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Locked Topic vom hl. Martin (Gelesen: 1.052 mal)
Sr.Theresia
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Mein Herz gehört JESUS,
MARIA und JOSEF

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vom hl. Martin
01.11.2009 um 10:26:03
 
Der heilige Martin

Vor mehr als 1600 Jahren lebte ein Oberst, der den Soldaten alles zu sagen hatte. Als er einen Sohn bekam, nannte er ihn Martin, das heißt Kriegsmann. Er wollte, dass Martin Soldat wurde. Darum zeigte er ihm oft seine Pferde, Schwerter und die Fahnen der Soldaten.
Von Ungarn zog Martin bald darauf mit seinen Eltern nach Italien. Eines Tages spielte er mit seinen Freunden auf der Straße. Da erhob sich plötzlich ein Sturm, und ein Unwetter ging nieder. Martin lief auf ein Haus zu, riß die Tür auf und stürzte hinein. Als er um sich schaute, merkte er, daß er in einer Kirche war. Der Bischof, der inmitten seiner Christen stand und predigte, rief: "Komm doch herein und setz dich zu uns!" Da blieb Martin bis zum Ende des Gottesdienstes in der Kirche und lauschte den Worten des Bischofs, der von Jesus und seinen Wundern erzählte.
Der Bischof sprach: "Wenn du am Taufunterricht teilnehmen willst, darfst du eines Tages selber ein Christ werden!" Da ging Martin täglich zum Unterricht und freute sich auf den Tag seiner Taufe. Er spielte nun nicht mehr mit seinen Freunden Räuber und Soldaten, sondern sie spielten Bischof und Priester.
Sein Vater fand das gar nicht gut. Er wollte doch, dass Martin Soldat wurde. Aus diesem Grund ritt sein Vater, als Martin 15 Jahre alt war, zum Kaiser und sprach zu ihm: "Edler Herr, mein Sohn ist zwar noch sehr jung, doch er ist groß und stark; darf er Soldat werden?" Der Kaiser stimmte zu. Da wurde Martin mit dem Soldatenmantel bekleidet, erhielt ein Schwert und durfte auf einem Pferd reiten. Der Kaiser schickte ihn nach Frankreich. Martin erschrak, denn sein Taufunterricht war noch nicht zu Ende. Doch er musste gehorchen. Er nahm Abschied von seinen Eltern und von seinem Freund, dem Bischof und ritt auf des Kaisers Befehl nach Frankreich.
Als er in das Stadttor einbiegen wollte, sah er vor dem Tor einen Bettler liegen, der nichts anhatte und hungerte und fror. Er zitterte vor Kälte. Martin stieg von seinem Pferd, nahm seinen Soldatenmantel und schnitt ihn mitten entzwei. Die eine Hälfte gab er dem Bettler, die andere nahm er selber. Bevor der Bettler Danke sagen konnte, war Martin schon wieder weg. Als Martin sich schlafen legte, wurde es in der Nacht plötzlich sehr hell in seinem Zimmer. Martin erwachte und sah vor sich den Heiland stehen, rings von Engeln umgeben. Er trug die Hälfte seines Mantels in den Händen und sprach: "Was ihr einem eurer geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Martin, der noch nicht einmal getauft war, hat einen großen Liebesdienst an Jesus getan.
Noch in dieser Nacht eilte Martin zu einem Priester und ließ sich taufen.


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