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Normal Topic Von der Bestimmung des Menschen (Gelesen: 55 mal)
Inka
Ritter der Unbefleckten
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In tiefer Liebe für JESUS,
MARIA und JOSEF

Beiträge: 2.836
Standort: Ruhrgebiet
Mitglied seit: 20.08.2006
Geschlecht: weiblich
Von der Bestimmung des Menschen
09.05.2019 um 13:57:56
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Von der Bestimmung des Menschen

Ich bin gekommen von Gott. Gott hat mich erschaffen. Mein Dasein verdanke ich nur Gott. Mit dem Könige David muss ich vor Ihm bekennen: ,,Deine Hände haben mich gemacht und bereitet.‘‘ Ich bin von Gott erschaffen, deshalb gehöre ich Gott an, Ihm allein und unter allen Umständen. Ihm gehört mein Leib mit seinen Sinnen, meine Seele mit ihren Fähigkeiten, mein Herz mit seinen Neigungen. Ihm gehören mein Arbeiten und Ruhen, meine Freude und mein Leib, meine Armut und mein Reichtum, meine Ehre und meiner Verachtung, meine Zeit und meine Ewigkeit. Den lieben Gott gehört dieses alles, Ihm soll ich es weihen, Ihn damit dienen, Ihn dadurch meine Ergebenheit und Liebe beweisen. Dies ist meine Bestimmung. Das sagt mir meine eigene Erfahrung.  Mit dem Hl. Augustinus muss ich bekennen: ,,Du hast uns, o Herr für dich geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es ruhet in Dir!“  Das bezeugen wir alle Geschöpfe. Sie rufen mir zu: ,,Eitelkeiten der Eitelkeiten und alles ist Eitelkeit, außer Gott lieben und Ihn allein dienen.“ Das sagt mir Jesus Christus, die ewige Wahrheit. Er spricht: ,,Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinen ganzen Gemüte und aus allen deinen Kräften. Dies und nichts Anderes ist deine Bestimmung, meine Seele. Wenn du sie erfüllt, dann und nur dann wirst du glücklich sein hier auf Erden, nur dann dereinst jene unendliche Seligkeit erlangen, von welcher der hl. Paulus bezeugt: ,,Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört und keines Menschen Herz hat es noch empfunden, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“

Hast du bisher deine Bestimmung erfüllt? Hast du, mein Christ, nur Gott gesucht, nur Gott geliebt, nur Gott gedient? Ach vielleicht richten sich dein Sorgen und Wünschen, dein Streben und Arbeiten nur auf irdische Dinge, und dass eine Notwendige, Gott dem Herrn zu dienen vergießest du. ,,Martha, Martha!“ so ruft der Herr auf dir, o Seele zu, ,,du machst dir Sorge und kümmerst dich um sehr viele Dinge: Nur eines ist notwendig.“ (Lk 10, 41,42) Ja, nur eines ist notwendig, mein Christ, nämlich das du Gott liebest und durch die Liebe zu seinem ewigen Besitze gelangest. In Gott findest du Reichtümer, Ehren, Freunden ohne Maß und Zahl. Darum lass dich von nun an nicht mehr von Fleisch und Blut regieren, sondern von hl. Geiste.

Das tat Maria, die unbefleckte Braut des hl. Geistes. Sie hat den besten Teil erwählt. Sie lebte nur für Gott. Alles redete ihr von Gott. Alles zog sie zu Gott. Alles hat sie aus Liebe zu Gott. Sie wünschte nichts Anderes als Gott. Darum ist Gott ihr Anteil geworden hier in der Zeit und dort in der Ewigkeit.

Lasset uns beten drei Ave Maria, um vom hl. Geist durch die Fürbitte Maria Licht und Kraft zu erflehen, unsere Bestimmung klar zu erkennen und treu zu erfüllen.

Quelle: Maiblume zu Ehren der unbefleckten Braut des hl. Geistes Missionsdruckerei Steyl,Post Kaldenkirchen 1904
  

Wir wollen in der Freude nicht die Gottesfurcht vergessen und im Leid die Hoffnung niemals aufgeben.
Gregor von Nazianz

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