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Normal Topic Hl. Erzengel Michael (Gelesen: 736 mal)
Brigitta B
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Hl. Erzengel Michael
28.09.2012 um 12:33:22
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Hl. Erzengel Michael

In begeisterten Worten verherrlicht unsere heilige Kirche den Erzengel Michael.
Sie nennt ihn den glorreichen Fürsten, den Führer der himmlischen Heerscharen, den Bannerträger im Kampfe des Heiles;
sie rühmt von ihm, dass er durch seinen Starkmut den Sieg errungen, dass seine Verehrung den Völkern Segen bringe, dass sein Gebet zum Himmel führe.
In der Überzeugung von seiner Macht und im Vertrauen auf seine Güte hat ihn die Kirche zu ihrem Schutzherrn bei Gott erwählt und feiert alljährlich zweimal ein Fest zu seiner Ehre,
am 8 Mai und am 29. September. Auch sonst nennt sie ihn bei ihren Gebeten, ruft ihn an bei jeder heiligen Messe, empfiehlt ihre Sterbenden seinem Schutze.
Gewiß Gründe genug, dass auch wir einstimmen in das Lob des heiligen Erzengel Michael.

Einen gewaltigen Kampf schildert uns das 12. Kapitel der geheimen Offenbarung, Es entstand ein großer Kampf im Himmel.
Michael und seine Engel kämpften wider den Drachen und der Drache und sein Anhang kämpften wider sie.
Und sie konnten nicht die Oberhand erringen und ihres Bleibens war nicht länger im Himmel.“
Das war also der erste Kampf, von dem die Offenbarung meldet; ein Kampf, der im Himmel ausgefochten ward;
schrecklich in seinen Folgen für die bösen Engel, glorreich und herrlich für die guten, besonders für ihren Anführer St. Michael.
Es hatte sich Luzifer, der Lichtträger, in seinem Stolze wider Gott empört.
„Ich will mich erheben über die Gestirne des Himmels“, hatte er in Verblendung und Hochmut gesprochen; „dort will ich meinen ‚Thron aufschlagen; dem Allerhöchsten will ich gleich sein.“
Es war ihm gelungen, auch andere Engel zur Empörung zu verleiten. Wer soll nun eintreten für die Ehre Gottes? Wer soll die Beleidigung sühnen, die den Allerhöchsten zugefügt worden?
St. Michael, der große Fürst, der Führer der himmlischen Herrscharen. In heiligem Eifer greift er zum Schwerte und schwingt es siegreich gegen den Empörer. Sein Kampfesruf:
„Wer ist wie Gott?“ sammelt die guten treu gebliebenen Engel, Luzifer mit seinem Anhange unterliegt und wird in die Hölle verstoßen;
Michael und die guten Engel aber werden für immer in der Gnade Gottes befestigt und mit der ewigen Anschauung Gottes belohnt.

Es ist schwer für uns Menschen, diesen Kampf der guten und bösen Engel uns vorzustellen. Wir sprechen vom flammenden Schwerte, das St. Michael geführt,
vom Kampfes- und Siegesrufe, den er angestimmt und doch wissen wir, dass es unter bloßen Geistern keine irdischen Waffen, keine menschlichen Schlachtenrufe,
kein sichtbares Kampfesgetümmel gibt. Dennoch hat die Heilige Schrift gerade jene Schilderung gegeben und die christliche Kunst hat dieselbe in Tausenden von Darstellungen wiederholt,
weil es so unserer menschlichen Auffassung entspricht. Aus all dem sollen wir sehen, wie begeistert der heilige Erzengel war für die Ehre Gottes,
wie standhaft er dafür gekämpft hat, wie bereitwillig die guten Engel seinen Beispiel gefolgt sind.
Der Kampf im Himmel war beendigt; er sollte seine Fortsetzung finden auf Erden. Hatten zuerst nur Engel miteinander gekämpft,
so führen jetzt Engel und Menschen als Verbündete den Kampf, die Guten auf der einen Seite, die Bösen auf der andern.
Die Führer im Kampfe sind die gleichen geblieben, Michael für die Kinder des Lichtes, Luzifer für die Söhne der Finsternis.

Weil die bösen Engel sich aufgelehnt haben wider Gott, darum wollen sie auch die Menschen zum Aufruhr verleiten.
Weil sie selbst vom Himmel ausgeschlossen und zur Hölle verdammt sind, darum wollen sie auch die Menschen zur Sünde verführen und in die ewige Verdammnis stürzen.
Darum beginnt Luzifer mit seinem Anhange jenen erbitterten Kampf, der seit Jahrtausenden auf unsere Erde geführt wird zwischen gut und bös,
der schon bei den ersten Menschen seinen Anfang genommen und erst am jüngsten Tage seinen Abschluß finden wird.

Es ist ein gewaltiger Kampf, der unfehlbar mit der Niederlage des Menschengeschlechtes geendigt hätte, wäre nicht ein Höherer, der Sohn Gottes selbst, zu Hilfe gekommen.
Satan hatte die ersten Menschen und mit ihnen all ihre Nachkommen in seine Gewalt gebracht; er fühlte sich als den Starken,
der sein Haus bewacht und seinen Besitz in Sicherheit glaubt. Da erschien Christus als der Stärkere und befreite die Menschen aus der Gewalt ihres Feindes
und gab ihnen Freiheit, Kinder Gottes zu werden und im Kampfe gegen die Hölle den Sieg zu erringen.
Er stiftete seine Kirche und bestellte in ihre als himmlischen Schutzherrn St. Michael, den Fürsten der Engel.
Wie dieser glorreiche Kämpfer einst den Luzifer überwand bei seiner ersten Empörung, so hat er ihn auch seitdem übernommen
und wird ihn künftig überwinden bei seinen Angriffen gegen die Kirche.
Durchgehe die Jahrhunderte, erforsche die Geschicke der Kirche Christi, die Vorbereitung welche den ganzen Alten Bund umfasst; die Gründung der Kirche durch Christus,
die Ausbreitung in den Tagen der Apostel, das segensreiche Wirken in allen Zeiten und Ländern die herab auf unsere Tage; immer finden wir Kämpfe,
schwere, furchtbare Kämpfe, die nach menschlichem Ermessen zum Untergange der Kirche führen mussten; immer aber folgt auf den Kampf der Sieg und oft sind es so wunderbare,
dem Menschen unbegreifliche Siege, so dass selbst der Unglaube gestehen muß:
Hier ist der Finger Gottes. Und stammen die Kämpfe von Satan und allen, die sich – bewußt oder unbewusst – ihm anschließen, so kommen die Siege von St. Michael,
dem Himmelsfürsten und allen, die unter seiner Fahne kämpfen. Im Namen Gottes und der Kraft Gottes wacht er über die Kirche.

Welch ein Trost liegt für uns in dem Bewusstsein: Unsere heilige Kirche hat am Erzengel Michael einen mächtigen, siegreichen Beschützer.
Gerade setzt tobt wieder der Kampf gegen die Kirche mit aller Heftigkeit; man wäre fast versucht, das Wort des Propheten Daniel (12,1) zu wiederholen von einer großen Trübsal,
„dergleichen noch nicht war, seit die Völker gewesen“, Von allen Seiten ruft man zum Kampfe, enger als vielleicht jemals schließen sich die Reihen der Feinde, manche jubeln schon,
es sei das Ende der Kirche gekommen. Doch verzagen wir nicht! Noch immer schwingt St. Michael sein Schwert; noch immer stimmt er seinen Kampfesruf an:
„Wer ist wie Gott?“, noch immer schlägt er siegreich die Schlachten des Herrn. Hat er bis auf unsere Tage den Sieg errungen, so wird er ihn auch diesmal und in alle Zukunft erringen.
Erst am jüngsten Tage, wenn das Morgenrot der Ewigkeit emporsteigt, wird man sagen können: Nun legt St. Michael das Schwert aus der Hand;
nun hat er seinen letzten, entscheidenden Sieg erfochten. Rufen wir ihn an, besonders an seinem Feste, dass er sein Amt als Schirmherr der Kirche auch in unserer Zeit ausübe!
Versprechen wir ihm zugleich, dass wir unter seiner Fahne als gute Christen, als treue Kinder unserer heiligen Kirche kämpfen wollen!


Das ist es ja, was wir in diesem Kampfe fürchten müssen. Der Kirche ist der Sieg verheißen, nicht aber einem jeden von uns.
Tausende haben sich schon im Kampfe gegen die Hölle schwach bewiesen; ganze Länder und Völker sind vom Glauben abgefallen.
Der Mensch hat eben seine Freiheit und kann sie gebrauchen, wie er will: Gott bietet einem jeden seine Hilfe an, um zu kämpfen und zu siegen,
aber er zwingt niemand, diese Hilfe anzunehmen. Es besteht also für die Kirche keine Gefahr, dass sie untergehe. Sie dauert fort zu allen Zeiten und findet sie für die Verluste,
die sie erleidet, reichen Ersatz in andern Ländern und Völkern, die sich zu ihr bekehren. Für uns aber besteht die Gefahr, dass wir unserer Pflicht untreu werden,
dass wir im Kampfe erliegen und sogar vom Glauben abfallen.
Deshalb erinnert und das Schwert des heiligen Michael an diese große, unabweisbare Pflicht des Kampfes. „Du musst kämpfen“, ruft er einem jeden von uns zu.
„Alle Christen, ja alle Menschen müssen teilnehmen an dem großen Kampfe, der zwischen gut und bös geführt wird; niemand darf sich davon ausschließen.
Darum folge meiner Fahne, harre aus an meiner Seite! Ich führe dich unfehlbar zum Siege.“
Schließen wir uns diesem himmlischen Führer an! Er ist im Kampfe erprobt; unter seiner Fahne werden wir den Sieg erringen. Einst auf dem Sterbebette,
wenn unser Auge zu brechen und unsere Hand erkalten beginnt, wird man in den kirchlichen Gebeten die Worte sprechen: „Möge St. Michael die scheidende Seele aufnehmen,
der die Führerschaft der himmlischen Herscharen verdiente!“ Er wird dann, wenn wir im Leben ihn treu anrufen, sein flammendes Schwert einletztes Mal zu unserem Schutze schwingen;
er wird uns gegen die Angriffe des bösen Feindes verteidigen und unsere Seele vor Gottes Richterstuhl bringen, um ihr auf der Waage der gerechten Vergeltung
eine glückselige Ewigkeit zuzuerkennen.

Luzifer hat einst in seinem Stolze die eigene Ehre gesucht und sich wider Gott empört: dafür war nicht länger seines Bleibens im Himmel,
er ward hinabgestürzt in den Abgrund der Hölle. St. Michael trat mit flammendem Eifer ein für die Ehre Gottes; dafür ward er befestigt in der glückseligen Anschauung Gottes
und mit den höchsten Würden und Auszeichnungen überhäuft. Es folgen so manche Menschen dem Beispiele des demütigen Michael; sie verzehren sich im Eifer für die Ehre Gottes.
Es folgen aber leider auch sehr viele dem Beispiele des stolzen Luzifer. Sie wiederholen jenes Wort frevelhafter Selbstüberhebung: „Ich will nicht dienen!“ (Jerem. 2, 20.)
Sie wollen kein Gesetz Gottes, keine gebote der Kirche anerkennen, keinen Vorgesetzten über sich dulden. „Ich weiß selbst“, sagen sie, „was ich zu tun habe.
Was gehen mich Papst, Bischöfe und Priester an? Was der Staat mit seinen Beamten? Ich füge mich nicht und gebe nicht nach.“ Und wie ihre Worte, so ihre Taten.
O, wie schwer wird einst dieser Stolz niederdrücken – hinab bis zum Abgrund der Hölle! In Haß und Neid sah ich einst Luzifer auf das Glück der Menschen im Paradiese.
Weil er selbst den Himmel verloren, sollten ihn auch die Menschen nicht besitzen. Darum wird er zum Verführer
und stürzt das ganze Menschengeschlecht ins Unglück und arbeitet seitdem unablässig daran fort, die Hölle mit Verdammten anzufüllen.
St. Michael aber freute sich, dass Gott den Menschen die Plätze der gefallenen Engel zugedacht hatte;
er liebte die Menschen und wollte ihnen helfen und so ward er zum Beschützer des jüdischen Volkes im Alten, zum Schirmherrn der katholischen Kirche im Neuen Bunde,
zum Führer der auserwählten Seelen nach dem Tode. Es ist wahr: St. Michael hat seine Nachahmer gefunden,
die in aufrichtiger Liebe zu ihren Mitmenschen Wohltaten spendend durchs Leben gehen. Aber es ist ebenso wahr: Auch Luzifer hat zahlreiche Nachfolger,
die in Haß und Neid gegen ihre Mitmenschen ihre Lebenstage verbringen. Wer zählt sie alle, die Beispiele der Feindschaft und Rachgier, die im christlichen Volke vorkommen,
die Flüche und Verwünschungen, die man gegen seinesgleichen ausstößt, die Kränkungen und das Unrecht, die man andern zufügt!
O, sie werden einst zentnerschwer niederdrücken in der linken Wagschale – hinab in den Abgrund der Hölle!

Luzifer hat sich nicht damit begnügt, allein gegen Gott sich zu empören; er zog Tausende und Millionen von Engeln in seinen Abfall, in sein Unglück hinein.
Desgleichen war St. Michael nicht zufrieden, bloß selber seinem Gott treu zu bleiben; er sammelte auch die übrigen Engel um sich und bestärkte sie in der treue gegen Gott!
St. Michaels Beispiel wirkt fort. Es brennen so manche Menschen im heiligen Verlangen, Seelen für den Himmel zu retten. Christliche Eltern sagen:
Wir wollen alles tun, dass ja keines unserer Kinder verloren gehe. Fromme Seelsorger kennen keinen andern Stolz, als einst möglichst viele Seelen vor ihren Erlöser hinzubringen.
Missionäre opfern für diesen edelsten Stolz alles bis zum letzten Blutstropfen, bis auf den letzten Atemzug.
Ja, selbst manch unscheinbare Person, ein armer Dienstbote, ein einfacher Fabrikarbeiter, ein braves Schulkind,
hat bisweilen ganz den Eifer und vielleicht auch die erfolge eines Apostels. Aber neben diesen Aposteln wirken Tausende

Gewiß, ein ernster Kampf tobt ringsum und streitet in unserer eigenen Brust. Es ist der Streit mit der Sünde, mit der bösen Lust.
Es geht ein Schmerz durch das Leben und ein Tod, ein Sterben durch die Welt; woher dieser Schmerz, woher dieses Sterben? Gäbe es keinen Kampf,
so gäbe es keinen Schmerz; gäbe es keine Sünde, gegen die wir streiten, so gäbe es keinen Jammer, kein bitteres Sterben.
Kein Mensch hat noch geleugnet, das Jammer und Elend auf Erden seien, aber begriffen haben es noch nicht alle, woher seine Quelle.
Es ist die Sünde, die uns im Kampfe diese Wunden schlägt und zuletzt den Tod uns bringt.

Seitdem der falsche Engel im Paradiese gesiegt hat, ist er, wie der Herr ihn bezeichnet, der Fürst dieser Welt;
seit jener Stunde sucht er seinen Thron auf Erden zu begründen, den er durch seinen Sturz aus dem Himmel dort verloren hatte.
Es ist eine Frage, die Jahrhunderte schon die ernstesten Geister beschäftigt, die allen dunkel geblieben ist, bis das Licht des Christentums die Welt erklärt;
woher das Böse, woher das Elend dieser Welt? Wir Christen wissen es aus unserem einfachen Glauben, und jedes Kind kann davon Rechenschaft geben.
Frei war auch der Mensch geschaffen, wie der Engel und frei, nicht gezwungen sollte er zu Gott sich wenden. Auch für ihn, wie für die Engel stand eine Stunde der Prüfung offen.
Da, in diesem Momente der Prüfung, kam Satan mit seiner Lust du der Mensch unterlag, fiel unter seine Gewalt, kehrte sich ab von Gott.
Er hatte jetzt den  Fall der Engel nachgeahmt; doch weil nicht durch eigene, selbst verhängte Schuld, sondern durch fremde Verführung der Mensch im Paradiese gefallen,
so stürzte er ihn nicht gleich dem Lichtengel in die Tiefe der Finsternis, sondern Gottes ewige schrankenlose Barmherzigkeit hielt seinen gänzlichen all auf
und gab ihm die Möglichkeit der Errettung.

Leiden hat die Welt überwunden und Liebe ist stärker als der Tod. Wir wissen es, dass die Kirche und ihr Glaube und ihre Hoffnung und ihre Liebe nie zuschanden werden,
und sie siegt über alle ihre Widersacher. Doch nicht nur siegt sie, ihr Balsam heilt auch alle Wunden, die die Sünde geschlagen.
Mit edler Liebe hat sie auch für das Elend der Menschheit gesorgt, hat den Balsam ihrer Barmherzigkeit auf die Wunden gegossen,
die der Feind der Seele und des Leibes geschlagen hat. Es ist kein Jammer in der Welt, den sie nicht getröstet, kein Schmerz, den sie nicht gelindert.
Geistige und leibliche Not haben in ihr Trost und Erbarmung gefunden. Das ist der Sieg, das die Heiligung der Welt durch die Liebe! O heiliger Erzengel Michael, beschütze die Kirche Gottes!

Q: Das dreifache Reich Gottes Impr. 1911
« Zuletzt geändert: 08.06.2013 um 23:06:01 von Brigitta B »  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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Re: Hl. Erzengel Michael
Antwort #1 - 29.09.2012 um 14:00:36
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Aus dem katholischen Unterrichtsbuch von R.P. Goffine, Ord. Pream.
nach dem römischen Messbuch von 1842


Michael ist das Haupt oder der Fürst des himmlischen Heeres; er ist der Erste von jenen glücklichen Geistern,
welche ohne Unterlass vor dem Throne Gottes stehen; er ist derjenige,
welcher zuerst gegen den stolzen, wider Gott sich empörenden Luzifer stritt, er hielt andere Engel von der Widersetzlichkeit desselben ab,
und ermunterte sie zur Treue gegen Gott.
Seine Demut, sein Gehorsam und Eifer für die Ehre Gottes erhielt ihn im Besitze des Himmels und erhob ihn vor andern Engeln;
gleichwie Hochmut und ungehorsam den stolzen Luzifer erniedrigt und in die Hölle gestürzt hat.
Die heilige Kirche verehrt ihn als besondern Beschützer und die Gläubigen rufen ihn in allen Gefahren der Seele und des Leibes,
besonders aber für die Stunde des Todes, um seine Fürbitte an, damit sie, nachdem sie nach seinem Beispiele gegen den Satan mutvoll gekämpft haben,
die Siegeskrone erhalten und ihre Seelen durch ihn vor Gottes Thron gebracht werden mögen, wie die Kirche in der heiligen Messe für die Verstorbenen sich ausdrückt und betet:
„Heiliger Erzengel Michael! Beschütz uns im Streite, damit wir in dem schrecklichen Gerichte nicht zugrunde gehen.“
Kämpfen wir immer standhaft gegen alles Böse und lassen wir in keiner Versuchung den Mut sinken.
Der heilige Michael wird uns jederzeit unsere Feinde überwinden helfen und uns besonders in unserer letzten Stunde beistehen,
wenn wir ihn immer andächtig verehren und vertrauensvoll um seinen Schutz anrufen.

Lehrstücke:

1.) Der heilige Michael hat sich durch seine Demut in der Stelle erhalten, welche der Luzifer durch seine Hoffart verloren hat.
    Welch notwendige Tugend ist also die Demut und welch gefährliche Sünde die Hoffart, die den Himmel entvölkert und die Hölle eröffnet hat!
2.) Der heilige Michael hat an dem Ärgernisse welches Luzifer durch seine hoffärtige Empörung wider Gott
     den Engeln gegeben hat, keinen Anteil genommen; sondern wider dasselbe tapfer gestritten
     und andere Engel davor verwahrt, indem er seinem Namen gemäß sagte:“Wer ist wie Gott?“
    Wer verdient so geehrt und so geliebt zu werden, als Gott?
    Lerne hieraus, das Böse, welches du von andern siehst oder hörst, nicht nachahmen,
     sondern dich vielmehr allen bösen Beispielhaften Handlungen nach Kräften widersetzen
    und andere dagegen verwahren. Die beste Schutzwehr wider aller Ärgernisse und Versuchungen wird sein,
     wenn du mit dem heiligen Michael sagst oder denkst:
   „Wer ist wie Gott?“
    Wer ist so mächtig, so weise, so schön, so reich, so gütig, so liebenswürdig, wie Gott?
    Wer kann mir mehr schaden oder nützen als Gott? Wen soll ich mehr fürchten, wem mehr dienen, wen mehr lieben, als Gott.
3.) Luzifer, der schönste und edelste Geist, ist wegen einer einzigen, nur in Gedanken begangenen Sünde augenblicklich
     ohne Barmherzigkeit in das Höllenfeuer verstoßen worden!
    Wie wird es denn dir elendem Erdenwurme ergehen, wenn du nicht aufhörst, dich durch deine Sünden wider Gott zu empören?

Gebet zu dem heiligen Erzengel Michael.
Großer Himmelsfürst, heiliger Erzengel Michael!
Ich empfehle deinem Schutze meinen Leib und meine Seele. Ich erwähle dich zu meinem besondern Beschützer und Fürsprecher und bitte dich durch die Herrlichkeit,
welche du im Himmel genießest, du wollest mir immer, vorzüglich aber in meiner letzten Stunde beistehen, meine Zaghaftigkeit unterstützen
und bei Gott die Nachlassung meiner Sünden und eine gänzliche Ergebung in Seinem Willen erlangen, damit meine Seele getröstet aus dem Leibe scheiden möge.
Nimm sie alsdann gütig auf, und bring sie unter dem Geleite der heiligen Engel. Amen.
« Zuletzt geändert: 08.06.2013 um 23:14:04 von Brigitta B »  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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