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Normal Topic Sonntagsheiligung (Gelesen: 2.030 mal)
Brigitta B
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Mein Herz für JESUS, MARIA
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Sonntagsheiligung
15.02.2009 um 12:42:41
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Bedeutung des Sonntags

Wie das Sonntagsleben, so ist das Leben überhaupt. Aus der Art und Weise, wie ein Volk seine Sonn - und Festtage begeht, kann man mit Sicherheit auf den religiösen Geist schließen, der in ihm lebt.
Bei dem engen Zusammenhang, in dem das religiöse Leben mit dem sittlichen, und dieses wieder mit dem gesellschaftlichen steht,
verdorren auf dem Boden des sittlichen Lebens die Wurzeln der Kraft, und damit gerät das allgemeine Wohl in Gefahr,
wenn nicht von einer rechten Sonntagsfeier her erfrischende Lebenswasser ausströmen.
Mit vollem Recht mahnt darum ein großer Bischof, Dupanloup:
„Wem immer Religion und Volkswohl teuer, wem die Grundfesten, auf denen der gewaltige Bau der großen menschlichen Gesellschaft ruht, bekannt sind, der wird alle Kräfte seines Geistes,
alle Eingebungen eines aufrichtig wohlmeinenden Herzens, allen Einfluß seiner Stellung, alles, was das geschriebene und gesprochene Wort vermögen,
alles, was das Gebet Großes erlangt, aufbieten, um den Sonntag in sein tausendjähriges, vom Segen aller Geschlechter begleitetes Recht wieder einzusetzen.“

Leider wird die hohe Wichtigkeit der Sonntagsheiligung heutzutage vielfach verkannt.
Der Herr ist beinahe ganz aus dem Besitz verdrängt, und nur schwache Bande mehr knüpfen den Menschen an ihren Gott.
Kein Wunder, dass es auf der Erde so trostlos geworden ist.
Es ist darum hoch an der Zeit, dass man wieder zu einer christlichen Auffassung und Feier der Tage des Herrn zurückkehrt und auf die weisen Absichten ernstlich eingeht,
die Gott mit der Einsetzung und Anordnung der heiligen Tage verbunden hat.

Es ist nun die Aufgabe der Familie, den Sonntag wieder in seine Rechte einzusetzen.
„Will eine Familie“, schreibt P. Becker  „ein echt christliches Haus sein, in dem die Erziehung der Kinder gesichert ist, so müssen sich darin finden:
erstens eine treue, gemeinsame Verrichtung der notwendigsten täglichen Gebete, und zweitens eine gewissenhafte Heiligung der Sonn - und Feiertage“  
Das Reich Gottes, das die Erde erneuern soll, hat eben einen seiner Hauptanknüpfungspunkte in der Familie.
Sie ist ja die Wurzel und Grundlage der öffentlichen Gesellschaft; aus ihr erhält der Staat seine Bürger, die Kirche ihre Gläubigen.
Sind die Familien vom lebendigen Geist des Christentums beseelt, so ist es auch die öffentliche Gesellschaft.
Der Geist, der in den Familien herrscht, ist gewissermaßen der Sauerteig, der das Menschengeschlecht durchdringt.

Fortsetzung folgt
« Zuletzt geändert: 09.09.2013 um 14:07:58 von Brigitta B »  

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Brigitta B
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Re: Sonntagsheiligung
Antwort #1 - 15.02.2009 um 12:43:41
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Bedeutung des Sonntags
Der Sonntag ist der Tag des Herrn. Sechs Tage sind uns überlassen, um unserm zeitlichen Beruf nachgehen zu können.
Der siebente Tag ist unterschieden,  ist heilig und der Ehre und Verherrlichung Gottes geweiht.
Vom Anbeginn der Welt hat Gott den Sabbat als den Tag, der seiner Ehre geweiht sein soll, eingesetzt.
Er heiligte den siebenten Tag durch sein eigenes Beispiel und gab uns dadurch zu verstehen,
dass dieser Tag für die ganze Dauer seiner Schöpfung als ein ihm geweihter und geheiligter Tag betrachtet werden sollte.

Gedenke des Sabbattages, um ihn heilig zu halten.9 Sechs Tage lang sollst du arbeiten und all deine Geschäfte verrichten.
10 Doch der siebte Tag ist ein Ruhetag für den Herrn, deinen Gott.
Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, weder du selbst noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der sich in deinen Toren befindet.
11 Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel, die Erde, das Meer und alles, was in ihnen ist, erschaffen; doch am siebten Tage ruhte er.
Darum segnete der Herr den Sabbat und erklärte ihn für heilig. 2 Mos, 20, 8. Vulgata


Gott ließ nicht einmal am Sabbat Manna vom Himmel fallen, damit das Volk nicht durch sein Einsammeln zu knechtlichen Arbeiten verleitet würde.

Fortsetzung folgt
aus: Ill. Hausbuch v. P. Franz Tischler Impr. 1908
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Re: Sonntagsheiligung
Antwort #2 - 16.02.2009 um 00:33:18
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Was die Heiligen sagen:

Hl. Athanasius:       „Einst wurde der Sabbat in höchsten Ehren gehalten; diese Feierlichkeit hat der Herr auf den Sonntag übertragen.“
Hl. Augustin:          „Den Tag des Herrn haben die Apostel und die apostolischen Männer deswegen zur religiösen Feier bestimmt,
                               weil an ihm unser Erlöser von den Toten auferstanden ist."
                              „Von unsern heiligen Vätern ist es eingeführt und den Christen aufgetragen worden, am Sonntag von den zeitlichen Geschäften zu ruhen,
                              damit sie desto ungehinderter und aufgelegter wären zum göttlichen Dienst“
                              Er wird Tag des Herrn genannt, damit wir uns an ihm enthalten von knechtlichen Arbeiten und weltlichen Vergnügen,
                              und uns nur dem göttlichen Dienst hingeben und diesen Tag ehren und feiern wegen der Hoffnung unserer Auferstehung, die er uns gewährt.
                              Denn wie der Herr und Erlöser Jesus Christus selbst von den Toten auferstanden ist, so hoffen auch wir aufzuerstehen am jüngsten Tag.
                              Wir wissen, dass dieser Tag auch in der Hl. Schrift ausgezeichnet ist.
                              Denn er ist der erste Tag der Welt, an ihm wurden die Elemente des Weltalls gebildet, an ihm wurden die Engel erschaffen,
                              an ihm ist Christus von den Toten auferstanden, an ihm ist der Hl. Geist über die Apostel herabgekommen, an ihm wurde in der Wüste zuerst Manna gegeben.
                              Daher haben die hl. Lehrer der Kirche beschlossen, alle Vorzüge des jüdischen Sabbats auf diesen Tag zu übertragen,
                              damit wir in Wahrheit feiern, was jene im Vorbild gefeiert haben, indem dann unsere wahre Ruhe eintreten wird,
                              wenn die Auferstehung vollendet und die Belohnung für Leib und Seele vollkommen sein wird.“

Hl. Felix von Aluta:  „Ein Christ kann nicht ohne die hl. Messe sein!“

Hl. Chrysostomus: „ Das schönste Fest ist ein reines Gewissen. Nicht äußeres Gepränge, nicht leckere Tafeln machen das Fest,
                              sondern die Sorge für die Seele. Wer kein reines Gewissen hat, ist beim glänzendsten Fest ohne Fest.“

Der hl. Papst Leo der Große sagt: „Der Sonntag ist durch so große Geheimnisse göttlicher Gnadenerweisungen geheiligt, dass, was immer von dem Herrn Hohes getan worden ist,
                                                     sich an diesem hochwürdigen Tag vollbracht hat. An ihm nahm die Welt ihren Anfang.
                                                     An ihm fand durch die Auferstehung Christi der Tod den Untergang, das Leben den Anfang.
                                                     An ihm erhielten die Apostel von dem Herrn die Posaune des Evangeliums, das da sollte allen Völkern gepredigt werden;
                                                     und an ihm ward ihnen übergeben das Sakrament der Wiedergeburt, um es in alle Welt zu tragen.
                                                     An ihm geschah es nämlich, wie der hl. Evangelist Johannes bezeugt, dass der Herr bei verschlossenen Türen in die Mitte seiner Jünger trat,
                                                     sie anhauchte und ihnen Gewalt gab, Sünden nachzulassen und zu behalten.
                                                     An diesem Tag endlich kam über die Apostel der ihnen verheißene Hl. Geist.“

« Zuletzt geändert: 09.09.2013 um 14:08:35 von Brigitta B »  

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Re: Sonntagsheiligung
Antwort #3 - 16.02.2009 um 00:39:40
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Der Sonntag ist der Tag des Menschen.
Er ist ein Ruhetag zu unserm leiblichen und geistlichen Wohl. Indem uns Gott befiehlt, an diesem Tag auszuruhen von knechtlicher Arbeit und damit körperliche Ruhe gestattet, will er,
dass wir an diesem Tag mehr in unser Herz  einkehren, uns innerlich sammeln, den Haushalt unseres Seelenzustandes regeln und dem hochwichtigen Heilsgeschäft unserer Seele obliegen.
Der Sonntag bemerkt Alban Stolz, ist nicht auf der Welt zur Nichtstuerei; er ist auch Werktag, aber ein Werktag des Geistes.
Wie ein Gärtner die untern Zweige der Bäume abschneidet, damit der Gipfel um so höher hinaufwachse, also sollten wir am Tag des Herrn die niedern irdischen Sorgen in uns ersticken,
damit der Geist um so mächtiger zum Himmel emporstrebe und durch neue sittliche Kraft für die ganze Woche gestählt werde.

Der Sonntag ist der Tag der Gesellschaft.
Alle sollen inne werden, dass sie Kinder eines Vaters im Himmel sind, verbunden untereinander in demselben Glauben, in derselben Hoffnung, in derselben Liebe.
Der Sonntag verbindet alle und söhnt die Gemüter aus. Er führt alle in dasselbe Gotteshaus, läßt alle dieselben Wahrheiten vernehmen, gibt allen denselben Anteil am hl. Messopfer und am Tisch des Herrn.
Wo die allein benennenswerten Güter gemeinsam sind, da sind alle im wesentlichen gleich, und da herrscht wahre Brüderlichkeit.

Der Sonntag ist der Tag der Familie.
An diesem Tag sollten mehr noch als sonst die Eltern den Kindern, die Kinder den Eltern gehören, statt dass jedes seine eigenen Wege gehe.
Der Sonntag soll der Familie gehören und nicht der Außenwelt.
Der Sonntag im Geist des Christentums und nach der Anordnung der hl. Kirche gefeiert, heiligt und verklärt das Familienleben; er versammelt die Familie in dem, was des himmlischen Vaters ist,
verbindet sie mit Gott dem Herrn und pflegt und schützt ihre höchsten Güter, als da sind Einheit, Friede und Religiosität.
Gar schön schreibt hierüber Bischof Stumpf: „Gotteshaus und Familie sind die Stätten, wo die edelste Sonntagsfreude gedeit.“

[url]Vergleiche Is 56, 4,5:[/url]
Die meine Tage halten und erwählen, was mir gefällt und meinen Bund bewahren:
ihnen werde ich geben in meinem Haus und in meinen Mauern Raum und Namen, einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der nicht vergeht.


Nun denn so habe Mitleid mit deiner Seele, die so leicht die heiligen Dinge und die ewigen Wahrheiten vergisst. Diese Wahrheiten sind für deine Seele, was das Brot für deinen Leib ist.
Siehst du denn nicht, wie die Seele hinsicht, weil sie die ewigen Lehren und ihre ewige Bestimmung vergessen hat?
Habe also Mitleid mit deiner Seele, die große Bedürfnisse hat; sie bedarf vor allem des Friedens, diese von so vielen Schmerzen, von so vielen Täuschungen zerissene Seele.
Aber wo soll denn das Kind Ruhe finden, wenn nicht im Haus des Vaters? Und wo soll die Seele Ruhe finden, wenn nicht im Tempel des Herrn?
Die arme Verbannte hat den Weg verloren, der in die Heimat führte; sie hat darum einen Arm nötig, der sie wieder auf den rechten Weg bringt;
und wann soll sie diesen Arm finden, wenn nicht am Tag des Herrn?“

aus: Ill. Hausbuch von P. Franz Tischler Impr. 1908
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« Zuletzt geändert: 09.09.2013 um 14:08:49 von Brigitta B »  

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Re: Sonntagsheiligung
Antwort #4 - 16.02.2009 um 11:17:36
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Die Sonntagsheiligung

Ezechiel 20,20 : „Heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen seien zwischen mir und euch, und ihr erkennet, dass ich der Herr, euer Gott bin!“

Weihe dich ganz der Religion und dem Himmel. Empfinde die Wohltaten Gottes. Bete, danke, erforsche dein Herz, dein Gutes deine Schwachheiten, und bemerke die Hindernisse deiner Tugend.
Die wahre Sonntagsfeier besteht darin, dass man den Tag des Herrn im Geist der Kirche feiert.
Als Gebot hat nun zwar die hl. Kirche bloß befohlen, an den Sonn- und Feiertagen außer der Arbeitsruhe noch die hl. Messe anzuhören.
Das ist aber da Mindeste und Äußerste, was sie verlangt und unter schwerer Sünde vorschreibt.

Der eifrige Christ schließt auch die Predigt oder Christenlehre in seine Sonntagsheiligung ein.
Gott hat die Predigt für Erwachsene zu einer wesentlichen Bedingung des Heiles und des christlichen Lebens gemacht.
Die Predigt ist hier auf Erden so nötig wie das Licht zur Arbeit, die Sprache für die Gesellschaft, das Saatkorn für den Acker.

Nun denn, so ermahnt Alban Stolz in der ihm eigenen Weise, „sei kein Hund, dem es in den Ohren weh tut, wenn es zusammenläutet, sondern geh jeden Sonn- und Feiertag in Predigt und Amt. Wie du aber auch im Sonntagskleid kommst, so komm auch mit einer Sonntagsseele und laß die Werktagseele zu Haus in der Kammer oder  Werkstatt und schleppe nicht das rostige Gerümpel und Unrat häuslicher und irdischer Sorgen und Bedenken in Gottes Tempel.“
Und so sorgt er an den Tagen des Herrn für den Haushalt seiner Seele, reinigt und heiligt sein Herz durch den Empfang der hl. Sakramente, belebt wieder den Verkehr mit dem Jenseits und erfrischt sein Herz mit dem Tau der göttlichen Wahrheit und Gnade.
Auch Nachmittag: Besuchung des hl. Sakramentes, des hl. Kreuuzwegs, des Missionskreuzes oder des Gottesackers, die geistliche Lesung, das Rosenkranzgebet.
Endlich widmet er sich, soweit er kann, auch den Werken der leiblichen und geistlichen Barmherzigkeit.
„ Ein Gottesdienst rein und makellos vor Gott und dem Vater ist dies: Die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen, und sich unbefleckt zu bewahren von dieser Welt. (Jak 1 27.)
Möchten nun wir alle wohl beherzigen, dass unser Leben in geistlicher Hinsicht so beschaffen ist wie unser Sonntagsleben.  
Wie nun aber unser Leben ist, so wird auch unser Sterben sein. Deshalb sagt das Sprichwort: „Wie dein Sonntag, so dein Sterbetag.“
„Wohl kaum ein Tag, den Jesus, die Sonne der Gerechtigkeit, schärfer am Tag des Gerichtes durchforschen wird, als gerade den Sonntag“ (P. Weninger)

Ende
aus: Ill. Hausbuch v. P. Franz Tischler  mit Impr. 1908

« Zuletzt geändert: 09.09.2013 um 14:09:00 von Brigitta B »  

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Re: Sonntagsheiligung
Antwort #5 - 16.02.2009 um 22:00:05
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Darf hier noch einen Beitrag von @ Tobias reinsetzen...

Der Sonntag ist ein wunderbarer Tag, den Gott uns geschenkt hat.  
Gott sprach: "Sechs Tage hast Du Zeit zum Arbeiten, aber der siebente Tag ist Mein."

Wenn wir diesen Satz "schmecken", ist es eine sehr sehr hohe Gnade, die uns in diesem Bewusstsein von Gott geschenkt wird. Das Wort Gottes ist das schönste und heiligste, was dem Menschen geschenkt ist. Wenn Du in diesem Bewusstsein die Bibel liest und nach Ihm forschst entdeckst Du Sein Angesicht.
Der Engel sprach: "Nimm dieses Buch und iss!" (Offb 10)
Wir sollen nicht nur lesen und nachsinnen, sondern wir sollen das Wort Gottes "schmecken".  
In diesem Wissen gelangen wir zur Erkenntnis dessen, was unser geliebter Bruder Paulus schrieb von der Frucht der Lippen.

Gott will uns an diesem Tage heligen und stärken für den nächsten Gang duch die Wüste.  
Sechs Tage durch die Wüste und der siebente bei IHM im heiligen Haus. Dort werden wir durch das Manna gespeist.

Es ist nun wieder unvorstellbar, wie sehr Gott uns liebt, dass Er uns so beschenken will. Das ist ein wunderbares Liebesangebot.

Der Sonntag ist aber noch viel mehr, als das Geschenk von Manna.
Hier können wir ganz in die Stille gehen und uns ganz tief in Seine Liebe eintauchen.

Gerade in der Stille, wenn wir ganz ruhig sind, finden wir zum wesentlichen Leben. Nämlich der Liebe, die in unserem Herzen zu finden ist. Und wenn wir sie gefunden haben, die zweifellos Jesus Christus ist, erheben wir sie doch auf unseren Thron in unserem Herzen und geben Ihm die Ehre.

Haben wir diese Liebe gefunden, wahrlich, wir haben das Leben.

Ich schrieb einst zu einem Suchenden:

Betr.: Gebetsvorvereitungen

Schalte ab, den Lärm der Welt,
hörst Du Deinen Atem?
Schalte ab, die hektischen Bilder des Alltags,
erkennst Du die Schönheit des Augenblicks?
Schalte ab, das Tempo der Zeit,
hörst Du den Gesang Deines Herzens?
Schalte ab, den Lauf der Welt,
spürst Du Dein Herz – Dich selbst?
Schalte ab, Dein eigenes „Ich“,
spürst Du die Liebe Deines Herzens?
Körper, Seele und Geist sind eingefangen in Dir,
mach sie frei und verbinde sie zu einer „Einheit“. (Die Hände zum Gebet)
Denn bereits Jesus sprach:  
„Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind,
da bin ich mitten unter ihnen.“
Spürst Du, wie Körper, Seele und Geist eins werden?

Dieser Moment,  
das abgekoppelt sein von der Welt und von der Zeit  
in Verbindung mit Deiner Liebe,  
ist die Harmonie zwischen Zeit und Ewigkeit.  
Jetzt bist Du Gott sehr nahe.
Bete jetzt.

Und in einem weiteren Beitrag:

Unruhig wie ein Wasserfall

Wie beten wir richtig?
Dies ist eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten sollte.
Hilfen gibt es viel. Jesus sagte:
Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Das möchte ich aber hiermit nicht weiter anrühren, denn ihr alle wisst es ja.

Ich möchte vielmehr eine Erkenntnis mit Euch teilen, weil mir diese Erkenntnis viel geholfen hat.

In der Hektik des Alltags fließen die Gedanken rasend schnell und ohne bewusstes Ziel. Sie rennen einfach wie gewohnt blitzschnell und drehen in unserem Kopf ihre Runden.
Bei manch einem sogar berühren sie kreisend das Herz und machen das Herz schwer vor Schmerz.
Bei manch einem anderen aber kreisen sie immer aufwärts und streben nach hohen Zielen.
Es entsteht in die eine, wie auch in die andere Richtung ein Verhängnisvoller Sog, wenn wir diese Gedanken nicht einfangen mit der Liebe unserer Herzen.

Unser Herz wahrnehmen können wir nur, wenn wir ruhig werden und in die Stille gehen.
Wenn wir uns ganz auf die Liebe in uns konzentrieren.

Am Anfang fließen die Gedanken wie wildes Wasser,  
sie fallen einen steilen Wasserfall hinab.  
Tosend und tobend stürzt das Wasser in die Tiefe.  
Unten hart aufschlagend, Blasen, Schaum und Wellen werfend  
bildet sich nach und nach eine seichte See.  
Und so beruhigen sich nach und nach unsere Gedanken.  

Wenn wir uns in die Stille wagen – besonders bei den ersten Malen – ist es ein heftiger Wasserfall.

Wenn wir dann ruhig geworden sind, erkennen wir schon die wesentlichen Dinge, die uns ehrlich beschäftigen in diesem jetzt klaren Gewässer. Diese ruhige See lässt uns bis auf den Grund blicken. Und so schaut auch Gott in diese See. Je klarer unsere See ist, desto besser kann Er uns Seine Hilfe schenken.

Diese Vorbereitung:  
das fallenlassen des Wasserfalls, dauert eine kleine Weile, bis das Herz ruhig geworden ist.  
War es doch vorher durch die unruhigen Gedanken und die hektischen Stunden des Tages aufgewühlt.  
Die Gedanken sammeln sich am Tage, wie das Wasser am Staudamm. Je mehr Gedanken wir uns machen, desto höher und unkoordinierter sammeln sie sich. Sie können den Staudamm sogar brechen. Dann werden unsere Gedanken zu einer ernsten Bedrohung.

Darum:
Am Abend sollten wir uns Zeit nehmen für uns selbst. Einfach die Stauluken öffnen und die Gedanken fallen lassen. Nicht bewerten oder darüber nachdenken. Einfach ins Leere laufen lassen. Unten, wenn sie aufschlagen auf hartem Fels, werden die wahren Gedanken sich nicht zu Schäumen zerschlagen. Es bleiben die wichtigen, die ernsten Gedanken zurück und diese können wir, wie das seichte Wasser ins Gebet tragen.

Im Gebet
was mir besonders lieb ist, das ist das Gebet.  
Das Gespräch mit Gott.  

Mein Herz ist mir meine beste Tür, diese Gebete zum Himmel zu schicken.  
Es enthält einen See voller Liebe.

Ich lasse Satz für Satz, einem Tropfen gleich, der in ruhiges Wasser fällt, in mein Herz tropfen.  

All meine Anliegen, die im Tropfen verborgen sind,  
tragen sich,  
wie die Wellen sich nach dem Aufschlag auf der Oberfläche ausbreiten,
auf Heiligen Händen zum Himmel
und werden klein und kleiner.
Und wenn dieser Gedanke sich ausgelaufen hat,
spreche ich den nächsten Satz.

So spreche ich Satz für Satz  
und  
so gehe ich Schritt für Schritt.
Und am Ende ist mein Ziel,
mein Herz ist ruhig und still.
Und in diese Stille pflanzt Gott
Seine Liebe und Hilfe, die mir fehlt.
Amen
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