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Locked Topic Was ein braves Kind vermag (Gelesen: 970 mal)
Inka
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In tiefer Liebe für JESUS,
MARIA und JOSEF

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Was ein braves Kind vermag
23.07.2009 um 12:21:16
 
Was ein braves Kind vermag

In der Schule zu Grenoble befand sich anno 1865 ein zwölfjähriges Kind, rein und fromm, wie ein Engel. Es hatte in diesem Jahre die erste heilige Kommunion empfangen. Auf dem Wege von der Schule nach Hause ging es fast immer in die Kirche und betete da gar andächtig vor dem Tabernakel. Oft viel ihm eine Träne aus dem Auge; es wusste dass der Vater nicht mehr betete und keine Kirche mehr besuchte. Das tat dem Kinde sehr leid. Es betete viel für den Vater. Da wurde dieser schwer krank. Das Kind eilt zum Pfarrer und steht unter heißen Tränen: „helfen Sie doch, dass mein Vater nicht stirbt.“ „Mein Kind,“ sprach gerührt der Seelsorger, „ich will deinen Vater besuchen. Du aber bete recht innig zum lieben Heiland im Tabernakel, er möge wenn es sein heiliger Wille sei, deinen Vater gesund machen.“ Das fromme Kind befolgt diesen Rat und betet an den Stufen des Altares gar herzlich zum göttlichen Heiland. Dann steht es auf und kommt nach Hause. Der Vater war noch immer krank. Es eilt nun wieder zum Pfarrer und meldet ihm: I“ habe schon gebetet, aber es will mit dem Vater nicht besser gehen.“ „Mein Kind, bete noch inniger,“ war die Antwort des Seelsorgers. Und wieder kniet das Kind betend vor Tabernakel. Dann eilt es nach Hause. Aber beim Vater war noch keine Besserung eingetreten. Da geht das Mädchen mit Tränen in den Augen zum dritten Mal zum Pfarrer und sagt: „Ach mein Gebet will nicht helfen.“ Mit einer wahrhaft englischen Andachtsglut betete nun das fromme Kind nochmals vor dem Allerheiligsten. Es erhebt seine beiden Hände und unter Tränen hört es nicht auf zu bitten. „O Jesus, wenn du willst, kannst du helfen!“ Es vergehen Minuten, es zieht eine Viertelstunde nach der anderen hin, das Kind kniet noch immer betend in der Kirche. Da öffnet sich die Kirchentüre, es kommt jemand und kniet hinter dem Kinde in die Bank. Nun erhebt sich das Mädchen und will heimwärts eilen, und wie es sich umsieht, da erblickt es seinen Vater, er war frisch und gesund. Doch ging er nicht mit dem Kinde nach Hause. Er legte zuvor noch eine gute Beichte ab, die erste nach 15 Jahren. Am anderen Morgen empfing er die heilige Kommunion, an seiner Seite kniete seine Retterin, das fromme, unschuldige Kind.


Quelle: Der Weg zum Glück Hausschatz für die katholische Familie vom Stadtpfarrer und Dekan Franz Xaver Wetzel.
Das Buch erschien im Jahre 1922 im St. Vincenz- Verlag Josef Feyrer

« Zuletzt geändert: 01.06.2013 um 19:07:19 von Sr.Theresia »  

Mt5/14
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