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Normal Topic Mariä Geburt! (Gelesen: 951 mal)
Brigitta B
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Mariä Geburt!
07.09.2008 um 23:25:17
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Im Jahre 813 war ein frommer Geistlicher, welcher aus dem heiligen Land Palästina nach der Insel Zypern hinüberfuhr und dort ein einsiedlerisches Leben führte.
Dieser hörte alle Jahre am 8. September um die Zeit der Morgenröte eine so liebliche Engelsmusik, dass er vor Übermaß der Freude ganz verzückt wurde.
Deswegen bat er Gott gar eifrig, er wolle ihm offenbaren, was doch die Ursache sei, dass er gerade an diesem Tage und sonst niemals diese englische Musik höre.
Endlich erschien ihm ein Engel und sprach: „Die Ursache, warum du am 8. Tage des Herbstmonats den englischen Freudengesang gehört hast, ist diese,
weil an diesem Tage die Himmelskönigin ist geboren worden; darum halten alle englischen Chöre an selbigen Tage ein besonderes Freudenfest
und danken Gott wegen dieser gnadenreichen Geburt.
Deswegen befiehlt dir Gott, du sollst dies offenbaren, damit die Menschen auf Erden zugleich mit den Engeln im Himmel den Geburtstag Mariä mit Freuden begehen.“
Als diese Kunde vor den Papst gekommen, hat man in den alten Büchern nachgeschlagen und gefunden, dass an diesem Tage Maria sei geboren worden;
deswegen denn befohlen wurde, dass dieses Fest in der ganzen Christenheit gehalten werde.
Hieraus ersehen wir, dass das ganze himmlische Heer alle Jahre die gnadenreiche Geburt Mariä herrlich feiere.

Allerseligste Jungfrau Maria, Mutter der Barmherzigkeit, sei mir willkommen Du Freude und Trost aller Herzen.
O Maria! Die Du an diesem Tage durch  deine Geburt der ganzen Welt Freude verkündet hast, erfreue mein betrübtes Herz durch Erlangung göttlicher Gnaden.
Ich opfere mich heute zu deinem Dienste und begehre, alles was ich tun werde, dir zu lieb zu verrichten.
Ich opfere dir auch alle guten Werke auf, welche heute in der ganzen Christenheit geschehen, und wünsche von Herzen, daß dieselben mit höchster Andacht geschehen möchten.
Laß sie dir gefallen und bitte für mich und uns alle deinen lieben Sohn. Amen.


Aus dem Buch Leben und Leiden Jesu Christi v. P. Martin v. Cochem 1689
herausgegeben 1898



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« Zuletzt geändert: 10.06.2013 um 22:44:55 von Brigitta B »  

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Brigitta B
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Re: Mariä Geburt!
Antwort #1 - 08.09.2009 um 00:25:36
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Gottesmutter zur hl. Brigitta

„Wahrlich ich sage dir, meine Tochter, dass meine Geburt ein Anfang der wahren Freude gewesen ist.
Denn die allerheiligste Dreifaltigkeit hat ob meiner Geburt so sehr frohlockt, dass sich mit ihr Himmel und Erde und alle Kreaturen erfreuten,
obschon sie die Ursache dieser Freude noch nicht wussten.“ Gewiss süße, liebliche Worte, welche uns zu verstehen geben,
welch unaussprechliche Freude die glorwürdigsten göttlichen Personen am heutigen Tage gehabt haben.

Als dieses edle Kindlein geboren wurde, erfreute sich Gott in solchem Maße, dass die Süßigkeit seiner Wonne von ihm ausfließend sich über alle Kreaturen ergoss.
Es erfreuten sich die Engel im Himmel und hielten ein solches Freudenfest, desgleichen noch nie gewesen war.
Sie lobten und priesen Gott mit einhelliger Stimme und jubelten laut auf mit höchstem Frohlocken und sprachen:
„Auf! Lasset uns frohlocken; denn es ist auf Erden geboren, was angenehm und Gottes besonderer Liebe würdig ist,
wodurch der wahre Friede im Himmel und auf Erden erneuert und uns für die leer gewordenen Stellen reichlicher Ersatz zuteil werden (St. Brigitta)

Offenbarung – „Es erfreuten sich Himmel und Erde und alle Kreaturen.“
Daher sah man, wie die Vögelein viel lieblicher sangen und voller Freuden hin und wider durch die Lüfte flogen.
Die wilden und zahmen Tiere sprangen vor Freuden auf und zeigten eine besondere Fröhlichkeit.
Die Fische im Wasser schwammen gar munter umher und sprangen vor Freude über das Wasser hinaus.
Die Blümlein in den Gärten und Feldern gaben einen lieblichern Geruch und das Obst an den Bäumen hatte besondere Farbe und Geschmack.
Kurz – alles, was lebte und schwebte, was auf Erden, in den Lüften oder Gewässern sich regte, empfand eine besondere Freude und wusste nicht,
wie es dieselbe genugsam an den Tag legen sollte.
Doch hierbei hat es die göttliche Güte nicht bewenden lassen, sondern um zu zeigen,
wie sehr sie diesen Freudentag ehren wolle, stellt sie noch alle Jahre an diesem lieben Tage ein neues Freudenfest im Himmel an
und teilt allen Himmelsbewohnern der göttlichen Mutter zu lieb ganz besondere Freude mit, von deren Überfluss Gott auch den frommen Seelen, einer jeden nach ihrer Würdigkeit.

Q: Leben und Leiden Jesu Christe v. P. M. v. Cochem
« Zuletzt geändert: 10.06.2013 um 22:46:20 von Brigitta B »  

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Brigitta B
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Re: Mariä Geburt!
Antwort #2 - 08.09.2009 um 00:26:31
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Alle Gebete, die wir an diesem Tage verrichten, sind der Mutter Gottes besonders wohlgefällig, wie dies die hl. Gertraud einmal mit eigenen Augen gesehen hat.
Denn als ihre geistigen Mitschwestern einmal dieses Fest mit besonderer Andacht begingen, sah sie, dass vor einer jeden Person ein Engel stand,
der einen gar schönen grünen Zweig in der Hand hielt.
An diesen Zweigen wuchsen allerlei wohlriechende Blumen und anmutige Früchte hervor, je nachdem eine mehr oder weniger Andacht hatte.
Als nun der Gottesdienst zu Ende war, trug jeder Engel mit unaussprechlicher Freude seinen Zweig in den Himmel und steckte ihn um den goldenen Thron herum,
worauf die allerseligste Jungfrau saß, was ihr überaus wohl gefiel, so dass sie versprach, diese Ehre mit besonderer mütterlicher Freigebigkeit zu belohnen.
Sie stand dann von ihrem Throne auf und tat mit größter Ehrerbietung vor die heiligste Dreifaltigkeit, bittend,
sie möge den Jungfrauen diesen erwiesenen Dienst bezahlen.
Die allerheiligste Dreifaltigkeit willfahrte auch gnädig ihrer Bitte und erteilte allen jenen Jungfrauen überreichen himmlischen Segen.
Zuletzt wollen wir betrachten, wie der liebe Gott diesen tag so freudenreich gemacht habe, auf dass demselben auch gar nichts fehle,
was dem Menschen Freude machen kann. Denn fürs erste wollte Gott, dass Maria im Herbstmonat sollte geboren werden,
in welchem nach den heißen Hundstagen die Sonne viel anmutiger scheint, weshalb um diese Zeit das Wetter so günstig ist wie im Frühling.
Zu dieser Zeit hangen die Bäume voll Obst und die Trauben in den Weinbergen fangen zu reifen an.
Manche halten dafür, es ist in diesem Monate die Welt erschaffen worden, als Gott alles in seiner Vollkommenheit erschuf;
auch damals waren die Bäume voll Obst und die Weinstöcke mit Trauben beladen, was zu keiner Zeit füglicher sein konnte als im Herbstmonate,
da Gott in diesem Monate auch die Eva erschaffen hatte, welche uns ins äußerste Elend gebracht,
so wollte er auch in diesem Monate eine andere Eva erschaffen, nämlich die gebenedeite Jungfrau Maria, durch welche alles Gute zukommen sollte.
Was den Tag angeht, so meinte man die Geburt Mariens sei auf einen Sabbat (Samstag) gefallen.
Weil nämlich Gott diesen Tag geheiligt und an demselben geruht hat, so wollte er auch seine Mutter heiligen und in ihrer Seele wonniglich ruhen,
wie der hl. Damianus sagt: „Es gibt keinen besseren Ort der Wonne, als das Herz Mariä, worin Gott alle Wonne vereinigt hat.“
Was aber die Stunde betrifft, so ist Maria morgens früh geboren worden, als eben die liebliche Morgenröte mit ihrem Purpurscheine anfing,
weshalb auch die Kirche von ihr singt: „Wer ist diese, welche wie die aufsteigende Morgenröte hervorkommt, schön wie der Mond, auserkoren wie die Sonne?“
(Hohelied. 6, 9.) Denn die seligste Jungfrau Maria war nicht anders anzusehen, als wie die rosige Morgenröte, deren Anblick alle Herzen erfreut.
Erfreu auch du dich an diesem wonnevollen Tage.

Q: Leben und Leiden Jesu Christe v. P. M. v. Cochem
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