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Normal Topic Das Ave Maria (Gelesen: 421 mal)
Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

Beiträge: 4.521
Mitglied seit: 12.10.2006
Geschlecht: weiblich
Das Ave Maria
29.11.2014 um 13:03:51
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Das Ave Maria ist der süße Anteil, den Maria, Unsere Liebe Frau, die Herrin und Mutter der Christenheit an unsern Gebeten hat.
Es ist ein Beweis, dass in unserer Kirche die Mutter nicht fehlt, dass alles durch ihre Hand geht
und dass der Christ nicht wirken, leben und sterben will ohne sie.
Das Ave Maria ist hohen Ursprungs.
Ein Engel hat es im Namen Gottes vom Himmel gebracht als Ehrengruss, wie er nie einem Sterblichgeborenen zuteil geworden,
der Heilige Geist hat ihn erweitert durch die begnadete heilige Elisabeth,
und die Kirche hat ihn, um ein vollkommenes Gebet aus dem bloßen Engelsgruss zu machen, besiegelt durch die Bitte, die sie hinzufügt.


Von dem 16. Jahrhundert an ist es in der gegenwärtigen Fassung in den Gebrauch der Christenheit übergegangen.
Fast immer bildet es nach dem Vaterunser den liebenden Schlussakkord der Christen an die Gottesmutter.
Es ist der Hauptträger und der beliebteste Ausdruck der Marienverehrung geworden.
Man hat es mit Recht den "unendlichen Gruss" genannt, weil es sich unaufhörlich mit dem Rundgang der Sonne auf der Erde erneuert
und zum Himmel steigt.

Dem Inhalt und der Gliederung nach besteht das Ave Maria wie jedes andere Gebet aus der Anrede und der Bitte.
Die Anrede enthält fünf Lobtitel der Mutter Gottes. Die drei ersten spricht der Engel aus.

Es entwickelt sich das Ave Maria durch verschiedene Zusammenstellungen
und Erweiterungen zu zwei grossen und wichtigen Gebetsarten, nämlich zum sogenannten Englischen Gruss,
zu dem jeden Tag dreimal die Betglocke das Zeichen gibt, und zum Rosenkranz.
Beide Andachten sind nichts anderes als eine bestimmte Anreihung des Ave Maria mit kurzen Beisätzen,
die dem Sinne und dem Inhalt der Worte eine besondere Beziehung geben auf die Geheimnisse des Lebens, des Leidens
und der Verherrlichung Jesu und Mariä.
Wenn wir also tiefe Bedeutung des Ave Maria verstehen und uns angewöhnen, es andächtig zu beten,
so ist auch für die Andacht beim Beten, für unsern geistlichen Nutzen und für die Verherrlichung der Mutter Gottes ausreichend gesorgt.
Jeder Tag unseres Lebens wird dann wirklich der immer blühende Rosengarten, in dem Unsere Liebe Frau ewigen Festtag feiert.

"Aber die ewigen, langweilenden und geisttötenden Wiederholungen" hört man sagen.
Ob sie langweilen und den Geist töten, hängt ganz von uns ab.
An und für sich ist das öftere Anschauen eines lieben Bildes und das Wiederholen eines teuern Namens, ja eines schönen Liedes ganz natürlich
und nichts weniger als langweilig.
Der Vogel wiederholt den ganzen Tag sein stets gleiches Lied, und es wird nie lästig;
das Kind sagt dem Vater und der Mutter immer dieselben Namen und Gedanken vor; immer bewegen sie mit Freuden das elterliche Herz,
weil sie aus liebendem Kindesherzen kommen.
Es kommt also bloß auf den Geist und auf die Liebe an und ob man etwas dabei denkt.

Was aber eben diesen Geist und diese Liebe weckt und erhält, das ist die öftere Wiederholung derselben Gedanken und Wahrheiten und das Eingehen auf dieselben.
Darauf kommt alles an, dass wir mit ganzer Seele uns darin versenken.
Je älter wir werden, desto mehr müssen wir beten; und je mehr wir beten, desto mehr muss unser Gebet zur Betrachtung werden.
Wie Diamanten in Gold gefasst, so sind die Hauptgeheimnisse des Lebens, Leidens und Triumphes Jesu und Mariä im Rosenkranzgebet
in je 10 Ave Maria eingeschlossen.
Die öftere Wiederholung gibt Zeit, sich diese Bilder vorzustellen, zu betrachten, Anmutungen und Entschlüsse zu erwecken.

Das erste freudenreiche Geheimnis zeigt uns Maria mit dem Verkündigungsengel und dem Heiligen Geiste.
Erwäge dabei, wie unaussprechlich heilig Maria war, als sie Christus vom Heiligen Geiste empfing,
d.h. wie tief ihr Abscheu gegen die geringste Sünde war; bitte um die Gnade, Leib und Seele rein zu erhalten und Christum,
den der Heilige Geist auf dem Altar vergegenwärtigt, oft und würdig zu genießen.
Das zweite zeigt Maria bei der Heimsuchung, ihre Sittsamkeit, Eingezogenheit; du sollst auch nur solche Gesellschaft aufsuchen,
wo Jesus dabei sein kann und die Sittsamkeit und Wachsamkeit bewahren.
Das dritte zeigt Jesus und Maria in Armut und Niedrigkeit, Verstoßung; bitte um Zufriedenheit in geringem Stande, Armut im Geiste. Im vierten opfert Maria voll Andacht ihr Kind im Tempel; du sollst gern, mit Andacht und Ehrfurcht im Tempel erscheinen und opferwillig sein. Das fünfte, das Wiederfinden im Tempel, mahnt, Jesum nicht zu verlieren, und wenn man ihn verloren hat durch die Sünde, ihn alsbald wiederzusuchen im Bußsakrament.

(Q:  Das dreifache Reich Gottes, v. Joseph Reiter, 1911)
  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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