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Normal Topic Jungfräulichkeit Mariens (Gelesen: 28 mal)
Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

Beiträge: 4.458
Mitglied seit: 12.10.2006
Geschlecht: weiblich
Jungfräulichkeit Mariens
08.06.2018 um 23:00:29
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Die gottgewollte Jungfräulichkeit Mariä

Der Aufenthalt der Jungfrau Maria in der Tempelschule zu Jerusalem dauerte nach der Überlieferung
vom dritten bis zum vierzehnten Altersjahre.

Es ist wohltuend, an dies sehr große, nur Gott bekannte Summe der verdienstlichen Werke zu denken,
welche sie in diesen elf Jahren oder etwas mehr als 4000 Tagen vollführt hat.
Und es ist angenehm, an die ebenso große Summe der Trinkgelder zu denken, welche der gütige Gott und Herr
seinem fleißigen Mägdlein noch fleißiger ausbezahlt hat.
Das verdienst - und lohnreichste Tugendwerk, welches Maria während dieser Zeit in Jerusalem vollbracht hat,
war ihre gottgelobte Jungfräulichkeit.
Diese Tugend besteht von Seite des Leibes in der vollkommenen Unversehrtheit und in einer gewissen Frische des Fleisches,
welches keine Gewalt des natürlichen Geschlechtstriebes zu schädigen vermag.

Vom Propheten Isaias  wird Maria deshalb gar schön ein Reis aus der Wurzel Jesse genannt,
gleich einem grünen duftenden Zweige im Frühling, der durch die Hitze der Sonne
von seiner Frische nichts eingebüßt hat; denn aus diesem Reise ist ja später die herrlichste Blume – Jesus entsprossen.
Das Gelübde der heiligen Jungfräulichkeit von seite der Seele verlangt den festen Willen
und das beharrliche Streben, die vollkommene Unversehrtheit des Leibes aus Liebe zu Gott
bis zum Abschluss des Lebens auf Erden zu bewahren.
Darum heißt sie die gottgelobte oder heilige Jungfräulichkeit, weil sie entweder
durch ein feierliches
oder doch durch ein einfaches Gelöbnis, immerhin aus Liebe zu Gott, angestrebt oder bewahrt wird.
Dem jungfräulichen Leben aus Liebe zu Gott zuerkennt Jesus selbst eine besondere auszeichnende Verdienstlichkeit,
indem ER dasselbe als etwas Hohes und Heldenmütiges rühmt durch die Worte: „ wer es fassen kann, der fasse es!“
(Matth. 19,12)
Die heiligen Väter empfehlen sehr die Jungfräulichkeit durch das vierfache Lob derselben, nämlich:
sie bewahrt dem Verstande seine natürliche Klarheit und Schärfe, um die Dinge in ihrem Wesen und ihrer Bestimmung richtig zu erkennen;
sie bewahrt dem Willen seine Festigkeit im Streben nach dem Gott Wohlgefälligen;
sie bewahrt das Gedächtnis rein wie das Himmelsblau für die Erinnerung an die Lehren, Wohltaten und Gebote Gottes;
sie bewahrt dem Gefühlsvermögen die natürliche Energie für das Gute, Edle Schöne.
Ueber jeden Zweifel gewiß ist, dass Maria schon frühzeitig, jedenfalls vor ihrer Verlobung mit dem hl.Josef,
also vor dem vierzehnten Altersjahr, Gott dem Herrn ihre Jungfräulichkeit gelobt
und die lebenslängliche Keuschheit versprochen hat. Dies scheint das hl. Evangelium zu bezeugen.
Als nämlich der Erzengel Gabriel die Botschaft vom Himmel ihr brachte:
„Siehe, du wirst empfangen in deinem Leibe, einen Sohn gebären und seinen Namen Jesus heißen!“
machte sie sofort die entschiedene Einwendung: „Wie wird dies geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“
Dieser Bericht des hl. Lukas sagt mit aller nur wünschbaren Klarheit, dass Maria schon vor der Ankunft
des Engels ihr jungfräuliches Leben Gott gelobt und mit dem hl. Josef sich schon vor der Vermählung
darüber vereinbart hatte. Es ist nicht möglich, ihre Antwort, welche sie dem Engel gab, anders auszulegen;
und selbst Martin Luther hat nie den Versuch gewagt, dies zu tun, obschon es ihm an Willen sicher nicht gemangelt hat.
Die Beweggründe, warum Maria Gott ihre lebenslängliche Jungfräulichkeit gelobt hat, liegen auf der Hand.
Die bloße Vernunft sagt jedem:
Die unbefleckte Empfängnis Mariens, und ihr Gelöbnis der immerwährenden Jungfräulichkeit
sind unzertrennlich notwendig zur Erhabenheit ihres Berufes im Reiche Gottes, zu dem sie von Ewigkeit vorherbestimmt,
bei ihrer Erschaffung mit den außerordentlichen Gaben der Natur und der Uebernatur ausgestattet worden ist
und dessen sie sich von dem Tage ihrer Aufopferung im Tempel durch die verdienstlichste Heiligkeit
während ihres langen Lebens vollkommen würdig erwiesen hat.
Maria, die fleißige Dienerin des Herrn und weise Jungfrau, lernte schon in der Tempelschule
die lobreiche Empfehlung der Jungfräulichkeit kennen aus den Worten des Heiligen Geistes, mit denen Er sie anrühmt:
„O wie schön ist ein keusches Geschlecht im Tugendglanze! Denn unsterblich ist sein Andenken, bei Gott und bei den Menschen ist es anerkannt.
Ist es gegenwärtig, so ahmt man ihm nach; entzieht es sich den Augen, so sehnt man sich danach.
Und ewig triumphiert es mit der Siegeskrone und trägt den Preis für die Kämpfe unbefleckter Reinheit davon.“ (Weisheit.4,2)
Die wachsende Herzensseligkeit, welche sie elf Jahre lang bei der Teilnahme an den Morgen – und Abendopfern,
an den heiligen Gesängen der Psalmen, an der prachtvollen Feier der großen Feste im Tempel genoß,
verursachten wohl ihr Gelöbnis und vermehrten stets ihre Hochschätzung derselben und ihre Empfindungen jubelten:
Jungfräulich für den Herrn nur blühen
Und stets in Gottes Liebe glühen
Ist schon hienieden Himmelslust.
In deinem Geiste ist vielleicht schon der Gedanke aufgestiegen, dass die freiwillige Verpflichtung
zur lebenslänglichen  Jungfräulichkeit kein so schweres und darum auch ein viel weniger verdienstliches Gelübde war für Maria,
als für jeden andern Nachkommen Adams und zwar aus mehreren ganz einleuchtenden Gründe.
Fürs erste war dieses Gelübde ihr leicht infolge ihrer makellosen Empfängnis
und ihres gänzlichen Freiseins von den bösen Folgen der Erbsünde.
Der natürliche Geschlechtstrieb hatte in ihr nicht von ferne eine so ungestüme Gewalt,
wie in andern Menschen, weil in ihr gar nichts Ungeordnetes vorhanden war.
Fürs zweite war sie an natürlichen Talenten und übernatürlichen Geistesgaben außerordentlich reich und darum erhaben über nur sinnliche Freuden und niedrige Lustbarkeiten.
Zum dritten erleichterten die Einsprechungen des Heiligen Geistes und die schon außerordentliche Liebe zu Gott,
dem sie ihr Denken und Wollen, ihr Leben und Lieben voll und ganz schenken wollte, ihr gar sehr das Opfer dieses Gelöbnisses.
Endlich hat die sorgfältige Erziehung durch die frommen Eltern und die heilige Einsamkeit
in der Tempelschule dieses Gelübde nach keiner Seite erschwert, sondern im Gegenteil sehr erleichtert und befördert.
Allein ungeachtet dieser Umstände, welche der von der ersten Liebe begeisterten Maria
das Geloben der beständigen Jungfräulichkeit erleichterten und versüßten, wirkten andere Gründe zusammen,
welche die Uebernahme dieser Verpflichtung zu einem desto heldenmütigeren und sehr verdienstlichen Werke machten.
Ein vor allem schwerwiegender Grund war der, dass die Juden in der Ehelosigkeit und in der Unfruhtbarkeit
einer Frau eine offenbare Strafe des zürnenden Gottes erkannten und dieselbe für eine arge Schande ansahen.
Die allgemeine Meinung des israelitischen Volkes verlangte, dass jeder Jüngling und jede Jungfrau heirate,
damit dieselben, wenn auch nicht in eigeneer Person, doch in ihren Nachkommen den verheißenen und erschienenen Erlöser schauen könnten.
Der vorzügliche Beweggrund, warum Maria so frühzeitig sich zur lebenslänglichen Jungfräulichkeit
durch ein freudiges Gelöbnis verpflichtet hat, war gewiss die ganz besondere Einsprechung des Heiligen Geistes.
Und aus diesem hocherhabenen Grunde achtete sie nicht mehr auf die Sitte und das Gerede der Leute, nicht auf die dem ledigen Stande anhaftende Schmach, nicht auf die bitteren Folgen, allenthalben mißkannt und verachtet zu werden.

Aus Maria unsere Mutter
Maria Einsiedeln 1910
  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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