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Normal Topic Hochzeit zu Kanaan (Gelesen: 506 mal)
Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Mitglied seit: 12.10.2006
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Hochzeit zu Kanaan
15.01.2015 um 22:18:11
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Die Hochzeit zu Kanaan.
Johannes hatte, auf Jesum hinzeigend, zu seinen Jüngern gesprochen: „Sehet das Lamm Gottes!
Dieser ist`s,  von dem ich gesagt:
Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen und auf den ich getauft habe und taufe.“ –
Natürlich gingen auf dieses Wort sogleich Jünger des Johannes Jesus nach; andere welche ihm folgen sollten, berief Jesus selbst,
und so sammelte sich schnell eine Zahl von Männern um ihn als um den Messias.
Das war der unscheinbare Anfang jenes Reiches, worin Tausende von Millionen aus allen Völker und Stämmen gesammelt sein sollten.
Was ihm die Erstlinge seiner Anhänger zubrachten, war eine kindliche Glaubenswilligkeit.
Allein ein gutmüthig zuvorkommender Glaube reichte für die Prüfungen, welche später bevorstanden, nicht aus;
der Glaube an ihm musste auf unerschütterliche Grundlagen gestellt werden.
Daher von Anfang an jene Wundertaten, worin Jesus vor seinen Jüngern auftrat als ein Mann, ausgerüstet mit göttlicher Macht
und Liebe. Die Jünger sollten ihn gleichsam mit den Händen als den von Gott Verheißenen und Gegebenen greifen können.
Die erst dieser Wundertaten geschah schon drei Tage nach der Berufung von Jüngern.
Es war nämlich eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, wozu Jesus, seine Mutter samt den Jüngern geladen waren.
Da Jesus eine nicht unbedeutende Zahl von Gästen mitbrachte, legte sich der umsichtigen und fürsorgenden Seele der Mutter
das Bedenken nahe, ob wohl für so viele, zum Teil nicht in Berechnung genommene Gäste
genugsam Speise und Getränk vorhanden sein möchte, denn um alles wollte sie die Brautleute nicht etwa beschämt sehen.
Wirklich fing es an, an Wein zu fehlen und die heilige Mutter in ihrer Fürsorge war die erste, welche es bemerkte.
Sie machte ihren Sohn unverzüglich darauf aufmerksam Dieser jedoch sagte:
„Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Also dass er Rat schaffen werde, wiederholte er, nur wollte er damit noch zuwarten,
denn es musste, wenn sein Werk nicht übersehen werden sollte, die Wahrnehmung, dass kein Wein mehr da sei, allgemein sein.
Die Mutter indes unterrichtete die Aufwärter, ohne Zögern alles zu tun, was Jesus ihnen auftragen würde.
Endlich war die Verlegenheit der Brautleute und der Gäste peinlich.
Und nun befahl Jesus, die sechs steinernen, zum Waschen bestimmten Wasserkrüge mit Wasser zu füllen.
Die Diener füllten dieselben bis oben an. Dann sprach Jesus:
„schöpfet daraus und bringet es dem Speisemeister.“
Der Speisemeister kostete das gebrachte und fand den köstlichsten Wein.
Er dachte nicht anders, als der Bräutigam habe den Wein irgend woher kommen lassen und sagte zu demselben:
„Sonst gibt man zuerst den besten Wein und wenn man genug getrunken hat, den geringern,
du aber hast den besten Wein bis jetzt aufgehoben.“
Allein der Bräutigam hatte keinen Wein aufgehoben oder kommen lassen und sagte ebenso verwundert als erfreut die Diener,
wer ihnen den Wein gegeben und woher sie ihn gebracht?
Da stellte es sich heraus, dass sie auf Geheiß Jesu Wasser geschöpft hatten und dass das Wasser Wein geworden war.
Man kann sich denken, mit welchem Auge und Herzen die Jünger aud diese Tat hin Jesum angeblickt haben werden.
Mit einem begeisterten Glauben und mit einer unendlichen Ehrfurcht, Hingebung und Hörwilligkeit folgten sie ihm.
Die heilige Mutter aber – wie vieles wird sie über das heutige Ereignis gedacht und empfunden haben!
Dass er alle Verlegenheit gehoben und den heutigen Tag zu einem großen Freudentag der Gäste gemacht hatte,
trat ganz in den Hintergrund, aber das bewegte mit überwältigender Macht ihre Seele, dass sie ihren Sohn gesehen voll der Gnade und der Kraft Gottes.

Fortsetzung folgt
  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Re: Hochzeit zu Kanaan
Antwort #1 - 15.01.2015 um 23:26:43
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Wenn Maria so besorgt war, dass es den Gästen an nichts fehle, und wenn sie als die erste den eingetretenen Mangel an Wein bemerkte
und ihren Sohn um Abhilfe bat, so erkennen wir darin ein teilmahmevolles,
jede Not oder Verlegenheit anderer lebhaft mitfühlendes und hilfebereites Herz.
Hatte sie nun ein solches Herz schon, ehe sie den schmerzvollen Gang durch dieses Leben gemacht
und ehe sie die Feuertaufe des Heiligen Geistes empfangen und ehe sie in den Himmel aufgenommen war:
wie können wir ihr Herz groß, mitleidvoll, hilfewillig und fürbittend genug denken jetzt, nachdem sie vollendet ist? –
Wie viele herzliche Teilnahme, Sorge und Aufopferung für andere hat sich zu allen Zeiten bei dem weiblichen Geschlechte gezeigt!
Das Andenken hieran erfüllt uns mit der höchsten Hochachtung und Bewunderung.
Dennoch war unter allen diesen Millionen von Frauenherzen keines so groß geschaffen als jenes der heiligen Mutter.
Darum heißt und ist sie die Mutter der Barmherzigkeit und des Trostes; und Millionen und Millionen Gepresster
und Bangender haben zu allen Zeiten ihr Mitleid und ihre Fürbitte angefleht.
Ja die katholische Kirche begrüßt sie nicht nur als Trösterin der Berübten und als Helferin der Christen,
sie ruft in ihren Gebeten ausdrücklich ihr mildes Erbarmen mit den Worten an: „Wie heimatlose Kinder Evas schreien wir zu dir.
Wehklagend und weinend seufzen wir in diesem Tränenthale.
Sei du  unsere Fürsprecherin und wende deine Augen, die erbarmungsvollen, zu uns.“
Gewiß mit Recht.
Denn, wie gesagt, unter allen Millionen mitleidvoller und hilfereicher Frauenherzen war keines so groß geschaffen als jenes Marias;
und war sie auf Erden besorgt, einer häuslichen Verlegenheit abzuhelfen, um wie viel mehr wird sie im Himmel geneigt sein,
unsere großen Notstände anzusehen und dieselben fürbittend ihrem göttlichen Sohne vorzutragen.
Denn ach, tausend und tausend unserer Bedrängnisse sind ohne Vergleich größer und tiefer als die Verlegenheit zu Kana;
Maria aber, als Mutter des Heilandes der Welt, macht als Mutter Geist und Reich ihres Sohnes zu dem eigenen,
und es ist daher das Heil der Welt, es ist die ganze Menschheit, was sie liebend besorgt und fürbittend in ihrem Herzen trägt. 
Wie klein in der Tat ist unser Vorstellung von ihr, wenn wir sie uns als eine Selige denken,
welche in ihrer himmlischen Herrlichkeit ihre Mutterschaft abgetan hat und nur noch sich selbst,
ihrer eigenen Seligkeit und etwa ihrer glorreichen Umgebung lebt! –
Nein! Sie hat die Mutterschaft des Weltheilandes mit sich genommen und trägt eben damit die gesamte Menschheit in ihrem Herzen.
Stehe darum nicht an, du Bedrängte! Sie vertrauensvoll in deinen Nöten anzurufen.
Lass sie deine Fürsprecherin sein! Aber dabei vergiß das Wort nicht, welches sie zu Kana den Aufwärtern sagte:
„Alles was er euch sagen wird, das tut!“
Hoffe nicht Fürbitte noch Hilfe, wenn du an den Sohn nicht glaubst, und was er dir sagt – sein Gebot, nicht beachtest.

Q: Das Leben der seligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria.  Imprimatur 1899
  

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