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Normal Topic Das Allerheiligste Altarsakrament (Gelesen: 2.225 mal)
Brigitta
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Das Allerheiligste Altarsakrament
11.04.2013 um 07:16:53
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Das allerheiligste Altarsakrament.

Einsetzung und Wesen des hl. Altarsakramentes.  (aus dem Volkskatechismus 1920)

Sehr ausführlich wird über das hl. Altarsakrament gehandelt in der Schrift „Spirago, „Gründliche Belehrung über die. Hl. Kommunion“ 10. Auflage, 36 Seiten, (damals)(30 Pfg.

Christus hat nach der wunderbaren Brotvermehrung den Juden in der Synagoge zu Kapharnaum versprochen,
dass er ihnen sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken geben werde. (Joh. 6, 26)
Dieses Versprechen hat Christus beim letzten Abendmahle erfüllt; er verwandelte das Brot in seinen Leib und den Wein in sein Blut
und gab es den Aposteln zu genießen. (Math. 20,26)
Doch sahen die Apostel nicht die Gestalt des Fleisches, denn es war die Gestalt (das ist die Farbe, der Geschmack, das Gewicht, der Geruch) des Brotes zurückgeblieben.
Auch sahen sie nicht die Gestalt des Blutes, denn es war die Gestalt des Weines zurückgeblieben. Nur die W e s e n h e i t  war verwandelt worden.
Auch das Innere der Schale eines Vogeleis verwandelt sich in ein lebendiges Vöglein und doch bleibt sich die äußere Schale gleich. (hl. Th. Av.)

Der Leib und das Blut Christi unter den Gestalten des Brotes und Weines heißt das allerheiligste Altarsakrament.
Das Brot, das aus gemahlenen Weizenkörnern und Wasser zubereitet und beim Feuer gebacken wird, veranschaulicht den Leib Christi, der verborgen ist,
der (wie ein Kreis) keinen Anfgang und kein Ende hat. (Hebr. 7,3)

Der aus Trauben gepresste Wein veranschaulicht das Blut Christi, das aus dem Leibe geflossen ist.
Die dem Weine vor dem Offertorium beigemischten Wassertropfen bedeuten, dass in Christus mit der Gottheit innig verbunden ist. –
Wir sagen „Altarsakrament“, weil es sich auf dem Altare befindet. Der Ort wo das heilige Altarsakrament in der Kirche aufbewahrt wird, heißt Tabernakel, (tabernaculum, Zelt)
und befindet sich gewöhnlich in der Mitte des Hochaltars, in bischöflichen Kirchen in einem Seitenaltare. Wir sagen Tabernakel d. h. heiliges Zelt,
weil das heilige Zelt der Israeliten mit seiner geheimnisvollen Wolke ein Vorbild war. Auf das heilige Zelt und auf den Tabernakel beziehen sich die Worte:
„Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein.“  (Off. 21,3)

Im heiligen Altarsakrament ist Christus beständig bei uns Menschen. Er sagt mit Recht: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ (Matth. 28, 2)

Im Tabernakel befindet sich der Speisekelch mit den Hostien. Dieser ist mit einem Mäntelchen bedeckt. Das Mäntelchen veranschaulicht,
dass hier Christus unter der Brotsgestalt unseren Blicken verborgen ist. Im Tabernakel befindet sich oft auch die Monstranz, ein Turmähnliches Gefäß,
in dessen Mitte eine große Hostie, von einem Strahlenkranze (monstrare= zeigen) wird nur bei feierlichen Gelegenheiten gebraucht. –
Vor dem Tabernakel brennt das sogenannte ewige Licht. Dieses veranschaulicht, dass auf dem Altare der zugegen ist, der „das Licht der Welt“ und ewig ist.
Das Licht sinnbildet überhaupt die Gegenwart Gottes. Gott wohnt in einem unzugänglichen Lichte (1. Tim. 6, 16)

Und offenbarte sich oft in Lichtgestalt, so im brennenden Dornbusche, auf dem Berge Sinai, auf dem Berge Tabor und am Pfingstfeste.
Auch bei der Geburt Christi erschien ein Licht auf den Feldern Bethlehems.

Q: Volkskatechismus
« Zuletzt geändert: 04.06.2013 um 19:10:16 von Brigitta »  

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Re: Das Allerheiligste Altarsakrament
Antwort #1 - 05.05.2013 um 12:46:30
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2.) Das hl. Alstarsakrament ist ein Geheimnis des Glaubens, weil wir es mit unserem schwachen Verstande
     nicht begreifen, sondern nur glauben können.
    Bei Verwandlung des Weines in das Blut Christi nennt der Priester das hl.Altarsakrament ein „Geheimnis des Glaubens“.
    Christus hat sich unter den Gestalten des Brotes und Weines verborgen, um unsern Glauben zu erproben
     (ob wir nämlich seinen Worten mehr glauben als unsern Augen).
    Würden wir die Gestalten des Fleisches und Blutes Christi sehen und dann glauben, so hätten wir kein Verdienst.
     Deshalb sprach einmal König Ludwig IX. der Heilige:
   „Würde Christus bei der Wandlung ein Wunder wirken und könnte man mit den Augen das Fleisch Christi sehen,
     so würde ich doch die Augen geschlossen halten, um nicht das Verdienst des Glaubens zu verlieren.“ –
     Daß dieses Geheimnis glaubwürdig ist, geht aus folgendem hervor:

   a.)  Christus selbst sagt: „Das ist mein Fleisch“, und „Das ist mein Blut.“
         Wer wollte da noch zweifeln? Christus sagt also nicht: „Das bedeutet meinen Leib“, oder „Das wird mein Leib.“[/b]
   b.)  Wenn schon der menschliche Leib Brot und Wein in Fleisch und Blut verwandelt, der Weinstock Regenwasser
          in Wein, die Biene Blumensaft in Honig,
         so ist sicher auch Gott imstande, durch die Kraft seines Wortes Brot in die Wesenheit seines Leibes und Wein
          in die Wesenheit seines Blutes zu verwandeln. (hl. Alb. Gr.)
         Gott sollte vielleicht nicht das vermögen, was schon der Leib vermag? „Der aus nichts etwas machen konnte,
          kann auch verändern etwas, was schon da ist.“ (hl. Ambr.)
         Der aus der Erde Brot hervorbringt, kann auch aus dem Brote seinen eigenen Leib machen. (hl. Gaud.)

   c.)  Christus bestätigte seine  Gegenwart im hl. Sakramente im Verlaufe der Jahrhunderte durch viele Wunder.
         Es blieben z.B. heilige Hostien im Feuer unversehrt, geraubte Hostien verbreiteten von ihrer Lagerstätte
          aus einen Lichtglanz, es floß Blut aus hl. Hostien,
         Hostien schwebten in der Luft, Christus in der Hostie nahm die Gestalt eines Kindleins oder eines Lämmchens an;
         manche Heilige erhielten sich einzig durch die hl. Kommunion am Leben, wie die hl. Katharina von Siena,
          die hl. Rosa von Lima,
         hl. Lidwina, sel. Angela von Foligno, sel. Nikolaus v. d. Flüe, auch Kathar. Emmerich.
          (Sieh Spirago, Beispiele Nr. 1605 – 1616.) –
   e.)  Der hl. Paulus hätte nicht sagen können, dass sich derjenige am Leibe und Blute
         Christi versündige, welcher die hl. Kommunion unwürdig genieße (1. Kor. 11, 27),
         wenn Christus im hl. Altarsakramente nicht wirklich zugegen wäre.
         Die Christen glauben seit jeher, dass unter den Gestalten des Brotes und Weines der Leib und das Blut Christi
          gegenwärtig ist.
         Der hl. Augustinus sagt: „Christus trug sich selbst in seinen Händen, da er den Jüngern seinen Leib darreichte.“
          Der hl. Ambrosius:
        „Nachdem die geheimnisvollen Worte über das Brot gesprochen worden sind, ist aus dem Brote
          das Fleisch Christi geworden.“
         Der hl. Cyrill v. Jer.: „Christus hat bei der Hochzeit zu Kana Wasser in Wein verwandelt; daher kann er auch Wein
          in sein Blut verwandeln“, und:
        „Wenn Christus die Versicherung gibt, daß das sein Leib sei, wer möchte wagen, es zu bezweifeln?“
          Weil die Heiden die Lehre vom hl. Altarsakrament nicht verstanden,  
         verleumdeten sie die Christen, dass diese Kinder schlachteten, deren Fleisch mit Mehl bestreuten und dann äßen.
            Q: kath. Volkskatechismus 1920
« Zuletzt geändert: 23.08.2013 um 12:21:04 von Brigitta »  

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Re: Das Allerheiligste Altarsakrament
Antwort #2 - 22.08.2013 um 22:41:42
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3.) Sowohl unter der Gestalt des Brotes, als auch unter der Gestalt des Weines ist Christus ungeteilt als Gott und Mensch zugegen.
Wo der Leib oder das Blut Christi ist, dort muß der ganze Christus sein; denn Christus kann jetzt nicht mehr sterben,
daher kann weder der Leib vom Blute, noch Leib und Blut von der Seele Christi getrennt werden. –
Auch aus den Worten Christi: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“ (Luk. 23, 19)
und: „Das ist mein Blut, das für viele vergossen werden wird“, geht hervor, dass unter den Gestalten des Brotes und des Weines der noch lebende Leib und das noch lebende Blut Christi,
also der lebende Christus zugegen ist. –
Sowie sich im kleinen Augapfel das Bild einer ganzen Landschaft befindet, so ist auch in der kleinsten Hostie der ganze Christus zugegen;
und zwar Christus im verklärten Zustande, wie er sich jetzt im Himmel befindet. Daraus ergibt sich :
Wer die hl. Hostie genießt, muß nicht außerdem noch aus dem Kelche trinken, um Christum zu empfangen.

4.) Wenn die Gestalten geteilt werden, so ist Christus unter jedem noch so kleinen Teilchen des verwandelten Brotes und Weines zugegen.
Der Priester kann, wenn bei der hl. Kommunion die Hostien für alle Kommunikanten nicht mehr ausreichen, oder wenn sich bei Versehgängen noch ein zweiter Kranker meldet, die Hostie teilen.
Wenn er die Hostie zerbricht, so ist Christus unter jedem Teilchen der zerbrochenen Hostie zugegen.
Zerbricht man einen Magnetstab in mehrere Stücke, so wird jedes Stück vollständig Magnet sein mit einem Nordpol und mit einem Südpol. Auch in einem zerschlagenen Spiegel sieht man sich in jedem Stücke. –
Trotzdem sind nicht mehrere Leiber Christi, sondern nur ein Leib; diesen aber erfüllt die Gottheit Christi, die überall zugegen ist. (hl. Alb. Gr.) 
Auch wird der Leib Christi durch die Verwandlung weder vergrößert, noch durch den Genuß verkleinert,
„Sowie das Licht einer Kerze nicht abnimmt, wenn an dieser auch tausend andere Kerzen angezündet werden, ebenso wenig nimmt der Leib Christi ab, wenn ihn auch Tausende, ja Millionen genießen. (hl. Th. Aqu. )

  Q: Volkskatechismus 1920

  

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Re: Das Allerheiligste Altarsakrament
Antwort #3 - 29.08.2013 um 22:42:58
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5.)  Christus bleibt im hl. Altarsakramente solange gegenwärtig, als die Gestalten des Brotes und Weines vorhanden sind.
      Christus ist also nicht etwa nur bei der Hl. Messe von der Wandlung bis zur Kommunion gegenwärtig, sondern auch nachher,
      wenn die konsekrierte Hostie, im Tabernakel aufbewahrt wird.
      Christus ist auch nicht, wie Luther meint, nur in und beim Genusse des Altarsakramente gegenwärtig, sondern auch vor und außer dem Genusse. (Kr. Tr. 13,4)
      Sonst hätte Christus nicht sagen können: „Nehmet hin und esset, denn das ist mein Leib.“ (Es ist also schon der Leib Christi vor dem Genusse!)
      Und im menschlichen Leibe bleibt Christus so lange gegenwärtig, als die Gestalt des Brotes vorhanden ist.
      Die hl. Väter nennen daher die Christen „Christusträger“, weil sie nach der hl. Kommunion Christum bei sich tragen.

6.)  Gegen das Altarsakrament haben wir folgenden Pflichten: Wir sollen es öfters besuchen, anbeten und genießen.
      Christus hat dieses Sakrament deswegen unmittelbar vor seinem Tode eingesetzt, damit wir es mehr in Ehren halten;
      denn was ein Freund beim Abschied gibt, das ehrt man mehr. (hl. Bernh.) –
      Das. Hl. Altarsakrament sollen wir manchmal besuchen. Alle Heiligen beteten eifrig vor dem hl. Altarsakramente.
      Die Kirche verlangt, dass Gotteshäuser, wo das hl. Altarsakrament aufbewahrt wird, täglich wenigstens durch einige Stunden offen stehen. (Cod. 1266)
      Besonders in der Not sollte man beim Tabernakel Hilfe suchen; den Christus spricht: „kommet alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid und ich will euch erquicken.“   
      (Matth. 11, 23)
      Töricht handeln die, welche in den Zeiten drrt Not lieber zu den Menschen laufen und diesen ihr Elend klagen;
      sie sollten vielmehr zu Christus in die Kirche gehen, der ihnen gern helfen will und stets helfen kann.
      Im Tabernakel thront Christus wie ein König, der den Flehenden Audienzen erteilt. „Christus im hl. Altarsakramente gewährt uns mehr Trost
      als die ganze Welt mit ihren Festen und Vergnügungen nur geben kann.“ (hl. Ther.)
      Zur Anbetung des hl. Altarsakramentes fordert uns die Kirche insbesondere auf:
      durch das ewige Licht vor dem Tabernakel und durch das Glockenzeichen bei der Wandlung in der hl. Messe (und bei Versehgängen).
      Die Anbetung bezeugen wir dadurch, dass wir vor dem hl. Altarsakrament niederknien. Niederknien sollten wir insbesondere,
      wenn wir in die Kirche eintreten und ehe wir aus ihr weggehen; ebenso bei der Wandlung, beim Segen mit dem Allerheiligsten
      und wenn es der Priester zum Kranken trägt. Fromme Christen pflegen beim Vorübergehen an einer Kirche, worin das heiligste Sakrament aufbewahrt wird,
      diesem dadurch Ehrerbietung zu bezeigen, dass sie das Kreuz machen oder den Hut herabnehmen.
      Für jedes derartige äußere Zeichen der Ehrerbietung gewinnt man einen Ablaß von 100 Tagen. (Pius X. 28. Juni 1908) –
      Zum Genusse des hl. Altarsakramentes fordert uns Christus  auf, indem er sagt: „Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht essen
      und sein Blut nicht trinken werdet, so werdet ihr das Leben nicht in euch haben.“ (Joh. 6,54)
      Der Genuss des hl. Altarsakramentes heißt Kommunion, d. i. Vereinigung (mit Christus) Bei der Kommunion nehmen wir, wie Zachäus den Heiland in unser Haus auf.
      So oft wir der Hl. Messe beiwohnen, geht der Heiland an uns vorüber; wenn wir aber die hl. Kommunion empfangen, kehrt er in unser Haus ein. (Pesch)
      Vorbilder der hl. Kommunion waren:
      Der Baum des Leidens im Paradiese, dessen Früchte den Stammeltern die Unsterblichkeit des Leibes mitteilen sollten;
      das Manna; das Osterlamm; das Brot, das dem Elias die Kraft gab, die 40 tägige Messe bis zum Berge Horch zurückzulegen;
      die wunderbare Brotvermehrung und die Verwandlung des Wassers in Wein bei der Hochzeit zu Kana.
      Die hl. Kommunion ist selbst wieder ein Vorbild jener Speise, mit der uns Gott Vater im Himmel nähren wird.

           Q: Volkskatechismus 1920
  

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Re: Das Allerheiligste Altarsakrament
Antwort #4 - 05.09.2013 um 00:02:10
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Die Gläubigen genießen das Hl. Altarsakrament nur unter der Gestalt des Brotes (Cod. 852), der Priester aber
genießt es bei der Hl. Messe unter beiden Gestalten.
Der Priester bringt nämlich ein Opfer dar, durch das der Kreuzestod Christi versinnbildet und  vergegenwärtigt wird.
Bei seinem Kreuzestode auf dem Kalvarienberge vergoß Christus beinahe vollständig sein Blut,
so dass dieses vom Leibe Christi getrennt war.
Diese Trennung des Blutes vom Leibe Christi wird in der Hl. Messe durch Scheidung der Gestalten von Brot und Wein versinnbildet.
Die Gläubigen dagegen bringen kein Opfer dar, sondern genießen nur das Hl. Altarsakrament. –
Das Trinken aus dem Kelche ist für die Gläubigen überflüssig.
Wer das Hl. Altarsakrament unter der Gestalt des Brotes genießt, empfängt gerade soviel, wie der Priester bei der Messe.
Denn Christus ist unter jeder Gestalt ganz zugegen.
Deswegen sagt Christus: „Wer dieses Brot isst, wird ewig leben.“ (Joh. 6, 59)
Die ersten Christen verharrten in der Gemeinschaft des Brotbrechens (Apg. 2, 46);
vom Trinken aus dem Kelche geschieht keine Erwähnung.
Das Trinken aus dem Kelche ist für die Gläubigen gar nicht ratsam.
Denn es könnte leicht das Blut Christi verschüttet werden;
manche würden sich ekeln, nach einem andern aus demselben Kelche zu trinken
und aus diesem Grunde der hl. Kommunion fernbleiben.
Es könnten auch Krankheiten übertragen werden, besonders bei Zungen und Kehlkopfkrankheiten.
Auch wird der Wein leicht sauer und verdirbt und ist nicht überall leicht zu bekommen.
Die Päpste Leo (+ 461 und Gelasius (+ 496 haben zwar den Gebrauch des Kelches angeordnet, aber nur deswegen, um die Irrlehre der Manichäer der Wein stamme vom Teufel und dürfe nicht genossen werden, zu bekämpfen. Ferner wurde den Hussiten Hussiten (1443) die Kommunion unter beiden Gestalten erlaubt, um sie so in den Schoß der Kirche wieder zurückzuführen.
In der orientalischen Kirche wird die Hostie in das Blut Christi eingetaucht und dann gespendet.

Die Einsetzung der hl. Kommunion lässt schließen auf die große Liebe Gottes zu den Menschen.
Die größte Liebe die auf Erden zu finden ist, ist die Liebe der Mutter zu Ihren Kindern.
Daher hat Gott, um uns begreiflich zu machen, wie sehr er uns liebe, seine Liebe zu uns mit der Mutterliebe verglichen.
Doch wo hat man jemals gehört, dass eine Mutter ihr eigenes Fleisch den Kindern zur Speise gegeben habe,
um ihnen das Leben zu erhalten? Und welcher Hirt hat jemals seine Herde so sehr geliebt,
dass er sie mit seinem eigenen Fleische und Blute genährt hätte? (hl. Chrys.)
Weil uns Christus mit seinen eigenen Blute nährt, wird er oft verglichen, mit dem Pelikan.
Da sich dieser am Jordan, Nil und der Donaumündung lebende und im Wasser schwimmende) Vogel von Fischen nährt
und oft eine vom Blute der von ihm getöteten Fische gerötete Brust hat, namentlich bei Ätzung seiner Jungen, so war man im Altertum der Meinung, dass sich der Pelikan die Brust zerhacke,
um seine Jungen mit seinem eigenen Blute zu ernähren.
Der Pelikan schien also bei den Alten Ähnlichkeit zu haben mit Christus, durch dessen Blut wir das Leben erlangt haben
Und der im hl. Altarsakramente uns mit seinem Blute nährt.
Deshalb finden wir auch heute noch auf manchen Hochaltären einen Pelikan mit seinen Jungen abgebildet.
Die Hl. Katharina von Siena sah öfters in den Händen des Priesters statt der Hostie ein hellflammendes Feuer. Dadurch wollte ihr Gott zu verstehen geben, wie groß die Liebe Gottes zu den Menschen im hl. Sakramente  ist.

  Q: Volkskatechismus 1920
  

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Re: Das Allerheiligste Altarsakrament
Antwort #5 - 16.01.2014 um 15:27:35
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9. Die Lehre vom hl. Altarsakramente wurde von den Irrlehrern unter allen Lehren des Christentums am meisten bekämpft.
    Wenn ein Mörder schnell töten will, so zielt er auf das Herz. Das Herz des Christentums ist das hl. Altarsakrament;
    denn durch dieses ist Gott bei uns .
    Daher haben alle, die den Glauben vernichten wollten, vor allem die Lehre von der Gegenwart Christi im hl. Altarsakramente bestritten
    und die Worte Christi „Das ist mein Leib.“ „Das ist mein Blut“ verschieden ausgelegt.
    Ihnen egegenüger hat das Konzil von Trient erklärt, dass Christus im hl. Altarsakrament wahrhaftig, wirtlich, und wesentlich gegenwärtig ist.
    Wahrhaft, also nicht wie in einem Bilde (ähnlich wie das Kruzifix an der Wand, das uns den Heiland vorstellt); 
    wirklich, also nicht etwa nur im Glauben; wesentlich, also nicht etwa nur durch die Wirkung.

    Alle diese Irrlehrer widerlegte ein Maler durch ein sinnreiches Gemälde. Er malte Christum beim letzten Abendmahle und neben Christus auch Luther und Zwingli.
    Unter das Bild schrieb er folgende Worte:
   „Christus sagt: Das ist mein Leib; Luther sagt: Das wird mein Leib; Zwingli sagt: Das bedeutet meinen Leib. Nun, wer von diesen Dreien hat Recht?“

    Diese wenigen Worte des Malers ersetzen viele Beweise. Das Gemälde befindet sich in der Benediktinerkirche zu Ottobeuren in Schwaben. (Spirago, Beispiele Nr. 1602)
    Die Freidenker unterstehen sich sogar, den Katholiken Götzendienst und Heidentum vorzuwerfen, weil sie nach ihrer Ansicht bloßes Brot anbeten.
    Wie man sieht, machen es die Leute durch alle Jahrhunderte den Juden nach,
    die bei der Ankündigung dieses Geheimnisses in der Synagoge zu Kapharnaum murrten und sprachen: 
   „Wie kann uns dieser sein Fleisch zu essen geben?“ (Joh. 6, 53)
    Wären die Worte Christi über das hl. Altarsakrament nicht wörtlich zu verstehen gewesen, so hätte Christus ganz sicher den murrenden Juden gesagt:
   „Ihr Leute, ihr dürft diese Worte nicht wörtlich auffassen; sie sind nur bildlich zu verstehen.“
    Das tat Christus aber nicht, im Gegenteil, er sprach dieses Geheimnis noch viel schärfer aus.

    Gleichwie schon zu Christi Zeiten des hl. Altarsakramentes wegen viele den wahren Glauben verließen (denn „seitdem verließen ihn viele Jünger
    und wandelten nicht mehr mit ihm“, Joh. 6, 67), so geschieht es jetzt noch durch alle Jahrhunderte.

    Wer sagt: „Wie kann unter der Brotsgestalt Christus verborgen sein?“ der bedenke, dass er auch sagen müsste:
   „Wie kann unter der menschlichen Hülle Gott verborgen sein?“ Die Menschen hassen, was sie nicht fassen.

      Q: Volkskatechismus 1920
« Zuletzt geändert: 28.11.2016 um 06:51:53 von Brigitta »  

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Re: Das Allerheiligste Altarsakrament
Antwort #6 - 27.03.2014 um 20:02:16
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10)  In neuerer Zeit findet alljährlich ein großer eucharistischer Kongress statt,
wo das katholische Volk aus der ganzen Welt zusammenkommt und seinen Glauben
an die Gegenwart Christi im hl. Altarsakramente in feierlicher Weise kundgibt.
Auch die Freidenker halten alljährlich Kongresse ab, um Beschlüsse zur Bekämpfung des Gottesglaubens zu fassen.
Da geziemt es sich, dass auch die Gläubigen unerschrocken vor der ganzen Welt den Glauben an Gott bekennen.
Dies geschieht besonders auf dem eucharistischen Kongresse, wo sie dem unter der Brotsgestalt gegenwärtigen Gottmenschen (der Eucharistie) huldigen.
Diese Huldigung hat eine Ähnlichkeit mit dem Jubel des Volkes am Palmsonntag.
Die Gläubigen legen auf einem solchen Kongress ein feierliches Glaubensbekenntnis ab wie Petrus, der vor den Aposteln ausrief:
„Du bist Christus der Sohn des lebendigen Gottes.“
Der euch. Kongress kann ein Fronleichnamsfest der Völker genannt werden;
denn daran beteiligen sich nicht die Angehörigen einer Pfarrei, sondern die Vertreter aller Nationen.
Der Kongress soll nicht nur eine Kundgebung des Glaubens und eine lebendige Predigt sein, sondern er soll bewirken,
dass die Verehrung des unter der Brotsgestalt gegenwärtigen Königs der Könige immer mehr im Volke zunehme.
Deshalb halten hervorragende Männer Vorträge und Reden, die sich auf das hl. Altarsakrament beziehen.

Den Glanzpunkt und Abschluss des Kongresses bildet die eucharistische Prozession, wobei der Stellvertreter des Papstes das Allerheiligste trägt.
Auf den eucharistischen Kongressen erschienen schon bis 1 Million Teilnehmer,
hunderte Bischöfe und bis 10 000 Priester aus den verschiedenen Nationen der Erde.
Der erste Kongress fand 1881 zu Lille in Frankreich statt; 1926 war er zu Chicago in Nordamerika.
Die „Pforten der Hölle“ hetzen und wüten gegen jeden euch. Kongress.
Auffallend ist, dass die Freidenker, die selbst Kongresse abhalten und das Wort „Toleranz“ stets im Munde führen,
den Kongressen der Katholiken gegenüber die größte Intoleranz bekunden.
Sie wissen eben, wie sehr die euch. Kongresse zur Verherrlichung Gottes
und zur Hebung des Glaubens und der Frömmigkeit beitragen, was ihnen sehr zuwider ist.
Ende.

Q: Volkskatechismus 1920 S. 599
  

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Die Notwendigkeit der hl. Kommunion.
Antwort #7 - 06.10.2016 um 23:35:08
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Die Notwendigkeit der hl. Kommunion
1.  Das hl. Altarsakrament ist die Nahrung unserer Seele.
     Deshalb ist die hl. Kommunion ein Mittel, um jetzt zur geistigen Vollkommenheit oder Heiligkeit und dereinst zum ewigen Leben zu gelangen.

     Das allerheiligste Altarsakrament ist die Nahrung unserer Seele.
     Denn das Leben unserer Seele hängt von dem Genuss des hl. Altarsakramentes ab.
     Christus sagt nämlich:
    „Wer mich isst, wird leben durch mich“ (Joh. 6,58) und:
    „Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht essen und sein Blut nicht trinken werdet, so werdet ihr das Leben nicht in euch haben.“ (Joh. 6, 54) –

Die hl. Kommunion ist daher das unerlässliche Mittel, zur Heiligkeit und zum ewigen Leben  zu gelangen.
Ohne gute Nahrung kann man keine bleibende Gesundheit erlangen;
ebenso kann man ohne die hl. Kommunion nicht heilig (geistig gesund und kräftig) werden. (Segur)
Es sind zweierlei Menschen, die der hl. Kommunion  bedürfen:
Die Vollkommenen, um sich in der Vollkommenheit zu erhalten; und die Unvollkommenen, um zur Vollkommenheit zu gelangen;
die Starken, damit sie nicht schwach werden, und die Schwachen, damit sie stark werden.
Kommuniziert also oft! (hl. Fr. v. Sales)
Die tägliche Kommunion war es, die so viel zur Heiligung der ersten Christen beitrug;
deshalb haben wir so viele Märtyrer aus den ersten Zeiten des Christentums.
Auch alle Heiligen haben in der  Regel sehr oft kommuniziert. –
Doch ist die oftmalige Kommunion an sich keineswegs das Kennzeichen der Heiligkeit oder etwa der Lohn für die erlangte Heiligkeit.
Auch die irdische Speise ist keineswegs ein Kennzeichen der körperlichen Stärke, sondern nur ein Mittel, diese zu erlangen.
Wer also selten die hl. Kommunion empfängt, wird in der Vollkommenheit geringe Fortschritte machen.

Aus dem Volkskatechismus 1929
  

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Re: Das Allerheiligste Altarsakrament
Antwort #8 - 08.10.2016 um 23:00:27
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Die Erkenntnis, dass wir trotz verrichteter Buße unwürdig sind, darf uns von der hl. Kommunion nicht abhalten.
Auch den Heiligsten legt die Kirche  vor der Kommunion die Worte des heidnischen Hauptmanns in den Mund. (h. Fr. S.)
Nur Christus wäre würdig gewesen, zu kommunizieren; denn nur ein Gott kann würdig einen Gott empfangen. (hl. Alph.)
Übrigens hat Christus das hl. Altarsakrament nicht für Engel sondern für Menschen eingesetzt.
Wer sein Elend besser kennt und ihm abhelfen will, wird nach der öfteren Kommunion verlangen.
„Wer ist demütig, der oft oder der selten kommuniziert?
Sicher derjenige, welcher Christum öfters empfängt.
Denn weil ein solcher sein Elend besser erkennt, sucht er Hilfe durch Empfang der hl. Kommunion.“ (Kassian) –
Auch unsere täglichen Fehler dürfen uns von der öfteren Kommunion nicht abhalten;
sie sollen uns vielmehr zur öfteren Kommunion anspornen, damit wir von ihnen rein werden.
Denn die hl. Kommunion reinigt uns von den lässlichen  Sünden und schwächt in uns die bösen Begierden.
Man empfängt Christum nicht, um ihn zu heiligen, sondern um von ihm geheiligt zu werden. (hl. Bonav.)
Der Mangel süßer Empfindungen bei der hl. Kommunion darf ebenfalls von ihr nicht abhalten.
Töricht wäre der Mensch, der das Brot nicht essen und lieber vor Hunger sterben wollte, weil er zum Brote keinen Honig bekommt (hl. Ig. Loy,);
oder wer erst dann zum Feuer treten wollte, wenn ihm warm ist. (Gerson)
Lies das vom Apost. Stuhl approb. vortreffliche Büchlein von Segur („Die hl. Kommunion in ihrem öfteren würdigen Empfang“. Mainz, Kirchheim).
Wer die hl. Kommunion lange Zeit hindurch leichtsinnig unterlässt, dessen Seele wird sterben.
Auch der Leib kann ohne Speise nicht leben. - 
Sowie es aber manche Heilige gab, die am Leben blieben, ohne irdische Speise zu genießen,
so gab es auch viele Heilige, die lange Jahre ohne heilige Kommunion gelebt haben;
so Maria von Ägypten, die 47 Jahre in der Wüste war; auch viele Einsiedler, wie ein hl. Paul v. Theben und ein hl. Antonius.
Der Hl. Geist, der sie in die Einsamkeit führte, ersetzte ihnen alles, was ihnen an den Sakramenten abging. (Bened. XIV.)
Die meisten von ihnen haben aber vor dem Tode die hl. Kommunion empfangen. –
Wer aber lange Zeit hindurch die hl. Kommunion nicht empfangen kann, ist verpflichtet, sie wenigstens geistig zu empfangen,
d. h. er muss das Verlangen haben, die hl. Kommunion zu empfangen und muß sie wirklich empfangen, wo sich Gelegenheit dazu darbietet. (hl. Th. Aq. )

Volkskatechismus 1929
  

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Re: Das Allerheiligste Altarsakrament
Antwort #9 - 03.11.2016 um 21:43:32
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2.  Wir sind unter einer Todsünde verpflichtet, jährlich mindestens einmal und zwar zur österlichen Zeit, die hl. Kommunion zu empfangen;
     außerdem in einer schweren Krankheit.(Sieh Cod. 859,1 ;  864,1.)
 
Im Paradiese hat Gott dem Menschen unter Todestrafe verboten, von der Frucht eines Baumes zu essen. Der Mensch aß aber davon und starb.
Jetzt gebietet Gott durch die Kirche unter Todesstrafe, vom h. Altarsakrament zu genießen, damit der Mensch das ewige Leben habe.
Und nun weigert sich mancher, es zu genießen.
Welche Nachlässigkeit!
Die ersten Christen empfingen täglich die hl. Kommunion, obwohl sie nicht alle Heilige waren.
Später mussten die Christen auf Anordnung des Papstes Fabian (+250) mindestens an den 2 Hauptfesten des Jahres zur hl. Kommunion gehen.
Im Mittelalter wurden viele Christen lau und gingen jahrelang nicht zur hl. Kommunion.
Daher verordnete die Kirche auf dem Konzil zu Lateran (1215), dass jeder katholische Christ, der zum Gebrauche der Vernunft gekommen ist,
mindestens einmal jährlich, und zwar zu Ostern, die hl. Kommunion zu empfangen habe; wer dieses Gebot nicht befolge,
dem solle nach dem Tode das kirchliche Begräbnis verweigert werden. –
Wir sind überdies verpflichtet, in einer schweren Krankheit die hl. Kommunion zu empfangen,
auch dann, wenn wir an demselben Tage den Leib des Herrn bereits empfangen hätten. (Cod. 864,1)
Und wenn die schwere Krankheit andauert, soll sich der Kranke öfters mit dem Leibe des Herrn stärken. (Cod. 864,3)
Der Schwerkranke kann wie die Jünger in Emaus zu Christus sprechen:
„Herr bleibe bei uns, denn es wird Abend“ (Luk. 24)
und nach empfangener Kommunion wie der greise Simeon:
„Nun laß, o Herr, deinen Diener in Frieden scheiden, denn meine Augen haben dein Heil gesehen.“ (Luk. 2,29)
Deshalb nennt man die hl. Kommunion auch „Wegzehrung“, d. i. die Stärkung auf dem letzten Wege.
Die hl. Hostie wird aber nicht jenen gereicht, die sie nicht geniesen können oder erbrechen würden.
Wer aber nur bewusstlos gworden ist, ist deswegen noch nicht ausgeschlossen von der hl. Kommunion.

Auch schwer kranke Kinder, die bereits zum Gebrauche der Vernunft gelangt sind (also ungefähr 7 Jahre alt sind), können die hl. Kommunion empfangen,
selbst wenn sie zuvor noch nicht bei der Beicht und Kommunion waren.
Der Priester wird sie zuvor ganz kurz über die Grundwahrheiten des Glaubens und über die zu empfangenden Sakramente belehren. (Bened. XIV.)
Es genügt, wenn Kinder in Todesgefahr den Leib des Herrn von der gewöhnlichen Speise zu unterscheiden vermögen
und ihn geziemend verehren. (Cod. 854,2)
Kinder sind bald, nachdem sie den Gebrauch der Vernunft erreicht haben und genügend vorbereitet sind, zur hl. Kommunion zugelassen. (Cod. 854,5)

Es wird gewöhnlich angenommen, dass der Mensch um das 7. Lebensjahr den Gebrauch der Vernunft erlangt (zu denken anfängt)
zuweilen (besonders bei besserer Erziehung und in Ländern mit milderem Klima, wo die Menschen schneller heranreifen)
auch schon etwas früher, oft aber erst später.
Der römische Katechismus sagt, dass die Kinder zur hl. Kommunion hinzutreten können,
sobald sie die himmlische Speise von der irdischen zu unterscheiden imstande sind und sich mit Grund annehmen lässt,
dass sie die hl. Kommunion mit der geziemenden Andacht empfangen werden.
Da in den verschiedenen Ländern die leibliche und geistige Entwicklung der Kinder verschieden ist,
haben die betreffenden Bischöfe ein verschiedenes Alter für die Erstkommunikanten angesetzt:
Die Bischöfe im ehemaligen Österreich das 3. Schuljahr, das ist das 9. Lebensjahr (Konferenz der österreichischen Bischöfe zu Wien, Nov. 1910),
die Bischöfe von Bayern das 5. Schuljahr das ist das 11. Lebensjahr,
die Bischöfe von Frankreich das 12. Lebensjahr.
Doch können geistig geweckte Kinder und solche, wo in der Familie auf die Religion besonderes Gewicht gelegt wird,
auch schon früher zur hl. Kommunion zugelassen werden.
Papst Pius X. hat angeordnet:
Eine vollständige und gründliche Kenntnis der religiösen Wahrheiten ist zur ersten hl. Kommunion nicht notwendig.
(Es genügt, wenn die Kinder die Grundwahrheiten der Religion kennen und soviel über das hl. Altartsakrament wissen,
dass sie diese Speise von jeder anderen unterscheiden und mit Ehrfurcht zum Tische des Herrn hinzutreten.)
Die geistige Reise, die zum Empfange des Bußsakramentes genügt, genügt auch zur hl. Kommunion.
Also kann die hl. Kommunion im gleichen Alter empfangen werden wie das Sakrament der Buße. (Pius X. 8.8. 1910)
Ob ein Kind zur ersten hl. Kommunion befähigt ist, entscheiden der Beichtvater und die Eltern des Kindes oder die Stellvertreter der Eltern. (Cod. 854,4)
Kindern aber, die infolge jugendlicher Schwäche keine Kenntnis des hl. Sakramentes und auch kein Verlangen darnach haben,
soll die hl. Kommunion noch nicht gereicht werden. (Cod. 854,1)
Volkskatechismus 1920
  

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