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Normal Topic Kirche (Gelesen: 1.203 mal)
Brigitta B
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Kirche
09.02.2009 um 01:19:07
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Die Kirche

Ist ein ehrwürdiger heiliger Ort.

Als geweihter Ort ist die Kirche ausgeschieden vom gemeinen Gebrauch und zu dem alleinigen Dienst Gottes bestimmt.

So bezeugte der Herr schon vom Tempel Salomons: „Ich habe diesen Ort erwählt und geheiligt, dass mein Name auf ewig daselbst sei,
und meine Augen und mein Herz sollen allezeit dort weilen“
(2 Chr 7, 16)
Noch weit mehr gilt dies vom katholischen Gotteshaus unter reichhaltigen, schönen und sinnvollen Zeremonien, unter erhabenen und rührenden Gesängen von den gewohnten Orten ausgeschieden,
darüber eine übernatürliche Weihe und Schönheit ausgegossen und aus ihm etwas Großes, Heiliges und Ehrwürdiges gemacht.
Daher ist es mehr als billig und geziehmend, dass wir es mit tiefster Andacht und Ehrfurcht betreten und darin verweilen.
Das Haus des Gebetes:
Dies hat der göttliche Heiland selber ausgesprochen: "Mein Haus heißt ein Haus des Gebetes" (Mt 21,13).
Die Kirche ist der Ort, wo die neutestamentliche Himmelsleier steht, auf der die Engel unsere Gebete zum Herrn hinauftragen und seine Erbarmungen zu uns herniederbringen;
wo uns täglich "Sursum corda" = Empor die Herzen!" gerufen wird; wo sich unser Flehen gleich dem Weihrauch zum Himmel erhebt;
der Ort, von dem Gott selbst verheißen hat:
"Meine Augen sollen offen sein und meine Ohren aufmerksam auf das Rufen dessen, der an diesem Ort betet"
(2Chr7,15).
Die Kirche ist geradehin der Audienzsaal des Königs der Könige, unsers Herrn und Gottes.


Ill. Hausbuch v. P. Franz Tischler Impr. 1908
« Zuletzt geändert: 23.08.2013 um 21:44:53 von Brigitta B »  

Jesus, Maria und Josef, ich liebe Euch  Smiley rettet Priesterseelen, rettet alle Seelen, erbarmt Euch der Armen Seelen im Fegefeuer, der Sterbenden und der Ungeborenen
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Brigitta B
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Re: Kirche
Antwort #1 - 10.02.2009 um 00:35:58
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Die Opferstätte des Neuen Bundes.
Sie ist die Stätte, von der die Worte gelten: „Ich habe mir diesen Ort zur Opferstätte erwählt“ (2 Chr 7, 12);
wo dem Namen des Herrn vom Aufgang der Sonne bis zum Niedergang das reine Speiseopfer dargebracht wird, wie der Prophet Malachias (1,11) geweissagt hat.
Die Kirche ist der Kalvarienberg mit seinem Priester, seinem Opfer, seinem Segen,
wo der Sohn Gottes in der hl. Messe für uns bis zum Ende der Zeiten seinen Leib und sein Blut zum Lob, zum Dank, zur Sühne dahingibt.

Das Haus Gottes, „die Hütte Gottes unter den Menschen „ (Ps 77, 60). Hier hat Jesus Christus selbst unter uns seine Wohnung aufgeschlagen,
hier weilt er wirklich und wesentlich und immerdar unter uns im heiligsten Sakrament.
Die Herrlichkeit des Herrn erfüllt dieses Haus; und wie einstens der wunderbare Stern den Weisen aus dem Morgenland die Krippe gezeigt hat,
so weist uns das ewige Licht vor dem Tabernakel auf den hin, den die Engel anbetend umgeben, der seine Wonne darin findet, bei den Menschenkindern zu sein.
Alle ehrwürdigen Stätten, die dem christlichen Herzen teuer sind, finden sich hier zusammen; hier ist Bethlehem und Golgotha, hier ist Sinai und Bethsaida, hier ist Palästina und Jerusalem; alles Himmlische und Göttliche vereinigt sich hier, um die Wahrheit zu bezeugen:
Hier ist nichts anderes denn Gottes Haus, und die Pforte des Himmels“ (Gn 28, 17).
Daher die selbstverständliche Folgerung, dass wir uns im Haus Gottes ehrerbietig benehmen müssen. „Dem Haus Gottes ziemt Heilighaltung.“

Ill. Hausbuch v. P. Franz Tischler Impr. 1908
« Zuletzt geändert: 23.08.2013 um 21:45:02 von Brigitta B »  

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Brigitta B
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Re: Kirche
Antwort #2 - 10.02.2009 um 12:53:01
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Ehrfurcht in der Kirche

Schon die alten Heiden dienen uns hierhin zur Lehre.
Wenn die alten Ägypter in den Tempel gingen, so blieb, wie uns Makrobius berichtet, ihr geistlicher Vorsteher an der Schwelle stehen und fragte das außen gebliebene Volk:
“Wisst ihr, wer an diesem Ort wohnt?“  „Das ist der Tempel der Gottheit“, lautete die Antwort aus aller Mund.
Wisst ihr auch wozu ihr hergekommen seid?“ Und die Menge erwiderte:  „Wir kommen um der Gottheit Opfer zu bringen und ihr Dank zu sagen für die empfangenen Wohltaten.“
Dem Haus Gottes ziemt Heilighaltung. Dies haben glaubensinnige Christen jederzeit wohl beachtet.
Der hl. Cyprian berichtet von seinen christlichen Zeitgenossen, wenn man sie in der Kirche beten sehe, so glaube man,
Chöre der himmlischen Geister vor sich zu haben, so andächtig, gesammelt und ehrerbietig knieten sie da.

Wenn der hl. Bernhard zur Kirche ging, blieb er einige Augenblicke vor der Tür stehen und sprach zu sich selbst:
„Bleibt zurück und wartet hier, ihr zeitlichen Gedanken und Wünsche; du aber, meine Seele, geh´ein in die Freude des Herrn.“
Philipp II., König von Spanien, entließ einst zwei adelige Herren von seinem Hof, weil sie während der hl. Messe geschwätzt hatten.
„Die dem himmlischen König“, sagte er, „so wenig Achtung erweisen, werden auch leicht ihrem irdischen Gebieter den schuldigen Respekt versagen.“

Als unser Haus.
Die Kirche ist in der Tat auch unser Haus. Sie ist die gesegnete Gnadenstätte, die der Herr für uns errichtet hat.
In der Kirche teilt uns Gott seine himmlischen Gnaden und Segnungen mit, seine Wahrheit und Gnade.
Hier ist der Sinai des Neuen Bundes, wo er uns von der Kanzel aus sein Gesetz verkündet und uns den rechten Weg zeigt, den wir wandeln müssen, um zu ihm zu gelangen (Ps. 142, 8).
Hier quillt im Taufbrunnen das reine Wasser, wovon der Prophet Ezechiel (36,25f) weissagt, dass Gott es über seine Auserwählten ausgießen, sie von allen Befleckungen reinigen
und ihnen ein neues Herz und einen neuen Geist geben werde.
Hier steht der Richterstuhl der göttlichen Barmherzigkeit, wo der Herr denen, die reuig seine Erbarmungen anflehen, ihre Schuld vergibt, und wo sich der arme Sünder mit Gott versöhnt.
Hier ist der ehrwürdige Speisesaal, wo der Herr mit seinen Jüngern bis zum Ende der Zeiten Abendmahl hält, und wo wir das Osterlamm des Neuen Bundes in der hl. Kommunion genießen.
Wahrhaftig, „der Ort, an dem du stehst, ist heilig“ (Jos. 5,16). Darum muss auch unsere Aufführung in der Kirche eine solche sein, die diesem Gnadenthron des Herrn entspricht.
Aber die Kirche ist nicht bloß eine himmlische Gnadenstätte für uns; es stimmt auch alles in der Kirche, der ehrwürdige und erbauliche Gottesdienst
mit seinen bedeutungsvollen Zeremonien und Gebräuchen, die Einrichtung und Ausstattung der Kirche, die ganze äußere Umgebung zur Andacht und übt auf uns einen mächtigen Einfluss aus.
Oder wer von uns hätte es nicht schon selbst erfahren, dass man auf Engelsschwingen zu Gott emporgehoben wird, wenn uns an hohen Feiertagen festliches Glockengeläute zur Kirche ladet,
wenn Gotteshaus und Altar im schönsten Schmuck prangen, wenn der Priester, von zahlreichen Altardienern umgeben, in kostbaren Prachtgewändern das Hochamt
mit all seinen geheimnisvollen Zeremonien hält, während sich vom Musikchor her mächtige Orgeltöne und weihevolle Gesänge durch die Hallen ergießen?
Wohl mag es sein, dass manche bei solchen Feierlichkeiten allzu sehr an der Außenseite haften,
aber für die große Mehrzahl ist die äußere Pracht des Gottesdienstes nur die Stufenleiter auf der sie zur Höhle der innern Andacht emporsteigen.
Dies geben sogar Einsichtsvollere von den Andersgläubigen zu, wie z. B. der Protestant Karl Hase,
der bekennt, dass bei den schönen Zeremonien der katholischen Kirche „alltäglich Millionen Gläubige Erbauung finden und seit Jahrhunderten gefunden haben“.
Wie geziemend ist es darum, dass wir einem so schönen Gottesdienst auch mit geziemender äußerer Ehrerbietigkeit und Andacht beiwohnen!

Als Haus der Gemeinde.
Die Kirche ist die geistliche Heimat der ganzen Gemeinde.
Da kommen alle zusammen, um in dem zu sein, was des himmlischen Vaters ist, um ihre religiöse Pflichten zu erfüllen und Gottes Gnaden zu erflehen.
Das auferbauliche Benehmen in der Kirche ist ein wesentliches Stück des guten Beispiels, das wir einander schuldig sind;
und dieses gute Beispiel zieht mit stiller, heiliger Gewalt jeden, der eines guten Willens ist, zu Christus hin.

Ill. Hausbuch v. P. Franz Tischler Impr. 1908  

LINK: Bekehrung
« Zuletzt geändert: 23.08.2013 um 21:52:13 von Brigitta B »  

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