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Normal Topic Maria Heimsuchung (Gelesen: 22 mal)
Brigitta
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Maria Heimsuchung
02.07.2018 um 08:44:32
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Mariens Besuch bei ihrer Base Elisabeth.

Zu der nämlichen Zeit, da Maria die Jungfrau, von der Kraft des Allerhöchsten überschattet,
in ihrem Häuslein zu Nazareth den menschgewordnen Jesus in seliger Andacht und Freude anbetete,
kniete auch ihre hochbejahrte Tante Elisabeth, die fromme Gemahlin des Priesters Zacharias,
in dem ungefähr 28 bis 30 Wegstunden von Nazareth entfernten und in dem Hochland
von Judäa gelegenen Orte, jetzt „St. Johann im Gebirge“ oder Ain Karim“ genannt,
vor Gott in heiligem Gebete. Sie lobte und pries den Allgütigen in jubelnder Mutterfreude
wegen des ihr wider alle natürliche Hoffnung durch seine Allmacht geschenkten Sohnes,
den sie schon sechs Monate im Herzen trug.
Sie wusste dem gnädigen und barmherzigen Geber aller guten Gaben nicht genug zu danken
aus zwei sehr wichtigen Gründen:
Einerseits war ihre Freude und Dankbarkeit groß, weil der liebe Gott ihr und ihres Mannes langjähriges Gebet
durch ein offenbares und jedermann verständliches Wunder erhört, sie von der Schande
und Strafe der Unfruchtbarkeit erlöst und sie durch den geschenkten Sohn mit dem für ihren Glauben
und für Hoffen unschätzbaren Glück der Teilnahme an den Segnungen des sehnlichst
erwarteten Messias beseligt hatte. Noch süßer und wohltuender war ihre Mutterfreude
aus dem zweiten Grunde, weil Gott der Herr ihrem Manne durch den Engel Gabriel eine dreifache Gnade verheißen hatte:
a)  dass ihr Sohn groß sein werde vor dem Herrn, d.h. groß in wahren, Gott wohlgefälligen Tugenden
     der Demut, der Genügsamkeit, des Eifers für die Ehre Gottes und für den Gehorsam gegen seine Gesetze;
b)  dass ihr Sohn schon vor seiner Geburt vom Heiligen Geiste werde begnadet werden;
c)  dass ihr Sohn Kinder Israels zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren werde.



Von solchen und ähnlichen Erwägungen und Dankesbezeugungen gegen den gütigen Gott
war Elisabeth eben auch wieder erfüllt, als ihre Nichte Maria am 2. Juli unverhofft zu ihr kam und sie freundlich grüßte.
Dieser Besuch der Mutter Gottes verdient es wegen seines schönen trostreichen Inhaltes,
dass du denselben von vier Seiten aufmerksam betrachtest.

Q: Maria unsere Mutter (Betrachtungen und Erwägungen 1910)
  

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Re: Maria Heimsuchung
Antwort #1 - 02.07.2018 um 10:06:16
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Diese Heimsuchung Mariä ist eine sehr bedeutungsreiches Vorkommnis im Erlösungswerk Jesu.

Für die hervorragende Wichtigkeit, welche der Besuch Mariä bei ihrer Base Elisabeth
für das ganze Erlösungswerk Jesu, für die Ehre und  Verherrlichung Gottes, sowie für das tugendhafte Leben
der christlichen Völker aller Länder und Zeiten hat, sprechen folgende Gründe:

1.  Der erste überzeugendste Grund ist die Tatsache, dass der Heilige Geist dieses Vorkommnis
im Leben der Jungfrau Maria, die soeben in die unvergleichlich erhabene Mutterwürde
eingesetzt worden, in das hl. Evangelium aufgenommen hat, sowie der inhaltreiche Bericht selbst,
den der hl. Lukas einleitet mit den sehr auffallenden Worten:
Maria machte sich in jenen Tagen auf, und ging  e i l e n d s  auf das Gebirge in eine Stadt
(des Stammes) Juda. Und sie kam in das Haus des Zacharias, und grüßte die Elisabeth“ (Luk. 1, 39, 40).
Im ganzen Lebensberichte Marias kommt der Ausdruck  e i l e n d s  ein einziges Mal und nur bei diesem Besuche vor.
Er steht im Gegensatze zu der gewöhnlichen Ruhe und Selbstbeherrschung, die wir in ihrem Charakter bewundern.
Bei der Ankündigung des Engels und bei der Kreuzigung ihres Sohnes, wo, wie sonst niemals,
ihr sittliches Wesen in seinen innersten Tiefen geprüft wurde, ist nichts so auffallend,
als gerade ihre vollkommene Beherrschung der Gefühle. Was soll also hier damit gesagt sein,
dass sie „eilends ins Gebirge ging zu einer Stadt (im Stamme) Juda“?
Das Geheimnis der Menschwerdung des ewigen Sohnes Gottes ist in ihr vollendet, und
die Kraft des Allerhöchsten hat sie überschattet.
Es ist daher unmöglich, diese Eile anders zu erklären, als durch den göttlichen Antrieb ihres Sohnes jesus,
den sie in ihrem Schoße trägt. Im achtzehnten Psalm singt der königliche Sänger:
„In der Sonne hat Er seine Wohnung gesetzt; und sie geht hervor wie ein Bräutigam aus seiner Kammer;
frohlocket wie ein Riese, zu laufen den Weg. Vom äußersten Himmel ist ihr Ausgang und ihre Rückkehr
am äußersten desselben und niemand ist`s, der sich vor ihrer Hitze verbergen kann“ (Ps. 18, 6-8).
Wer denkt da nicht an das göttliche Kind unter dem Herzen Mariens,
der mit der Sonne bekleideten jungfräulichen Mutter Jesu?
Eben ist Jesus in ihr als seinem Gezelte angekommen und nun, in dem Brautschmucke
dieser Himmelsgabe, von ihr beschwingt und freudig erregt, e i l t sie frohlockend von dem stillen Nazareth
weit hin nach St. Johann ins Gebirge.
Es war also Jesus, der Sohn Gottes, der Maria zu dieser wunderbaren Eile antrieb.
Sein sehnsüchtiges Verlangen, die sündige Menschheit zu erlösen und dem Vater im Himmel
wahre Anbeter im Geiste und in der Wahrheit zuzuführen, betätigte Er schon bei diesem Besuche,
während Er noch ein ungeborenes Kind war; und der erste Sünder, den er mit Auszeichnung
von der Erbsünde reinigen und begnadigen wollte, war Johannes, sein ebenfalls noch nicht geborener Vorläufer.
Diese erste Begnadigung aber wollte Jesus vollbringen durch Maria, und darum tat sie dies mit freudiger Eile.
Auf diesen Besuch gründen manche heiligen Väter zum Teil ihre Lehre,
dass alle Heilsgnaden Gottes uns durch Maria zukommen.

2. Der zweite Grund für die hohe Wichtigkeit dieses Besuches liegt in dem Umstande, das Papst Bonifaz IX.
im Jahre 1390 die Feier des Festes „Maria Heimsuchung“, welches schon auf dem Provinzialkonzil
zu Le Mans in Frankreich (1227) empfohlen worden, für die ganze Christenheit vorgeschrieben
und bestätigt hat mit den Worten, dass diese Feier überall mit frohem Lobgesang,
mit soll begangen werden. Das Konzil zu Basel (1441) hat die Gläubigen zur würdigen Feier
dieses Festes dringend aufgemuntert durch das Aufzählen interessanter Beweggründe.
Solche Gründe findet es darin, dass die ganze Christenheit gegenwärtig von schweren Kümmernissen
niedergebeugt ist; dass an vielen Orten Kriege und Streitigkeiten die katholische Kirche verwirren
und schädigen, und es erklärt, es sei eine große Pflicht, dass die Feier, welche die Heimsuchung
der heiligen Jungfrau genannt wird, in allen Kirchen gehalten werde, damit die Mutter der Gnade,
indem sie von frommen Gläubigen wahrhaft geehrt wird, ihren gebenedeiten Sohn
durch ihre Fürbitte versöhne und den Segen des Friedens über die Gläubigen wieder ausgieße!

  

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Re: Maria Heimsuchung
Antwort #2 - 02.07.2018 um 10:34:54
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3. Der dritte Grund ist das vortreffliche Gedeihen und Blühen des durch Papst Paul V.
im Jahre 1615 approbierten Frauenordens von der Heimsuchung der seligsten Jungfrau Maria.
Stifter dieses Ordens ist der hl. Kirchenlehrer Franz von Sales, Bischof von Genf (+1622).
Dieser um das Ordensleben hochverdiente Heilige der Sanftmut gründete einen Verein,
um Witwen und andere Bedrängten des weiblichen Geschlechtes eine Zufluchtstätte zu eröffnen,
sie zu einem tugendhaften Lebenswandel aunzuleiten und gleihzeitig durch sorgfältige Bildung zu befähigen,
damit sie auswärtige Kranke durch ihre Besuche trösten und durch Verpflegung unterstützen könnten.
Bei diesen Unternehmen unterstützte ihn sehr wirksam die hl. Witwe Johanna Franziska Fremiot von Chantal (+ 1641),
bei  deren Lebenszeit schon dieser Orden 87 Klöster zählte.
Diese Mitglieder heißen Bisitantinnen oder Salesianerinnen und widmen sich nach der ausdrücklichen
Vorschrift des Papstes auch der Erziehung der weiblichen Jugend.

4. Ein vierter Grund ist die Aufnahme dieses durch das hl. Evangelium bezeugten  Besuches
der Mutter Gottes Maria bei Elisabeth unter die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes.
Dieser Grund ist um so wichtiger, weil Maria, wie die Überlieferung erzählt, den hl. Dominikus (+1221)
über die Wahl der je fünf Geheimnisse des freudenreichen, des schmerzhaften und
des glorreichen Rosenkranzes selbst belehrt und über die Pflege der Rosenkranzandacht unterrichtet hat.
Der dreifache Rosenkranz des hl. Dominikus ist unstreitig die lehr-und trostreichste Vergegenwärtigung
und Erklärung der vornehmsten Wahrheit unserer hl. Religion, welche das hl. Evangelium uns verkündet mit den Worten:
„Denn also hat Gott die Welt (die sündigen Menschen, dich, deine Familie, deine Verwandtschaft, deine Gemeinde)
geliebt, dass Er seinen eingeborenen Sohn hingab.“ Er hat ihn hingegeben in den Stall von Bethelehem,
in die Flucht nach Aegypten, in die niedrige Werkstätte zu Nazareth, in den Undank der Juden,
in den Neid der Schriftgelehrten, in den  Hass der Pharisäer, in die Verleumdungen
der Herren des Hohen Rates,  in die Misshandlungen vor Gericht, an die glorreiche Auferstehung,
durch die wunderbare Himmelfahrt, durch die Erteilung eines Namens, vor dem sich alle die Knie beugen
und beugen müssen in Ewigkeit. Er hat ihn ja hingegeben, aber auch verherrlicht, damit alle, die an Ihn glauben,
nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“ (vgl. Joh. 3,16). Der Rosenkranz ist auch,
wie ein großer Bischof sich ausspricht und die Geschichte der katholischen Kirche durch unzählige Tatsachen
sonnenklar beweist, die schneidigste, die siegbartste und von Gott gesegnetste Gebetswaffe für jedermann,
für den König wie für den Bauer, für den Papst wie für den Handwerker.
Und wer diese Gebetswaffe zu handhaben versteht, der bekennt gewiß aufrichtig und freudig:
Ich bet` all` Tag den Rosenkranz,
Er dünkt mich schön wie Sternenglanz;
Er macht mich glücklich, hilft in Not,
Und kostbar wird durch ihn der Tod.

  

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