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Normal Topic Strafgericht Gottes (Gelesen: 511 mal)
Inka
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In tiefer Liebe für JESUS,
MARIA und JOSEF

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Strafgericht Gottes
27.01.2021 um 12:44:38
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Zufälle, die nicht Zufälle sind oder auffallende Akte göttlichen Strafgericht.
Erschienen 1866 beim Verlag Carl Sartori Buchhändler des heiligen Apostolischen Stuhles

Vorwort von mir
Die Geschichten wurden vor dem drucken des Buches genauestens recherchiert und für wahrhaft empfunden. Diese Geschichten ich nun mit Word aus dem Buche abgeschrieben hatte und so mache sich jeder seine Gedanken über diese Geschichten und überdenke sein eigenes Leben. Gott ist gerecht schon auf Erden oder erst nach unserem Tod, wenn wir vor ihm stehen. Gott ist aber auch Barmherzig und wird uns unsere Sünden vergeben, wenn wir von unserem schlechten Wandel umkehren und bereuen. Wer zweifelt das Gott so handelt, sehe auch einmal in der Bibel nach, dort steht einiges über das Strafgericht Gottes und dazu habe ich was heraus gesucht was im Link nachzulesen ist.

Im Link was die Bibel zum Strafgericht Gottes sagt

http://www.fjm-ritter.info/cgi-bin/yabb2/YaBB.pl?num=1611403346/0#0

1) Gegen das erste Gebot Gottes

Priester und Seelsorger


Ein Seelsorger von Loretto leitete während der Nacht einer todkranken Bäuerin geistlichen Beistand. Auf einmal erschien unter der offenen Türe ein wildaussehender Mensch, und als er dein Geistlichen allein sah, nahte er sich ihm mit emporgehobenen Arme und einer Schießwaffe in der Hand. Der Geistliche glaubte, er habe es mit einem Straßenräuber zu tun, und bot ihm, weil er kein Geld hatte, seine Uhr an. Dieser aber sagte: ,,Dein Leben ist es, was ich will!‘‘ Und schon holte er aus, um ihn zu schlagen, da kam glücklicher Weise ein Verwandter der Sterbenden daher. Eiligst entfernte sich nun der Bösewicht, aber man erkannte ihn dennoch, es ist ein würdiges Mitglied der Nationalgarde vom Raubkönigthum. Es wurde der Polizei die Anzeige davongemacht, aber sie enthielt sich jedes weiteren Vorgehens unter der leeren Entschuldigung, dass der Geistliche keine Anzeige gemacht habe; er wollte nämlich als sanftmütiger Seelenhirte Niemand in Schande und Strafe bringen. Aber die göttliche Gerechtigkeit wollte den Schuldigen bestrafen, jedoch auf milde Weise. Es war nämlich einige Tage nachher, da ging der Bösewicht von der Hauptwache fort, fiel zur Erde und brach sich den nämlich Arm, den er gegen den Gesalbten des Herrn erhoben hatte.



  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #1 - 28.01.2021 um 14:03:45
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Ein Gottesleugner überwiesen

Es war ein junger Spanier von adeliger und glänzender Herkunft, der ganze Tage und Nächte bei den Würfeln zu sitzen gewohnt war, und die Wechselfälle dieses verhängnisvollen Spieles schon mehr als genügend erfahren hatte, ohne doch von der verderblichen Leidenschaft geheilt zu werden. Die letzte Nacht, die er so vergeudet, war unheilvoller als alle früheren; schon hatte er so große Summen verloren, dass er sich gänzlich zu Grunde gerichtet fühlte. Jetzt aber, da er am Rande des Abgrundes schwebte, ward in ihm ein Gedanke rege, der überall erwachen muss, wo der menschliche Geist, von Gefahr und Not bedrängt auf sich selbst und seine geschöpfliche Abhängigkeit sich besinnt, er nahm seine Zuflucht zum – Gebete. Mit geschlossenen Lippen und in der Stille, um nicht von den Spielgenossen beobachtet zu werden, flehte er eifrig zu Gott um die Huld, ihm nur so lange wirksam beizustehen, bis er durch neue Gewinne das Verlorene wieder hereingebracht. – Ist Gott nicht allgegenwärtig und seine Güte so grenzenlos, als unbeschränkt seine Macht über die physische Welt? Und was kann, nach menschlicher Weise zu reden, dieser Allmacht leichter sein, als den blinden Zufall zu lenken? So groß jedoch sein Vertrauen und so inbrünstig seine lautlose Bitte, so wenig wollte eine Spur von Erhörung sich zeigen. Immer noch auf das Gelingen des nächtlichen Wurfes hoffend, setzte der unglückliche Alles, was er irgend noch sein nennen konnte, aufs Spiel, bis er zuletzt sich gezwungen sah, auch die Kleider zu verpfänden, die er am Leibe trug. Welche Gefühle mochten jetzt sein Herz bestürmen? War es die bittere Reue die ihn quälte; ward er gegen die Gefährten entrüstet, denen das blinde Glück so günstig gewesen, oder gegen sich selbst? Seine Bewegung war ganz anderer Art. Weil der Gott, den er angerufen, verborgen geblieben, und seinen Wünschen kein Gehör gegeben, entbrannte er in einen so törichten Zorn, das er nicht nur für seinen Teil den Glauben an einen persönlichen Gott absagte, sondern noch einer kühnern Tollheit sich vermaß. – Hat nicht jede Zeit ihre eigentümlichen Sitten und Unsitten? Die jetzigen Leugner eines persönlichen Gottes kämpfen mit dialektischen Waffen aus, mit dem sogenannten absoluten Begriff, oder mit schöngeistigen, klingenden Reimen.- Unserem Ritter hingegen gefiel es, den Streit in seiner Weise mit Stich= und Hiebwaffen auszufechten. Er rüstete sich frühmorgens mit Harnisch, Helm und Speer, bestieg das Pferd, das ihm die Gläubiger noch nicht weggeführt, und sprengte durch die Straßen auf den Marktplatz, wo er die zahlreich versammelten Leute förmlich herausforderte, indem er ausrief:,, Ist Jemand hier zugegen, der sich für einen Bekenner und Anbeter Gottes erklärt, so möge er es im ehrlichen Zweikampf mit mir aufnehmen; und sollten noch Diese sein, die sich dazu erbieten, so mögen sie nur Einer nach dem Andern an mich herankommen; ich werde über Alle den Sieg gewinnen, und dadurch die Wahrheit an den Tag bringen, das kein Gott im Himmel sei, den man zu fürchten oder auf den man zu hoffen hätte!‘‘ Mit Staunen horchten noch die Leute diesem wiederholten Zuruf, und wussten nicht, ob sie den übermütigen aussehenden Jüngling für einen Frevler oder Wahnsinnigen zu nehmen hätten,- als ein anderes streitbares Wesen, eine Hornisse oder Wespe, durch eine Öffnung seines Helmes schlüpfte, und mit dem scharfen Stachel seine Stirne so schmerzlich verwundete, dass er vor Grimm und Ungeduld den Helm herabriss, und zu Boden warf. Der Feind gewann dadurch einen noch freieren Raum für seinen Angriff, so das den Gequälten keine Wahl übrigblieb, als sich vom Pferde herabzuschwingen, und sein Angesicht in den lockern Sand zu drücken. Doch das hartnäckige Tier, kaum von da vertrieben, warf sich dem Jüngling auf das Hinterhaupt und Nacken, und verursachte ihm sograusame Qualen, dass der gedemütigte Held mit lauter Stimme bekannte:,, Es sei doch wahrhaft ein Gott im Himmel, der die Menschen züchtigte und ihren Übermut bestrafte.
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #2 - 29.01.2021 um 16:53:56
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Der Arzt und der Mönch

In einer Landschaft Benetiens ging einem Sonntage des letztverflossenen Winters (1862-63) ein Franziskanermönch in ein entferntes Dorf, um die hl. Messe zu lesen. Er musste sich dort ein wenig aufhalten, um bei einem Wohltäter das Frühstück einzunehmen. Während desselben kam auch der Arzt der Gegend, ein heißblütiger Italiener, dazu, begann alle möglichen Lügen gegen den Papst, die Bischöfe und Priester aufzutischen. Dann wandte er sich zum Vater und sprach mit spöttischer Miene: ,,Mein Vaterchen, man hat mir versichert, dass auch Sie ihre Freundinnen haben.‘‘ Die Anwesenden erhoben ein Gelächter, doch der Vater nahm eine demütige aber doch würdevolle Haltung an und entgegnete: ,,Herr Doktor, bitten Sie den Himmel, dass einer von diesen Priestern Ihnen beistehe, wenn Sie auf dem Sterbebette liegen, und dass nicht ein plötzlicher Schlag Sie treffe, wie es schonvielen anderen Ihresgleichen ergangen ist.‘‘ Auf den Doktor machten diese gewichtigen Worte nicht den geringsten Eindruck und er meinte, bei seinem frischen Körper und blühenden Alter könne der Tod wohl noch seine tausend Meilen weit weg sein. Doch als er sich am nächsten Samstage zu Tische setzte, tat er plötzlich einen Schrei und fiel tot zu Boden. Seit diesem traurigen Vorfalle bemerkte man in der ganzen Gegen eine größere Zurückhaltung und Mäßigung bei den Gesprächen über die Tagesfragen.
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #3 - 31.01.2021 um 12:55:59
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Der projektierte Priestermord

Einen schauerlichen Todesfall, den wir im Eco lesen, das ihn dem Stendardo cattolico entnommen hat, können wir nicht umhin, kurzgefasst den Lesern als einen Strafakt der göttlichen Gerechtigkeit zu erzählen. Eine Schar junger Leute (ich glaube in Neapel) kamen öfters zur Unterhaltung zusammen, alle samt und sämtlich die ärgsten Priesterfeinde. Da redeten sie folgendes ab. Einer sollte sich krank stellen, zu Bette legen mit einem Leinentuch zudecken und darunter eine Waffe bereithalten; ein zweiter sollte vor dem Haus hinuntergehen, warten ob nicht ein Priester sich seher lasse; und wenn dieses der Fall sei, so sollte er ihn ins Haus laden, damit er einem armen Kranken seine priesterliche Hilfe zusage. Gesagt, getan. Schon gleich an dem anderen Tage führte man den abscheulichen Plan aus. Gerade ging ein sehr würdiger Seelsorger vorbei; der Bösewicht sprach ihn an und lud ihn ins Haus zu den kranken, wie er vorgab. Arglos folgte der Priester nach; er sah wohl einige Leute, welche ihn mit spöttischen unheimlichen Blicken anfahren. Doch ließ er sich nicht abhalten du trat ins Zimmer des vorgeblichen Kranken. Hinzugetreten, redete er ihn an und erhielt keine Antwort, rüttelte ihn und fand ihn unbeweglich, er beugte sich über das Bett, hob das Leintuch auf und sah – ein schrecklich verzerrtes Gesicht, weit herausgetretene stiere Augen, einen verzogenen Mund, die rechte Hand auf eine sechsläufige Pistole gehalten, als wollte er losdrücken. Er stieß einen Schrei aus, berührte ihn, untersuchte ihn, fühlte den Puls und fand ihn wirklich tot. Nun nahten sich die übrigen jungen Leute und erschöpften sie in Wiederbelebungsversuchen, aber vergeblich. Der Priester wendete seine Augen zum Himmel und rief: O furchtbares, göttliches Strafgericht! Dann sich zu den jungen Bösewichten wenden, sagte er: ,,Gott möge Euch verzeihen, wie ich Euch verzeihe.‘‘ Gesagt, entfernte er sich und ließ die jungen Leute betäubt vor Schrecken und zitternd vor Furcht zurück.
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #4 - 05.02.2021 um 13:15:49
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Die Entehrung des Kruzifixes

Im Herbst 1863nahm in einem Wirtshaus in Saffari ein Garibaldiner ein möbliertes Zimmer in Miete. Als er in dasselbe eintrat, erblickte er zu Haupten des Bettes ein hölzernes Kruzifix. Sogleich brach er in Verwünschungen und Gotteslästerungen aus, riss es von der Wand herunter, zersplitterte es mit den Zähnen und warf die Teile ins Feuer. Was geschah ihm? Es gingen nicht drei Tage herum, da war er eine Leiche, und welche! Der Leichnam war entsetzlich aufgetrieben, schwarz wie eine Kohle, die Augen weit offen, starr und feuerrot wie die eines Verdammten: Die Nachricht dieser Begebenheit brachte,,lo Stenardo cattolico‘‘ Ihm berichtet sie ein Korrespondent aus derselben Stadt. Wir entnehmen sie unmittelbar dem Apologisten von Turin.

Der widerspenstige Rekrut, oder das verachtetet Bild Mariens

In einer Gegend der Provinz Lecce ereignete sich vor nicht gar langer Zeit eine haarsträubende Geschichte. Ein widerspenstiger Rekrut hatte sich von unsäglichen Schmerzen gepeinigt, in einen Strohhaufen versteckt. Da er seinen Tod nahe glaube, bat er einen Vorübergehenden um einen Arzt. Dieser hatte von Syndikus die Weisung erhalten, ihn mit Gewalt herzubringen. Doch wie er an Ort und Stelle gekommen, fand er, dass der arme Mensch bereits tot sei.  Als die Behörden davon Nachricht bekamen, begab sich die Nationalgarde dorthin, um seinen Leichnam zu überbringen. Es wäre zu weitläufig, die Grobheiten anzuführen, mit denen die Leiche überhäuft wurde. Sie wurde zertreten, verstümmelt und durch Bajonetthiebe entstellt. Nicht zufrieden damit, hieb ein Soldat dem Toten das Haupt ab und entdeckte so einen Peterspfennig der allerheiligsten Jungfrau, den dieser am Halse trug. Kaum hatte ihn Jener erblickt, als er ausrief:,,Jetzt habt ihr es, warum dieser Mensch ein Rebell und Räuber war,‘‘ und fing dann an, das Bild Mariens zu bespötteln. Was geschieht? Plötzlich wird er vom Schlage getroffen, er zittert, fällt zu Boden, wälzt sich eine Weile herum, wird nach Hause getragen, und den darauffolgenden Tag ist er eine Leiche.

  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #5 - 06.02.2021 um 13:05:53
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2)Gegen das zweite Gebot Gottes Gotteslästerung

Ein Gottesurteil

Die ,,Correspondance de Rome‘‘ vom 17 Oktober 1863 erzählt folgendes ,,Gottesurteil‘‘: In einem bei Cotrone in Kalabrien gelegenen Dorfe brach ein Mann während eines Gewitters statt sich nach frommer christlicher Sitte zu bekreuzigen, in schreckliche Flüche aus gegen Gott, und insbesondere gegen den Papst. Er hatte die Verwünschungen noch nicht völlig ausgesprochen, als ein zweiter Donnerschlag ihn tot niederschmetterte und auch sein Haus zertrümmert. Die bestürzte Einwohnerschaft des Ortes brachte den ganzen folgenden Tag in der Kirche zu und konnte kaum ihre Tränen zurückhalten. Sie wird sich lange der exemplarischen Strafe erinnern, womit Gott, wie es scheint, den Lästerer züchtigen wollte.

Ein trauriges Ende

Ein trauriges Ende nahm in diesen Tagen November 1863 ein Familienvater der Pfarre S. Nicolo a Maria. Er hatte eine Tochter, die er solange sie lebte, oft grausam misshandelte. Sie erkrankte und verstarb. Kaum was sie gestorben, so überkam ihn ein förmlicher Hass gegen Gott, die Gottesmutter und die Heiligen, dass sie den seiner Tochter zuließen. Er brach in die schrecklichsten Gotteslästerungen aus, ja ging so weit, die hl. Bildnisse von den Wänden und Mauern herunterzureißen. Aber er trieb das Ärgernis nicht lange, denn wenige Stunden darauf fühlte er wütende Schmerzen in den Eingeweiden, und er hauchte in kurzer Zeit darauf unter Verzweiflung die Seele aus, ohne noch die Sakramente empfangen zu können.

  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #6 - 09.02.2021 um 14:23:38
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Gott erhöret und verurteilt

Das Echo entnimmt dem ,,Vridico‘‘ Folgendes: Ein gewisser Carl M…. in der Umgebung von Weltstadt Rom brachte prahlte mit seiner Gottlosigkeit und rühmte sich seines Unglaubens, und was noch trauriger ist, er ärgerte alle seine Landsleute durch entsetzliche Gotteslästerungen. Besonders haste er den Klerus. Eines Tages, als er ebenso ärgerliche Gespräche führte, sagte eine Frau mit sanften Vorwurfe zu ihm:,, Ach, Herr Carl! Fürchten sie nicht, Gott könnte Sie des geistlichen Beistandes berauben, wenn Sie denselben nötig haben?‘‘ Der Lästerer antwortete, nur mit einem verächtlichen Lächeln. Bald darauf geschah es, dass er auf der Straße einen Streithandel schlichten wollte; als er von den beiden Parteien sehr unhöflich abgewiesen wurde, äußerte er sich auf folgende Weise:,, Ich werde mich bei Euch in Achtung zu setzen wissen, ich, der ich selbst Christo dem Herrn Achtung abnötige.‘‘ Kaum hatte er dieses gesprochen, so viel er tot zur Erde, und hatte so nicht einmal mehr Zeit die entsetzliche Gotteslästerung zu bereuen.
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #7 - 12.02.2021 um 13:24:01
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Ein Stummer

In der Neuenburger Zeitung, einem protestantischen Blatte, war folgendes zu lesen: ,, Der Emmenthaler – Bote bestätigt ein Ereignis das schon ein anderes Blatt gebracht, wovon wir aber nichts erwähnen wollten; bevor es nicht hinlänglich erwiesen wäre. Ein gewisser Johann Ritter, ein Glaubens= und sittenloser Mensch und bekannter Falschschwörer prahlte sich eines Tages in einem Gasthaus von Dürrgraben in Gegenwart vieler Gäste, er getraue sich die größten Lästerungen gegen Gott auszusprechen, und er bewies dies, indem er die fürchterlichsten Lästerungen ausstieß. Alle schauten stumm vor Schauder sich an. Doch sieh, auf einmal hörte Niemand mehr eine Stimme…man schaute auf sieht, wie die Lippen bewegt und formt, der Unglückliche hatte die Sprache verloren. Mögen sich diese entsetzliche aber wohlverdiente Strafe alle jene gut merken, die heutzutage leider nur zu oft groß damit tun, mit einem Leichtsinn, sondern Gleichen die schrecklichsten Flüche aufzustoßen.


Der steckengebliebene Wagen

Ein Fuhrmann der Stadt Ascoli, Sorci mit Namen, fuhr einst mit seinem Wagen aus der Stadt zurück. An einer Stelle des Weges vor einem Bildnisse der Heimsuchung Mariens, dass längs der Straße stand, blieb der Wagen stecken. Der Fuhrmann sprang herunter und lief zurück, um zu schieben, während ein anderer vorne zog. Ganz wütend wegen dieser Verzögerung schielte jener nach dem Marienbilde hinüber und stieß eine fürchterliche Gotteslästerung aus. Doch im nämlichen Augenblicke stürzt er zu Boden; sein Kamerad eilt herbei, um ihm aufzuhelfen, doch wie er hinzukommt, ist der Andere eine Leiche. Ist dies Zufall oder Strafe? Das Urteil sei den Lesern überlassen.

  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #8 - 17.02.2021 um 12:54:58
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Gott lässt seiner nicht spotten

Ein Blitz


Im Jahre 1849 verließen zwei Demagogen von der schlechtesten Sorte Toulouse, wo sie eine Zusammenkunft hatten, um die Angelegenheiten der Gemeinde nach ihrem Sinne zu verhandeln. Zu Religion und Politik gleich unwissend, suchten sich die zwei lockern Brüder das Langweilige des Rückweges durch fürchterliche Gotteslästerungen zu vertreiben. Der Regen goss in Strömen und es begann auch stark zu donnern. Da hob Einer von diesen Beiden sein Auge zum Himmel und brach in die Worte aus:,, Ich fürchte weder Dich, noch Deine Blitze. Räche Dich an mir, wenn Du es vermagst. Gesagt, und schon zuckt ein Blitz und streckt ihn besinnungslos zu Boden. Sein Kamerad, außer sich vor Schrecken, fällt auf die Knie mit dem lauten Rufe um Erbarmung. Dann hebt er voll Entsetzen den getroffenen Gotteslästerer auf seine Schultern und legt ihn in dem ersten Hause, das er erreicht nieder. Zum Glück war er nicht tot, man brachte gleich Hilfe und so kam er zwei oder drei Stunden wieder zu sich. Diese schreckliche Mahnung hatte in seinem Herzen Bresche gemacht; voll Reue bittet er den Herrn um Verzeihung und dankt Ihm, das er ihn geschlagen, um ihn zu heilen.

Das tödliche Glas Wein

Im Frühlinge des Jahres 1860 erfüllte ein fürchterlicher Zug der göttlichen Gerechtigkeit eine kleine Stadt im Department Sea’lure mit heilsamen Schrecken. An einem Sonntage zur Messzeit sah’s ein Häuflein Müßiggänger in einer Schenke nächst der Kirche bei einem Tische zusammen und schwelgte. Bei der hl. Wandlung läuteten wie gewöhnlich die Glocken, was Einen aus dieser Gesellschaft in Wut brachte. Er ergoss sich in einen Strom von Lästerungen gegen Gott, das hl. Sakrament, die hl. Jungfrau, die Priester u.v.m. Der Wirt und seine Gattin suchten vergebens diese Lästerungen zu verhindern.,,O! rief er ihnen zu, euer Gott ist ja nur ein nichtiger Popanz; ich fürchte ihn gar nicht. Wohlan, er hindere mich, wenn er im Stande ist, dies Glas Wein hinunter zu schlucken!“ Wie er nun das Glas an die Lippen bringen will, wankt er, erblasst und fällt, ein kalter Leichnam, zu Boden. Der Herr hatte diesmal die Herausforderung angenommen! – Ebenso hatte er schon lange vorher, jene des gottlosen Voltaire angenommen. Dieser Ungläubige schrieb eines Tages an einen seiner vertrautesten Freunde:,, In zwanzig Jahren wird es mit dem Infamen (er verstand darunter Heiland) zu Ende sein.“ Dieses schauerliche Wort erfüllte sich auf schreckliche Weise! -Gerade zur bestimmten Zeit war es mit dem wirklich Infamen zu Ende. Wie das zwanzigste Jahr anbrach, starb der infame Voltaire eines schauervollen Todes in Unbußfertigkeit.

  

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Antwort #9 - 22.02.2021 um 12:29:11
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Verbrechen und Strafe

Ein Paar übermütige Paduaner Studenten tollten in der Schenke, als es bereits dunkelte, und sie saßen noch beim Zechgelage des Mittagstisches. Eben ging der Bruder Balthasar vorüber, ein frommer Mönch, bekannt durchseine heiligen Sitten und seine aufopfernde Pflege bei den Kranken, und er ging gerade mit dem Allerheiligsten, dass er einem Sterbenden zu bringen hatte. Da erhob ein betrunkener Bruder Studio das Wort und lallte zu seinem Saufkumpan hinüber: Was doch Bruder Balthasar Tag und Nacht über herumzulungern hat, mit seiner letzten Auspfeifung  bei denen, die da nicht Hunger mehr spüren, und nicht mehr Durst. Der Bruder Balthasar sollte sich meindlich kümmern lieber um die Lebenden, und sollte faulen lassen, was auf dem Wege dazu ist. Die Geschichte frommt doch keiner Seele!- Hör, Giorgio ! schrie er weiter, solltest mal dem Bruder Balthasar einen Schabernack spielen; gleich biegt er hier um die Ecke. Heb an zu heulen und zu plärren, als hättest du Gift im Leibe; schneid erbärmliche Fratzen und Grimassen, schrei um Hilfe; wollen mal sehen, was der gute Bruder Balthasar tun oder lassen wird. Und Giorgio hub an zu heulen und zu plärren, als hätte er Gift im Leibe; er schnitt erbärmliche Fratzen und Grimassen, als würgte ihn der Tod an der Kehle. Und seht, Bruder Balthasar blickte durch das Fenster in die Schenke, machte Kehrt um, und stand vor Giorgio. Helft, helft, heiliger Mann! Krähte der versoffene Student, und Giorgio äffte ihn nach: Ja, helft, helft mir heiliger Mann! – Der fromme Bruder aber machte ein gar ernstes Gesicht und sprach zu Giorgio: Ich seh es wohl mein Sohn! Du hast zur rechten Zeit sodringend nach mir gerufen! Ja, ja mit dir steht es schlimm! Du wirst noch in dieser Stunde das Zeitliche segnen. Mache dich fertig auf die Reise, ich will mit Gottes Beistand dich auf derselben soweit ich kann geleiten! Giorgio erblasste bis an die Zähne, er fühlte sich am ganzen Leibe gelähmt; der alte versoffene Student glotzte hinüber, dass ihm die blöden Augen schier aus den Höhlen traten. Mach das Kreuzzeichen über dich, mein Sohn! Wenn du’s noch vermagst, fuhr Bruder Balthasar zu Giorgio fort, beichte und bekenne deine Sünden! - Sieh da, der Mund, der lästerliche, er kann sich nicht mehr öffnen.- Bereust du auch von ganzen Herzen und in aller Zerknirschung? Nun, ich absolviere dich, und so empfange den letzten Segen in Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes, Amen. In drei Minuten war Giorgio eine Leiche. Bruder Balthasar verließ in erhobener Haltung, wie verklärt das Haus; der versoffene alte Student aber war nüchtern geworden, das ihn schier das kalte Fieber schüttelte. Er lief schnurstracks aus der Betola ins nächtliche Kloster und nahm die Kutte als Laienbruder: heute aber ist er ein frommer, grauer Priester, der Gott den Herrn in der Gegenwart lobt und die Sünden seiner Vergangenheit bereut.
  

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Antwort #10 - 27.02.2021 um 13:10:10
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3)Lästerung der Gottesmutter

Ein Student in der Bang


Ein junger Student der Universität von Pavia von ausgezeichnetem Talente, aber leider auch aus der Anzahl Jener, welche alles Heilige durch Wort und Tat profanieren, besuchte in der Ferienzeit einer seiner Freunde, auf dem Lande. Eines Abends führte der junge gottlose Mensch wieder so nach seiner Gewohnheit sehr unverschämte Reden. Er kam immer weiter und endlich wagte er es in seiner Bosheit sogar die größten Lästerungen gegen die unbefleckte Gottesmutter Maria auszustoßen. Großes Entsetzen erfasste Alle, besonders die Frau des Hauses, ein gottesfürchtiges Weib, welches ihm zu schweigen befahl. Die Unterhaltung stockte, Alle schwiegen still, die Gesellschaft trennte sich und Jeder begab sich auf sein Zimmer, um vielleicht für den Elenden zu Maria zu flehen. Eine entsetzliche Überraschung wurde den Freunden des Studenten am andern Morgen bereitet; als der Jüngling zur gewöhnlichen Stunde nicht erschien, da begaben sich zwei Kollegen von ihm auf sein Zimmer. Als ihr Pochen vergeblich war, öffneten sie die Türe, da fanden sie, sprachlos vor Entsetzen, den Unglücklichen tot auf dem Bette liegen; der Leichnam war schwarz wie Kohle. Der Elende zählte erst 22 Jahre; seine Mutter beweinte ihn mit bitteren Tränen und rief Tag und Nacht nach ihm; man hatte ihr die Ursache seines traurigen Todes verhehlt.


Der Balken

Ein junger Mann in Sizilien in seiner heftigsten Verblendung gegen den hl. Vater und den Klerus ergrimmt, hielt es für eine Heldentat, der frechsten Ausdrücke gegen die hl. Kirche und dessen Stellvertreter sich zu bedienen, und so seinen nichtswürdigen Charakter zur Schau zu tragen. Eines Tages nun, da er sich in Gesellschaft befand, bediente er sich solch maßloser Lästerungen gegen die unbefleckte Jungfrau, dass den Anwesenden, obwohl selbe ebenfalls nicht zu den eifrigen Katholiken zählten, vor Entsetzen die Haare zu Berge standen. Kaum war eine halbe Stunde verflossen, so wurde der elende, der sich indessen in ein nahes Zimmer begeben hatte, von einem Balken welcher sich von der Zimmerdecke löste, derart getroffen, dass er mit zerschmetterter Hirnschale augenblicklich tot zu Boden stürzte. Ein kalter Schauder ergriff die Anwesenden, welche mit einer Stimme ausriefen: Das war die Hand der strafenden Gerechtigkeit!



  

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Antwort #11 - 02.03.2021 um 14:02:38
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Die eingestürzte Zimmerdecke

Es war am 17 Juli 1862, als vier Soldaten der piemontesischen Garnison in Trapani, einer Stadt in Sizilien, mit wüsten Lärm sich in den Gängen des Minoritenklosters, das ihnen zur Kaserne diente, bewegten, und unter frechen gottlosen Äußerungen das liebliche Angesicht eines unbefleckten Mutter Gottes Bildes mit ihren brennenden Zigarren beschmutzen. Was geschah? Kaum waren sie in ihr Schlafzimmer zurückgekehrt, noch immer ein rohes Gelächter über ihre vermeintliche Heldentat anstimmend,-  da löste sich ein großer Teil der Decke des Zimmers, und zerschmetterte drei dieser Frechen, während der vierte, zwar noch lebend, aber grässlich verstümmelt aus den Trümmern hervorgezogen wurde, um unter den fürchterlichen Schmerzen in wenigen Stunden darauf seine Seele auszuhauchen


Merkwürdiges Ereignis

Sitzen am Abend im goldenen Adler mehrere Herren beisammen, lassen sich Gulaschsuppe und gebackene Hendln mit Kaiserschmarren und dann Rufter Ausbruch vortrefflich schmecken, und wie’s halt geht, das Wirtshausgespräch ist wie ein Bierfassl; zuerst, wenn angezapft wird, so sprudelt’s heraus, frisch, schaumig, pikant, hell und klar, dann aber, wenn’s auf die Neige geht, kommt’s trüber und immer trüber, zuletzt tröpfelt nur mehr so und wird schmierig, manchmal kommt gar was zum Vorschein wie ein Bröckel Pech oder alter Hadern oder einer verendete Maus- nun so ging’s auch dazu; nachdem aller Witz verpufft war und die Unterhaltung allmehlig stockte, kamen sie auf die Religion zu sprechen; jeder kramte den einen und andern alten, verlegenen, faulen Witz aus und belebte die Gesellschaft wieder durch schallendes Gelächter und Gebrüll; das Hauptstichblatt aber war die damalige Synod in Rom zur Dogmatisierung der unbefleckten Empfängnis. Nun war unter jene Maulhelden auch ein junger Kaufherr mit blöden überbrillten Augen, roten Baus Backen und ansehnlichem Schmeerfettwanst. Der fing nun dermaßen über die in Rom von 200 Bischöfen gefeierte Heilige zu schmähen und in gemeinster Weise zu lästern an, dass sogar die ärgsten Witzbolde ihm zuriefen: Ei, so halt doch einmal’s Maul, du Talg.‘‘ – Am anderen Tag reitet unser Herr Brillenmeier auf seinen Goldfuchsen spazieren um die Stadt herum; da kommen am Trottoir zwei Frauenzimmer daher in ungeheuerlichen Krinolinen, wie sie’s dort zu tragen pflegen, so schwefelgelb papperlgrün, mit zinnoberroten Bändern und blitzblauen Schleifen besetz, und noch dazu ist eine Herrn Brillenmeiers Dulzinea. Der setzt sich in Positur zu einem stattlichen Galopp und will recht prächtig vorbei kurbettieren; - aber der Fuchs, kaum fühlt er den Sporn in der linken Weiche, und sieht die wandelnden Theatinerkuppeln, so wird er scheu, schlägt aus und fällt in einem wütigen Kariere ein. Herr Brillenmeier, ohnehin kein Husar im Reiten verliert durch den Satz seines Gauls Brille und Balance zu gleicher Zeit, sieht seinen Schritt mehr vor sich –er wackelt –erzieht die Füß‘ hinauf – er hält sich an der Mähne ein –Pums! Daliegt er am Boden- und steht nicht mehr auf. Die Krinolinen laufen hin und- o heilige Jungfrau! Da ist Blut aus dem Mund! Er röchelt – er hört auf zu atmen- er ist tot- sein Kopf zerschmettert – am Steinpiedeltal, auf dem vor dem Stadttor steht die Statur der unbefleckten Empfängnis.



  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #12 - 07.03.2021 um 18:30:42
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Der bestrafte Lästerer

Zu Volterra in Toskana trug sich am 22 Dezember 1861 dem letzten Adventsonntag, folgende Begebenheit zu. Vier oder fünf durch eigene Schuld vom Elende Verfolgte vereinten sich in einer Sandgrube außerhalb der Stadtmauern, um bis zum frühen Morgen zu spielen. Einer von ihnen, welcher sich unter einem hervorragenden Sandblocke befand, brach, da er einige Lire verspielte, in solche Lästerungen gegen die hl. Jungfrau aus, dass seine Kameraden, ungehalten über seine frevelhaften
Äußerungen ihn schweigen hießen. Er hörte nicht auf deren wohlmeinenden Rat, sondern seine Wut verdoppelte sich. Doch siehe, während er die maßlosesten Lästerungen, die nur die Hölle zu ersinnen im Stande ist, gegen die Gottesmutter schleuderte, da löste sich jener Sandblock und zerschmetterte den frechen Gotteslästerer, währen die Anderen unverletzt blieben. Dieser traurige Fall lockte viele Leute herbei, welche den Unglücklichen, der auf das grässlichste, ja bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt war, aus seinem schaurigen Grabe hervorgezogen.

Der falsche Eidschwur

Er öffnet dem Unglück Tür und Tor

Die Zeitschrift ,,La Verita die Bologna“ bringt unter dem 26. V. M. folgenden Bericht. Ein gewisser Advokat R.K. leistete einen Eidschwur; er legte bei demselben seine Hand auf ein Miffale und beobachtete die vorgeschriebenen Zeremonien. Von jenem Augenblick an schien das Unglück in eigener Person in sein Haus eingetreten zu sein. Denn bald darauf entriss ihm der Tod einen Bruder, der Kanonikus war; nachher starb ihm seine kaum 20-jährige Gattin fort, die Mutter seines einzigen Sohnes. Endlich traf ihn selbst ein Schlagfluss, der ihn in kurzer Zeit ins Grab brachte.
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #13 - 10.03.2021 um 13:05:42
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Er geht buchstäblich in Erfüllung

Ein Fall, der großes Aufsehen macht, ereignete sich vor kurzer Zeit in Hamburg. Ein Frauenzimmer befand sich nämlich kürzlich wegen Verdacht des Diebstahles bei der Polizei in Untersuchungshaft. Dem sie inquirierenden Beamten gegenüber vermaß sie sich hoch und teuer unschuldig zu sein und bekräftigte ihre Versicherung mit dem herausfordernden Zusatze, ,,dass sie vom Schlag getroffen werden wolle, und dass ihr Kind bei der erwarteten Geburt sterben möge, wenn sie den ihr zur Last gelegten Diebstahl begangen habe.‘‘ Und Beides ist nun in Erfüllung gegangen. Nachdem sie wegen fehlender Überführungsbeweise in Freiheit gesetzt war, kam sie in diesen Tagen in die Entbindungsanstalt. Ihr Kind starb und sie wurde vom Schlage gelähmt und der Sprache beraubt. In diesem schwer getroffenen Zustand erkannte sie die augenblickliche Strafe Gottes, bekannte denn fraglichen Diebstahl und wies die gestohlenen Sachen nach. Dieser Fall hat bereits auf einige geheime Verbrecher so großen Eindruck gemacht, dass man schon mehrseitig von der Zurückgabe gestohlenem Gutes von den verborgenen Dieben hört.

Der Pferdedieb und die falschen Zeugen

Es geschah vor mehreren Jahren, dass Jemand drei Personen dazu verführte, mit einem falschen Eid zu bekräftigen, er habe das Pferd, das er widerrechtlich zurückbehielt, und dem wahren Eigentümer desselben nicht mehr zurückgeben wollte, gekauft und bar bezahlt.- Diese falschen Zeugen starben in einer Woche alle drei eines schnellen Todes. Der Verführer beging bald darauf eine Mordtat, und ward hingerichtet. Diese Geschichte ist gewiss wahr, ‚‘ setzt der glaubwürdige Overberg bei.
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #14 - 14.03.2021 um 19:01:25
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Der Verzweifelnde auf dem Todbette

Ein Seelsorger war zu einem sterbenden Bösewichte gerufen. Dieser war nach einem Eid von Gott durch einen starken Schlagfluss und durch den Verlust der Sprache gestraft worden. Zwar war er noch bei Verstande, aber keine Trostsprüche vermochten die Zeichen der Verzweiflung, die man bei ihm bemerkte, zu verscheuchen. Da man ihn fragte, was doch die Ursache seiner Verzweiflung sein möge, streckte er seine Zunge heraus, zeigte mit seinem Finger auf dieselbe, erhob dann die drei Finger der rechten Hand, wie man bei feierlicher Ablegung eines Eides zu tun pflegte,- und als man die Fragestellte, ob dies bedeuten soll, dass er einen falschen Eid abgelegt, so nickte er mit dem Kopfe. Hernach verfiel er immer mehr in Verzweiflung, machte die grässlichen Gebärden, als Zeichen seiner peinigenden Gewissensangst, und starb so elend dahin.

Die selbstverlangte Strafe

Ein merkwürdiger Vorfall ereignete sich am 12Juli 1845 in Schwarzstein bei Rastenburg. Ein Losmann war kurze Zeit vor dem erwähnten Tage eines Diebstahls beschuldigt und in Folge dessen vor Gericht zu Rastenburg gestellt worden. Er erbot sich zum Reinigungseide; weil er aber als ein unsittlicher Mensch und als Dieb berüchtigt war, so wurde er zum Schwure nicht zugelassen. Da fing er nun auf eigene Hand zu schwören an und äußerte dabei: ,,Das erste Gewitter, das herauf kommt, möge mich erschlagen, wenn ich gestohlen haben sollte !“. Am 12 Juli nun zog über Schwarzstein ein schweres Gewitter herauf, und der erwähnte Losmann befand sich mit mehreren andern Personen, namentlich mit vier Kindern und einem Hunde in seinem Wohnhause. Auf einmal erfolgt ein Donnerschlag. Der Blitz hatte in das Haus des gedachten Losmanns getroffen und den Missetäter in mitten der übrigen Mitbewohner erschlagen, welch letztere zwar etwas betäubt, aber unversehrt geblieben sind. Der Strahl war ihm in die Nase und in den Mund gefahren. Da das Haus in Flammen stand, so musste der Getötete hinausgetragen werden, aber Niemand von den Einwohnern Schwarzsteins wollte den, wie sie nicht ohne Grund meinten, von Gott Gerichteten berühren, trotz der Ermahnungen des Pfarrers, der, nachdem seine Vorstellungen fruchtlos geblieben, selbst zur Wegschaffung der Leiche Hand anlegen musste. Das Haus brannte nieder, doch verbreitete sich das Feuer nicht weiter. Gewisse ein merkwürdiger Fall, jedoch buchstäblich wahr! Dass er unter dem Volke Aufsehen erregte, versteht sich von selbst, wenn gleich hundert Flüche und falsche Schwüre ohne augenblickliche Strafe geblieben sind. Aber dieser Fall hat einen tiefen Eindruck auf das Volk gemacht.
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #15 - 17.03.2021 um 13:17:59
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Frevelhafte Reden und Schwüre

Welch freche, sündhafte, frevelhafte Reden von manchen Menschen ausgesprochen werden, ist kaum zu beschreiben. Solche Leute bedenken gar nicht, dass ein Gott im Himmel ist, der gesagt hat, dass wir einst für jedes unnütze Wort werden Rechenschaft geben müssen. Zur Warnung vor Frevel will ich einige neuester Zeit noch lebenden Personen in Wort und Tat verübte Frevel und ihre Strafe erzählen, ohne jene Person nennen zu wollen. In U – Dorf warf ein Weib dem andern vor, dass es seinen Mann verführe. Das Weib, dessen Gewissen nicht rein, und das über seine Sünde den Mantel der Schuldlosigkeit hüllen wollte, gab zur Antwort: ,,Wenn das wahr ist, so will ich nicht gesund von dieser Stelle gehen.‘‘ (eine leider sehr oft vorkommende Schwurrede) Kaum gesagt, fühlte sie sich plötzlich so unwohl, dass sie nach Hause geführt werden musste, und nie mehr gesundwurde.

In einem andern Orte lebte noch ein Mann, der, als er vom Markte in L – nach B – heimfuhr, unterwegs bei einem Kreuze einen Frevel aussprach, der sich nicht wiedergeben lässt und in einer Drohung bestand, die er ausführen wolle, wenn er keine Terne machen werde. Er machte in der Tat eine Terne, aber mit dem Gelde kehrte Krankheit ein, die so lange währte, dass die ganze Terne auf Doktor und Apotheke aufging. Nun liegt er, ein Auge vom Krebs zerfressen, krank, verlassen in einer Kammer, der Mildherzigkeit der Mitmenschen empfohlen, elend darnieder.

Eine Bauersfrau war wegen des großen Erbteils, das sie nach dem Tode ihres Vaters erhielt, so ausgelassen frech und frevelhaft in ihren Reden und Betragen, dass eine Jugendkameradin sie oft warnte, Gott kann sie strafen. ,,Ei was,‘‘ antwortete sie, ,, was kann mir geschehen?  Jung bin ich, reich bin ich, gesund bin ich.‘‘ – Allein es war kein Jahr vergangen, lag sie von einer Lungenkrankheit getötet auf dem Kirchhof.
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #16 - 20.03.2021 um 11:15:25
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Der gestrafte Meineid

Leo Stendardo cattolico berichtet in Nr. 265 folgendes traurige Ereignis, das am 7. November 1863 in Pavia vorgefallen ist. Es begab sich ein Mensch zum Tribunal, um sich ein Zeugnis ausstellen zu lassen. Es wurde ihm, wie es Brauch und Sitte ist, das Bild des Gekreuzigten vorgestellt, damit er vor demselben schwöre, dass er die an ihn gestellten Fragen in Wahrheit beantworte. Der Elende, der die Absicht hatte zu lügen, und der vielleicht schon früher falsch geschworen hatte, wagte es auszurufen: ,,Wenn ich lüge, so soll mich Gott strafen!“ Kaum waren diese Worte über seine Lippen gekommen, so sank er, vom Schlagflusse getroffen, tot zur Erde. Die Nachrichtdieses traurigen Todesverbreitete sich sogleich in der ganzen Stadt, und Alles lief herzu, um den Leichnam des Unglücklichen anzusehen, den die Hand des Herrn getroffen hat.

Der Flucher

Wie Einer zeigen will wie man flucht.
Der protestantische ,,Berner Bote‘‘ bringt über die Strafe eines Fluchers in der Schweiz folgende Mitteilung: ,,An einem Sonntage waren einige Burschen beisammen, spielten und schnapsten, wie es heißt. Unter diesen war ein arger Flucher, Er soll es so bunt getrieben haben, dass seine Kameraden es für nötig befanden, ihn zu warnen. Darauf habe er ein Gebetbuch genommen und gesagt, er wolle ihnen zeigen, wie man in einem Gebetsbuche fluchen könne. Als er nun eben im Begriffe war, einen Mund voll entsetzlicher Flüche auszustoßen- schlug ihn Gott! Er blieb auf der Stelle stumm und taub; er kann seither weder sprechen noch hören. – Gott lässt seiner nicht spotten!“
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #17 - 22.03.2021 um 13:19:09
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Der letzte Fluch

Vor wenigen Tagen ereignete sich auf dem Hauptplatze von Torri in Sabina folgender Fall. Unter der Volksmenge befand sich ein Individuum, das die üble Gewohnheit hatte, alle seine Reden mit den abscheulichen Flüchen zu begleiten. Doch der Krug geht so lange zum Wasser, bis er bricht; so ging es mit diesem. Er sprach eben einen Fluch gegen das kostbare Blut unseres Herrn aus, da schoss ihm ein Strom warmen Blutes aus dem Munde, und er viel tot nieder. Si ist zu lesen im ,,Veridico‘‘ einem Wochenblatte, das zu Rom erscheint.

Verächtliches Gebahren gegen Gott und die hl. Religion

Kanzelverhöhung

Zu einem Bildhauer in Burgstein kam zur Vesperzeit, wie es dort sittlich ist, der Nachbar mit seinem Vesperbrot, als der Bildhauer eben in eifriger Arbeit ergriffen war. ,,Nun was baut denn da Meister gar so eifrig?‘‘ fragte der Vesperbrotesser. ,,Eine Kanzel,‘‘ antwortete dieser, ,,und sie muss zur bestimmten Zeit fertig sein.‘‘ ,,Eine Kanzel,‘‘ sagte jener höhnend, ,,wieder so einen Lügenkasten.‘‘ ,,Was sagt Ihr, Nachbar, wie könnt Ihr doch solche Worte in den Mund nehmen?“ – Jener höhnte und spottete fort, und ehe die Sonne unterging, hatte der Nachbar Geschwüre in den Mund, deren Heilung einige Wochen erforderte. Wenn heut zu Tage jeder, der über die katholischen Kanzeln und das, was verkündigt wird, und die, welche es verkünden, schimpft und lästert, Geschwüre um das ungewaschene Maul bekommen sollte, dann sähe es aus, wie – im Achtundvierziger Jahre, wo auch jedem, der gegen die rechtmäßige Regierung und ihre Organe tapfer geschimpft hat, - ein Bart gewachsen ist.
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #18 - 24.03.2021 um 12:51:46
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Der gestrafte Metzger

In der Emilia ging vor einigen Tagen ein Metzger auf ein Landgut hinaus, um Schlachtvieh anzukaufen. Als er mit dem Bauer in den Stall trat, und ein wenige Tage altes Saugkalb sah, das krank war, so sagte er höhnisch, man müsse den Priester schicken, dass er ihm die Seele aussegne. Der Bauer sagte nichts dazu, sondern schloss mit ihm den Handel ab, wozu jener gekommen war, und verabschiedete ihn. Als der Metzger auf dem Heimweg bei der Pfarrwohnung vorbeiging, klopfte er an das Tor und sagte, in dem und dem Hause befinde sich ein Todkranker. Der Seelsorger begab sich eiligst an Ort und Stelle und fand das kranke Kalb. Der Metzger ging nach Hause; aber es kam für ihn kein zweiter Tag mehr, denn am Morgen des andern Tages lag er als Leichnam im Bette.

Das nachgeäffte Leichenbegräbnis

L’Osservatore Romano erzählt Folgendes: Zu Bologna in der Nähe von San Francesco war ein Offizier von kaum 24 Jahren einquartiert. Dieser, allen Lastern ergeben, hatte stets, um sich eine große Schaar von liederlichen Freunden. Mit diesen erlebte er die Tage unter Spielen, Saufgelagen und Schandtaten, welche im sechsten Gebote Gottes unter den verbotenen Dingen stehen. Eines Tages, es ist nicht lange her, machte er sich das Gesicht künstlich blass, zog sich einen weißen Leichenanzug an und stellte sich Tod. Nun trugen die Freunde die scheinbare Leiche auf die Gasse hinaus und verspotteten mit gottlosem Gesang und unter ausgelassenen Gebärden die Zeremonien deskatholischen Leichenbegängnisses zum allgemeinen Ärger der Bevölkerung. Was geschah? Kaum zurückgekehrt von dem Scheinbegräbnis, ergriff den jungen Bösewicht, der sich selbst totgestellt hat, ein heftiges Fieber und brachte ihn in der Zeit von acht Tagen ins Grab, indem kein Arzt ihn helfen konnte, ja nicht einmal die Natur des Übels verstand.
  

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Re: Strafgericht Gottes
Antwort #19 - 26.03.2021 um 12:59:09
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Der Pfarrer

Der traurige Vorfall begab sich vor einigen Monaten in einem Distrikte der Diözese Turin. Eine Rotte von Freiheitsschwärmern hatte sich zur Aufgabe gemacht, ihren eigenen Pfarrer, der durch seine Predigten und kluge Wachsamkeit ihrem bösen Treiben im Wege stand, durch Verleumdungen in Misskredit zu bringen. Die Frau des Rädelsführers der bösen Sippschaft, ein Weib, das dem Pfarrer viele Wohltaten verdankte, aber ein liederliches Leben führte, sprach nun eines Tages auf öffentlichem Platze zu einigen Personen : „ Gebt Acht, in fünf Tagen wird unser Pfarrer im Kerker sitzen !" Die Unglückliche! Tags darauf befiel sie eine ganz geheimnisvolle Krankheit; man ließ nichts darüber verlauten, man rief keinen Arzt und keinen Priester, sie starb ohne Sakramente dahin wie ein Vieh. Sei es Wirkung der Krankheit oder gerechte Strafe, ihr Leichnam wurde schwarz wie eine Kohle, aus ihrem Munde floss Blut, und Niemand wollte hinzugehen, um ihr die legten Dienste zu erweisen. Indessen war der fünfte Tag angebrochen, doch der Pfarrer lag nicht gefangen im Kerker, sondern stand in der Stube der Unglücklichen; sie lag gefangen auf der Bahre und der Pfarrer betete das De profundis und den christlichen Wunsch: „Herr gibt ihr die ewige Ruhe.“ Die Geschichte ließ ein Eindruck im Lande zurück als wäre eine Mission gehalten worden und Niemand sprach mehr von der Gefangennahme des Pfarrers. Die Diözese Turin allein könnte nur von den letzten zwei Jahren wohl zehn solche Vorfälle erzählen. Aufgepasst, wen es trifft!

Ende

Die Mutter der Gnaden straft, um zu heilen

http://www.fjm-ritter.info/cgi-bin/yabb2/YaBB.pl?num=1610886805/0#0

Quelle: Zufälle, die nicht Zufälle sind oder auffallende Akte göttlichen Strafgericht.
Erschienen 1866 beim Verlag Carl Sartori Buchhändler des heiligen Apostolischen Stuhles




  

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