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Normal Topic Ein keusches Leben (Gelesen: 1.056 mal)
Inka
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In tiefer Liebe für JESUS,
MARIA und JOSEF

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Ein keusches Leben
14.12.2010 um 12:21:07
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Ein keusches Leben ist der Beweis für die normale und starke Entfaltung der seelischen Kräfte und darum auch die beste Grundlage für die Entwicklung des innern religiösen Lebens. Der keusche Mensch fühlt in der Religion etwas Verwandtes, nach oben geht die Richtung seiner Seele, nach oben zieht das ganze Wesen der Religion. Er liebt die Religion; sie ist seine beste Stütze, wenn der Kampf in ihm entbrennt. Er hat Sinn für ihre Lehren; auch ihre Geheimnisse sind  ihm nicht hart. Sie ist ja geboren aus dem ewigen Geiste, von dem er selber stammt, mit dem er eng verwandt bleibt durch seine Herrschaft über das Fleisch. Die Übung der Religion, das gebet, die Sakramente, sind ihm eine Freude; sie befestigen ja die macht des Geistes. Die Gebote der Kirche, die äußere Bestätigung der Religion setzt er durch gegen jede Laune und Schwierigkeit; denn er ist stark und innerlich frei, hat die Kraft sich an eine feste Ordnung zu halten. Er ist ein treuer Katholik. Ist die Keuschheit für die Erhaltung des übernatürlichen Lebens so wichtig, so muss  sie auch für die Entfaltung und Vollendung dieses Lebens im Jenseits ihre besondere Bedeutung haben. Die reinen Herzens sind, werden Gott schauen, mit tieferem Verständnis ihn erfassen, ganz besonders fähig sein, seine Wahrheit und Schönheit zu genießen. Ihr lauterer, hochgesinnter Geist geht am vollsten auf in Gott, verbindet sich am innigsten mit ihm. Darum heißt es: “Sie folgen dem Lamme, wohin es immer geht und singen ein Lied, das niemand anders singen kann.“ Auch der leib erhält seinen Lohn. Wie eine Königin hat die keusche Seele ihn beherrscht auf Erden; deshalb ist sie jetzt mit besonderer Majestät umkleidet, und diese besondere Schönheit teilt sie dem leibe mit. Leuchtet hier schon aus dem Auge des Reinen die frei, starke Seele hervor, wie vielmehr wird dort die verklärte Seele dem auferstandenen Leibe ihre besondere Schönheit aufprägen. Und diese Schönheit ist unvergänglich; kein Alter verzehrt sie, kein Tod entreißt sie; sie ist des Reinen ewiges Erbteil. Er ist ein bevorzugter Heiliger.  Darum auf zum Kampf! Es gilt deine Ehre, deinen Glauben, deinen Himmel! Nur Mut! Du kannst es! Bete langsam das Weihegebet zum. Hl. Alonsius.

Quelle: Aufwärts! Ein Gebetsbuch für junge Leute
erschienen 1908 im Verlags -Anstalt Benzinger


Keuschheit
« Zuletzt geändert: 06.01.2014 um 20:01:11 von Brigitta B »  

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Re: Ein keusches Leben
Antwort #1 - 17.12.2010 um 09:39:40
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Die Keuschheit des Mönch

Und dennoch kann der Mönch diese Stunde in gewisser Weise vorwegnehmen, denn die vollkommene Keuschheit macht ihn den Engeln ähnlich. Die jungfräuliche Liebe seiner Seele gestaltet ihn um in einer Weise, die sich auch auf den Körper auswirkt. Rufen die Unschuld der Seele und des Leibes nicht die Freude und die Großmut hervor? Dort, wo der Mensch nicht mehr geteilt ist (vgl. 1 Kor 7,35), tritt Gott bei ihm ein und vermählt sich mit ihm (vgl. ebd. 32 -34) oder, mit anderen Worten, da, wo Gott Bräutigam und Gemahl ist, gibt es keine Trennung mehr. Alles aber was seit der Erbschuld der Sünde unterworfen ist, verdient den Tod. Wie Christus in seinem Leib die Sünde ans Kreuz geheftet hat, muss auch unser Körper nach und nach sterben, wie das Korn in der Erde, und zwar durch »die Abtötung d, h. damit der Geist gerettet werde für den Tag des Herrn« (1Kor 5,5; vgl. Kap. 25,4)  Das Ablegen, das Beseitigen der Sünde geschieht mit der Gnade des Heiligen Geistes durch die Abtötung, d. h. die Überwindung des Fleisches mit Hilfe der Askese. Die Keuschheit entzieht den Mönch dem Imperativ der Triebe, die der Schöpfer in die Natur des Menschen gelegt hat, um die Erhaltung der Art sicherzustellen. Er wandelt sie um und sublimiert sie in die Regungen einer vom Heiligen Geist beherrschten Liebe. Die körperliche Askese hilft also dem Mönch, in der Keuschheit nicht Zwang zu sehen. Er liebt sie (vgl. Kap. 4,64), denn er entdeckt die wunderbare Freiheit die der Geist ihm schenkt, indem er ihn mit Kraft umgürtet (vgl. PS 17,33.40).


Quelle: In der Einheit des heiligen Geistes von Sighard Kleiner S.124 unten und 125 oben
Erschienen 1985 im Beuroner Kunstverlag Beuron
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