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Locked Topic Fleischlos ins Reich der Liebe! (Gelesen: 1.034 mal)
HJR
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I love JESUS und Maria

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Mitglied seit: 07.06.2005
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Fleischlos ins Reich der Liebe!
02.03.2006 um 09:54:52
 
Liebe Schwestern und Brüder,
anbei sollen ein paar Tipps euch helfen die Fastenzeit durchzuhalten. Grundlage sollen folgende Elemente sein: Hildegard-Fastenkur (auszugsweise), Wort Gottes, Gebet, Sakramente und v. a. Barmherzigkeit!

Zu Beginn der kleinen Tipps möchte ich eine ganz besonders große Gefahr ansprechen, die Maßlosigkeit!
Oft nehmen wir uns sehr viel vor am Aschermittwoch, halten es dann drei bis vier Tage durch und dann brechen wir zusammen, weil uns die Kraft fehlt! Das Motto lautet also: DIE GOLDENE MITTE
Dies kann in beide Richtungen gehen. Wenn ich eher sehr wenig esse, dann nehme ich mir vor, in der Fastenzeit etwas mehr zu essen! Hört sich komisch an, aber genau das ist der zentrale Punkt. Wir können fasten fünf Monate lang, wenn aber eines fehlt, ist alles nutzlos vor Gott: DIE LIEBE!
Unser Fasten soll uns mit der Liebe Christi vereinen, d. h. das Fasten muss eine Hingabe sein, nicht Eigenwille. Wenn ich auf mich selbst baue und mich brüste, wie stark ich doch bin, dann brauche ich mich nicht zu wundern, dass der Herr mich bewusst fallen lässt. Um dies alles zu vermeiden, empfiehlt es sich die guten Vorsätze immer zuerst unserer lieben Mutter anzuvertrauen. Sie soll dann Jesus bitten, dass er uns Kraft geben möge und uns in den kleinen Opfer das unendliche Geheimnis seiner Leiden zu offenbaren. Das Geheimnis ist die Liebe, die barmherzige Erlöserliebe. Auf dieser Basis wird die Fastenzeit zu einer Erfahrung der engeren Verbindung mit der Liebe Gottes, der Reinigung, Reifung und Hingabe.

Wir beginnen nun mit den verschiedenen Ebenen in dieser Fastenzeit. Jesus spricht im Evangelium davon, dass er am Sabbat einen "ganzen Menschen" gesund gemacht hat. Fastenzeit ist eine Zeit der Reinigung und Heiligung des Leibes als Tempels des Heiligen Geistes. Das Fasten macht unseren Geist frei für das Gnadenwirken des Hl. Geistes. Irrtümlich wäre die Aussage, man könnte mit Fasten die Geisteskräfte erhöhen!!! Nein, das Fasten dient der Willenszucht, das wir uns vom Bösen mit Entschiedenheit abwenden und der Liebe zuwenden. Das was die Geisteskraft bewirkt ist die zunehmende Liebe zu Gott, d. h. in dem Maß wie wir die Liebe Gottes zu uns erkennen, wächst unsere "innere Kraft". Fasten muss also immer auf mehreren Ebenen stattfinden, dem Leib, der Seele und dem Geist. Es ist eine Einheit und darf nicht vernachlässigt werden. Genau das lehrt uns auch die Hl. Hildegard von Bingen. Sie verband die Medizin (leibliche Ebene) mit der Theologie (seelische und geistliche Ebene). Das ist Theologie des Leibes, die Papst Johannes Paul II. lehrte (und von Himmel aus immer noch tut!). Hinzu kommt bei der Hl. Hildegard noch die Kosmologie. Sie kannte auch die spirituellen Heilkräfte und Fundamente des Universums, die Schöpfungsgesetze der Natur und verband sie in ihrer Fastentherapie. Das ist der Weg der Zukunft, die Einheit dieser Ebenen, das der Mensch "als Ganzes" gesund wird. Quelle und Ziel all dieser Ausführungen ist immer die Liebe, denn "hätte ich die Liebe nicht, wäre ich nichts" (vgl. 1. Kor 13ff).

1. Die leibliche Ebene

Als Grundlage nehmen wir hier die Hildegard-Fastenkur:
a) Dinkelbrot als Grundlage für morgens
b) Mittagsmahlzeiten mit Dinkelzubereitungen
c) Abendmahlzeiten mit Habermus etc. (morgens und abends können auch getauscht werden)

Es geht nicht darum sich leiblich zu kasteien, sondern auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten als Sühne (!!!) nicht um im Schönheitswahn zu versinken. Dann ist jegliches Fasten wertlos. Man überlege sich also genau, warum man das tut! Wir schenken als der Mutter Gottes, denn durch sie wird alles am besten gereinigt, auch wir selbst, und vervollkommnet!

Hier ein paar grundlegende Tipps für den Verzicht:

- versuchen, einfache Mehlspeisen, Zucker, Süßigkeiten weitgehend zu meiden
- versuchen, besonders fette Speisen zu meiden, besonders sehr fetten Käse
- auf Fleisch sollten wir in dieser Zeit verzichten (außer im Krankheitsfall oder bes. Umständen)
- ein ganz zentraler Punkt ist die starke Einschränkung (oder versuchsweise) der Verzicht auf Milchgetränke, Käse, Yoghurts usw.
Ich habe bei mir festgestellt, wenn ich eine gewisse Zeit darauf verzichte, wird mein Körper enorm gereinigt von Schlacken. Oft sind wir innerlich total verschleimt vom ständigen Milchtrinken, Käseessen usw. Viele Menschen vertragen Milch gar nicht und trinken sie ständig.

- gesüßte Getränke, Cola, Limonade und Mineralwasser meiden
stattdessen trinken wir Gnadenwasser (Benediktusmedaille und Wunderbare Medaille in die Flasche).

==> SEHR WICHTIG: Wir müssen viel trinken! Eine Regel der Medizin besagt, dass wir pro 25 kg. Körpergewicht mind. 1 Liter Wasser trinken sollen. Das wäre z. B. bei 75 kg ca. 3 L Wasser. 3-4 Liter Wasser am Tag sollte man immer trinken um die Schlacken während der Zeit des Fastens aus dem Körper zu spülen. Ohne Wasser kann der Körper die Schlackenstoffe nicht abtransportieren, so wie ohne Kostbares Blut Christi die Sünden nicht aus unserer Seele gespült werden können  Zwinkernd

Auch ist entscheidend, dass wir lernen, richtig zu trinken. Falsch wäre es, wenn wir morgens 2 l Wasser auf einmal trinken und dann den ganzen Tag nichts. Nein, wir gehen genauso vor wie Gott selbst. Er gießt schrittweise die Gnade in die Seelen, so wie es der Acker (Herz) aufnehmen kann. Würde er uns mit aller Gnadenfülle auf einmal übergießen würde wir tot umfallen, weil wir diese Liebe nicht aushalten würden. Wir trinken also schrittweise, gestückelt. Eine gute Regel ist es einfach stündlich einen 0,5 l (große Tasse)  Wasser zu trinken. Das klappt sehr gut. Besonders Kopfschmerzen verabschiedeten sich schon sehr oft, wenn der Betroffenen gelernt hat, richtig zu trinken!

Für den Morgen

Hier ist sehr gut ein frisches Dinkelbrot:
Zutaten:
750 g Vollkorn-Dinkelmehl
150 g Weizenmehl
100 g Edelkastanienmehl (wenn nicht vorhanden, dann Weizenmehl)
1 Messerspitze Muskat
1 Messerspitze Zimt
1 Msp. Galgant
1 Msp. Bertram
wahlweise: 150 g Mandeln, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse usw.

40 g Hefe (keine Trockenhefe)
1 1/2 Esslöffel Salz
600 ml Wasser

Die Hefe und das Wasser mit 1 1/2 TL Zucker in einen Messbecher geben und kurz umrühren. Dann die Hefe ca. 5 Minuten aufgähren lassen.
Restliche Zutaten (Mandeln o. Haselnüsse gemahlen!) in eine Schüssel geben und langsam mit dem Wasser vermengen. Alle ca. 10 Minuten gut durchkneten, so dass der Teig weich und locker ist.
Gut ist es, den Teig ca. 20 Minuten in abgedeckter Schüssel bei Wärme (!!!) stehen zu lassen und dann mit etwas Mehl nochmals kurz durchzukneten. Das Wichtigste ist, dass der Teig nicht zu schwer ist, sonst geht er nicht auf.
Wenn der Zeig um das Doppelte aufgegangen ist, dann in eine Brotform oder als Brötchen auf ein Backblech und nochmals ca. 30 Minuten aufgehen lassen.
Backofen vorheizen auf ca. 220 Grad C°, bei Umluft ca. 190 Grad C°. Jetzt das Brot/Brötchen in den Ofen und ca. 1 Stunde backen.

Nach dem Backen, das Brot in ein feuchtes Tuch einwickeln (dann wird die Kruste nicht so hart) und kühl stellen. Das Brot darf nicht schwitzen! Wer knuspriges Brot mag, kann es ohne Tuch trocknen! Guten Appetit!

Dinkelhabermus:
Entweder nimmt man Dinkelkörner, kocht diese mind. 1 Std. lang weich und mixt daraus einen Dinkelbrei oder man nimmt Dinkelgries dazu. (muss nicht so lange gekocht werden, sehr schnell fertig)

Als Zutaten nehme ich meistens:
Edelkastanienmehl, 1/2 Teelöffel Quendel, Mandel (zerrieben) ca. 2 Esslöffel, 1 Msp. Bertram, 1 Msp. Galgant; man kann auch Quittenmarmelade hinzugeben (muss aber in der Fastenzeit nicht sein)
Die Quittenmarmelade gibt dem ganzen eine gewisse süße Note. Man kann mit diesem Dinkelgriess auch hervorragend eine Art Pudding machen mit etwas Schmand, Kakao oder Apfelmus!

Getränke:
Sehr reinigend ist der Quendelkrauttee, Salbeitee oder Dinkelkaffee. Den Dinkelkaffee muss man entsprechend der Beschreibung auf der Packung immer wieder aufbrühen, ist sehr gut für den Darm zur Entschlackung.

Mittagsmahlzeiten:

1. "Ohne-Huhn-Brätlinge"  Laut lachend Laut lachend Laut lachend


500 ml Gemüse- o. Hühnerbrühe
1 Tasse Dinkelschrot (gemahlene Dinkelkörner), grob, ca. 250 ml
3 EL Butter
2 Zwiebeln
2 Eier
Gewürze: Bertram, Muskat, Galgant, 1 Prise Salz
Kräuter: Majoran, Persilie, Knoblauch (nach Wahl)

Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden. In Butter erhitzen und andünsten. Dinkelschrot zugeben und 5 Minuten unter Rühren mitrösten. Mit Brühe und Rühren ablöschen. 15 Minuten köcheln und bei geschlossenem Topf 15 Minuten ausquellen lassen. Eier, Gewürze, Kräuter unter die Dinkelmasse heben, zu kleinen Brätlingen formen und mit wenig Öl von jeder Seite 10-15 Minuten goldbraun backen. Sollte die Masse nicht genügend binden, mit Dinkelkleie anreichern.

Dinkel-Gemüsebrätlinge

250 ml Wasser
Suppenwürze
100 g Dinkelschrot
200 g Dinkelgrütze
3 TL Oregano (getrocknet)
1 TL Thymian (getrocknet)
Gewürze: Salz, Pfeffer, Galgant, Muskat, Bertram, Griechenklee (wenn vorhanden)
200 g Karotten, geschält, geraspelt
200 g Sellerie, geschält, geraspelt
200 g Zucchini, geraspelt
4-6 Knoblauchzehen
4 Zwiebeln
2 EL Butter
4 Eier
Frische Kräuter, gehackt: Petersilie, Dill, Schnittlauch
Öl

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Suppenwürze zugeben, Dinkelschrot einrühren und zu einem festen Brei kochen. Dinkelgrütze kochen und abkühlen lassen. Karotten, Sellerie und Zucchini kurz andünsten (al dente). Knoblauchzehen fein hacken und mit Salz zerdrücken. Zwiebeln fein hacken und in Butter andünsten. Alles in eine große Schüssel geben, Eier und Gewürze zugeben und gut vermischen. Abschmecken. Zuletzt die frischen Kräuter untermischen. In einer Teflon-Pfanne Öl erhitzen (halbe Hitze). Brätlinge formen und auf jeder Seite goldbraun backen.


Salate:


Die Salate sollten möglichst frische eingekauft werden und vorzugsweise mittags gegessen werden, weil der Körper hier Rohkost besser aufnimmt. Auf Rohkost sollte man allgemein verzichten, weil der Körper diese nur sehr schwer und mit sehr viel Energieaufwand verarbeiten kann (besonders abends!). Abens empfiehlt sich Gemüse, mittags Salate.
Die Salate sollten immer gebeizt werden mit Essig und Öl! Sehr gut schmecken dabei Sonnenblumenkerne oder gekochte Dinkelkörner.
Gewürze sind wie oben zu verwenden: Galgant, Bertram, Majoran, evtl. Basilikum

Käse

Der Körper verträgt bei der Reinigung besser einen trockenen Käse, z. B. "Körniger Frischkäse, Hüttenkäse". Nicht gut bei der Reinigung und Entschlackung sind sehr fette Käsesorten, wie Camembert, Tilsitter, Butterkäse usw. Wenn möglich, kann man einfach versuchen, wie es einem bekommt, einmal eine Zeit lang auf Milchprodukte gänzlich zu verzichten.

Dinkelpfannkuchen

250 g Dinkelmehl (Vollkorn oder Type 630)
1 Prise Salz (wenn süß, dann 2 TL Vollrohrzucker)
Milch
2 Eier
Sonnenblumenöl

Das gesiebte Mehl mit dem Salz und evtl. dem Zucker vermengen und mit so viel Milch verrühren, dass ein glatter, dickflüssiger Zeig entsteht. Danach die Eier unterrühren und die Pfannkuchen in einer nur leicht geölten Pfanne ausbacken.

Hier noch eine kurze Ergänzung zu Rohkost! Damit ist natürlich nicht der grüne Salat gemeint, den wir vorwiegend verwenden sollten. Hauptsächlich ist gemeint z. B. roher Fenchel, Zucchini u. ä.

Viel Spaß!



Dies war Teil I, Teil II folgt später! Gottes Segen Hans-Jürgen

  
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