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Normal Topic PAPST (Gelesen: 1.940 mal)
Brigitta B
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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PAPST
23.01.2009 um 17:51:29
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Der römische Papst

ist das sichtbare Oberhaupt der hl. Kirche, der Statthalter Christi auf Erden, der Nachfolger des hl. Petrus, des Apostelfürsten und des von Jesus bestellten Schlüsselträgers im Reich Gottes,
der unfehlbare Lehrer der Wahrheit, der Wächter der göttlichen Offenbarung, der oberste Hirt und Regierer der Herde Christi,
der gemeinsame Vater der ganzen rechtgläubigen Christenheit, der unerschütterliche Felsengrund der Kirche und der glorreiche Mittelpunkt ihrer Einheit, Kraft und Wirksamkeit.
Kein Verein, keine Genossenschaft, keine Gesellschaft kann bestehen ohne Haupt.
Gott sei gepriesen!
Unser Herr und Erlöser Jesus Christus hat vortreffliche Fürsorge getroffen;
Er hat mit eigener Hand seiner Kirche ein festes, dauerhaftes und einigendes Fundament unterlegt, einen Felsen, der niemals weicht und wankt,
auf dem seine Gläubigen sichern Stand haben.
Christus der Herr hat während seines öffentlichen Lehramtes dem hl. Petrus feierlich verheißen,
dass er ihn zum Felsenfundament seiner Kirche auserwählen und ihm die Schlüssel des Himmelreiches, d. h. seiner Kirche, übergeben werde.
Petrus hatte eben ein herrliches Glaubensbekenntnis abgelegt mit den Worten:
“ Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Mt.16,16)
Da verhieß ihm der Herr gleichsam zum Lohn die herrlichsten Vorrechte, die er in der Kirche genießen werde:
„Du bist Petrus (Fels), und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.  
Und dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben;
und was immer du auf Erden binden wirst, soll gebunden sein im Himmel,
und was immer du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein“ (Mt 16,18,19).

Christus erteilt dem auserwählten Apostel einen neuen Namen, er nennt ihn nicht mehr Simon, sondern Petrus (der Fels)

Fortsetzung folgt.
Aus:  Ill. Hausbuch von P. Franz Tischler Impr. 1908

« Zuletzt geändert: 16.03.2017 um 11:56:18 von Brigitta B »  

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Brigitta B
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Re: PAPST
Antwort #1 - 23.01.2009 um 23:21:33
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Der Sinn ist einfach und klar:
Christus der Baumeister, sein Reich ist ein Gebäude.
Das auf einen Felsengrund errichtet wird, der der Apostel Petrus ist.
Wie ein Gebäude nicht bestehen kann ohne Grundlage, so auch die Kirche nicht.
Ihre Grundlage ist Petrus. Dieser Grund trägt alle Glieder, hält sie zusammen.
An Petrus müssen darum alle Gläubigen festhalten, von ihm dürfen sie sich nie trennen, ihm müssen sie gehorchen, er ist das Oberhaupt der Kirche.
Petrus der Felsengrund der Kirche, ist aber so unveränderlich, dass alle Mächte, alle Anstürme der Hölle, alle Anschläge des bösen Feindes und seines ganzen Anhangs dagegen nichts ausrichten werden;
die Kirche, auferbaut auf Petrus, wird immer bestehen; Petrus wird als der Felsengrund der ganzen Kirche Festigkeit Dauer und Einheit verleihen. ...
Christus der höchste Herr in seiner Kirche, verheißt seinem Apostel die Schlüssel seines Reiches;
er macht ihn zu seinem Statthalter und bekleidet ihn mit seiner eigenen Gewalt, geradeso wie er ihn auch zum Fundament seiner Kirche macht, obgleich er selbst das unsichtbare und vorzüglichste Fundament seiner Kirche ist und bleibt.

Der göttliche Heiland verheißt ihm dann noch die Binde und Lösegewalt, d. h. die gesetzgebende und richterliche Gewalt in der Kirche.
Und zwar ist es die Fülle und das höchste Ausmaß dieser doppelten Gewalt: dies besagen die Worte:
„Was immer du auf Erden  binden wirst...., was immer du auf Erden  lösen wirst....
Auf  die feierlichste Weise, aber erst nach dreimaliger Beteuerung seiner Liebe, (Joh. 21,15-18) wird also dem Petrus der Auftrag, die Herde Christi zu weiden und zu leiten.
Der Auftraggeber ist Christus, der als Hirt von den Propheten vorherverkündet worden war, der sich selbst den guten Hirten nennt, der sein Leben für seine Schafe hingibt und ihnen das ewige Leben verleiht,
der seine Schafe kennt und hinwiederum von ihnen gekannt wird (Joh 10,11ff). Er gibt jedoch seine Herde dem hl. Petrus nicht zu eigen, sondern nur zum Weiden.
Das Weiden einer Menschenmenge heißt nichts anderes als sie leiten und regieren.

Fortsetzung folgt
Aus:  Ill. Hausbuch von P. Franz Tischler Impr. 1908
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Re: PAPST
Antwort #2 - 24.01.2009 um 16:56:57
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Nach dem Tod des hl Stephanus brach eine heftige Verfolgung de Kirche zu Jerusalem aus, und die Gläubigen zerstreuten sich über ganz Judäa und Samaria und verkündeten das Wort Gottes.
Da ist wieder Petrus, der sich auf die Kunde, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hat, eilends dahin begibt, um den Getauften die Hände aufzulegen und ihnen den Hl. Geist mitzuteilen; hier war es zugleich, wo er den Zauberer Simon mit aller Strenge zurecht wies.
Wie dann der Friede der jungen christlichen Kirche wiederhergestellt war, da zog er herum, um die neu begründeten Kirchen zu besuchen.  
Er eröffnete auch den Heiden die Pforten des Heiles, indem er, durch besondere Offenbarungen unterwiesen, den edlen Hauptmann Kornelius mit seinem ganzen Haus in die Kirche aufnahm.  
Er sprach auf dem Apostelkonzil das entscheidende Wort.
„Man kann also in Wahrheit von ihm sagen, er habe die ersten Gläubigen wie die ersten Heiden in die Kirche aufgenommen, das erste Wunder unter den Aposteln gewirkt (Lahme an der Tempelpforte),
den ersten ungehorsamen bestraft (Ananias und Saphira)
den ersten Irrlehrer aus der Kirche ausgeschlossen, die erste Kirchenvistation gehalten, bei der ersten Kirchenversammlung den Vorsitz geführt“.

Fortsetzung folgt.
Aus:  Ill. Hausbuch von P. Franz Tischler Impr. 1908

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Re: PAPST
Antwort #3 - 24.01.2009 um 23:48:20
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Die Schlüsselgewalt, die der hl. Petrus innehatte, sollte nach der Anordnung Christi mit dem Tod des hl. Petrus nicht aufhören, sondern in der Kirche fortdauern.

Die Nachfolger des hl. Petrus in der Schlüsselgewalt über die ganze Kirche sind die römischen Päpste.
Der hl. Petrus hatte in Rom seinen oberhirtlichen Sitz aufgeschlagen, und in Rom beschloß er sein Leben durch den Martertod am Kreuz.
So war es ganz natürlich, dass er auch in Rom einen Nachfolger erhielt, auf den sein Amt, seine Würde und seine oberhirtliche Gewalt überging.

Wie ein Königssohn, der den Thron seines Vaters erbt, sein Nachfolger wird und eben deshalb die oberste Herrschaft im Reich erhält,
so sind auch die römischen Bischöfe, die den Stuhl des hl. Petrus erbten, Nachfolger des Apostelfürsten und daher auch die Schlüsselträger der Kirche, wie es Petrus gewesen ist.

Im dritten Jahrhundert legt der hl. Bischof und Märtyrer Cyprian das Zeugnis ab:
„Auf Petrus ist die ganze Kirche der Einheit wegen gegründet;
dieser Apostel ist der Ursprung und der Mittelpunkt der ganzen Kirche; seinen Vorrang hat er auf die römische Kirche übertragen,
daher ihr bischöflicher Stuhl, der Stuhl Petri, die Kirche von Rom die erste und vornehmste ist; mit ihrem Bischof müssen alle Bischöfe in Verbindung stehen.


Aus:  Ill. Hausbuch von P. Franz Tischler Impr. 1908

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Re: PAPST
Antwort #4 - 25.01.2009 um 18:09:52
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In den Verhandlungen der dritten allgemeinen Kirchenversammlung zu Ephesus im Jahr 431 heißt es:
„Niemand zweifelt daran, und es ist eine allen Jahrhunderten bekannte Tatsache, dass der hl. Petrus, der Fürst und das Haupt der Apostel,
die Säule des Glaubens und die Grundfeste der katholischen Kirche, vom Herrn Jesus Christus die Schlüssel des Himmelreiches und die Binde und Lösegewalt empfangen hat,
und dass er bis auf diesen Tag und immerdar in seinen Nachfolgern lebt und richtet.“
Die Bischöfe von Rom oder die römischen Päpste haben endlich die vom hl. Petrus vererbte oberste Gewalt in der Kirche von Anfang an ausgeübt.
Die Päpste waren es, die die allgemeinen Kirchenversammlungen beriefen und auf ihnen entweder selbst oder durch ihre Gesandten den Vorsitz führten,
und nie hatten die Beschlüsse Gesetzeskraft, ehe und bevor sie der Papst bestätigt hatte.

Wo dieser Fels ist, da ist Schutz von Christus, dem unsichtbaren Haupt, denn nur der auf diesen Felsen gegründeten Kirche hat er verheißen, dass die finstern Mächte nichts wider sie vermögen.

Durch dieses Oberhaupt sind alle katholischen Christen zu einer großen Gottesfamilie verbunden, und ob auch durch Sprache, durch Berge und Meere voneinander getrennt,
so wissen sich doch alle als Kinder eines Hauses.
Das weiß der katholische Christ; daher sein Glück, seine Freude, sein Trost, ein Kind der katholischen Kirche zu sein;
daher seine Anhänglichkeit gegen den Heiligen Vater, seine Ehrfurcht, sein Gehorsam gegen den römischen Papst.
Zu diesem Leuchtturm wollen wir, wie die Schiffer in nächtlichen Stürmen, stets mit Vertrauen unser Auge hinaufrichten.

Ende.
Aus:  Ill. Hausbuch von P. Franz Tischler Impr. 1908

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