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Locked Topic Andacht zu Ehren der Schmerzensmutter! (Gelesen: 2.089 mal)
Margret FJM
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Mein Herr und mein Gott!
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Andacht zu Ehren der Schmerzensmutter!
15.09.2011 um 12:13:23
 

Andacht zu Ehren der Schmerzensmutter!

EINLEITUNG!


Lied: Laß mich deine Leiden singen, -dir des Mitleids Opfer bringen,
milde Schmerzenskönigin, aller Herzen Trösterin. Drücke deine
sieben Schmerzen tief in aller Christen Herzen!
Laß mir deiner Seele Pein Trost in meinem Leiden sein!

Pr.: Lasset uns die sieben Schmerzen der allerseligsten Jungfrau betrachten,
welche sie im Leben und beim Tode ihres liebsten Sohnes erlitten hat.
A.: O schmerzhafte Mutter, bitte für mich, daß ich aus der Betrachtung  
deiner Schmerzen reiche Frucht ziehe; grabe in mein Herz einen tiefen
Abscheu vor der Sünde ein, denn diese allein hat das Leiden meines
Heilandes und dein Mitleiden verursacht.

1.SCHMERZ!  

SIMEON SPRICHT ZU MARIA:  
"DEINE SEELE WIRD EIN SCHWERT DURCHDRINGEN."


Pr.: Heil'ge Mutter, drück die Wunden,
A.:  die dein Sohn für mich empfunden, tief in meine Seele ein!

Lied: Als du kamst, dein Kind zu bringen, hörtest Simeon du singen
sein so bitt'res Trauerlied. Deine Seel' ein Schwert durchzieht.

Pr.: Mutter Maria, in zartester Sorge trägst du Jesus in den Tempel,  
um ihn dem Herrn darzustellen. Prophetenworte preisen dein Kind selig,  
weissagen dir aber das Schmerzensschwert. Schnell verstehst du
Gottes Absicht, machst dich zum Opfer bereit. Dein seelischer Kreuzweg beginnt.  
Von den zarten, freuderfüllten Mutterpflichten  mußt du dich hinaufringen  
zum Mithelferdienst am Erlösungswerk.
A.: Mutter Maria, hilf uns, daß auch wir unsere Lebensaufgabe verstehen,  
daß wir Gottes Willen erfüllen lernen. Du standest dem Herrn immer zu Diensten:
Er durfte Goßes oder Geringes von dir verlangen; immer warst du bereit,
Seinen Willen zu erfüllen. Steh auch uns mahnend zur Seite, daß auch wir
keine Gelegneheit versäumen zur Erfüllung des göttlichen Willens.
Gegrüßet seist du, Maria...
Pr. Drücke deine sieben Schmerzen tief in aller Christen Herzen!
A.: Laß mir deiner Seele Pein Trost in meinem Leben sein!

2.SCHMERZ!

GOTT BEFIEHLT IN DER NACHT:  
"NIMM DEIN KIND UND FLIEH NACH ÄGYPTEN!"


Pr.: Heil'ge Mutter, drück die Wunden,
A.:  die dein Sohn für mich empfunden, tief in meine Seele ein!

Lied: Als Herodes nach dem Leben deines Kindes wollte streben,
flohest du vor Mörderhand nachts mit ihm in fremdes Land.

Pr.: Die Gottesmutter leistet klaglos den Anordnungen des
heiligen Josef Folge. Liebend hüllt sie ihr Kind ein und geht,
vertrauend auf Gottes Vatergüte einer dunklen Zukunft entgegen.
Wie anders wir! wenn Gott in unser Leben eingreift, wenn Er
schöne Freuden in bitteres Weh verwandelt, wenn Er unseren
Arbeiten den gewünschten Erfolg versagt, wenn Er heilige
Bestrebungen von Mitmenschen behindert werden läßt, wieviele
"Warum?" fragen wir Gott entgegen!
A.: In solch dunklen Stunden, da Gottes Führungen uns unverständlich
scheinen, wollen wir an Maria denken auf der Flucht nach Ägypten
und sie bitten, sie möge in unserer Seele den Stern ihres großen
Gottvertrauens entzünden.
Gegrüßet seist du, Maria...
Pr.: Drücke deine sieben Schmerzen tief in aller Christen Herzen!
A.: Laß mir deiner Seele Pein  Trost in meinem Leiden sein!

3. SCHMERZ!

MARIA BEIM DREITÄGIGEN VERLUST JESU.


Pr.: Heil'ge Mutter, drück die Wunden,
A.:  die dein Sohn für mich empfunden, tief in meine Seele ein!

Lied: Nach des Osterfestes Freude prüft dich Gott mit schwerem Leide.
"Habt mein Kind ihr nicht geseh'n?" hört Jerusalem dich fleh'n.

Pr.: Großes Weh, einer Mutter Herzschlag zittert duch die Worte,
die Maria sprach, als sie ihren Sohn nach dreitägigem Verluste wiederfand:  
"Kind, warum hast du uns das getan? Dein Vater und ich haben dich  
mit Schmerzen gesucht." Tiefe Ratlosigkeit will Mariens klaren Lebensweg
umschatten. Warum blieb Jesus im Tempel zurück?
A.: O Mutter, wie bist du uns hier so nahe! Auch in unserem Leben ist es so.
Nach Stunden, wo wir Gottes Absichten klar zu erkennen glaubten,
kommen Tage, da es dunkel wird in der Seele, wo Kraft und Einsicht uns
entgleiten, wo Gott das tröstliche Bewußtsein Seiner Nähe uns genommen
oder wir Gott durch die Sünde verloren haben. In allen Fällen weist Maria
uns den Weg. Beten und suchen wir, bis wir den Heiland wieder gefunden
haben! Wir wollen aber nicht allein an uns denken, sondern auch an alle
jene Mütter, die um verlorene Kinder beten und weinen.
Gegrüßet seist du, Maria...
Pr.: Drücke deine sieben Schmerzen tief in aller Christen Herzen.
A.: Laß mir deiner Seele Pein Trost in meinem Leiden sein!  

4. SCHMERZ!

MARIA BEGEGNET IHREM KREUZTRAGENDEN SOHNE.


Pr.: Heil'ge Mutter, drück die Wunden,
A.: die dein Sohn für mich empfunden, tief in meine Seele ein!

Lied: Jesus willst du nochmals sehen, auf dem Kreuzweg mit ihm gehen,
als er kam vom Richtplatz her mit dem Kreuze, hart und schwer.

Pr.: Gute Mutter Maria! Wie groß bist du in den schwersten Stunden
deines Lebens! Du verbirgst dich nicht, sondern folgst mutig deinem
Sohn auf Seinem schmach- und qualvollen Todesgang. Wieviel Hohn
und Spott trifft dich, die Mutter des Verurteilten! Dein Glaube und
deine Liebe sind dem göttlichen Kreuzträger ein großer Trost;
deine Treue sühnt die Untreue vieler.
A.: Irgendwo zweigt auch unser Lebensweg auf einen Kreuzweg ab.
Möchten wir opferbereit wie Simeon von Cyrene, edel und mutig
wie Veronika, mitleidig und reuevoll wie die weinenden Frauen
von Jerusalem dem Heiland auf Seinem Kreuzweg folgen!
Gegrüßet seist du, Maria...
Pr.: Drücke deine sieben Schmerzen tief in aller Christen Herzen!
A.: Laß mir deiner Seele Pein Trost in meinem Leiden sein.


5. SCHMERZ!

MARIA STEHT UNTER DEM KREUZ IHRES SOHNES.


Pr.: Heil’ge Mutter drück die Wunden,
A.: die dein Sohn für mich empfunden, tief in meine Seele ein!

Lied: Unterm Kreuz von Weh zerschlagen, mutig stehend, ohne Klagen,
gibt die Schmerzenskönigin ihren Sohn für uns dahin.
Pr.: Jesus hängt am Kreuze. Drei qualvolle Stunden lang hält Maria
ergeben und stark Kreuzeswacht auf Golgotha. Ihr Herz droht vor
Weh zu zerspringen, aber sie harrt aus bei ihrem sterbenden Sohne,
den die Wogen menschlicher Verruchtheit umbranden. Keine Klage
kein Jammerruf entflieht ihrem Munde; nur ihre Augen künden uns
den übergroßen Schmerz dieses Erlebens.
A.: Beharrlichkeit im Leid müssen auch wir lernen, ausharren in
Ergebung, Starkmut und Geduld.  Wird die Prüfung schwer, will sie
uns zu Boden drücken, dann fliehen wir zur Schmerzensmutter!
Unter ihrem Schutz werden wir das Leid meistern. Die furchtbaren
Leidensstunden der Miterlöserin waren die furchtbaren Gnadenstunden
des Christentums. Möge es auch in unserem Leben so sein!
Gegrüßet seist du, Maria…
Pr.: Drücke deine sieben Schmerzen tief in aller Christen Herzen!
A.: Laß mir deiner Seele Pein Trost in meinem Leiden sein!

6. SCHMERZ!

DER LEICHNAM JESU  WIRD VOM KREUZE ABGENOMMEN  
UND IN DEN SCHOSS SEINER MUTTER  GELEGT.


Pr.: Heil’ge Mutter, drück die Wunden,
A.: die dein Sohn für mich empfunden, tief in meine Seele ein!

Lied: Deines Sohnes blut’ge Leiche Trägst im Schoß, du Schmerzensreiche!
Trauernd denkst du weit zurück An dein fernes Mutterglück.

Pr.: Maria hält ihren toten Sohn in den Armen. Zum letzten Mal!
Wie haben die Henker Seinen heiligen Leib zugerichtet! Mariens
Mutterherz blutet. Aber sie verwünscht die Peiniger ihres Sohnes
nicht. Sie verzeiht ihnen.
A.:  In keinem Menschenleben wird die Gelegenheit des Vergebens  
und Vergessens ganz fehlen. Es geht aber nicht ohne inneren Kampf ab,  
wenn wir denen Gutes tun sollen, die uns bitter gekränkt haben. Und
wenn wir uns zum Verzeihen durchgerungen haben, dann müssen wir
auch das Vergessen üben. Diese Haltung ist uns Pflicht und Gebot.
Ahmen wir hierin Maria nach! Sie ist uns in der Vesperstunde  auf
Kalvaria das edelste Vorbild der Feindesliebe.
Gegrüßet seist du, Maria…
Pr.: Drücke deine sieben Schmerzen tief in aller Christen Herzen!
A.: Laß mir deiner Seele Pein Trost in meinem Leiden sein!

7. SCHMERZ!

JESUS WIRD INS GRAB GELEGT.


Pr.: Heil'ge Mutter drück die Wunden,
A.: die dein Sohn für mich empfunden, tief in meine Seele ein!

Lied: Deines Lebens liebste Habe mußt geleiten du zu Grabe;
rings zur Erde sinkt die Nacht: Mutterleid, es ist vollbracht.

Pr.: Jesu Leben hat sich verzehrt auf dem Opferaltar. Kalt, stumm
und starr liegt der heilige Leichnam in den weißen Totentüchern.
Nun wir er zu Grabe getragen. Schmerzensmutter, wer ermißt dein Weh!
A.: Auch in unserem Leben wiederholt sich dieser Schmerzensgang Mariens.
Hinter manchem Sarg müssen wir einherschreiten, mag er nun eines unserer
Lieben bergen oder eine große Erwartung, einen großen Wunsch. Dann wollen
wir nicht rechten und hadern mit Gott! Das Leid soll uns zum Segen werden!
In Einsamkeit und Trostlosigkeit, in Stunden zerbrochenen Glücks versenken
wir unsere Seele in die Seele der Schmerzensmutter und glauben an ein
sieghaftes Ostern in allem Karfreitagsdunkel!
Gegrüßet seist du, Maria...
Pr.: Drücke deine sieben Schmerzen tief in aller Christen Herzen!
A.: Laß mir deiner Seele Pein Trost in meinem Leiden sein!

Lied: Will das letzte Stündlein schlagen, Mutter, hilf uns, nicht verzagen!
Komm zu uns in schwerem Streit, Mutter der Barmherzigkeit! Drücke
deine sieben Schmerzen tief in aller Christen Herzen!
Laß mir deiner Seele Pein Trost in meinem Tode sein!

SCHLUSSGEBET!

Pr.: Königin der Märtyrer, bitte für uns!
A.: Die du am Fuße des Kreuzes Jesu gestanden.
Pr.: Lasset uns beten. O Gott, bei deinem Leiden drang das Schwert
der Schmerzen, wie es Simeon vorausgesagt hatte, durch das liebevolle
Herz der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria. In Mitleid
gedenken wir ihrer bitteren Peinen. Verleih uns gnädig durch ihre
glorreichen Verdienste und die Fürbitte aller Heiligen, die treu bei
deinem Kreuze ausgeharrt haben, daß wir die beseligende Wirkung
deines Leidens erlangen. Der du lebst und herrschest in Ewigkeit.
A.: Amen!

Lied: O Jesu, all mein Leben bist Du, ohne Dich nur Tod.
Meine Nahrung bist Du, ohne Dich nur Not. Meine Freude bist Du,
ohne Dich nur Leid. Meine Ruhe bist Du, ohne Dich nur Streit, o Jesu!
O Jesu, all mein Glaube bist Du, Ursprung allen Lichts. Meine Hoffnung
bist Du, Heiland des Gerichts. Meine Liebe bist Du, Trost und Seligkeit.
All mein Leben bist Du, Gott der Herrlichkeit, o Jesu![/b]

(Q:Servitenorden Gratzen, P. Bonfilius M. Wagner OSM)

« Zuletzt geändert: 18.06.2013 um 12:33:32 von Brigitta B »  

Gott, du bist mein Gott, dich suche ich! Meine Seele dürstet nach dir, mein Leib schmachtet nach dir wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. So schaue ich im Heiligtum nach dir aus, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Huld ist köstlicher als Leben; meine Lippen sollen dich preisen.
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