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Normal Topic Kommunion (Gelesen: 847 mal)
Inka
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In tiefer Liebe für JESUS,
MARIA und JOSEF

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Kommunion
17.10.2016 um 13:33:26
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Von der heiligen Kommunion
An einem Palmsonntag las ich folgende Worte in meinem Gebetbuch: 'Freue dich, du Tochter Sion! Siehe, dein König kommt zu dir voll Sanftmut!' (Zach 9,9; Mt 21,5). Über diese Worte hielt ich nun meine Betrachtung und schloß mich den heiligen Frauen im Evangelium an, um Jesus nach Jerusalem kommen zu sehen und ihm einen Empfang zu bereiten, der seiner würdig wäre. Zwar trug ich keinen Ölzweig in der Hand und breitete keinen Teppich auf seinem Weg aus. Ich bot ihm aber mein Herz als Wohnung und Stätte des Triumphes an, in dem ich ihn beschwor, in dasselbe einzutreten. Ich versprach ihm, daß die Kräfte meiner Seelen sich nie gegen ihn erheben und ausrufen würden: 'Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!' (Lk23, 21), sondern vielmehr: 'Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna dem Sohne Davids' (Ps 117,26; Mt 21,9). Nachdem ich die heilige Kommunion empfangen hatte, glaubte ich, in meinem Herzen die Worte zu vernehmen: «Freue dich, Tochter Sion! Dein König ist gekommen, um in deinem Herzen zu wohnen.» Diese Worte erfüllten mich mit unaussprechlicher Freude. Ich erkannte, daß es Jesus war, der so zu mir sprach. Er sagte: «So, meine Tochter, wende ich mich an alle Seelen, die gut vorbereitet mich in der heiligen Kommunion empfangen. Glücklich die Seelen, die kommunizieren. Glücklicher aber noch die, die oft kommunizieren und noch glücklicher die, welche alle Tage kommunizieren! Die heilige Kommunion ist die erhabenste Handlung, die der Mensch vornehmen kann, die Handlung, die mich am meisten ehrt, weil sie zu meiner größten Verherrlichung dient, Gott am wohlgefälligsten und dem Menschen am nützlichsten ist. Nicht meinetwegen bin ich im Allerheiligsten Sakrament zugegen, sondern nur um des Menschen willen, seine Nahrung zu sein, mich mit ihm zu vereinigen, mit ihm und in ihm zu leben und mit ihm eins zu sein und vom Menschen das zu empfangen, was mir das Liebste ist und mich am meisten ehrt, nämlich: seinen Dank und seine Liebe. Wenn ich in den Menschen eingehe, zu ihm komme und in ihm wohne, heißt das nicht soviel als mich zu seinem Herrn machen und ihn in Besitz nehmen? Und wenn der Mensch mich einladet, in sein Herz einzugehen, ist das von seiner Seele nicht soviel als eine freiwillige Hingabe seiner selbst an mich? Spricht der, welcher mich empfängt nicht zu mir: 'Mein Gott, mein Erlöser, ich anerkenne es, daß du für mich gelebt, für mich gelitten hast und für mich gestorben bist. Ich kann dir meinen Dank dafür nicht genügend aussprechen. Komm du zu mir. Nimm mich ganz in Besitz. Wohne in mir, herrsche über mich! Du gibst dich mir und ich gebe mich dir.' Ich bin ferner im Allerheiligsten Sakrament, um die Liebe des Menschen zu empfangen. Der Mensch verlangt bei dem zu sein, den er liebt. Diese Neigung des Menschen habe ich berücksichtigt und habe deshalb im Menschen wohnen, immerdar bei ihm bleiben, ja selbst in sein Herz kommen wollen. Wenn nun aber der Mensch kommuniziert, ist es nicht, als ob er zu mir sagte: 'Mein Erlöser und mein Gott! Ich liebe dich aus allen Kräften meiner Seele. Ich will, daß du in meinem Herzen ruhst. Ich will, daß du kommst, um davon Besitz zu nehmen, daß du kommst - und in meinem Herzen lesen mögest, wie sehr ich dich liebe. Ich will nicht bloß, daß du bei mir und ich bei dir sei, sondern daß du in mir seist und daß mein Leben in das deinige übergehe. Und weil du aus Liebe zu mir dein Leben hingegeben hast, so will auch ich das meinige dir geben aus Liebe zu dir'.
Jetzt, meine Tochter, verstehst du, wie die Kommunion die Handlung ist, die mir die größte Ehre erweist und mich am meisten verherrlicht, weil ich nämlich in derselben das erhalte, was das Kostbarste im Menschen ist: den Dank und die Liebe seines Herzens. Die heilige Kommunion ist die Gott wohlgefälligste Handlung. Du weißt, meine Tochter, daß ich der Vielgeliebte meines Vaters bin, daß er an mir sein höchstes Wohlgefallen hat. Glaubst du nun, daß etwas ihm angenehmer sein könnte als mich durch die heilige Kommunion in so ausgezeichneter Weise geehrt zu sehen? Die heilige Kommunion ist ein Handlung, die dem Menschen zum größten Nutzen gereicht. Im Allerheiligsten Sakrament bin ich wahrhaft und ganz zugegen mit meinem Fleisch und Blut, mit meiner Seele und Gottheit, mit meinen Verdiensten und Gnaden, mit allen Schätzen des Himmels. Wer mich also in der Kommunion empfängt, der empfängt alles, was in mir ist. Gibt es etwas Erhabeneres als das, was dieses Sakrament in sich schließt, da dies Gott selber ist und da dieser Gott das Eigentum, die Nahrung und das Leben des Menschen wird? Oh, eine geistige Kommunion würde genügen, den Menschen heilig und ewig glücklich zu machen! Wie kommt es nun, meine Tochter, daß die Menschen nach so vielen, so zahlreichen Kommunionen immer wieder in ihre nämlichen Fehler fallen, immer an den selben bösen Neigungen und Sünden festhalten? Es geschieht dies deshalb, weil sie nicht jene Stimmung des Herzens mitbringen, welche alle ändern guten Triebe in sich einschließt, nämlich das Verlangen, immer mehr in der Liebe Gottes und in der vollkommenen Erfüllung seines Willens vorwärts zu kommen. Habe dieses starke Verlangen, meine Tochter, und deine Kommunionen werden mich ehren, werden Gott wohlgefällig und dir von höchstem Nutzen sein.»

  

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Gregor von Nazianz

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Re: Kommunion
Antwort #1 - 18.10.2016 um 12:44:28
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Verschiedene Arten der Kommunion 4 Arten der Kommunion

Die andachtsvolle Kommunion
Jesus: «Die andachtsvolle Kommunion ist jene, die ohne Anhänglichkeit an die läßliche Sünde geschieht. Betrachte diese Person! Sie hat das aufrichtige Verlangen, in der Vollkommenheit vorwärts zu schreiten. Sie kommuniziert, um neue Gnaden zu empfangen, um immer größere Fortschritte in der Liebe Gottes zu machen und den göttlichen Willen immer vollkommener zu erfüllen. Sie kommuniziert, um Gottes Größe und Vollkommenheit zu verherrlichen und ihm ihre Liebe zu bezeigen. Ich offenbare mich darum dieser Person und gebe ihr reichlichere Gnaden. Meine Tochter! Es genügt nicht zu kommunizieren. Man muß es oft tun. Die Kommunion gibt Mut und Kraft, um den Gipfel der Vollkommenheit zu erreichen. Sie hält aufrecht in den Prüfungen, die man zu bestehen hat. Es gibt Seelen, meine Tochter, die voll Begierde sind, an ihrem Seelenheil ernstlich zu arbeiten. Wohl stoßen diese auf ihrem Lebensweg auf zahlreiche Hindernisse. Aber durch die heilige Kommunion kommen sie über dieselben glücklich hinweg. Viele kommunizieren alle acht Tage, um ihren Eifer zu erhalten und zu vermehren. Wie es unmöglich ist, sich dem Feuer zu nahen, ohne sich zu erwärmen, ebenso ist es unmöglich, sich mir zu nahen, der ich im Sakrament meiner Liebe ganz Feuer bin, ohne daß die Andacht dadurch belebt würde. Wie wird die Schwäche sich halten können, wenn sie nicht kommt und aus der Quelle der Kraft schöpft? Wie wird der, welcher nichts als Sünde ist, in der Gerechtigkeit leben können, wenn er das Heilmittel gegen die Sünde nicht gebraucht? Wenn man das Gute unter den Seelen fördern will, muß man sie oft kommunizieren lassen.


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Re: Kommunion
Antwort #2 - 20.10.2016 um 13:42:42
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Die geistige Kommunion
Wenn du, meine Tochter, mich im Sakrament nicht sooft empfangen kannst wie du es wünschest, was hindert dich, mich auf geistige Weise zu empfangen? Wenn du mich alle acht Tage im Sakrament empfängst, so verrichte während der drei kommenden Tage deine geistigen Kommunionen als Danksagung und die ändern drei Tage verrichte sie zur Vorbereitung auf den nächsten Empfang des heiligen Sakraments. Mache während des Tages oft die geistige Kommunion und opfere sie auf, um dich von allen Dingen losschälen zu können und als Sühne für deine Sünden. Bereue deine Fehler von ganzem Herzen!» Lataste: «Herr, wie oft willst du, daß ich dich durch die geistige Kommunion empfange?» Der Herr antwortete mir: «Meine Tochter! Ich wünsche fünfmal durch die geistige Kommunion in dein Herz zu kommen: morgens beim Aufstehen, dann nach deinem Morgengebet, während des Tages zwei¬mal und endlich nach dem Abendgebet.» — Ich fügte bei: «Herr, welches ist die Vorbereitung, die für diese Kommunion notwendig ist?» «Meine Tochter! Die Vorbereitung auf diese geistige Kommunion ist nicht sehr schwer. Es ist nicht notwendig, das du alle Akte wie bei der sakramentalen Kommunion erweckest. Sammle dich einen Augenblick. Versetze dich im Geiste vor meinen Tabernakel und sage zu mir: 'Herr Jesus, komm in mein Herz'. Dieses genügt. Aber bei jeder geistigen Kommunion mußt du dir einen Zweck vorsetzen z.B. eine besondere Gnade oder Tugend erbitten. Du kannst auch geistigerweise kommunizieren in jener Meinung, die ich dir für deine sakramentale Kommunion angegeben habe, nämlich in der Meinung, daß du von Gott meinem Vater durch meine Verdienste und durch deine Kommunion die notwendigen Gnaden verlangest, seinen heiligen Willen vollkommen zu erfüllen.» Als der Heiland so zu mir gesprochen hatte, kam mir der Gedanke, ihn zu fragen, wie ich mich verhalten solle in Hinsicht der geistigen Kommunion an den Tagen, wo ich das Glück hätte, ihn durch die sakramentale Kommunion zu empfangen. Der Erlöser antwortete mir: «Meine Tochter! Du wirst mir wohlgefällig sein, wenn du selbst an diesen Tagen auf die angegebene Weise die Kommunion geistigerweise empfängst. Du kannst niemals soviel Kraft und Gnade aus dem Sakrament meiner Liebe in dich aufnehmen.»


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Re: Kommunion
Antwort #3 - 23.10.2016 um 12:50:41
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Die laue Kommunion
Es gibt viele Menschen, die, obwohl sie oft kommunizieren, doch immer die gleichen Fehler, immer dieselben Unvollkommenheitcn an sich haben. Sie lassen sich aber durch so kleine Dinge nicht beunruhigen. Zufrieden mit ihrer Lebensweise denken sie nicht daran, sich zu bessern. Wenn sie die heilige Kommunion empfangen, beschäftigen sie sich damit, mit fühlbarer Andacht einige Gebete zu sprechen. Sie gehen aber nicht in ihr Inneres, in ihr Herz ein, durchforschen nicht dessen verborgene Winkel und bemühen sich auch nicht, ihre Seele von der Anhänglichkeit an die läßliche Sünde zu reinigen. Es ist, als ob sie zu mir sprächen: 'Herr, ich liebe dich: Wenn dir aber auch dieses oder jenes mißfällt, tue ich es doch. Es ist ja nichts Bedeutendes'. Zu solchen Seelen komme ich nicht gern. Ich wünschte, daß ihre Hauptandacht im Vorsatz bestände, all das zu meiden, was mir mißfallen kann. Zwar macht die läßliche Sünde ihre Kommunion nicht unwürdig. Aber sie macht doch, daß ich mich ihnen nicht ganz miteile. Ich gebe ihnen meine Gnade nicht so reichlich wie den ändern. Sie kommunizieren, um sich vor der Todsünde zu bewahren. Dazu empfangen sie Gnaden genug.

Die unwürdige Kommunion
Jesus sprach auch über die unwürdige Kommunion und sagte zu mir: «Meine Tochter! Wer mich unwürdig empfängt, ahmt die Philister des alten Bundes nach, die sich der Bundeslade bemächtigten und diese in ihren heidnischen Tempel neben das Götzenbild Dagon stellten. Ja, meine Tochter, nicht nur neben ein Götzenbild stellt man mich, sondern neben den Satan. Wer vermag die Größe dieses Verbrechens - und der Strafgerichte - zu begreifen, die es jenen zuzieht, die es begehen? Du weißt, meine Tochter, daß ich in der heiligen Hostie wirklich zugegen bin mit meiner Gottheit und Menschheit, mit all meinen Gnaden und Verdiensten! Wahrlich, ich sage dir: das Verbrechen dessen, der eine konsekrierte Hostie nehmen und sie mit Füßen treten oder mit Schimpf bedecken würde, wäre geringer als das Verbrechen dessen, der mich in ein unreines und beflecktes Herz aufnimmt. Welch eine Verwegenheit, Unverschämtheit und Kühnheit! Die unwürdige Kommunion ist das größte aller Verbrechen! Alle anderen Verbrechen sind nur ein Angriff auf das Gesetz Gottes. Dies aber ist ein Angriff auf Gott selber. Mich unwürdig empfangen heißt: mich mit Schmach, Schimpf und Schande bedecken, heißt: mich zum Zeugen des Abfalls vom Glauben an meine Gottheit aufrufen, heißt: Mein Blut nehmen und mit diesem Blut den Akt der Lossagung von meinem Gesetz und der Verzichtleistung auf meinen Glauben, auf meine Verdienste, auf mein Leiden und meinen Tod unterzeichnen. Ja, die unwürdige Kommunion ist ihrer Natur nach eine strafwürdigere Handlung als die der Juden, die mich kreuzigten. Wahrlich, die Juden waren mir nicht so viel Liebe schuldig als der, welcher unwürdig kommuniziert. Denn für ihn bin ich beständig im Tabernakel. Dort erwarte ich ihn, um seine Nahrung, sein Leben, seine Kraft und Stärke zu sein. Dort bin ich als sein Gott, als sein Bruder und Freund. Er aber kommt und mißbraucht meine Liebe, meine Herablassung und Güte. Wehe ihm! Ja, wehe ihm! Eine unwürdige und gottesräuberische Kommunion ruft den Zorn und Fluch Gottes herab.» An einem andern Tag befahl mir Jesus, das Gebetbuch zu nehmen und zu lesen, was ich gerade finden würde. Da stieß ich auf die Antiphon: 'Selig, wer im Reich Gottes Brot ißt!' Hierüber gab mir nun der Heiland folgende Erklärung: «Selig, wer Brot ißt! Gib acht! Brot! Darunter soll die heilige Kommunion verstanden werden. Wieviele empfangen kein Brot, sondern tödliches Gift im Reiche Gottes, weil sie im Stand der Ungnade sind. Betrachte dort jenen Menschen in der Todsünde! Mit welcher Kälte, mit welcher Gleichgültigkeit kommt er, um mich zu empfangen! Mit Schmerz gehe ich in solch einen Menschen ein, der im Begriff ist, mich dem Teufel auszuliefern! Ein solcher ißt wahrhaftig nicht Brot, sondern tödliches Gift. Er befindet sich nicht im Reich Gottes, sondern im Reich Satans.»


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