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Normal Topic Jesus nach dem 12 Lebensjahre, bis zur Taufe (Gelesen: 593 mal)
Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Jesus nach dem 12 Lebensjahre, bis zur Taufe
11.01.2015 um 18:28:36
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Jesus lässt sich von Johannes taufen und geht in die Einsamkeit.

Es ist uns von der Geschichte der heiligen Mutter und ihres göttlichen Sohnes nach dem zwölften Jahre
bis zu seinem öffentlichen Leben nichts überliefert. Der heilige Evangelist sagt nur:
„Jesus nahm zu wie an Jahren, so an Weisheit und Gnade bei Gott und den Menschen.“
Es versteht sich von selbst, dass die heilige Mutter bei dieser wachsenden Weisheit und Gnade unendliche Freude hatte.
Wenn ihr Sohn in den heiligen Schriften las und eine Einsicht in den Rath Gottes zeigte, vor welcher sie erstaunte,
so war alle diese heilige Erkenntnis ihres Herzens Lust, denn es war die Weisheit ihres Sohnes.
Und wenn ihr Sohn ein großes, weltumfassendes Liebeherz offenbarte, so war dieses Herz die Wonne, denn es war das Herz ihres Sohnes.

Und wenn er mit beharrlicher Anstrengung in der Werkstätte seines Vaters arbeitete und diesen unterstützte,
so war diese Arbeitsamkeit und Unterstützung ihres Herzens Freude, denn es war die Arbeit und Mühe ihres Sohnes.
Sie hatte tausend und tausend selige Stunden, denn sie hatte nicht nur den Sohn des Allerhöchsten,
sondern auch den edelsten und besten der Menschensöhne.
Eigentlich sollte es überall so sein, dass die Kinder, je älter sie werden, ihren Vätern und Müttern stets wachsende Freude bereiten.
Wie wenig ist ein kleines Kind! Es hat noch nicht Verstand, hat eine bloß unvollkommene Liebe, kein Geschick und keine Brauchbarkeit.
Dennoch macht es seinen Eltern große Freude. Um wie viel mehr wird dasselbe deren Lust sein, wenn sein Geist, sein Herz und seine Lebenstüchtigkeit im Laufe der Jahre mehr und mehr entwickelt ist!
Diese reine Frömmigkeit, diese jungfräuliche Züchtigkeit, diese herzliche Anhänglichkeit an Eltern, Lehrer und Freunde,
dieses frische, überall heilbringende Wohlwollen, diese mannigfache Gewandtheit und Geschicklichkeit,
dieses gesunde Urteil über Leben und Lebensverhältnisse ec., welches in der heranreifenden Jungend hervortritt –
muss es nicht das Herz jeder Mutter erfreuen?
Und ist ein kleines Knäblein oder Mägdlein der Mutter Freude, so muss es mehr noch der Jüngling und die Jungfrau sein.
Warum denn ist es in der Wirklichkeit nicht so? Warum heißt es: Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder große Sorgen?
Woher so manches Herzeleid, das der Mutter von Sohn oder Tochter verursacht wird? –
Ich weiß nicht, wie viel davon auf Rechnung einer schlimmen Natur und böser äußerer Einflüsse fällt; vieles jedoch, oft das meiste,
manchmal alles fällt auf die Schuld der Eltern selbst: sie ernten, was sie gesäet.
Ich will nicht die verkehrten Erziehungsweisen, deren ich schon oben gedacht habe, noch einmal aufzählen.
Aber wahr ist : große Kinder sollten den Eltern große Freude machen. Und es ist unnatürlich, es ist gegen Absicht und Ordnung des Schöpfers,
wenn es nicht so ist., Wahrlich, man muß die Eltern, man muß namentlich die Mütter, sehr bemitleiden,
die nach jahrelangen Sorgen und Mühen nichts haben als ein grobes, eigensinniges, leichtfertiges, träges, gottvergessenes Kind.
Aber das ist, wie gesagt, nicht der Wille Gottes, sondern vielfach Werk unverständiger Eltern, die sich bemühen um ihre Werkstatt,
um ihr Vieh, ihr Feld oder ihre Schreiberei, nie aber sich besinnen, wie man Kinder erziehe und meinen,
diese wachsen ungefähr wie die Bäume von selbst heran.
Ihr aber, ihr herangewachsenen Söhne und Töchter!
Merket auf, ob euch die Leute noch ebenso lieben, als sie euch, da ihr Kinder waret, geliebt zu haben.
In Wahrheit solltet ihr jetzt liebenswürdiger sein als damals, weil nach Verstand, Herz und Geschick ausgebildeter.
Wenn ihr euch aber nun nicht geliebt und nur etwa aus Eigennutz aufgesucht sehet, wie habt ihr eure Bildungszeit verloren!
Ach, nicht an Liebenswürdigkeit habt ihr gewonnen, sondern der erbsündliche Zustand ist zur Entwicklung gekommen –
die gemeine Sinnlichkeit, der Stolz, der Eigensinn, die Grobheit, die Schadenfreude, das lieblose Urteil usw.
Und weiter merket auf, und du besonders, o Tochter! Nimm wahr, ob deine Eltern, ob namentlich deine Mutter
noch ebenso viele Freude an dir habe, als sie an dir gehabt hat, da du noch Kind warst.
Eigentlich wohl sollte sie jetzt noch größere Freude haben, weil du damals nur erst eine verschlossene, in Fülle prangende Blume bist
oder doch sein sollst. Wie müsste es dich beschweren, wenn du dir gestehen müsstest, dass deine Eltern,
das namentlich deine Mutter unzufrieden mit dir ist und es mit ihrer Freude ein Ende hat!
O, wie hättest du dann ihre Mühen, Sorgen und Hoffnungen getäuscht!
Wenn du ein neugeborenes Kind siehst, bemerke, wie tausend Mühen es der Mutter macht, bis es nur laufen kann; und wie tausend Sorgen
und Kosten, bis es zur Schule geht und endlich zum Tische des Herrn. Siehe, solch ein Kind warst du auch,
und alle diese Mühe und Sorge machtest du auch und mit all dieser Geduld und Liebe wardst auch du von deiner Mutter gepflegt.
Wie muß es dir sein, wenn du dir sagen musst: meine Mutter hat an mir für all das keine Freude, ich mache ihr durch Ungehorsam, Leichtsinn, herbe Worte, Launenhaftigkeit ec. Tag für Tag Verdruß und Sorge; ich war einst Gott und den Menschen wohlgefällig, jetzt nicht mehr! –
Leider wirst du das vielleicht nicht sagen, vielmehr recht haben, in deinen Augen liebenswürdig sein und die Schuld
des oft getrübten Verhältnisses auf die Eigenheiten der Mutter schieben. –
Ach, wie bist du so verblendet!-
Als Jesus mit zwölf Jahren seine Eltern ziehen ließ und allein zu Jerusalem im Tempel zurückblieb, so war das schon eine Vorbedeutung für die Zukunft.
Es kommt die Zeit, wo er zum zweiten Male, aber nun für immer, hinweggeht und in dem bleibt, was seines Vaters ist.
Freue dich darum der ungetrübten Freude, heilige Mutter, die du hast, solange dein Sohn noch bei dir ist;
bald wird er weggehen und deine Seele unstät getrieben werden von Freude zu Schmerz und von Schmerz zu Freude.
Und als er endlich wegging, was sagte er seiner theuren Mutter? –
Ich muss hingehen, sagte er ohne Zweifel, und das Werk thun,
welches mir mein Vater aufgetragen. Es überraschte die Mutter nicht und betrübte sie nicht.
War ja der Täufer bereits in der Wüste mit dem Rufe aufgetreten:
„Thut Buße! Lasset euch taufen!
Dem ich die Schuhe zu lösen ich nicht werth bin, ist bereits mitten unter euch. Ebnet seine Wege!“
Also musste wohl der, welchen Johannes verkündete, hervortreten. Und hatte sie ihn nicht dazu empfangen und geboren,
dass er ausgehe, einen großen Auftrag vollführe und das Reich herstelle seines Vaters David?
Nur war von einem sichtbaren Glanze dieses Reiches und einer irdischen Herrlichkeit keine Spur.
Aber die heilige Mutter, die demuthvolle Magd des Herrn, ließ sich dadurch nicht beirren.
Was sich bisher entwickelt hat, war wunderbar  und gnädig; was sich weiter entwickeln wird, wird nicht weniger weise und gnädig sein:
also geschehe des Herrn Wille!
Der größte Theil der Mütter muß ihre Kinder, zumal die Söhne, nachdem sie groß geworden sind, verlieren.
Die erwachsenen Kinder ziehen aus vom väterlichen Hause, gehen in die weite Welt, gründen ihre eigenes Hauswesen
und leben dem Berufe, welche sie sich gewählt. Wohl! Der junge Baum muß wachsen, der alte stirbt ab. Du hast, o Mutter!
Dein Kind erzogen, dass es seine Stelle einnehme in der Welt und Gott diene und den Menschen nützlich sei an seinem Ort.
Lass es darum ziehen, opfere es Gott und seinem Berufe, gib ihm deinen Segen und geleite es mit deinem Rathe und deinem Gebete!

  

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Brigitta
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Re: Jesus nach dem 12 Lebensjahre, bis zur Taufe
Antwort #1 - 11.01.2015 um 18:29:19
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Du hast von jeher in deinem Kinde gelebt und gern mochtest du dir selbst wehe tun, um ihm wohl zu machen.
Aber jetzt rate ich dir doch, nicht so weit zu gehen, dass du dich selbst ausziehest und  von der Freigebigkeit deines Kindes abhängig werdest.
Weist du nicht, dass „der Mann Vater und Mutter verlässt und seinem Weibe anhängt“,
und dass die Verheirateten nicht rückwärts schauen auf ihre Eltern, sondern vorwärts auf ihre Kinder?
Setze dich, wo möglich, in den Stand, geben zu können, denn „seliger ist geben als empfangen“.
Und von seinen Kindern sich verlassen sehen, ist hart. –
Ihr Töchter aber, die ihr euern eigenen Herd in oder außer dem elterlichen Haus gegründet, vergesset nie der Liebe –
der Mühen und Sorgen der Eltern um euch!  Wenn die erwachsenen Tiere ihren Weg gehen und nicht fragen, woher?
So finden wir es natürlich,  weil es Tiere sind, auch haben sie als klein wenig Mühe gemacht.
Wenn aber Kinder ihre Eltern vergessen oder denselben wohl gar gram sind, so ist das unnatürlich und verdammungswürdig,
weil sie als klein unsägliche Mühe und Sorge gemacht
und einen Verstand und ein Herz empfangen haben, diese Sorge und Mühe zu erkennen und zu fühlen. –
Warum lässt die Natur eure Eltern gebrechlich und schwach werden?
Ist sie nicht gütig gegen sie? –
Gewiss. Aber sie hat Gelegenheit gegeben, Liebe mit Liebe zu vergelten.
Soll die Natur sich, soll Gott sich in euch getäuscht haben? –
Es sei ferne! „Wer seinen Vater ehrt, wird lange leben,
und wer dem Herrn gehorcht, wird seine Mutter erquicken. Nimm dich deines Vaters im Alter an, und wenn er schwach würde an Verstand,
so habe Nachsicht mit ihm und verachte ihn nicht in deiner vollen Kraft.
Denn der Segen des Vaters befestigt der Kinder Häuser, der Fluch der Mutter aber zerstört ihre Grundfesten.“ (Jes. Sir. K. 3)

Aber nun Jesus von dem elterlichen Hause wegging, wohin wendet er sich? –
Johannes war seit geraumer Zeit am Jordan aufgetreten, verkündete daselbst den ohne Verzug kommenden Messias,
predigte Buße zur würdigen Aufnahme desselben und weihte für sein Reich ein durch eine Taufe als Zeichen der Bußgesinnung.  Dahin nun –
Zu Johannes – begab sich Jesus, um von ihm auch selbst die Taufe, d.i. die Einweihung zu dem messianischen Reiche zu erhalten,
welches er von nun an eröffnen und aufrichten sollte.
Und siehe, während Jesus sich von Johannes taufen und damit in das messianische Reich einführen ließ,
wurde er gleichzeitig auch von einem himmlischen Vater in dasselbe eingeführt.
Der Heilige Geist ließ sich in sichtbarer Gestalt über ihm nieder, und eine Stimme erscholl vom Himmel:
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich mein Wohlgefallen.“
Wenn die heilige Mutter von dem Zusammenkommen ihres Sohnes mit Johannes hörte,
oder vielleicht selbst dabei zugegen war, was wird wohl in ihrer Seele vorgegangen sein?
Unfehlbar trat die Erinnerung an ihren einstigen Besuch bei Elisabeth lebhaft vor ihre Seele.
Welch ein Mann, dieser Johannes! Welch gewaltiger Prediger!
Welch ernster, allgemein mit Ehrfurcht angeschauter Verkünder des nahenden Messias!
Welch hehrer Repräsentant der höchsten Sittenstrenge und Weltverleugnung! –
Wie hat sich das prophetische Wort des Zacharias erfüllt:
„Du, mein Kind, wirst ein Prophet des allerhöchsten genannt werden, denn du wirst dem Herrn vorangehen, um ihm den Weg zu bahnen,
um sein Volk zur Erkenntnis des Heils zu führen, in Vergebung seiner Sünden!“

Q: Das Leben der seligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria.
     Approbiert – Freiburg 1899.

Links zur Taufe Jesu:

Taufe Jesu durch Johannes

Taufe Jesu

Taufe des Herrn

Taufe des Herrn
  

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