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Normal Topic Zerstreut (Gelesen: 879 mal)
Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Zerstreut
29.06.2010 um 15:19:31
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„Ganz unbegreiflich ist mir das:
Hundertmal denke ich tagsüber an IHN, der doch mein ein und mein alles ist und wie sehne ich mich täglich nach er heiligen Kommunion!
Kaum dass ich die Stunde zu erwarten vermag und dann kann das Unglaubliche geschehen:
Ist ER bei mir, so wandern meine Gedanken nicht selten zu den Dingen dieser Erde, alles mögliche kommt mir in den Sinn
und manchmal muß ich mir mit Gewalt klar machen, in wessen Gegenwart ich stehe.
Darüber bin ich ganz untröstlich.
Zuweilen denke ich mir, es wäre besser, die tägliche heilige Kommunion zu unterlassen.
Ich zwinge Christus in meine Zerfahrenheit hinein, wie könnte Ihm dass gefallen?
Darum ist er auch so fern und fremd und schweigsam wie ein Mensch, der recht verstimmt ist auf seinen Freund.
Immer wieder muß ich es feststellen: Es ist nichts und es wird nicht mit mir, nicht einmal der Herrgott weiß etwas mit mir anzufangen.
Oft ist mir zumute, als hätte er mich fortgewiesen von sich, aber ich bin wie ein Hund, der seinen Herrn nicht verlässt, auch wenn er mit Steinen nach ihm wirft.
Wie soll das nur weitergehen?“
Smiley
Sie kommen mit einem Herzen voll Freude und Sehnsucht zu Gott.
Sie möchte ihm so gerne etwas bieten, ihm zeigen, wie sehr Sie ihn lieben,
und nun sind Sie gerade in den Augenblicken des innigsten Zusammenseins unfähiger dazu als sonst.
In Ihrem Schmerz und in Ihrer Enttäuschung sehen Sie nicht, dass der Herr Besonderes vorhat mit Ihrer Seele.
Und was hat er vor?
Er will Sie ganz klein, ganz hilflos haben.
Sie sollen sich so recht nutzlos und unfähig zu allem Guten vorkommen, damit Sie jenen Grad tiefster Demut und vollkommenster Hingabe erlangen,
durch den Gott am meisten verherrlicht wird.
Er kennt für jede Seele die Mittel zu ihrer Heiligung.
Für unsere Einsicht sind diese Mittel oft völlig unverständlich.
Es mag uns des öfteren scheinen,  als würden sie gerade das Gegenteil von dem erreichen, was erreicht werden soll.
Aber der Herr führt uns sicher zum Ziele, vorausgesetzt, dass wir ihm freie Hand gewähren, und was heißt das anders,
als das eigene Urteil zurückzustellen und blindlings hingegeben zu sein an seinen Willen?
Der Überdruß und der Widerwille, mit dem wir schließlich unser Ich betrachten,
das so erdverstrickt bleibt, trotz ehrlichen Ringens, sollen uns zu jener tiefen Demut verhelfen,
die den Untergrund unseres ganzen Tugendstrebens bilden muß, wenn Gott darauf bauen soll.
Die Demut ist jene Tugend, die uns am wenigsten liegt. Wir erwerben sie uns nur durch Gedemütigtwerden.
Immer wieder müssen wir uns von unserer Armseligkeit und Hilflosigkeit überzeugen und erleben, dass wir aus uns selbst nichts vermögen.
Wir müssen allen Ernstes daran glauben lernen, dass wir nichts erreichen vermögen, es sei denn,
dass Gott sich unser erbarmt und Wunder wirkt in unserer Seele.
Erst wenn wir diese Erkenntnis gewonnen haben, ist jeder Hochmut ausgeschaltet und jetzt erst vermag Gott seine Pläne an uns zu verwirklichen.  
Verstehen Sie nun, warum Sie diese fortwährende peinlichen Enttäuschungen an sich selbst erleben müssen?
Aus Demut ergibt sich dann ganz von selbst die Hingabe an Gott, an sein Erbarmen, seine Liebe und Güte.
Die Erkenntnis des eigenen Unvermögens treibt ja förmlich hiein in seine Arme.
Die Seele aber, die sich im Zustand der vollkommenen Hingabe befindet, ist in der Verfassung jener Aufgeschlossenheit
und jenes geduldigen, fraglosen Wartens ohne die Gottes Gesetze sich nicht auszuwirken vermögen.
Wir werden es lernen, immer mehr von uns selbst abzurücken, um schließlich nichts mehr zu suchen und zu lieben als Gottes heiligen Willen.
In dem Maße, in dem wir dies erlernen, rücken die Dinge wie von selbst in die Ferne. Die Menschen hören auf, gefährlich zu sein.
Wir werden keine Wünsche mehr hegen, die das Herz beunruhigen und die Seele ins Irdische verstricken.
„Meine Speise ist es den Willen meines Vater zu tun.“
Ganz gesättigt muß unsere Seele werden mit dieser köstlichen Speise, die das ewige Leben in uns nährt und stärkt.
Wir glauben, namentlich anfangs, Gott müsse uns ständig mit Beweisen seiner Huld umgeben.
Er müsse auf jedes zärtliche „Abba Vater“ seines Kindes sogleich mit !Ja, ja“ antworten.
Wir erwarten es als eine liebe Selbstverständlichkeit, dass er uns hege und herze für jeden Schritt, den wir auf ihn zu nehmen.
Aber wir müssen es tragen lernen, dass er scheinbar auf alle unsere Bemühungen und unser innigstes Werben um seine Gegenliebe nicht achtet,
dass er an uns vorübergeht und nicht merken will, wie wir hungern nach seinem Wort von seinen Lippen.
Nur so gewinnen wir jene starke, treue, ganz vom Ich gelöste Liebe, die Gott liebt, weil er Gott ist,
der unendlich Liebenswerte, der uns zuerst geliebt hat, lange ehe wir zu lieben vermochten.
Wenn Sie bei der heiligen Wandlung die konsekrierte Hostie in den Händen des Priesters anbeten, denken Sie nichts als das eine:
Dies ist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.
So sehr sollten wir Christus gleichen, dass der Vater nicht mehr uns, sondern seinen vielgeliebten Sohn in uns schaut,
genau so wie wir mit den Augen des Glaubens in der konsekrierten Hostie nicht mehr Brot sehen, sondern Ihn.
So sehr sollte unser Ich umgewandelt werden, dass nur noch die sichtbare Erscheinung bleibt, unter der Christus in unsichtbarer Weise wohnt und wirkt. Wir sollten den Mut haben, alle unsere Mängel und Erbärmlichkeiten hinzugeben mit uns selbst.
Er wird sie verzehren wie ein Brandopfer.
Er wird uns dazu bringen, das wir nur noch auf Ihn schauen und auf Seine Verherrlichung,
ohne je innezuhalten im Lobpreis, wie immer er auch mit uns verfahren mag.
Trotz aller scheinbaren Widersprüche erreicht er sein Ziel, da ist unsere Heiligung zu seiner größeren Ehre,
bei jeder Seele, die den Mut hat, sie ihm ganz und unter allen Umständen und inmitten aller Prüfungen mit restlosen Vertrauen zu überlassen.
Mehr wird er in uns vollbringen, als wir auszudenken vermögen.


Q: Wege und Geheimnisse Gottes Impr. 1955 vergriffen


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« Zuletzt geändert: 19.08.2014 um 11:14:05 von Brigitta »  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Sammlung im Gebet
Antwort #1 - 12.08.2010 um 21:54:25
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Sammlung im Gebet

Der selige Contardo Ferrini, Professor an der Universität von Modena, war so sehr in Anbetung versunken, dass folgendes geschah.
Er war in eine Kirche eingetreten, um Jesus einen Besuch zu machen.
Dabei war er mit dem Blick auf den Tabernakel ganz in Jesus vertieft, dass er nicht bemerkte, wie ihm jemand den Mantel von den Schultern abnahm und damit verschwand.
Von der hl. Magdalena Postel sagte man: „Nicht einmal ein Blitz könnte sie zerstreuen,“ als man sie in Liebe gesammelt bei der Anbetung der Eucharistie beobachtete.
Die hl. Katharina von Siena erhob einmal während einer Anbetung den Blick, um eine vorübergehende Person zu sehen.
Darüber war sie sehr betrübt, weinte lange Zeit und jammerte: „ Ich bin eine Sünderin, ich bin eine Sünderin!“
Wie oft müssten wir uns wegen unseres Verhaltens anklagen?
Auch vor dem ausgesetzten Allerheiligsten sehen wir uns mit Leichtigkeit nach allen Seiten um und zerstreuen uns durch Nebensächlichkeiten ohne Bedauern; das ist schlimm.
Es fehlt uns die feinfühlende Liebe der Heiligen. Die hl. Theresia lehrte ihre Schwestern: „Wir müssen in der Gegenwart Jesu im Sakrament wie die Heiligen im Himmel vor Gott sein.
„So verhielten sich die Heiligen.
Der Pfarrer von Ars verehrte den eucharistischen Herrn mit so großer Sammlung und Andacht, dass die Gläubigen überzeugt waren, der Heilige würde mit seinen Augen Jesus in Menschengestalt sehen.
Dasselbe sagte das Volk vom hl. Vinzenz von Paul: „Er sieht dort Jesus.“ –
Auch vom hl. Peter Julian Eymard, dem unvergleichlichen Apostel der eucharistischen Anbetung, meinte man das gleiche. Der hl. Pio von Pietrelcina verehrte diesen Heiligen sehr und ahmte ihn nach.
Er ließ sich in die Gemeinschaft der Anbetung für Priester eintragen und behielt durch vierzig Jahre ein Bild des hl. Peter Julian Eymard auf seinem Tischchen.

Q: Jesus die euch. Liebe (unverkäuflich)



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