Willkommen Gast. Bitte Einloggen
YaBB - Yet another Bulletin Board
 
   
 
 
Normal Topic Liebe mich so wie du bist! (Gelesen: 625 mal)
Peter_M
Besucher
Ehrenmitglied
Offline


Maria, alles durch, mit,
in und für dich

Beiträge: 5
Mitglied seit: 24.02.2005
Geschlecht: männlich
Liebe mich so wie du bist!
18.12.2005 um 17:24:16
Beitrag drucken  
Liebe mich so wie du bist!


Oftmals sind wir am kämpfen: um Annerkennung, Liebe, Schutz; um von Anderen geachtet zu werden; um mich selber anzunehmen in all meinen Schwächen. Und wenn wir dann ins Gebet gehen, dann ist unsere Beziehung zu Gott von einer falschen Vorstellung geprägt. Es ist uns nicht möglich, die Freiheit der Kinder Gottes zu erleben. Wir sind – auch im Gebet – oft auf der Suche nach uns selbst.
     Somit öffnen wir unser Herz zuwenig für Gott und er kann uns nicht berühren. Weil wir darauf warten, auf bestimmte Art und Weise von Gott berührt zu werden.

Wenn wir beten, so haben wir nach dem Gebet nicht das Gefühl, in Beziehung mit Gott getreten zu sein. Oftmals fällt es uns auch sehr schwer aufgrund negativer Erfahrungen, die ich mit Autoritätspersonen gemacht habe. Und damit setzen wir Blockaden, wegen denen uns Gott nicht anrühren kann. Der Heilige Geist möchte uns zur glücklichen Gottes-Begegnung führen.

     Nimm dir Zeit – nicht um zu beten – sondern um dich von Gott umwandeln zu lassen; Zeit, um in Gottes Barmherzigkeit einzutauchen; Zeit, um ihm alle inneren Wunden hinzuhalten.
Begib dich einfach in Gottes Gegenwart und sprich aus dem tiefen Grund deines Herzens:

„Jesus, danke dass du mich so liebst wie ich bin.“

Wiederhole diesen Satz von Zeit zu Zeit. Und achte nicht darauf, was sich in Dir tut. Trete einfach in diese Beziehung mit deinem Schöpfer, der dich aus unendlicher Liebe erschaffen hat. Das ist dann Gebet. Nicht um das Lesen oder Sprechen von Vorformuliertem geht es. Im Endeffekt geht es um die Liebe. Darum, dass wir im tiefsten Grund unseres Wesens angenommen und geliebt sind. Jesus möchte uns heilen – heil werden lassen. Er möchte, dass wir zu einem ganzen Menschen werden.
     Als mir das das erste Mal tief in meinem Herzen spürte, als ich mich angenommen fühlte und es als Wahrheit erkannte, da kamen mir die Tränen  in die Augen. Ich erkannte, was es wahrlich heisst, von Gott geliebt zu sein.


Wir sollen nicht nach der nächstbesten Erfüllung unserer inneren Leere suchen.
     Wir sollen uns nicht abhängig machen von Gütern, die uns nicht glücklich machen. Wir besitzen eine sich nach Gott sehnende Seele. Wie oft suchen wir nach Neuem. Nach neuem Besitz. Danach, dass ich noch mehr erlebe; danach, dass ich noch mehr leiste. Wie sehr habe ich Sehnsucht danach, außergewöhnlich zu sein; ein außergewöhnliches Auto zu besitzen; einen besonderen Urlaub zu erleben; meinem Spaß eine neue Meßlatte zu setzen; noch mehr zu erleben...

All das bestimmt uns heute. Wir suchen immer neue Möglichkeiten, Neues zu besitzen. Und wenn ich es dann habe, dann dauert es nicht lange, und neue Wünsche steigen hoch. Oftmals spare ich lange Zeit für etwas und wenn ich es endlich besitze, dann bin ich enttäuscht. Weil es mich nicht erfüllt. All das zählt bei Gott nicht.
     Wir alle haben Schwächen, Fehler und Neigungen, die uns immer wieder hindern, den Nächsten zu lieben, uns selbst zu lieben, in der Gottesfreundschaft voranzuschreiten. Wir versuchen immer, zuerst diese Fehler selbst zu beseitigen, und dann in vollkommenen Zustand vor Gott zu treten. Es fällt uns schwer, vor Gott einzugestehen, dass wir Mängel haben. Und es fällt uns schwer ihn zu bitten, uns zu helfen. Es ist uns lieber, wir beten vorformulierte Gebete, denn da können wir nichts falsch machen. Weil dann muss ich mir nicht eingestehen, vor Gott klein und schwach zu sein. Wie sehr betrübt es uns, wenn wir einmal beim Gebet keine Andacht „schaffen“.

Wir müssen uns vor Augen halten: im Himmel ist jeder in der Anschauung Gottes. Er ist das höchste Gut. Jeder besitzt ihn. Und es gibt da nur Liebe. Jeder ist unendlich erfüllt von der Gegenwart Gottes, von einer unendlichen Liebe. Es gibt nichts Höheres, nichts Schöneres. Wenn wir lieben, dann stellen wir die Verbindung zum Himmel her. Zu Gott. Nicht durch Leistung oder Werke geschieht dies. Die braucht Gott nicht. Er ist so vollkommen, dass er sich selbst genügt und er hat uns nur aus reiner Liebe erschaffen: dafür, dass wir an seiner Herrlichkeit Anteil haben. Dafür sind wir erschaffen. Alles andere wird mich früher oder später nicht mehr erfüllen.

     Lass dich also beschenken. Sei dankbar dafür, dass Gott dich liebt. Nicht, weil du das tust, was du für gut und wertvoll hältst. Sondern deshalb, weil du du selbst bist. Und darin bist du außergewöhnlich. So, wie keiner sonst unter allen Menschen die waren, die sind und die noch kommen werden!

Gott weiß, dass du schwach bist. Aber genau dafür ist Jesus gestorben. Und er wartet nur darauf, dass wir so zu ihm kommen. So wie wir sind. Denn Gott kennt unser Herz, er ist aber größer als dieses. Adam und Eva waren vollkommen. Dann kam die Sünde. Jesus starb für uns, damit wir in unserer Schwachheit zu Gott kommen. Alles ist bereitet. Legen wir doch unseren Stolz ab, der uns hindert, so wie wir sind vor Gott zu treten. Machen wir uns nichts vor. Und auch ihm nicht!

Alles ist so einfach. Geh vor ein Kreuz. Schließe die Augen. Und sage mit dankbarem Herzen:

„Jesus, danke dass du mich so liebst wie ich bin.“


Und du wirst sehen: Gott allein genügt!
PS: Genau deshalb konnten die Einsiedler auf alles verzichten, weil sie dies erfahren hatten...




« Zuletzt geändert: 24.08.2013 um 14:41:08 von Brigitta B »  

Durch Maria zu Jesus
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert