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Normal Topic Das Ärgernis (Gelesen: 449 mal)
Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Das Ärgernis
17.11.2014 um 23:41:38
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Das Ärgernis

Was ist ein Ärgernis?

Der hl. Thomas sagt:
„Das Ärgernis ist ein Wort, eine Tat oder eine Unterlassung, die an sich oder dem Scheine nach böse, einem andern Anlaß gibt,
in die Sünde zu fallen.“
Man unterscheidet das gegebene und das genommene Ärgernis.

Wie gibt man Ärgernis?
Wenn man etwas redet, tut oder unterlässt, von dem man voraussieht, dass ein anderer davon Anlaß zur Sünde nehmen werde.
Dies geschieht, wenn man z.B. sich unehrbar kleidet, unzüchtige Reden führt, dergleichen Lieder singt, vor andern dergleichen Taten begeht,
oder gar sie dazu anreizt; wenn man andere zum Zorne, Fluchen, zur Rache reizt; vom Gottesdienste, von der Predigt und Christenlehre usw. abhält.

Ist das Ärgernis eine schwere Sünde?

Ja eine sehr schwere.
Durch dasselbe werden unzählbare Sünden veranlasst, tausend Seelen ihrer Unschuld beraubt, in der Sünde festgehalten
und so ins Verderben gestürzt und die liebevollen Pflichten Gottes zum Heile der Menschen geradezu vereitelt.
Der Ärgernisgeber ladet gerade so viele Sünden auf sich, als er veranlasst und damit die Pflicht, sie gutzumachen,
und eine ausbleibliche, furchtbare Rechenschaft!

Welche Pflichten haben wir gegenüber dem Ärgernis?

Wir sollen:
1)  alle und jede Gelegenheit sorgfältig meiden, wo wir vernünftigerweise annehmen müssen, dass wir geärgert würden.
     Also man meide solche Gesellschaften, Tanzplätze, Theater, wo die Unschuld sehr wahrscheinlich gefährdet würde; Bücher, Zeitungen, Bilder usw.
     wodurch der Glaube geraubt und geschwächt, und das Herz verdorben werden könnte, werfe man von sich.

2)  Wir sollen uns durch Gebet und strenge Wachsamkeit wider die Ärgernisse der Welt waffnen, wenn wir notwendig solchen ausgesetzt  sein müssen.
     Man kann mitten in der Welt und ihren Ärgernissen brav und unschuldig bleiben, wie das Leben der ersten Christen unter den Heiden beweist.

Kann und soll man das gegebene Ärgernis wieder gutmachen?

Wer sich in einer wichtigen Sache des Ärgernisses schuldig gemacht hat, ist unter einer Todsünde verpflichtet,
das Ärgernis, so viel als möglich, wieder gutzumachen.
Diejenigen, die das Unglück gehabt haben, durch Wort oder Schrift dem katholischen Glauben
oder der christlichen Sittenlehre zuwiderlaufende Irrtümer zu lehren, sind verpflichtet, sie auf diejenige Weise zu widerrufen,
die am geeignetsten ist, jene Irrtümer in dem Geiste der von ihnen geärgerten Personen wieder auszutilgen. 
Das Ärgernis, welches aus einem unsittlichen Wandel entsprungen ist, muss der Urheber desselben
durch eine wahrhaft christliche Aufführung wieder gutmachen, indem er alle sich darbietenden Gelegenheiten benutzt,
um der Öffentlichkeit unzweideutige Beweise einer aufrichtigen Rückkehr zu besserer Gesinnung zu geben.
Wer nichts getan hat und nichts tun will, um die von ihm gegebenen Ärgernisse wieder gutzumachen, kann die Lossprechung in der Beicht nicht erlangen.

Quelle: Katholische Handpostille approbiert – 1896 ff
  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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