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Normal Topic Die gottgewollte Jungfräulichkeit Mariä (Gelesen: 110 mal)
Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

Beiträge: 4.477
Mitglied seit: 12.10.2006
Geschlecht: weiblich
Die gottgewollte Jungfräulichkeit Mariä
13.03.2017 um 08:49:40
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Die gottgewollte Jungfräulichkeit Mariä

Der Aufenthalt der Jungfrau Maria in der Tempelschule zu Jerusalem dauerte nach der Überlieferung vom dritten bis zum vierzehnten Altersjahre.
Es ist wohltuend, an dies sehr große, nur Gott bekannte Summe der verdienstlichen Werke zu denken,
welche sie in diesen elf Jahren oder etwas mehr als 4000 Tagen vollführt hat.
Und es ist angenehm, an die ebenso große Summe der Trinkgelder zu denken, welche der gütige Gott und Herr
seinem fleißigen Mägdlein noch fleißiger ausbezahlt hat.
Das verdienst - und lohnreichste Tugendwerk, welches Maria während dieser Zeit in Jerusalem vollbracht hat, war ihre gottgelobte Jungfräulichkeit.
Diese Tugend besteht von Seite des Leibes in der vollkommenen Unversehrtheit und in einer gewissen Frische des Fleisches,
welches keine Gewalt des natürlichen Geschlechtstriebes zu schädigen vermag.

Vom Propheten Isaias wird Maria deshalb gar schön ein Reis aus der Wurzel Jesse genannt,
gleich einem grünen duftenden Zweige im Frühling, der durch die Hitze der Sonne von seiner Frische nichts eingebüßt hat;
denn aus diesem Reise ist ja später die herrlichste Blume – Jesus entsprossen.
Das Gelübde der heiligen Jungfräulichkeit von seite der Seele verlangt den festen Willen und das beharrliche Streben,
die vollkommene Unversehrtheit des Leibes aus Liebe zu Gott bis zum Abschluss des Lebens auf Erden zu bewahren.
Darum heißt sie die gottgelobte oder heilige Jungfräulichkeit, weil sie entweder
Durch ein feierliches
oder doch durch ein einfaches Gelöbnis, immerhin aus Liebe zu Gott, angestrebt oder bewahrt wird.
Dem jungfräulichen Leben aus Liebe zu Gott zuerkennt Jesus selbst eine besondere auszeichnende Verdienstlichkeit,
indem ER dasselbe als etwas Hohes und Heldenmütiges rühmt durch die Worte: „ wer es fassen kann, der fasse es!“ (Matth. 19,12)


Die heiligen Väter empfehlen sehr die Jungfräulichkeit durch das vierfache Lob derselben, nämlich:
sie bewahrt dem Verstande seine natürliche Klarheit und Schärfe, um die Dinge in ihrem Wesen und ihrer Bestimmung richtig zu erkennen;
sie bewahrt dem Willen seine Festigkeit im Streben nach dem Gott Wohlgefälligen;
sie bewahrt das Gedächtnis rein wie das Himmelsblau für die Erinnerung an die Lehren, Wohltaten und Gebote Gottes;
sie bewahrt dem Gefühlsvermögen die natürliche Energie für das Gute, Edle Schöne.


Ueber jeden Zweifel gewiß ist, dass Maria schon frühzeitig, jedenfalls vor ihrer Verlobung mit dem hl.Josef, also vor dem vierzehnten Altersjahr, Gott dem Herrn ihre Jungfräulichkeit gelobt und die lebenslängliche Keuschheit versprochen hat. Dies scheint das hl. Evangelium zu bezeugen.
Als nämlich der Erzengel Gabriel die Botschaft vom Himmel ihr brachte:
„Siehe, du wirst empfangen in deinem Leibe, einen Sohn gebären und seinen Namen Jesus heißen!“
machte sie sofort die entschiedene Einwendung:
„Wie wird dies geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ Dieser Bericht des hl. Lukas sagt mit aller nur wünschbaren Klarheit,
dass Maria schon vor der Ankunft des Engels ihr jungfräuliches Leben Gott gelobt und mit dem hl. Josef sich schon vor der Vermählung darüber vereinbart hatte.
Es ist nicht möglich, ihre Antwort, welche sie dem Engel gab, anders auszulegen;
und selbst Martin Luther hat nie den Versuch gewagt, dies zu tun, obschon es ihm an Willen sicher nicht gemangelt hat.
Die Beweggründe, warum Maria Gott ihre lebenslängliche Jungfräulichkeit gelobt hat, liegen auf der Hand.
Die bloße Vernunft sagt jedem:
Die unbefleckte Empfängnis Mariens, und ihr Gelöbnis der immerwährenden Jungfräulichkeit
sind unzertrennlich notwendig zur Erhabenheit ihres Berufes im Reiche Gottes, zu dem sie von Ewigkeit vorherbestimmt,
bei ihrer Erschaffung mit den außerordentlichen Gaben der Natur und der Uebernatur ausgestattet worden ist
und dessen sie sich von dem Tage ihrer Aufopferung im Tempel durch die verdienstlichste Heiligkeit
während ihres langen Lebens vollkommen würdig erwiesen hat.


Maria, die fleißige Dienerin des Herrn und weise Jungfrau, lernte schon in der Tempelschule
die lobreiche Empfehlung der Jungfräulichkeit kennen aus den Worten des Heiligen Geistes, mit denen Er sie anrühmt:
„O wie schön ist ein keusches Geschlecht im Tugendglanze!
Denn unsterblich ist sein Andenken, bei Gott und bei den Menschen ist es anerkannt.
Ist es gegenwärtig, so ahmt man ihm nach; entzieht es sich den Augen, so sehnt man sich danach.
Und ewig triumphiert es mit der Siegeskrone und trägt den Preis für die Kämpfe unbefleckter Reinheit davon.“ (Weisheit.4,2)


Die wachsende Herzensseligkeit, welche sie elf Jahre lang bei der Teilnahme an den Morgen – und Abendopfern,
an den heiligen Gesängen der Psalmen, an der prachtvollen Feier der großen Feste im Tempel genoß,
verursachten wohl ihr Gelöbnis und vermehrten stets ihre Hochschätzung derselben und ihre Empfindungen jubelten:

Jungfräulich für den Herrn nur blühen
Und stets in Gottes Liebe glühen
Ist schon hienieden Himmelslust.

In deinem Geiste ist vielleicht schon der Gedanke aufgestiegen, dass die freiwillige Verpflichtung
zur lebenslänglichen Jungfräulichkeit kein so schweres und darum auch ein viel weniger verdienstliches Gelübde war für Maria,
als für jeden andern Nachkommen Adams und zwar aus mehreren ganz einleuchtenden Gründe.
Fürs erste war dieses Gelübde ihr leicht infolge ihrer makellosen Empfängnis und ihres gänzlichen Freiseins von den bösen Folgen der Erbsünde.
Der natürliche Geschlechtstrieb hatte in ihr nicht von ferne eine so ungestüme Gewalt,
wie in andern Menschen, weil in ihr gar nichts Ungeordnetes vorhanden war.

Fürs zweite war sie an natürlichen Talenten und übernatürlichen Geistesgaben außerordentlich reich
und darum erhaben über nur sinnliche Freuden und niedrige Lustbarkeiten.

Zum dritten erleichterten die Einsprechungen des Heiligen Geistes und die schon außerordentliche Liebe zu Gott,
dem sie ihr Denken und Wollen, ihr Leben und Lieben voll und ganz schenken wollte, ihr gar sehr das Opfer dieses Gelöbnisses.

Endlich hat die sorgfältige Erziehung durch die frommen Eltern und die heilige Einsamkeit in der Tempelschule
dieses Gelübde nach keiner Seite erschwert, sondern im Gegenteil sehr erleichtert und befördert.
Allein ungeachtet dieser Umstände, welche der von der ersten Liebe begeisterten Maria das Geloben
der beständigen Jungfräulichkeit erleichterten und versüßten, wirkten andere Gründe zusammen,
welche die Uebernahme dieser Verpflichtung zu einem desto heldenmütigeren und sehr verdienstlichen Werke machten.
Ein vor allem schwerwiegender Grund war der, dass die Juden in der Ehelosigkeit und in der Unfruhtbarkeit einer Frau
eine offenbare Strafe des zürnenden Gottes erkannten und dieselbe für eine arge Schande ansahen.
Die allgemeine Meinung des israelitischen Volkes verlangte, dass jeder Jüngling und jede Jungfrau heirate, damit dieselben,
wenn auch nicht in eigeneer Person, doch in ihren Nachkommen den verheißenen und erschienenen Erlöser schauen könnten.
Der vorzügliche Beweggrund, warum Maria so frühzeitig sich zur lebenslänglichen Jungfräulichkeit
durch ein freudiges Gelöbnis verpflichtet hat, war gewiss die ganz besondere Einsprechung des Heiligen Geistes.
Und aus diesem hocherhabenen Grunde achtete sie nicht mehr auf die Sitte und das Gerede der Leute,
nicht auf die dem ledigen Stande anhaftende Schmach, nicht auf die bitteren Folgen, allenthalben mißkannt und verachtet zu werden.
Urteile nun selbst, in welch hohem Grade, unter solch drückenden Umständen, der opferwillige Gehorsam
der so jungen Tochter Maria gegen die Einsprechung des Heiligen Geistes und die heldenmütige Verpflichtung
zum jungfräulichenLebensstand der heiligsten Dreifaltigkeit wohlgefällig und für die Gelobende verdienstlich war.
Ein anderer noch wichtigerer Umstand, welcher die Verdienstlichkeit dieses Gelübdes beleuchtet und sehr erhöht,
war gerade für Maria folgender:
Sie war von ihren Lehrerinnen, zu denen auch jene ehrwürdige Witwe Anna gehört haben soll,
welche, wie der hl. Lukas (2,37 u. 38) berichtet, Gott mit Beten und Fasten Tag und Nacht diente,
beständig im Tempel sich aufhielt und zu allen auf den verheißenen Erlöser Israels Wartenden von demselben redete,
gut unterrichtet und glaubte freudig, dass jetzt die vom Propheten Daniel geweissagten Jahreswochen abgelaufen seien,
und dass der versprochene Erlöser zu kommen nicht länger zögern werde.
Maria wusste zwar aus dem Propheten Isaias,
dass der sehnlichst erwartete Erlöser aus einer Jungfrau geboren werden sollte
und zwar aus einer Jungfrau des Hauses Davids,
also ihres Stammes und ihrer Familie.
Sie wusste aber auch aus der hl.Schrift, dass der kommende Erlöser ein Nachkomme Adams sein,
nach dem der Gesetze der Natur einen menschlichen Leib und eine menschliche Seele annehmen und eine  von Adam abstammende Mutter haben werde.

Diesen Glauben und diese ihre Auffassung hat sie dem Engel Gabriel offen bekannt in ihrer direkten Frage:
„Wie wird das geschehen? (dass ich die Mutter eines Sohnes sein werde), da ich keinen Mann erkenne?“
Gerade durch diese Frage an Gabriel, den Gesandten Gottes, sagte sie mit der wünschenswertesten Offenheit:
„Ich habe mich ganz wissentlich und freiwillig vor Gott und aus Liebe zu Gott verprlichtet, im ledigen, jungfräulichen Stande zu bleiben;
ich habe wissentlich und freiwillig auf die Möglichkeit verzichtet, jemals die Mutter desErlösers werden zu können;
ich habe wissentlich und freiwillig jegliche Hoffnung entsagt, die dem Frauenherzen süßesten Mutterfreuden jemals genießen zu können!“
Diese klar bewusste und heldenmütige Entsagung der noch so jungen Schülerin ist umso höher zu schätzen,
da eine alte Ueberlieferung erzählt, sie sei in jeder Nacht um zwölf Uhr vom Bette aufgestanden
und habe zwei Stunden lang auf den Knien mit flammender Inbrunst zu Gott gefleht,
Er wolle doch den Erlöser, damit derselbe das ganze Volk aus dem Abgrund der Sünde und des Elendes befreie
und zu seiner (Gottes) Anbetung und Ehrung im Geiste der Wahrheit fähig mache durch die Liebe und Friedfertigkeit
gegeneinander beselige, baldigst senden.
In diesem Lichte betrachtet war ihr Gelübde der jungfräulichen Keuscheit eine wunderbar schöne Blüte ihrer selbstlosesten, reinsten Demut,
und ein verdienstliches Werk von unschätzbarem Wert.

O Gott und Vater, wie unermesslich sind die Reichtümer deiner Weisheit und Erkenntnis, wie unerforschlich sind deine Wege! (vgl. Röm 11, 33)
Du setzest Deine gnadenvollen Absichten in die Wirklichkeit auf Wegen, die unserem kleinen Verstande verkehrt vorkommen!
Welcher Engel oder Mensch hätte ahnen können, dass die wissentliche und freiwillige Gelobung
der lebenslänglichen Jungfräulichkeit, welche die Juden nicht zu schätzen verstanden,
sondern für eine peinliche Schande hielten, für Maria die notwendige Vorbedingung war,
damit die Weissagung des Propheten Isaias und Jeremias sich in ihr erfüllen, und sie die Mutter des Sohnes Gottes werden könne?

Die heiligen Lehrer der Kirche verstehen es durch sehr schöne Gründe zu beweisen,
wie geziemend es gewesen ist, dass Maria, die schon im ewigen Ratschlusse Gottes zur Mutter Jesu vorherbestimmt war,
zuvor durch das verdienstliche Gelübde der beständigen jungfräulichen Keuschheit
und durch die tiefste Selbstverdemütigung auf auf die ohne Vergleich höchste Ehre der Muttergotteswürde verzichte.
Ferner geziemte es sich im höchsten Grade für Gott den Vater, dass seine Tochter nicht bloß eine makellose Jungfrau,
sondern eine solche Jungfrau sei, welche sich Ihm durch das ganz neue, bisher unbekannte Gelübde der heiligen Reinigkeit habe,
damit Er die Vaterschaft ihres Sohnes mit keinem anderen Menschen teilen müsse. 
In gleichem Grade war es geziemend für den Heiligen Geist, dass seine Braut nicht bloß eine makellos erschaffene
und mit außerordentlichen Gaben der Natur und der Gnade, sondern auch durch das wissentliche und freiwillige Gelöbnis
der vollkommenen Keuschheit geheiligte Jungfrau sei.
Ebenso war es für Gott den Sohn geziemend, dass Er bei seiner Ankunft auf dieser Erde von einer Mutter abstamme,
welche vor, in und nach seiner Geburt in unvergleichlicher Herzensreinheit und jungfräulicher Keuschheit glänzte.
O, wie oft im Tage beglückwünscht daher die katholische Kirche dich, die Jungfrau der Jungfrauen,
zu deinem besonderen Schatz an übernatürlichen Verdiensten, den du durch die diamantene Treue in der sorgsamen Bewahrung
der gottgeweihten Jungfrauschaft genähret hast!
Wie oft im Tage frohlockt sie mit Herz und Mund:
„Gegrüßt seist du Königin, Mutter der Barmherzigkeit,
unser Leben, unsere Süßigkeit unsere Hoffnung, sei gegrüßt!
Zu dir rufen wir, elende Kinder Evas!
Zu dir seufzen wir Trauernde und Weinende in diesem Tal der Tränen!
O, sei unsere Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen uns zu
und nach diesem Elende zeige uns Jesum,
die gebenedeite Frucht deines Leibes! O milde, o gütige, osüße Jungfrau Maria!“

Fürwahr, du bist der alles Lobes würdige Morgenstern, aus dir ist hervorgegangen die glanzreichste Sonne der christlichen Jungfrauschaft,
diese ganz eigene und schönste Zier der katholischen Kirche!
Sprich auch du ihr deinen freudigen Dank aus und frohlocke mit dem frommen Sänger:

Sei gegrüßt o Königin!
Unsre treu`ste Mittlerin!
Dich in tausendfachen Weisen
Alle deine Kinder preisen:
„Gottgeweihte Magd desHerrn,
Sei gegrüßt du Morgenstern!“

Sei gegrüßt, du starker Turm,
Anker in des Lebens Sturm,
Arche auf des Schicksals Wogen,
Siebenfacher Regenbogen:
„Demutsvolle Magd desHerrn,
Sei gegrüßt du Morgenstern!“

Der Bedrängten starker Schild,
Mutter allen, reich und mild,
Unsres hei`lgen Glaubens Siegel,
Gottes ew`ger Weisheit Spiegel:
„Gottgeweihte Magd desHerrn,
Sei gegrüßt du Morgenstern!“

Sei mir kindlich froh gegrüßt,
Die voll Trän` der Gnade fließt,
Mein Frohlocken, meine Wonne,
Meines Pilgerlebens Sonne:
„Demutsvolle Magd des Herrn,
Sei gegrüßt du Morgenstern!“


Aus Maria unsere Mutter
Maria Einsiedeln 1910
  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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