetzt, sondern allezeit beibehalten wurde,
sei nur durch das Ansehen der heiligen Apostel mündlich überliefert worden.“
Was Maria insbesondere betrifft, so wird sie heute zur Mutter Gottes erwählt.
Sie will aber lieber eine Jungfrau bleiben. Hierauf wird ihr bedeutet, dass durch übernatürliche Kraft beides beisammen bestehen könne.
So ist sie denn Gottes Mutter geworden und doch Jungfrau geblieben.
Dies ist der kurze Inbegriff der Verkündigung Mariä, insoweit er sie selbst betrifft. –

Um dieses Fest nützlich zu feiern, liebe die Einsamkeit, insofern es dir dein Stand erlaubt, und das Gebet.
Beides liebte auch Maria zu Nazareth. –
Sie nannte sich die Magd des Herrn. Gib auch du dich aufs neue Gott und Maria als Diener hin. –
Grüße sie untertags öfters mit dem Gruße des Engels; bete die lauretanische Litanei, um durch die Fürbitte Mariä Demut zu erlangen.
Denke dabei besonders über die Worte nach: Du wunderbare Mutter.
Verrichte mit besonderer Aufmerksamkeit morgens, mittags und abends den Englischen Gruß, der mit den Worten anfängt:
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft usw.
Merke dabei besonders auf die Worte: Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. –


Papst Benedikt XIIII.  Hat denjenigen, welche dieses Gebet bei dem Glockenzeichen kniend,
am Samstag abends aber und am Sonntage und die ganze österliche Zeit stehend beten,
jedes Mal hundert Tage Ablass und im Monate einmal nach Empfang der heiligen Sakramente
und nach Verrichtung der sonst gewöhnlichen Ablassgebete einen vollkommenen Ablaß verliehen.


Sollen wir uns schämen, unsere Knie zu beugen, da der Sohn Gottes sich gewürdigt hat,
von dem Himmeln auf die Erde herabzukommen und für uns Mensch zu werden?
An Seine Menschwerdung wird man ja durch dieses dreimalige Glockenzeichen erinnert.

Der hl. Karl Borromäus schämte sich nicht, aus der Kutsche und vom Pferde abzusteigen und dieses Gebet mitten auf der Straße zu verrichten. –

Bei der hl. Kommunion erinnere dich an diesem Tage daran, dass eben der große Gott, den die seligste Jungfrau empfangen hat,
mit Seiner Gottheit und Menschheit zu dir kommt.
Bitte Maria, sie wolle dir die Gnade erlangen, ihn mit reinem Herzen, mit lebendigen Glauben, mit fester Hoffnung,
mit brennender Liebe und mit tiefer Demut zu empfangen. – Sprichst du beim Beten des Englischen Grußes die Worte aus:
„Du bist voll der Gnade“, so erbitte dir von Gott durch Maria eine besondere Gnade, z.B.
die Reinigkeit oder die Beharrlichkeit im guten bis an dein Ende, damit du mit dem Apostel sagen kannst:
Die Gnade Gottes war in mir nicht unfruchtbar.


Betrachtung.
1. Als Gott seinen Sohn in die Welt schicken wollte, um Mensch zu werden und die Menschen, welche durch die Sünde verloren gegangen waren, zu erlösen,
da wählte er ihm zur Mutter eine Jungfrau, welche unter allen Jungfrauen die reinste war.
Betrachte liebe Seele, wie Maria, als sie in ihrem ärmlichen Häuschen Gott bat, den verheißenen Erlöser zu schicken,
plötzlich ein Engel erblickte, der zu ihr sprach:
„Gegrüßt seist  du Maria, voll der Gnaden;
du bist gebenedeit unter den Weibern.“ (Lk 1, 28.)
Was tut wohl die demütige Jungfrau, als sie diesen ehrenvollen Gruß vernimmt?
Sie wird deswegen nicht eitel, nein, sie schweigt, sie erschrickt, weil sie sich eines solchen Lobes für unwürdig hält: „Da sie dies hörte, erschrak sie.“
O Maria, du bist so demütig und ich bin so hoffärtig. Erlange mit die heilige Demut.

2. Aber hat dies Lob nicht bewirkt, dass Maria wenigstens anfing zu zweifeln, ob sie nicht eben die zur Mutter des Heilandes bestimmte Jungfrau sei?
Nein, dies Lob hatte keine andere Folge, als dass sie sich vor sich selbst fürchtete, so dass der Engel ihr Mut machen musste mit den Worten:
„Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast Gnade gefunden bei Gott.“
Darauf verkündigte ihr der Engel, dass sie es sei, welche Gott zur Mutter des Heilandes erwählt habe:
„Siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen.“
Glücklich bist du, o Maria, denn wir lieb bist du deinem Gott gewesen, wie lieb bist du ihm noch jetzt!
O, erbarme dich meiner.

3.  Beeile dich, o heilige Jungfrau, ruft der heilige Bernhard Maria zu.
Warum zögerst du noch, deine Einwilligung zu geben? Das ewige Wort erwartet diese Einwilligung, ehe es Fleisch annimmt und dein Sohn wird.
Wir alle, die wir unglücklicherweise zum ewigen Tode verdammt sind, wir alle, o Maria, warten darauf.
Wenn du einwilligst, die Mutter Jesu zu werden, dann werden wir alle befreit.
Beeile dich also meine Königin, gib dein Jawort, sei nicht Ursache, dass das Heil der Welt,
welches von deiner Einwilligung abhängt, noch länger verschoben wird. –
Doch freuen wir uns. Denn siehe, Maria antwortete dem Engel: „Siehe ich bin eine Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Worte.“
Siehe, sagte sie, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Worte.“
Siehe, sagte sie, ich bin die Magd des Herrn, die tun muß, was ihr Herr von ihr verlangt.
Wenn der Herr seine Magd zu seiner Mutter wählt, so muß man nicht bloß die Magd, sondern auch die Güte des Herrn preisen,
der dieselbe so hoch hat erheben wollen.
O demütigste Jungfrau Maria, durch deine Demut hast du deinem Gott so große Liebe zu dir eingeflößt,
dass du ihn dadurch sogar bewogen hast, dein Sohn und unser Heiland zu werden.
Ich weiß es, dass dein Sohn dir nichts worum du ihn bittest, abschlägt.
Sage ihm also, dass ich ihn allein lieben will; bitte ihn, er wolle mir alle Beleidigungen, die ich ihm zugefügt habe, vergeben;
bitte ihn, er wolle mir die Beharrlichkeit im Guten verleihen.
Mit einem Worte: empfiehl ihm meine Seele. Denn dein Sohn, der dich so innig liebt,
kann dir nichts abschlagen. O Maria, du musst machen, dass ich selig werde; du bist meine Hoffnung. Amen

Kirchengebet.
O Gott, der du dein Wort (deinen Sohn) aus dem Leibe der seligsten Jungfrau Maria auf des Engels Verkündigung Fleisch hast annehmen lassen,
gib uns demütig Flehenden die Gnade, dass uns durch die Fürbitte derjenigen welche wir wahrhaftig als die Gottesgebärerin verehren, bei Dir möge geholfen werden.
Durch unsern Herrn Jesum Christum. Amen.

Q:  Aus dem Lehr- und Gebetbuch: Maria, meine Zuflucht und mein Trost. Imprim. 1917

   Allen einen gesegneten Festtag!

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Bildquelle: ecclesiaveritas
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Antwort #7 - 25.03.2017 um 14:51:05
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Antwort #8 - 25.03.2019 um 22:51:39
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Ein großer Festtag!
Hätte die Mutter Gottes nicht: "mir geschehe nach Deinem Wort", gesagt,
hätten wir keine Kirche, keinen Jesus, keine Mutter Gottes
und keine Heiligen, keine Sakramente,
kein Weihnachten, kein Ostern, kein Pfingsten,
keine Erlösung,
keine Freude!
unvorstellbar.
Danke Mutter Gottes für Dein Ja!
Danke Vater für Deine Rettung
Danke Jesus für deine Hingabe/Opfer!
Danke Heiliger Geist für Deine Liebe!
Ehre Lob Preis und Dank sei Dir o Gott!!!


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