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Normal Topic Reiquienverehrung (Gelesen: 1.259 mal)
Brigitta B
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Reiquienverehrung
17.08.2012 um 22:00:33
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Darf man Reliquien und Bilder von Heiligen verehren?

Ja; denn Gott selbst hat durch viele und große Wunder, welche Er durch die Reliquien wirkte, die Verehrung derselben gebilligt.
So ward z.B. durch die Gebeine des Elisäus ein Todter wieder zum Leben erweckt (4 Könige, 13,21.) ; ?
so sind durch Berührung der Schweißtücher des Apostel Paulus viele Kranke gesund geworden Apostelgesch. 19,12
12 so daß man sogar von seinem Leibe weg Schweißtücher oder Wäschestücke den Kranken auflegte, worauf die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren.
daher wurden auch die Reliquien der Heiligen schon in den ersten Zeiten des Christentums in hohen Ehren gehalten.

So berichteten die Christen von Smyrna denen von Philadelphia den im Jahre 166 nach Christi Geburt erfolgten Martertod ihres heiligen Bischofs Polykarpus,
der noch ein Schüler des heiligen Apostels Johannes war und schrieben in ihrem Briefe:
„Die blinden Heiden wussten nicht, dass wir nie Jesum verlassen können, welcher so viel für unsere Sünden gelitten hat und dass wir auch keinen anderen als Ihn anbeten können;
denn wir beten Ihn an, weil Er der Sohn Gottes ist; wir lieben aber die Blutzeugen, als Seine Jünger und Nachfolger,
und ehren sie billig wegen jener großen Liebe, welche sie gegen Jesum Christum, ihren König und Meister, getragen haben.
Gott gebe es, dass auch wir in ihre Gesellschaft treten und wie sie Jünger Jesu Christi seyn können!
Die Heiden ließen den Leib des heiligen Martyrers Polykarpus in das Feuer werfen; wir haben aber dessen ungeachtet die Gebeine erhalten,
die uns kostbarer Edlesteine und das reinste Gold sind, und wir haben sie an einem anständigen Orte beigesetzt,
wo uns der Herr die Gnade erzeigen wird und so gut als möglich zu versammeln, um daselbst alle Jahre das Fest Seines Blutzeugen mit Freude zu begehen.“
So dachte man schon vor 1676 Jahren von der Verehrung der Heiligen und erst seit 300 Jahren sich von der katholischen Kirche getrennt haben, es wagen,
uns deshalb des Aberglaubens und Abgötterei zu beschuldigen? O wie weit haben sie sich der wahren, apostolischen Lehre entfernt!

Warum soll man die Reliquien der Heiligen verehren?

Die Ursache davon gibt der heilige Kirchenrath zu Trient mit folgenden Worten an: „Auch die Reliquien der Heiligen sind unserer Verehrung würdig, weil die Leiber der Heiligen im Leben Glieder Christi und Tempel des heiligen Geistes gewesen und einst von Ihm zum ewigen Leben werden auferweckt und verherrlicht werden.“ Ihre Leiber waren die Werkzeuge ihrer Tugenden und Heiligkeit; sie verdienen also auch in Ehren gehalten zu werden.

Wie darf man die Reliquien verehren?
Man darf sie in kostbaren Gefäßen aufbewahren und auf die Altäre stellen, andächtig küssen und wie immer wert halten; keineswegs aber sie anbeten, oder ihnen eine besondere übernatürliche Kraft beilegen.
Was nützt die Verehrung der Reliquien?
1.      Werden wir beim Anblicke derselben an die Wohltaten Gottes, so wie an die Tugenden der Heiligen erinnert und dadurch zur Dankbarkeit gegen Gott und zur Nachfolge der Heiligen ermuntert.
2.      Belohnt Gott die andächtigen Verehrer derselben bisweilen mit besondern Wohltaten, wie verschiedene Beispiele aus der heiligen Schrift (Apostelgesch. 19, 12.) und aus der Kirchengeschichte beweisen.

Darf man auch die Bilder der Heiligen verehren?

Wenn es keine Sünde ist, die Bildnisse der Fürsten und ihrer Vorfahren in Ehre zu halten: warum sollte es nicht erlaubt seyn, die Bildnisse Christi und der Heiligen zu verehren? Es halten ja alle Völker dafür, dass die Ehre oder Schande, welche man einem Bilde antut, auf jenen zurückfalle, der dadurch vorgestellt wird.

Ist aber die Verehrung der Bilder durch das Gebot, keine geschnitzten Bilder zu machen, nicht untersagt?
Keineswegs;
Gott selbst hat Moses befohlen, die Bundeslade mit zwei goldenen Cherubim zu zieren:
2.Mose 25,18:  Stelle zwei Goldcherubim her; als getriebene Arbeit sollst du sie an den beiden Enden der Deckplatte anfertigen! 19 Und zwar sollst du den einen Cherub an dem einen Ende und den anderen am anderen Ende anbringen. Von der Deckplatte her mache die Kerubim über ihren beiden Enden! 20 Die Cherubim sollen ihre Flügel nach oben hin ausbreiten, indem sie mit ihren Flügeln die Deckplatte überdachen; ihre Antlitze seien gegeneinander gekehrt; zur Deckplatte hin sollen die Gesichter der Kerubim gerichtet sein.

eine eherne Schlange aufzurichten
4 Mos. 21, 8.   8 Darauf sagte der Herr zu Moses: »Fertige dir eine Schlange und befestige sie an einer Stange! Jeder, der gebissen ist, soll dann zu ihr aufblicken, und er wird am Leben bleiben.« 9 Moses verfertigte also eine eherne Schlange und hängte sie an eine Stange. Und wirklich, wenn eine Schlange jemanden biß, und er blickte zur ehernen Schlange auf, so blieb er am Leben.

und in dem Tempel zu Jerusalem verschiedene Bildnisse aufzustellen.
1. Kön. 6,29
29 An allen Wänden des Hauses ließ er ringsum Schnitzwerke von Cherubim, Palmen und Blumengehängen im inneren und im äußeren Raum anbringen. 30 Auch den Fußboden des Tempels überzog er mit Gold im inneren und im äußeren Raum. 31 Den Eingang zum Hinterraum schmückte er mit Türflügeln aus Ölbaumholz; Giebelbalken und Türpfosten bildeten ein Fünfeck. 32 An den beiden Türflügeln aus Ölbaumholz ließ er Schnitzwerke von Kerubim, Palmen und Blütengehängen anbringen und vergolden.
Dieses Verbot zielt also nur darauf hin, dass man den Bildern kein göttliches Wesen, keine göttliche Kraft zueigne; dass man sie nicht anbete und kein Vertrauen auf sie setze, als können sie uns helfen.

Wozu dienen diese Bilder?

1.)      Zur Zierde der Kirchen.
2.)      Zur Unterweisung der Gläubigen. Sie sind, wie der heilige Gregor sagt, für die Ungelehrten gleichsam ein Buch, woraus sie die Geheimnisse und Wohltaten Gottes erlernen, dasjenige, was Christus für uns und die Heiligen für Christum und den Himmel getan haben, sich zu Gemüthe führen und hierdurch zur Dankbarkeit, zur Liebe Gpottes und zur Nachfolge mögen aufgemuntert werden. Deswegen wäre es sehr zu wünschen, dass so manche ärgerlichen Bilder aus den christlichen Wohnungen hinweg geschafft und dagegen heilige und erbauliche Bilder aufgestellt würden.
Können die Bilder auch Wunderwerke tun?
Nein;
Gott allein tut Wunderwerke  (Psalm 71, 18 ). Und wenn bei den Bildern Wunderwerke geschehen, so wirkt Gott dieselben allein, bewogen durch die Fürbitte der Heiligen, welche durch die Bilder vorgestellt werden. Es ist alsdann ein Zeichen, dass Gott an einem solchen Orte entweder in Seinem oder der Heiligen Bildnisse besonders geehrt und gepriesen werden wolle.

Q: Goffine 1842
« Zuletzt geändert: 28.08.2013 um 10:42:14 von Brigitta B »  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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Brigitta B
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Mein Herz für JESUS, MARIA
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Re: Relquienverehrung
Antwort #1 - 25.05.2014 um 15:10:01
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Es liegt in der menschlichen Natur, sich etwas als Andenken aufzubewahren von Personen, die man geliebt und geehrt hat.
Kinder behalten ein Andenken von ihren verstorbenen Eltern; wir alle halten Dinge, die von berühmten Männern herrühren, in Ehren.

1)  Reliquien nennt man Überreste der Leiber der Heiligen oder auch solche Sachen,
      die zu den Heiligen in naher Beziehung standen.
      Reliquie heißt „Überbleibsel“ (vom lateinischen relinquere = zurücklassen)

     Reliquien sind z. B.: Der ganze Leib eines Heiligen, ein Arm, ein Fuß oder ein kleines Stückchen von dessen Gebein.
     Solche Reliquien finden sich zumeist auf Altären, mitunter kommen sie auch in den Besitz von Privatpersonen.
     Echte Reliquien tragen immer den Namen des Heiligen und das Siegel des Bischofs an sich.
     Sie dürfen nie verkauft, wohl aber darf deren Fassung bezahlt werden.
     Man ehrte auch seit jeher solche Sachen, die zu Christus oder zu den Heiligen in naher Beziehung standen, so z.B.
     das Kreuz Christi,
     die Krippe des Jesuskindes,
     das Gewand Christi,
     den Abendmahltisch,
     das Leichentuch Christi,
     das Schweißtuch der Veronika u. dgl.

     Das Kreuz Christi wurde von der Kaiserin Helena im Jahre 325 aufgefunden,
     und ein Teil davon befindet sich in der Grabkirche zu Jerusalem.
     Teile von der Krippe des Jesuskindes sind in Rom in der Kirche Maria der Größeren.
     Das ungenähte Gewand Christi ist in der Domkirche zu Trier.
     Der Tisch aus Zedernholz, worauf Christus das Altarsakrament eingesetzt hat, ist in der Laterankirche zu Rom.
     Das Leichentuch Christi ist zu Turin.
     Das Schweißtuch der Veronika ist in der Peterskirche zu Rom.
     In Rheinland sind noch mehrere von Kaiser Karl d. Gr. 
     Geschenkte Reliquien Christi, so im Dom zu Aachen.
   
2)  Die Reliquien von den Leibern der Heiligen sind verehrungswürdig, weil die Leiber der Heiligen ein Tempel
      und Werkzeug des Hl. Geistes waren und einst glorreich auferstehen werden. (Kr. Tz. 25)

     Den Heiden waren die Überreste eines Verstorbenen zum Abscheu, den Christen aber sind sie kostbar (h. Bas.),
     da sie die Wohnung des Hl. Geistes waren (1. Kor. 3, 6: 16, 19)
     und der Same sind, aus dem am Tage der Auferstehung ein kostbarer Leib hervorgehen wird. (1. Kor. 15,42)
     Deshalb begraben wir die Leichen unter feierlicher Prozession in geweihter Erde
     und schmücken Särge und Gräber mit Kränzen und frischen Blumen.

    „Wir ehren die Reliquien der Heiligen, um den anzubeten, für den sie gestorben sind.“ (hl. Hieron.)
     Gott selbst ehrt die Reliquien der Heiligen; denn er wirkt Wunder an ihnen.
     Manche Leiber der Heiligen sind unversehrt und biegsam, so der hl. Theresia, des hl. Franz Xaver;
     von manchen sind einzelne Teile unversehrt, so die Zunge, des hl. Johannes von Nepomuk, des hl. Anton von Padua,
     ebenso der rechte Arm des Stefan von Ungarn; manche Leiber verbreiten sogar zuweilen einen Wohlgeruch, so der der hl. Theresia;
     aus manchen fließt oder floß Öl, so aus dem des hl. Nikolaus zu Bari (Italien), der hl. Walburga zu Eichstätt (Bayern)
     des hl Qp. Andreas zu Amalfi.
     Beachte das Blutwunder des hl. Bischofs Januaris im Dom zu Neapel. (Einige Reliquienwunder in Spirago, Beispiele S. 307 ff.)

     Gott hat die Heiligen gleichsam mit uns geteilt:
      Er selber er selbst hat sich die Seele genommen, uns hat er die Leiber zurückgelassen.“ (Hl. Chrysost.)


3)  Wir ehren die Reliquien der heiligen dadurch, dass wir sie mit Ehrfurcht aufbewahren, besuchen oder vor ihnen beten.
     Schon bei den Juden wurden die Reliquien mit Ehrfurcht aufbewahrt; 
     so nahm Moses beim Auszuge aus Ägypten die Gebeine des Josef mit sich. (2. Mos. 13,19
     Ebenso machten es auch die ersten Christen.
     Als der hl. Ignatius, Bischof von Antiochien, im Amphitheater zu Rom von zwei Löwen zerrissen
     und bis auf die Knochen verzehrt worden war, holten seine Gefährten bei Nachtzeit die Gebeine
     und brachten sie auf den Altar von Antiochien († 107)
     Als der hl. Polykarp, Bischof von Smyrna, verbrannt worden war, sammelten die Christen seine Gebeine
     und hielten sie mehr in Ehren als Edelsteine († 166)
     Man pflegte frühzeitig über den Reliquien (Gräbern) der hl. Märtyrer Kirchen, Kapellen und Altäre zu bauen
     und daselbst das hl. Messopfer zu zieren und in kostbaren Gefäßen aufzubewahren.
     Aus Ehrfurcht vor den Reliquien schmücken wir auch die Särge unserer Angehörigen mit Kränzen
     und zieren deren Gräber mit Blumen, namentlich am Allerseelentage.
     Viele Reliquien sind in silbernen Gefäßen aufbewahrt, z.B. das Kreuz Christi,
     die Krippe des Jesukindes. Auch manche Leiber der Heiligen befinden sich in silbernen Särgen, so z. B. 
     der des hl. Johannes v. Nepomuk im Veitsdom zu Prag.
     Manche Leiber der Heiligen sind sogar in goldenen Gefäßen, so die Überreste des hl. Bonifatius in Fulda.
     Sieh also, welch große Ehrfurcht man stets den Reliquien erwies. -
     Man pflegte auch seit jeher zu den Gräbern der der Heiligen zu wallfahrten.
     Wallfahrten zu den Gräbern der hl. Apostelfürsten waren durch alle Jahrhunderte üblich.
    „Wir besuchen die Gräber der Heiligen und werfen uns hier nieder, um irgend eine Gnade zu erlangen.“  (hl. Chrys.)

4)  Durch die Verehrung der Reliquien können wir viele Wohltaten von Gott erlangen. (Kz. Tr. 25)
     So wie aus dem Felsen in der Wüste Wasser hervorquoll (2. Mos. 16,35), weil es Gott wollte,
     ebenso entspringen viele Wohltaten für uns aus den Reliquien der Heiligen, weil es Gott will. (hl. Joh. Dam.)
     Die Leiber der Heiligen und die Gräber der Märtyrer vertreiben die Nachstellungen der Teufel
     und verschaffen oft Genesung in den hartnäckigsten Krankheiten . (hl. Just.)
     Die Verehrung toter Leiber bewirkt also, dass lebendige Leiber geheilt weden.
     Der hl. Augustinus erzählt eine Menge Krankenheilungen und zwei Totenerweckungen kleiner Kinder,
     die bei den Reliquien des hl. Märtyrers Stefanus im nördlichen Afrika geschehen sind.

     Schon im Alten Testament wurde ein Toter, der mit den Gebeinen des Propheten Elisäus in Berührung gekommen war,
     wieder lebendig. (4. Kön. 13, 21)
Ja, schon bei Lebzeiten der Heiligen wirkte Gott durch ihre Leiber Wunder.
     Sogar durch den Schatten des hl. Petrus (Ap. 5, 15) und durch die Schweißtücher und Gürtel des hl. Paulus (Ap. 19,12,) wurden Kranke gesund.


     Allerdings sind es nie die Reliquien, die Wunder wirken, sondern Gott. –

      Es ist also kein Aberglaube, wenn das fromme Volk nach gewissen Orten häufig wallfahrtet,
      wo Gott durch Reliquien oder Bildnisse der heiligen wunderbare Dinge wirkt. (hl. Aug.)

            Q: Volkskatechismus 1920
  

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