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Normal Topic Die Hochverehrung der Mutter Gottes (Gelesen: 4.081 mal)
Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
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Die Hochverehrung der Mutter Gottes
03.08.2013 um 13:39:13
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Die Hochverehrung der Mutter Gottes

Maria ist ein hebräisches Wort und heißt „Frau“ oder „Herrscherin.“ (hl. Petrus der Ehrw., hl. Joh. Dam.)
Maria beduetet auch die „Erleuchtete“ (hl. Hieron.) oder „ die Erleuchtende.“ (hl. Bernh. V. Bonav.). –
Schon im Paradiese nach dem Sündenfalle wurde die Mutter des Erlösers durch die Worte:
„das  Weib wird dir den Kopf zertreten“ (1 Mos. 3, 15)
als die Besiegerin der höllischen Schlange bezeichnet und dadurch als die Hoffnung des Menschengeschlechtes (als „ unsere Hoffnung“) hingestellt.
Auch wurde Maria im Alten Testamente durch zahlreiche Vorbilder angekündigt. Solche waren:
die Arche, die dazu beitrug, das Menschengeschlecht vor dem Untergange zu retten (in der laur. Litanei heißt Maria „Arche des Bundes“): 
die Bundeslade, die das Manna enthielt; der Tempel zu Jerusalem, der von außen blenden weiß und im Innern mit Gold bedeckt war
(Maria war rein von jeder Sünde und im Innern voll der Gottesliebe, gleichsam ein „goldenes Haus“);
Judith, die den Holofernes, den Erzfeind ihres Volkes, tötete;
Esther die eine Königin war, auf die das für alle geltende Gesetz (bei Maria das Gesetz der Erbsünde) nicht Anwendung fand
und die ihr eigenes, in der Fremde befindliches Volk durch ihre Vermittlung vom Tode rettete; die Mutter der machabäischen Brüder, 
die die Marter ihrer 7 Kinder sah und deren Herz dabei gleichsam (wie das Mariens) von einem siebenfachen Schwerte durchbohrt wurde.
Sinnbilder Mariens sind auch:
Die Morgenröte (Hoh. 6,9) und der Morgenstern (lauret. Lit.)
weil sie der aufgehenden Sonne dem Heiland voranging.
Der Heiland, der sich „das Licht der Welt“ nennt, verscheuchte durch sein Evangelium die geistigen Finsternisse des Heidentums.

    Q: Volkskatechismus 1920
Marienverehrung
« Zuletzt geändert: 23.09.2013 um 09:39:56 von Brigitta »  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #1 - 05.08.2013 um 22:34:46
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Maria die Mutter Christi, nennen wir gewöhnlich „Mutter Gottes“ oder „seligste Jungfrau.“

Schon Elisabeth nannte Maria „Mutter Gottes.“ (Luk. 1, 43)
Das Konzil von Ephesus im Jahre 431 billigte den Titel „Gottesgebärerin“ gegen den Irrlehrer Restorius.
Maria gebar denjenigen, der Gottund Mensch in einer Person ist.
Das Kind hat die Seele nicht von der Mutter, sondern von Gott und doch nennt man die Gebärerin des Kindes die Mutter; ebenso nennt man Maria mit Recht die Mutter Gottes“, obwohl sie Christus nicht die Gottheit gegeben hat. –
Maria heißt auch die „die seligste Jungfrau.“
Im apostolischen Glaubensbekenntnis beten wir: „Geboren aus Maria der Jungfrau“;
im Nizänischen Glaubensbekenntnis: „Der Mensch geworden durch den Heiligen Geist aus Maria der Jungfrau.“
Die Worte Mariens zum Engel bekunden den Vorsatz beständiger Jungfräulichkeit.(Luk. 1, 34)
Schon der Prophet Isaias hat vorausgesagt, dass eine Jungfrau den Erlöser gebären wird.(Is. 7,14)
„Maria hat Jesum als Jungfrau empfangen, als Jungfrau geboren und ist Jungfrau geblieben.“ (Hl. Aug.)
Sowie der Dornbusch nicht durch das Feuer verzehrt wurde, ebensowenig wurde durch die Geburt Christi die Jungfrauschaft Mariens verletzt;
so wie Christus bei verschlossenen Türen in der Mitte der Apostel erschien, ebenso kam er zur Welt, ohne die Jungfrauschaft Mariens vereltzt zu haben. (hl. Aug.)
Maria ist die Jungfrau der Jungfrauen. (lauret. Lit.)
Sie ist die „weiseste Jungfrau“  (laur. Lit.) und
der „Sitz der Weisheit“ (laur. Lit)
da sie der Welt entsagte und für Gott lebte. Die Religionsfeinde möchten gern die Mutter Gottes als gewöhnliches Eheweib hinstellen und berufen sich auf die im Evangelium
(Matth. 13, 55) erwähnten Brüder Jesu.
Doch sind diese nur Blutsverwandte Christi. Die Juden pflegten Blutsverwandte „Brüder“ zu nennen; so nannte Abraham seinen Neffen Loth Bruder. (1. Mos. 13,8). –
Christus wurde der „Erstgeborene“ (Matth. 1,25 genannt,
d. i. der nach dem jüdischen Gesetze (2 Mos. 13,2) dem Dienste des Herrn Geweihte.
Christus war tatsächlich der „Erstgeborene“ unter seinen Brüdern, den Christen. (Röm. 8,29) –
Maria vermählte sich infolge göttlicher Anordnung und nur deswegen mit Josef, damit sie nach der Geburt Christi nicht gesteinigt würde,
und damit jemand für sie und das göttliche Kind sorge. (hl. Hier.) Der Reinigung im Tempel (2.Febr. ) unterzog sich Maria ebenso freiwillig, wie Christus der Beschneidung.

Q: Volkskatechismus 1920
  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #2 - 13.08.2013 um 12:46:49
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Die seligste Jungfrau Maria wurde von ihrer Mutter, der hl. Anna, unbefleckt empfangen;
daher nennt man Maria  „die Unbefleckte.“
Papst Pius IX. verkündete am 8.Dezember 1854 feierlich, dass Maria beim ersten Augenblicke ihrer Empfängnis
von der Makel der Erbsünde bewahrt worden
und dass ihr dieses Vorrecht vom allmächtigen Gott mit Rücksicht auf die Verdienste Jesu Christi,
des Erlösers des Menschengeschlechtes, verliehen worden ist.
4 Jahre später bei ihrer Erscheinung in Lourdes 1858 sagte Maria: „Ich bin die unbefleckte Empfängnis.“
Die Lehre von der unbefleckten Empfängnis Mariens haben die Christen schon seit jeher geglaubt.
Die hl. Väter nannten Maria stets die „makellose“ Jungfrau und die Christen verrichteten sei jeher Gebete
zur „unbefleckten“ Himmelskönigin
und errichteten Statuen zu Ehren der „Unbefleckten Empfängnis.“
Die gänzliche Makellosigkeit (Sündenlosigkeit) Mariens hat Gott schon im Paradiese verkündet (1 Mose, 3,15)
und dann durch den Erzengel Gabriel verkünden lassen (Luk, 1, 28)
Gott sprach nämlich zur höllischen Schlange:
Sie wird dir den Kopf zertreten.“ Sollte Maria aber die Besiegerin des Teufels sein,
so konnte sie unmöglich durch die Sünde unter die Herrschaft der Schlange kommen)
Gabriel wieder nannte Maria „voll der Gnade“. Wenn schon der Vorläufer Christi Johannes der Täufer,
vor seiner Geburt von der Erbsünde gereinigt wurde,
so musste um so mehr der Vorzug der Sündenreinheit der Mutter des Erlösers zuteil werden.
Schon die Würde Christi fordert die gänzliche Sündenlosigkeit Mariens.
Der hl. Kirchenlehrer Ephrem der Syrer (+ 380) spricht zu Christus:
„Du und Deine Mutter, ihr seid die einzigen, die in jeder Hinsicht ganz schön sind; denn an Dir o Herr,
ist kein Fleck und keine Makel an Deiner Mutter.“
Maria ist die „unbefleckte Mutter“. (lauret. Litanei) Maria ist der „Turm Davids“ und der „elfenbeinerne Turm“. (lauret. Lit.)
Ein Turm galt in früheren Zeiten als uneinehmbar;
Elfenbein ist schön weiß (rein), hart und fest.
Durch diese Titel soll auf die Unbesiegbarkeit (Unabhängigkeit vom Teufel, Sündenlosigkeit)
und Reinheit (Jungfräulichkeit) Mariens, die aus dem Geschlechte Davids stammte, hingewiesen werden.
„Das Fleisch Mariens, das sie von Adam annahm,
hat die Makel des Adam nicht angenommen.“ (hl. Petrus Dam,.) -  Maria war auch ohne persönliche Sünde.
(Kz. Tr. 6, 23) Maria glich daher einer Zeder (Sir. 24, 17) deren Holz nie in Fäulnis übergeht;
sie war eine Lilie unter Dornen (Hohl. 2,2),
ein Spiegel ohne Makel. (Weish. 7,26)
Maria ist die „reinste Mutter“ (laur. Lit.) .
Sie ist die „getreueste Jungfrau“ (laur. Lit.), da sie auch in den kleinsten Dingen den Weg der Gebote nie verließ.
Maria heißt mit Recht die „wunderbare Mutter“.
Maria ist aus folgenden Gründen die „wunderbare Mutter“. (laur. Lit.):
1)      Sie ist Mutter des Schöpfers und Mutter des Geschöpfes, nämlich auch Mutter der Christen.
         (Sieh Christi Worte am Kreuze!)
         Sie hat den geboren, der sie selbst erschaffen hat.
2)      Sie ist Mutter geworden und trotzdem Jungfrau geblieben.
3)      Sie allein hat ohne Schmerzen geboren, ist also die „ungeschwächte Mutter“. (lauret. Lit.)
4)      Sie ist Gottesbraut und Mutter Gottes zugleich. „Maria ist das Wunder der Wunder und nichts von allem,
         was besteht, Gott ausgenommen, ist herrlicher als sie.“ (hl. Isid.)


                   Q: Volkskatechismus 1920
  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #3 - 14.08.2013 um 13:59:54
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Mehr als alle anderen Heiligen verehren wir Maria, die Mutter Christi.

Maria wurde schon bei Lebzeiten sehr verehrt, so bei der Verkündigung der Geburt Christi vom Engel; 
dieser begrüßte sie (was sonst bei Erscheinung eines Engels nie vorkommt) und nannte sie die „gnadenvolle“ und die „gebenedeite unter den Weibern,“ (Luk, 1,26)
Es ist schon eine große Ehre, wenn ein Engel dem Menschen erscheint, und der Mensch den Engel ehren kann;
bei der Verkündigung der Menschwerdung erweist aber nicht der Mensch den Engel, sondern der Engel dem Menschen Ehre.
Daraus folgt, dass Maria vornehmer sein musste als der Engel. (hl. Ther. Av. )
Wie sehr wurde Maria von Elisabeth geehrt; diese pries Maria selig und nannte sie Mutter Gottes. (Luk1, 42)

Maria die „Königin der Propheten“, selbst ahnte es und weissagte, dass sie ein Gegenstand des Lobes sein werde;
denn als sie vom Heiligen Geiste erleuchtet das Magnificat anstimmte, sprach sie:
„Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter  (Luk. 1, 48)
Die Kirche treibt uns an zu besonderer Verehrung der Mutter Gottes. Sie fügt zu jedem „Vater unser“ das „Gegrüßest seist du Maria“ hinzu;
sie lässt täglich dreimal läuten, um uns an die Verkündigung der Geburt Christi (an das Geheimnis der Menschwerdung) zu erinnern und zur Anrufung Mariens (zum Gebete:
„Der Engel des Herrn“) aufzufordern; sie hat mehrere Feste zu Ehren der Mutter Gottes eingesetzt; sie betet beim öffentlichen Gottesdienste oft die lauretanische Litanei,
worin sie der Mutter Gottes die schönsten Titel beilegt; sie ehrt Maria im schönsten Monate des Jahres durch die Maiandachten;
sie verichtet besonders im Oktober die Rosenkranzandachten; sie hat sehr viele Kirchen zu Ehren der Mutter Gottes erbaut, unter denen viele
als Wallfahrts und Gnadenorte berühmt geworden sind.
Auch gibt es zur Verehrung Mariens eine Menge herrlicher Kirchenlieder. – Maria ist die „lobwürdige Jungfrau.“ (laur. Lit. )
Die Hochverehrung Mariens ist aber keine Anbetung. „Maria wird zwar von uns sehr geehrt, doch Vater, Sohn und Heiliger Geist nur allein angebetet.“

Q: Volkskatechismus 1920
« Zuletzt geändert: 08.09.2013 um 22:18:37 von Brigitta »  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #4 - 16.08.2013 um 23:49:29
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Schon Mose vermochte durch die Kraft seines Gebetes den Zorn Gottes über die Israeliten so wirksam aufzuhalten,
dass der allerhöchste und unendlich barmherzige Herr ihm nicht widerstehen konnte und zu ihm sagte,
er solle ihn zürnen und dieses aufrührerische Volk bestrafen lassen.
Was müssen wir dann erst vom Gebet der demütigen Maria, der würdigen Mutter Gottes, sagen, das bei Gott wirkungsvoller ist als die Gebete
und Bitten aller Heiligen im Himmel und auf Erden!Maria befiehlt im Himmel den Engeln und den Heiligen.
Als Belohnung für ihre tiefe Demut hat Gott ihr die Vollmacht und den Auftrag gegeben, die leeren Throne,
von denen die aus Stolz abgefallenen Engel herabgestürzt sind, mit Heiligen zu besetzen.
Es ist der Wille Gottes, der die Niedrigen erhöht, dass Himmel, Erde und Hölle, ob sie wollen oder nicht, sich den Befehlen der demütigen Maria beugen,
die er eingesetzt hat als Königin des Himmels und der Erde, als Anführerin der himmlischen Heere, als Schatzmeisterin seiner Reichtümer,
als Ausspenderin seiner Gnaden, als Vollbringerin seiner größten Wunder, als Wiederherstellerin des Menschengeschlechtes, als Mittlerin für die Menschen,
als Vernichterin der Feinde Gottes, als treue Gefährtin bei seinen Großtaten und seinen Triumphen.
Gott Vater will bis zum Ende der Welt durch Maria Kinder haben und sagt ihr: In Jacob inhabita - wohne in Jakob. Das bedeutet:
Nimm Wohnung und Aufenthalt bei meinen Kindern, die in Jakob dargestellt sind, und nicht bei den Kindern des Teufels, den Verworfenen, die von Esau verkörpert werden.
Wie für die natürliche, die körperliche Zeugung ein Vater und eine Mutter notwendig sind, so gibt es auch bei den übernatürlichen,
der geistlichen Zeugung einen Vater: Gott, und eine Mutter: Maria. Die wahren Kinder Gottes, die Vorherbestimmten, haben alle Gott zum Vater und Maria zur Mutter.
Wer Maria nicht zur Mutter hat, hat auch Gott nicht zum Vater. Deshalb haben die Verworfenen, etwa Häretiker, Schismatiker und so weiter,
die Maria hassen oder sie mit Verachtung oder Gleichgültigkeit betrachten, Gott nicht zum Vater, selbst wenn sie sich dessen rühmen,
eben weil sie Maria nicht zur Mutter haben.
Denn hätten sie Maria zur Mutter, würden sie sie lieben und verehren, wie ein gutes Kind ganz selbstverständlich seine Mutter liebt und ehrt, die ihm das Leben geschenkt hat.
Ein untrügliches und sicheres Zeichen, einen Häretiker, einen Anhänger einer falschen Lehre oder einen Verworfenen von einem Vorherbestimmten zu unterscheiden,
besteht darin, dass Häretiker und Verworfene nichts als Verachtung und Gleichgültigkeit für Maria empfinden.
Sie sind darauf bedacht, durch Wort und Beispiel die Marienverehrung offen oder versteckt zu schmälern, manchmal unter schönem Vorwand.
Also Gott hat nicht gesagt, dass Maria in ihnen Wohnung nehmen solle, denn sie sind Kinder Esaus.
Gott Sohn will sich durch seine geliebte Mutter jeden Tag in seinen Gliedern bilden, man könnte sagen: Er will in ihnen Fleisch annehmen, und sagt ihr:
In Israel bereditare - Nimm Israel zum Erbe. Anders ausgedrückt: Gott, mein Vater, hat mir alle Völker der Erde, alle Menschen,
Gute und Böse, Vorherbestimmte und Verworfene, zum Erbe gegeben. Ich werde die einen mit einem goldenen, die anderen mit einem eisernen Zepter führen.
Den einen werde ich Vater und Anwalt, den anderen ein gerechter, allen aber Richter sein.
Du aber, meine geliebte Mutter, sollst als Erbe nur die Vorherbestimmten haben, dargestellt in Israel.
Als ihre gute Mutter sollst du ihnen das Leben schenken, sie nähren und großziehen und als ihre Königin führen, lenken und beschützen.
Ein Mensch und ein Mensch ist in ihr geboren, sagt der Heilige Geist: Homo et homo natus est in ea.
Einige Väter geben dazu die Auslegung, dass als erster Mensch der Gott-Mensch Jesus Christus in Maria geboren ist, als zweiter der bloße Mensch,
durch Adoption Kind Gottes Marias. Wenn Jesus Christus, das Haupt der Menschen, in ihr geboren ist, müssen notwendigerweise auch die Vorherbestimmten,
die Glieder dieses Hauptes, in ihr geboren werden. Eine Mutter bringt ja nicht den Kopf oder das Haupt ohne Glieder, noch die Glieder ohne das Haupt zur Welt.
Sonst wäre es eine Missgeburt der Natur. Genauso werden in der Ordnung der Gnade Haupt und Glieder von der gleichen Mutter geboren.
Und wenn ein Glied des mystischen Leibes Christi, einer der Vorherbestimmten, von einer anderen Mutter geboren würde als von Maria,
es wäre weder ein Vorherbestimmter noch ein Glied Jesu Christi, sondern eine Missgeburt in der Ordnung der Gnade.
Zudem:
Jesus Christus ist heute immer die Frucht Marias. Himmel und Erde rufen es ihr jeden Tag tausend- und abertausendmal zu: Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Es besteht also kein Zweifel, das Jesus Christus für jeden einzelnen Menschen, der ihn besitzt, genauso wahrhaft Frucht und Werk Marias ist, wie für alle insgesamt.
So kann jeder Gläubige, der Jesus in seinem Herzen gebildet hat, mit Gewissheit sagen: Dank sei Maria! Was ich besitze, ist ihr Werk und Frucht.
Ohne sie besäße ich es nicht. Wir können auf Maria mit größerer Berechtigung anwenden, was Paulus von sich sagt:
Quos iterum parturio, donec in vobis formetur Jesus Christus - Täglich erleide ich Geburtswehen für die Kinder Gottes, bis Jesus Christus,
mein Sohn, in seiner vollendeten Gestalt in ihnen gebildet ist. Der heilige Augustinus geht noch weiter und sagt,
dass alle Vorherbestimmten im Schoss Marias verborgen sind, um dem Bild des Gottessohnes ähnlich zu werden.
Diese liebevolle Mutter beschützt sie, nährt sie und läßt sie wachsen, bis sie sie nach dem Tod für die Herrlichkeit gebiert.
Die Kirche nennt den Todestag der Gerechten ja auch den Tag ihrer eigentlichen Geburt.
Welch ein Gnadengeheimnis, den Verworfenen gar nicht, den Vorherbestimmten nur wenig bekannt.
Gott Heiliger Geist will sich in und durch Maria Auserwählte bilden und sagt ihr: In electis meis mette radices:
Meine geliebte Braut, lass all deine Tugenden in meinen Auserwählten Wurzeln schlagen, damit sie in der Tugend und in der Gnade wachsen.
Als du auf Erden lebtest und die größten Tugenden übtest, habe ich ein solches Gefallen an dir gefunden, dass ich noch immer wünsche,
dich auf der Erde zu finden, ohne dass du aufhörtest, im Himmel zu sein. Bilde dich darum immer neu in meinen Auserwählten,
damit ich mit Freude in ihnen die Wurzeln deines unüberwindlichen Glaubens, deiner tiefen Demut, deiner umfassenden Askese,
deines erhabenen Gebetes, deiner glühenden Liebe, deiner starken Hoffnung und all deiner Tugenden finde. Du bist wie immer deine treue, reine und fruchtbare Braut.
Dein Glaube soll mir Gläubige schenken, deine Reinheit jungfräuliche Menschen, deine Fruchtbarkeit Auserwählte und Tempel.
Wenn Maria in seiner Seele Wurzeln geschlagen hat, bringt sie in ihr Gnadenwunder hervor, wie nur sie es kann, denn sie allein ist die fruchtbare Jungfrau,
der niemals jemand an Reinheit und Fruchtbarkeit gleichgekommen ist noch gleichkommen wird. Zusammen mit dem Heiligen Geist hat Maria das Größte,
was denkbar ist, hervorgebracht: den Gott-Menschen. Folglich wird sie auch in den letzten Zeiten die größten Wunder vollbringen.
Bildung und Erziehung der großen Heiligen, die es bis zum Ende der Zeiten geben wird, ist ihr vorbehalten,
denn nur diese einzigartige und bewundernswerte Jungfrau kann zusammen mit dem Heiligen Geist einmalige und außerordentliche Dinge vollbringen.
Wenn der Heilige Geist, ihr Bräutigam, Maria in einer Seele findet, beeilt er sich, ganz in der Seele einzugehen.
Je mehr Raum diese Seele Seele seiner Braut gibt, desto überreicher teilt er sich ihr mit. Einer der Hauptgründe dafür,
dass der Heilige Geist heute keine auffallenden Wunder in den Seelen wirkt, liegt darin,
dass er in ihnen keine genügend tiefe Verbundenheit mit seiner treuen und unzertrennlichen Braut findet.
Maria ist seine unzertrennliche Braut, denn seitdem sich der Heilige Geist, die wesenhafte Liebe des Vaters und des Sohnes,
mit Maria vermählt hat, um Jesus Christus, das Haupt der Auserwählten, hervorzubringen und Christus in den Auserwählten, hat er sie niemals verstoßen, weil sie immer treu und fruchtbar gewesen ist.

nach Ludwig-Maria Grignion von Montfort (Gott und die Gottesmutter)
  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #5 - 08.09.2013 um 22:51:36
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Wir verehren Maria deswegen so sehr,

1.  Weil sie die Mutter Gottes und unsere Mutter ist.
     Maria ist die Mutter Christi (lauret. Litanei) und daher die Mutter Gottes.
     Sie ist das „goldene Haus“ (lauret. Lit.) d. i. der Palast, worin der himmlische König gewohnt hat.
     Kein Engel, nicht einmal der vollkommenste, kann wie Maria zu Gott sagen: „Mein Sohn.“ O welcher Vorzug Mariens!
     Wer also Gott wahrhaft liebt, wird sicher die Gottesmutter ehren und die Mutter mehr ehren, als die Freunde Gottes, die Heiligen;
     denn die Gottesmutter hat eine höhere Würde als alle Heiligen. Die Ehre, die man der Mutter und Königin erweist, fällt eben auf den Sohn und König selbst zurück.
     Aus der Andacht zu Maria kann man also auf den Grad der Gottesliebe (der Vollkommenheit) eines Christen schließen.
     Und in der Tat, je größer ein Heiliger war, umso inniger verehrte er Maria. - 
     Maria ist auch unsere Mutter; denn Christus hat sie uns am Kreuze zur Mutter gegeben. Die Worte zu Johannes: „Siehe, deine Mutter!“ (Joh. 19,27)
     beziehen sich auf jeden Christen; denn Johannes vertrat auf dem Kalvarienberge unsere Stelle.
(hl. Aug.)
     Da der Sohn Gottes durch die Menschwerdung unser Bruder geworden ist und Brüder die gleiche Mutter haben, so ist die Mutter Christi auch unsere Mutter.
     Maria ist auch die zweite Eva, also die zweite Mutter des Menschengeschlechtes.
     So wie Eva durch ihren Ungehorsam das Menschengeschlecht unglücklich machte, hat es Maria durch ihren Gehorsam wieder glücklich gemacht. (hl. Irenäus)
     Durch ein Weib ist der Tod in die Welt gekommen, durch ein anderes ist das Leben in die Welt gebracht worden. (hl. Bernh.) Daher ist Maria auch die Mutter der Kirche. –
     Weil Maria unsere Mutter ist, so ist sie mehr als die anderen Heiligen um unsere Seligkeit besorgt.
    
„Nach Christus trägt niemand eine so große Sorge um uns als Maria.“ (hl. Germ.)
     Die Heiligen sagen, es sei fast eine Beleidigung der Mutter Gottes, wenn man sie in der Not nicht um Hilfe anruft.

     Es liegt ja in der Natur des Kindes, sich an die Mutter zu wenden, wenn man vom Vater etwas erreichen will.
     Nicht ohne Grund verehren wir das Herz Maria und nennen Maria die „liebliche (liebevolle) Mutter.“ (lauret. Lit.)

  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #6 - 11.09.2013 um 23:10:45
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2)  Weil sie unter allen Heiligen wegen ihrer großen Heiligkeit und Tugenden Gott am angenehmsten ist.
     Der wahre Wert eines Menschen vor Gott richtet sich nicht nach seinen leiblichen oder geistigen Anlagen,
     nach seinem Stand oder Besitztum u. dgl. sondern darnach, wie weit er es in seiner Ähnlichkeit mit dem Gottmenschen verbracht hat.
     Maria ist nun infolge ihrer Tugenden unter allen Menschen ihrem Sohne am ähnlichsten geworden,
     daher ist sie unter allen Menschen Gott am angenehmsten.
      „Gott liebt Maria mehr als alle Heiligen zusammen.“ (Suarez) Maria war das heiigste und vollkommenste Geschöpf.
     Sie war in den ersten Augenblicken ihres Daseins heiliger als die größten Heiligen am Ende ihres Lebens (hl. Gr. Gr.)
     Wegen ihrer großen Heiligkeit wird Maria mit dem Turme Davids, er auf dem höchsten Berge Jerusalems majestätisch in die Höhe stieg, verglichen.
     (Hohel. 4,4)weil Maria alle Engel und Heiligen an Heiligkeit übertrifft,
     heißt sie die „Königin der Engel“ (laur. Litan.  Und die „Königin aller Heiligen. (laur. Lit.) Sie ist der Spiegel der Gerechtigkeit (l. Lit.)
     Maria hatte unter allen Geschöpfen die größte Gottesliebe und die geringste Anhänglichkeit an irdische Dinge.
     Der Heilige Geist hatte Maria, wie das Feuer das Eisen, ganz durchglüht (hl, Jldf.) 
     Wegen ihrer überaus großen Gottesliebe wird Maria „goldenes Haus“ (Tempel der Liebe genannt.
     Maria zeichnete sich durch alle Tugenden aus „Maria ist die geistliche Rose“ (l. Litanei)
    „Maria ist „die „geistliche Rose“ so wie eine  Rose durch die Schönheit der Farbe und Stärke des Wohlgeruches alle Blumen übertrifft,
     so Maria alle Heiligen durch die Größe Ihrer Gottesliebe und den Wohlgeruch ihrer Tugenden.
     Sie wird daher verglichen mit einer „Königin im goldenen Kleide, im bunten Gewande“, d.i. dem Kleide der Liebe,
     das mit allen Tugenden geziert ist. (Ps. 44,10)
     Maria nahm in der Vollkommenheit ununterbrochen und schnell zu. Sie glich dem Weinstocke (Sir. 24,23)
     der fortwährend wächst, bis er die Höhe des Baumes erreicht hat, - an dem er gelehnt ist. (hl. Alphons)   
     Gleichwie der Mond schneller seinen Lauf vollendet, als alle Planeten. So gelangte Maria auch schneller als alle Heiligen zur Vollkommenheit. (hl. Alphons)
 
     Maria nahm schneller an Vollkommenheit zu, weil sie dem Ursprunge aller Gnaden so nahe war und daher mehr Gnaden empfing als alle anderen Menschen. (h. Th. Av.)
      

  

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Antwort #7 - 01.02.2014 um 13:20:22
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3) Weil sie von Gott unter allen Menschen und Engeln am meisten ausgezeichnet worden ist;
    denn er hat sie vor der Makel der Erbsünde bewahrt, ihren Leib glorreich auferweckt und sie zur Königin des Himmels gemacht.
    Könige schenken den Städten, wo sie geboren wurden oder den Thron bestiegen haben, Privilegien;
    auch der König des Himmels hat seiner Mutter, die ihn geboren hat, besondere Privilegien verliehen. (hl. Ephr.)
    Ein solches Privilegium ist ihre unbefleckte Empfängnis oder Makellosigkeit von der Erbsünde. Sieh Seite 300)
    Maria ist ein Tempel Gottes, weil Gott in ihr gewohnt hat. Ein Tempel wird durch eine besondere Weihe geheiligt.
    Auch Maria hat eine besondere Weihe empfangen, wodurch sie zu einer würdigen Wohnung Gottes gemacht wurde.
    Diese Weihe hatte zur Folge, dass sie vor der Makel der Erbsünde bewahrt wurde.
   „Der Allerhöchste hat seine Wohnung geheiligt.“ (Ps. 45,5) –

Eine weitere Auszeichnung Mariens war die, dass Gott ihren Leib glorreich auferweckt und in den Himmel aufgenommen hat.
Vom hl. Apostel Thomas wird berichtet, er sei zum Begräbnisse Mariens zu spät gekommen und habe den Leib Mariens im Grabe sehen wollen;
als ihn die Mitapostel zum Grabe geführt hatten, fand man wohl die Umhüllung des Leichnams, keineswegs aber den Leib Mariens.
In der ganzen Kirche wird das Fest Maria Himmelfahrt den 15. August gefeiert. Noch nie hat jemand eine Reliquie vom Leibe Mariens zeigen können. –

Maria hat die größte Herrlichkeit im Himmel. Sie hat einen besonderen Vorrang vor allen Engeln und Heiligen.
Sie steht vom Himmel der Hl. Dreifaltigkeit am nächsten.
Sonne, Mond und Sterne sinnbilden uns: Christum, Maria und die Heiligen.
Wie der Mond alle Sterne an Glanz so übertrifft Maria alle Heiligen an Herrlichkeit. Maria wird deshalb oft mit dem Monde verglichen. (Hohl. 6,9) 
„Wenn der Sohn ein König ist, so muß auch dessen Mutter als Königin ausgesehen und geehrt werden.“ (h. Athan.)
Maria ist die Königin der Engel, der Patriarchen, der Propheten, der Apostel, der Märthyrer, der Bekenner, der Jungfrauen und aller Heiligen. (l. Lit.)
Sie ist die Himmelskönigin. Daher trägt sie auf Bildern eine Krone auf dem Haupte.
Ihre Erhöhung zeigt uns insbesondere die unendliche Güte Gottes, der den armen Menschen aus dem Kote der Erde über alle Chöre des Himmels erhebt. (Ps. 112,8)

  Q: Volkskatechismus 1920
  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #8 - 11.05.2014 um 20:20:17
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4)  Weil Maria durch ihre Fürbitte bei Gott unter allen Heiligen am meisten vermag.

Die Fürbitte Mariens hat eine große Kraft, weil Christus seiner Mutter nichts abschlägt.
Schon auf Erden vermochte sie viel durch ihre Bitten bei Christus, so bei der Hochzeit zu Kana.
Wie Christus auf Erden die Bitten seiner Mutter erhörte, so macht er es auch jetzt noch im Himmel. (hl. Alph.)
Wenn schon das Gebet der Heiligen, also der Diener Christi, so mächtig ist, was wird erst die Fürbitte der Mutter Christi vermögen! (hl. Alph.)
Maria ist allmächtig durch ihre Fürbitte; sie ist die fürbitttende Allmacht. (hl. Bern.) Maria ist die mächtige Jungfrau. (lauret.L. )

Durch Maria können wir alles viel schneller erreichen. „Wenn wir uns an die Mutter Gottes wenden, werden wir manchmal schneller erhört,
als wenn wir uns direkt an Jesum, unsern Erlöser, wenden.“ (hl. Anselm)

Dies geschieht nicht etwa deswegen, als ob Maria vielleicht mächtiger wäre, sondern aus dem Grunde,
weil Christus wünscht, dass seine Mutter geehrt werde.


Das Gebet zur Mutter Gottes bleibt nie unerhört, wenn es überhaupt von Gott erhört werden kann.
„Ohne Zweifel wird der Sohn seine Mutter erhören, ein solcher Sohn eine solche Mutter.“ (hl.Bernh.)
Daher das Gebet Memorare und das Kirchenlied: Milde Königin gedenke.
Wer zur Mutter Gottes betet, betet nie vergebens.
„Maria ist nicht so unfreundlich, dass sie den Grüßenden ohne Gegengruß von sich lassen würde; so oft du sie grüßest, so oft grüßt sie dich wieder.“ (hl. Bonav.)

Maria ist die gütige Jungfrau (l. Lit.)
Maria wird von den Heiligen die Ausspenderin der göttlichen Gnaden genannt.
Der Erzengel sprach zu Maria: „Fürchte dich nicht Maria! Du hast Gnade gefunden bei Gott.“ (Luk. 1,30) Finden kann man nur das, was jemand verloren hat.
Hat vielleicht Maria irgend welche Gnade verloren, die sie dann wiedergefunden hätte? Keineswegs.
Sie hat jene Gnaden gefunden, die die ersten Eltern im Paradiese verloren hatten.
Durch Maria können also die Menschen die ihnen verloren gegangenen Gnaden wiedererlangen.
Maria ist die Mutter der göttlichen Gnade.“ (Lauret. L.)
Maria die Schatzmeisterin Gottes.
„Alles Gute, das uns Gott zukommen lassen will, ist den Händen der seligsten Jungfrau anvertraut; ihr sind alle Gnadenschätze übergeben.“ (hl. Ildef.)
Wie uns der Mond das Sonnenlicht mitteilt, ebenso teilt uns Maria die Gnaden der Sonne der Gerechtigkeit mit. (hl. Bernh.)
Sie stand unter dem Kreuze, damit offenbar würde, dass man durch ihre Vermittlung der Schätze des Blutes Christi teilhaftig werde. (hl. Petr. D.)
Dass Maria die „Ausspenderin der göttlichen Gnaden“ ist, ist keine Übertreibung;
denn sonst hätten die Heiligen, die vom Hl. Geiste, dem Geiste der Wahrheit, beseelt waren, nicht so gesprochen. (hl. Alph.)


Wie das Meer alle Gewässer in sich aufnimmt, so vereinigt Maria ins sich alle Gnaden der Heiligen.
Und wie das Meer diese Gewässer nicht etwa in irgend einem Schlunde versinken lässt, sondern durch den Wolkendunst wieder abgibt,
der dann als Regen die Länder befruchtet und die Bäche und Flüsse speist, so verhält es sich auch mit Maria;
auch sie spendet die von Gott empfangenen Gnaden den Menschen wieder aus.
Daher wird Maria von den Gottesgelehrten mit dem Hals der Kirche verglichen und Christus mit dem Haupte der Kirche.
Wie vom Haupte das Blut durch den Hals in den Leib fließt, so fließen uns alle Gnaden von Christus durch Maria zu.
Diese Ansicht teilt auch Papst Leo XIII. in seinem Rundschreiben über den Rosenkranz. 8. September 1894)

Seit jeher pflegten die Christen in der größten Not zu Maria ihre Zuflucht zunehmen.
Als die Türken im Jahre 1683 (vom 16.Juli bis 12 Sept..) vor Wien standen,
betete man in Wien und in der ganzen Christenheit den Rosenkranz zur Mutter Gottes; in der größten Not kam die Hilfe,
der glorreiche Sieg am 12. September.

Maria ist die „Helferin der Christenheit.“ (l. Lit.)
Auch die einzelnen Christen wenden sich in ihren persönlichen Bedrängnissen gern an Maria.
Maria ist die „Trösterin der Betrübten.“ (l. Lit.)
In schweren Krankheiten rufen die Christen zu Maria. Oft erlangen sie an Wallfahrtsorten Mariens, So zu Lourdes wunderbare Heilung.
Maria ist das „Heil der Kranken.“  (l. Lit.)

Mit Erfolg rufen die Christen zu Maria, wenn sie in schweren Sünden leben und sich bekehren wollen.
Die Anrufung Mariens zieht mächtig den Heiligen Geist auf die Sünder herab. Christus aber lässt sich durch die Bitten Mariens leicht versöhnen.
Alexander der Große soll einmal gesagt haben: „Eine einzige Träne meiner Mutter löscht viele Todesurteile aus.“
Was lässt sich erst von Christus erwarten!
Maria ist also die „Zuflucht der Sünder.“  (l. Lit.)
Maria ist die „Mutter der Barmherzigkeit.“ 
Maria ist „unsere Mittlerin.“  -

Wir legen Maria verschiedene Bezeichnungen bei, um anzudeuten, warum wir Maria bitten, und warum sie uns helfen kann; wir sagen:
Maria Hilf,
Maria von der immerwährenden Hilfe,
Maria vom guten Rate,
schmerzhafte Mutter u. dgl.

  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #9 - 17.05.2014 um 23:14:40
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Jedes Mal, wenn du an Maria denkst, denkt sie für dich an Gott.
Jedes Mal, wenn du Maria lobst und ehrst, lobt und ehrt sie für dich den Herrn.
Maria ist ganz auf Gott bezogen, und ich nenne sie gern die reine Gottesbeziehung, die nicht existiert, wenn nicht in Beziehung zu Gott;
oder das Echo Gottes, das nichts anderes sagt und wiederholt als Gott.
Wenn du - Maria - sagst, sagt sie - Gott -.
Elisabeth lobte Maria und nannte sie selig, weil Maria geglaubt hatte.
Maria, das treue Echo Gottes, antwortete : "Meine Seele preist die Größe des Herrn" (Lk 1,46).
Was Maria bei dieser Gelegenheit getan hat, tut sie immer.
Wenn man sie lobt, liebt, ehrt oder ihr etwas schenkt, wird Gott gelobt,
wird Gott geliebt, wird Gott geehrt und wird Gott gegeben : durch Maria und in Maria“

Hl. Ludwig Grignion v. Montfort
  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #10 - 22.05.2014 um 22:24:42
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Die Verehrung der Mutter Gottes ist ein vorzügliches Mittel, um jetzt zur Heiligkeit und einst zur ewigen Glückseligkeit zu gelangen.
Es ist auffallend, dass alle Heiligen die Mutter Gottes kindlich verehrt haben;
gerade durch diese Verehrung haben sie von Gott die größten Gnaden erlangt. Maria ist die „Pforte des Himmels.“ (laur.Lit.)
Maria ist die Himmelsleiter; auf dieser Leiter ist Gott zu uns herabgestiegen,
auf ihr können wir wieder zu Gott emporsteigen. (hl. Fulg.)
Ich glaube nicht, dass die Hölle sich rühmen kann, einen einzigen zu haben, der eine rechte Andacht zur Mutter Gottes gehabt hat. (hl. Alph.
Der hl. Bernhard meint, dass jene sicher selig werden, die Maria täglich verehren.
Der hl. Franz Borgias fürchtet sogar um das Heil jener Menschen, die keine besondere Andacht zur Mutter Gottes haben.

Es ist sehr empfehlenswert, die Mutter Gottes recht oft am Tage durch ein kurzes Stoßgebet anzurufen.
Kardinal Bischof Pie von Poitiers sprach oft im Tage die Worte:
„Dein bin ich o Mutter!“ Er ließ diese Worte auch auf sein Grab schreiben.

Empfehlenswert sind kurze Ablaßgebete zur Mutter Gottes, z.B:
O Maria, unsere Hoffnung, erweise dich uns gnädig! (300 Tage Abl. jedes Mal. Pius X. 3.1. 1906)
Heilige Maria, bewahre uns vor den ewigen Strafen. (100 Tage Ablaß jedes Mal. Pius X. 22.1. 1914)
Mutter, du schmerzensreiche, du Mutter aller Christen, bitte für uns. (300 Tage jedes Mal. Pius X. 4.6. 1906)
Mutter von der immerwährenden Hilfe, bitte für uns! 100 Tage Ablass  jedes Mal. Pius X. 22.1. 1914.)
Mutter der Liebe, der Schmerzen und der Barmherzigkeit. Bitte für uns! (300 Tage Abl. Jedes Mal. Pius X.  14.5. 1908)
Süßes Herz Mariä, sei meine Rettung (300 Tage Abl. Jedes Mal (Pius IX. 30. Sept. 1852)
Unsere liebe Frau von Lourdes bitte für uns! (300 Tage Ablass jedes Mal. Pius X.  9. Nov. 1907)
Du Königin des hl. Rosenkranzes, bitte für uns! (100 Tage Ablaß jedesmal. Bened. XV. 1. 10. 1915)
Es ist nützlich, Maria vor ihren Bildern, namentlich vor ihren Gnadenbildern um ihre Fürsprache und Hilfe anzurufen.

Die Mutter Gottes wird gewöhnlich abgebildet:
als Maria- Hilf („freudenreiche“ Gottesmutter) mit dem Kinde auf ihrem Arme;
Als schmerzhafte Mutter, mit ihrem Leichname Christi auf ihrem Schoße und (wegen der Worte Simeons bei Luk. 2, 35)
mit einem oder 7 Schwertern in ihrer Brust, welches Bild auch Vesperbild heißt, da die Kreuzabnahme abends (= zur Vesperzeit stattfand;
als Himmelskönigin („glorreiche“ Gottesmutter, die mit ihrem Leibe bereits in den Himmel aufgenommen ist, um dort Fürsprecherin zu sein),
ohne ihr Kind, angetan mit glänzendem Gewande, mit 12 Sternen um das Haupt und dem Monde unter ihren Füßen. (Laut Off. 12,1
Auch tritt Maria auf das Haupt der Schlange, weil sie der Schlange den Kopf zertreten sollte (1. Mos. 3, 15), d. h. weil sie frei von der Erbsünde, somit der Gewalt der Schlange nicht unterworfen war.
Maria hat als Himmelskönigin auch eine Krone auf ihrem Haupte.
Von ihren Händen pflegen Strahlen auszugehen, da sie die Ausspenderin der göttlichen Gnaden ist.
( Die 12 Sterne bedeuten, dass sie die Königin der Apostel ist.
Der Mond unter ihren Füßen bedeutet, dass Maria von jeder Sünde frei war; der Mond der beständig seine Gestalt ändert,
ist ein Sinnbild der Unbeständigkeit, als der Sünde.) –
Auch wird Maria als Unbefleckte Empfängnis (wie sie 1858 zu Lourdes erschienen ist) abgebildet;
sie ist ohne ihr Kind, hat weißes Gewand, weißen Schleier, blauen Gürtel und den Rosenkranz am rechten Arm.-
Weil die Anrufung Mariens vor ihren Gnadenbildern große Gnaden und oft wunderbare Hilfe bringt, daher die vielen Prozessionen nach den Wallfahrtsorten.

   Volkskatechismus 1920
  

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Vorzug Mariens
Antwort #11 - 25.04.2015 um 04:55:14
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    Erster Vorzug Mariens: Vorherbestimmung.
Titel:
Maria die Mutter Gottes.

Kaiser Julian, der Apostolat (+ 363), der Sohn des Julius Constaninus, eines Stiefbruders des Kaisers Constantin des Großen,
war zwar in der christlichen Religion erzogen, aber nur in der christlichen Hofreligion.
Aus verschiedenen Gründen, unter denen der unbändigste Hochmut nicht der schwächste war,
bekannte er bald nach der Thronbesteigung (361) offen seinen Hass gegen das Christentum,
und seine teuflische Bosheit mißbrauchte alle Gewaltmittel, um den Galiläer – wie er Jesum Christum, den göttlichen Erlöser nannte –
zu vernichten und das alte Heidentum in zeitgemäßer Renovation zur Staatsreligion wieder zu erheben.
In diesem blutigen Kriege wider Jesus und sein Reich, fand er den Widerstand nicht bei den hoffähigen Christen,
sondern bei den wirklichen Katholiken. Die Glut seines grimmigen Kaiserzorns sprühte oft den Fluch wider sie in dem bittern Vorwurf:
“Ihr verruchten Christen habt immer den Spruch im Munde: Maria- die Mutter Gottes.”
Dieser Vorwurf des zornentbrannten Julian war von seinem Kriegslager aus der ganz richtige und berichtete.

Denn Titel “Mutter Gottes”, womit Maria, das Segenskind des wohlhabenden Israeliten Joachim und seiner alten Gattin Anna,
schon im ewigen Ratschluße Gottes ausgezeichnet ist, umschließt schützend das ganze Christentum, die ganze katholische Kirche so vollständig,
wie die Schale ihren süßen Kern umschließt.
Der unendlich süße Kern der christlichen Religion ist die Menschwerdung der zweiten Person in der hochheiligen Dreifaltigkeit;
denn dieser Gottmensch, Jesus Christus, hat durch die Verkündigung seines Evangeliums, durch die Heiligkeit seines Lebens,
durch den Glanz seiner Tugenden, durch die Größe und Menge seiner Wunder die sündige Menschheit
aus den Sklavenketten der bösen Leidenschaften befreit.

Fortsetzung folgt
  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #12 - 26.04.2015 um 10:54:53
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Er hat durch seinen Gehorsam bis zum Tod, durch sein Leiden bis zur Abnahme seines Leichnams vom Kreuze, der Gerechtigkeit Gottes
für die Schulden und Strafen aller Menschen vollkommen Genugtuung geleistet und den Weg in den Himmel allen geebnet,
welche guten Willens sind, hinzugehen.
Er hat durch die glorreiche Auferstehung aus dem staatlich versiegelten Felsengrab, jene von den Schrecknissen des Todes befreit,
welche an Ihn glaubten. Und dieser Gottmensch, der durch diese drei Wohltaten von unendlicher Werte, uns die Nacht gegeben hat,
Kinder Gottes, Erben des Himmels und ewig Selige in der Freude unseres Herrn zu werden, ist der wirkliche und leibliche Sohn der Jungfrau Maria.
Ihr gehört der Titel "Mutter Gottes" durch des Heiligen Geistes Gnade; und sie ist so wesentlich
und persönlich mit dem göttlichen Erlösungswerke aller Menschen vereinigt, wie die Mutter mit jedem ihrer Kinder innigst vereinigt ist.
Es ist nicht nur kein Wunder, keine außerordentliche Erscheinung, sondern eine leicht begreifliche Tatsache,
dass der Fürst dieser Welt, sowie seine treu ergebenen Untertanen von Maria, der Mutter Gottes, nichts hören wollen;
das die Pforten der Hölle viel hitziger und ausdauernder, als der Kaiserzorn Julianas wider Maria, die Mutter Gottes,
toben seit der Geburt unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus in Bethlehem vor 1900 und mehr Jahren und forttoben werden bis zu dem schrecklichen Tage,
an welchem Jesus, der Sohn Gottes, der Sohn der Jungfrau Maria, in großer Macht und Herrlichkeit richten wird
die Schafe und die Böcke, die Lebendigen und die Toten.
Bald nach der Himmelfahrt Jesu hat sein Feind Unkraut unter die Christen gesäet und die Lüge verbreitet,
dass Maria nicht die Mutter Gottes, sondern nur die Scheinbare Mutter Jesu sei. Jesus sei wahrhaftig Gottessohn,
aber auch ein Menschensohn; denn er habe keine wirkliche menschliche Natur angenommen,
sondern Sich nur in einbem Scheinleibe geoffenbart, also die Welt nur scheinbar erlöst!
Dieser satanischen Irrlehre, welche ein gewisser Manes aus Persien (+ 276 oder 277) ausbreitete,
hat der hl. Archelaus, Bischof von Kaskarä in Mesopotamien (+279) die Larve gründlich weggerissen
und ihre gotteslästerliche Bosheit ins Sonnenlicht gestellt.
Er lud den Manes zu einer öffentlichen Disputation ein.
Dieser erschien und stellte die Behauptung auf: "Jesus Christus ist nicht von einer Jungfrau geboren",
und diese Behauptung suchte er also zu rechtfertigen: Von Ewigkeit besteht der Kampf zwischen dem Lichtgott
und dem Gott der Finsternis. Zur Abwehr hat der Lichtgott den Urmenschen erschaffen.
Dieser hat im Kampfe viel Licht verloren und der Gott der Finsternis hat diese Lichtteile eingekerkert,
in materielle Leiber und so ist der jetzige Mensch entstanden. Seine Seele stammt vom Gott des Lichtes,
sein Leib vom Gott der Finsternis; und daher kommt der fortwährende Streit in jedem Menschen zwischen seinem Geiste und Fleische.
Um diesem Kampfe ein Ende zu machen und die Lichtteile aus der Materie zu erlösen, bat der Lichtgott Christum,
den Sohn des Urmenschen, in einem Scheinleibe gesandt, damit er die Menschen lehre,
wie sie durch Überwindung der leiblichen Triebe und Begierden, die Seele reinigen und erlösen mögen.
Die vollkommene Erlösung jedoch werde erst nach dem Tode und meist erst nach langen Wanderungen,
durch mehrer tierische oder menschliche Leiber erfolgen.
Die Lehre, dass eine Jungfrau diesen Christum geboren habe, sei daher eine Lüge und Maria könne in keinem Falle seine Mutter sein.

Archelaus beleuchtet nun mit erstaunlicher Gemütsruhe und Geistesarbeit die schlaue Bosheit,
mit welcher Manes die Lehren der hl.Schrift dea Alten und des Neuen Testamentes verdrehe und fälsche und fährt dann in gehobenem Tone fort:
"Aber noch weiter wünsche ich alle, die meine Worte hören, darüber aufzuklären, wieviel Gottlosigkeit deine Behauptung enthält.
Wenn Jesus nicht geboren ist, wie du sagst, dann hat er offenbar auch nicht gelitten;
denn derjenige kann ja unmöglich leiden, welcher nicht geboren ist. Wenn aber Jesus nicht gelitten hat,
so hat das Kreuz keinen Sinn und keinen Wert mehr.
Wenn du aber das Kreuz entfernst, so ist Jesus gewiß auch nicht von den Toten auferstanden.
Wenn aber Jesus von den Toten nicht auferstanden ist, so wird auch kein anderer von den Toten auferstehen.
Wenn aber niemand aufersteht, dann wird auch kein Gericht sein; denn es ist ja klar, dass ich nicht gerichtet werde,
wenn ich nicht auferstehe! wenn aber kein Gericht wird gehalten werden, dann ist die Beobachtung der Gebote Gottes ohne Wert
und ohne Nutzen; dann nur fort mit dem Geschwätz über Enthaltsamkeit, über Streiten wider das Fleisch und seine Begierden;
dann gilt nur noch der Spruch: "Lasset uns essen und trinken; denn morgen werden wir sterben!" (Isaias. 22,13).
Schau doch! Dies alles zusammen leugnest du, indem du leugnest, dass er durch Maria geboren ist. 
Denn sobald du bekennst dass er aus Maria geboren ist, so folgt daraus notwendig auch sein Leiden
und aus dem Leiden seine Auferstehung und aus der Auferstehung sein Gericht und dann bleiben für uns auch die Gebote der Schrift in ihrer Kraft.
Darum ist das wahrlich keine müßige Frage, sondern gar vieles ist in dem Worte "Mutter Gottes" enthalten.
Diese Verteidigung des Titels "Maria - die Mutter Gottes", wie der hl. Bischof Archelaus dieselbe schon zu Anfang des christentums
mit sieghaftem Geschick vollführt hat, ist und bleibt der feste Fuß auf dem Kopfe des Lügners und Menschenmörders von Anbeginn.
ein anderer, sehr interessanter Beweis, dass der Titel "Maria - die Mutter Gottes" die fundamentalste Lehre der katholischen Kirche,
nämlich die von der Menschwerdung Jesu, am besten schützt und wider die Verlogenheit Satans am siegbarsten verteidigt,
liefert die Geschichte des gelehrten, beredten Nestorius, Patriarchen in Konstantinopel (+440?).
  

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Re: Vorzug Mariens
Antwort #13 - 27.04.2015 um 05:37:33
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Dieser von Hochmut und Ehrgeiz beherrschte Mann, mißbrauchte das Ansehen und die Macht,
welche die erzbischöfliche Würde ihm verlieh, um Maria ihre Eigenschaft als Mutter Gottes abzusprechen.
Er lehrte zwar die christliche Wahrheit, dass in Jesus Christus zwei vollkommene Naturen, die göttliche und die menschliche seien;
er lehrte aber auch die teuflische Lüge, dass in Jesus Christus nicht bloss eine, die göttliche Person, sondern zwei Personen,
eine göttliche und eine menschliche seien.
Um seinen böswilligen Abfall von der Lehre der katholischen Kirche über die Menschwerdung des Sohnes Gottes zu verheimlichen,
oder doch möglichst zu beschönigen, huldigte er der Jungfrau Maria mit allen denkbaren Ehrentiteln, nur mit dem nicht,
um den allein es sich handelte. Er predigte, dass Maria die Mutter des "Heiligen der Heiligen" sei, dass sie die Mutter "Erlösers
der Menschen" sei, dass sie in ihrem Schoße das Wort Gottes empfangen und getragen habe.
Er bekannte sogar, dass Maria einen Sohn geboren habe, welcher im gewissen Sinne Gott gewesen sei,
weil er in ganz besonderer Weise mit Gott verbunden war.
Das Volk merkte seinen Irrglauben aus dieser schönen, hochtönenden Sprache heraus nicht.
Als er aber einmal deutlich sagte, Maria sei nur die Mutter "Christi" nicht die "Mutter Gottes",
da gab die zahlreiche Zuhörerschaft eine sehr deutliche Antwort, sie stand auf, rief mit mächtiger Stimme:
"Maria ist nicht die Mutter eines Menschen, sondern die Mutter Gottes!"
Nun trat der Widerspruch des Volkes wider seinen Bischof in die Öffentlichkeit und was tat die katholische Kirche, d. h.
das von Jesus eingesetzte Lehramt, der Papst mit den ihm untergeordneten Bischöfen?
Der gelehrte Jesuit Bourdaloue antwortet:
"Die Kirche verwarf alle Spitzfindigkeiten des Nestorius und je hartnäckiger dieser den Titel "Mutter Gottes" bekämpfte,
um so mehr strengte sie sich an, denselben als den einzig richtigen zu bestätigen."
Scheinbar handelte es sich nur um ein einziges Wort, und um dieses einzige griechische WORT  Gottesgebärerin oder Mutter Gottes -
drehte sich der ganze Streit. Weil aber das Wort des hl. Papstes Leo des Großen:
"Der Weg, der zum Leben führt, ist schmal, nicht bloß in bezug auf die Beobachtung der Gebote, sondern mehr noch in bezug auf den Gehorsam gegen die Wahrheiten des Glaubens", vollkommen richtig ist, so
  

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Re: Die Hochverehrung der Mutter Gottes
Antwort #14 - 22.05.2015 um 11:30:48
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Warum verlangt die Kirche, dass jahraus, jahrein, an jedem Tage dreimal, durch das Läuten des englischen Grußes ihren Kindern verkündet werde: "Und das Wort (der ewige Sohn Gottes) ist Fleisch geworden!" und dass ihre Gläubigen deswegen beim hl. Meßopfer zweimal - beim Credo und beim lezten Evangelium - ihre Knie beugen?
Weil die katholische Religion ja nur eine fortgesetzte Verkündigung der Menschwerdung Gottes und eine fortwährende Forderung an alle Menschen ist, dass sie Jesum Christum - den Gottmenschen - anbeten und dass sie Maria - seine Mutter-Jungfrau oder Mutter Gottes verehren. Möge es daher der unermüdlichen Ave Glocke gelingen, auf ihre frohe Verkündigung: " Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft und -- sie empfing vom Heiligen Geiste!" von jedem Christgläubigen die freudige Antwort zu erhalten:

O ja-Mutter und Kindlein, ich schaue sie an!
Süßeres mir gar nichts denken kann!
Du- Mutter Gottes! O Kind, Du - mein Gott!
Helft mir im Leben und helft mir im Tod!

Quelle: Maria unsere Mutter
Betrachtungen und Erwägungen über das gnadenreiche, verdienstvolle und für uns so heilsame Leben der allerseligsten Gottesmutter Maria
von weiland P. Otto Bitschnau O.S.B.
Kapitular des Stiftes Maria- Einsiedeln
Mit Druckerlaubnis der hochwürdigsten Ordinariate von München - Freising. Rottenburg und des Abtes von Einsiedeln
München 1910
  

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