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Normal Topic Die hl. Beichte (Gelesen: 2.178 mal)
Brigitta B
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Mein Herz für JESUS, MARIA
und JOSEF

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Die hl. Beichte
08.04.2010 um 22:36:36
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Beichte

Der hl. Pio von Pietrelcina wiederholte seinen Mitbrüdern oft mit Nachdruck:
„Gott sieht auch an den Engeln Schatten, um so mehr an mir!“ Daher empfing er häufig die sakramentale Beichte.

Auch die hl. Theresia von Jesus beichtete vor der Kommunion, wenn sie sich nur eines geringsten Fehlers bewusst war.

„O könnten wir doch verstehen, wer dieser Gott ist, den wir in der Kommunion empfangen,
wir würden Ihm in großer Reinheit begegnen!“ rief die hl. Maria Magdalena von Pazzi aus.

Aus diesem Grund beichteten der hl. Hugo, der hl. Thomas von Aquin, der hl. Franz Borgia,
der hl. Alois Bertrano, der hl. Josef von Copertino, der hl. Leonhard von Porto Maurizio und viele andere Heilige jeden Tag, bevor sie die Hl. Messe feierten.

Der hl. Kamillus von Lellis zelebrierte nie, ohne vorher zu beichten, da er wenigstens seine Seele „abstauben“ wollte.
Einmal beichtete er in Livorno bei Sonnenuntergang auf einem Platz, bevor er sich von einem Mitbruder trennte,
weil er wusste, dass am nächsten Morgen vor der Messe kein Priester zur Beichte da wäre.. Er blieb stehen, nahm den Hut ab, bekreuzigte sich und beichtete am Stadtplatz.

Auch der hl. Alfons, der hl. Josef Cafasso, der hl. Johannes Bosco, der hl. Pius X., der hl. Pio von Pietrelcina beichteten sehr oft.

Wieso hat wohl der hl. Pius X. das Alter für die Erstkommunion der Kinder auf das siebte Lebensjahr herabgesetzt?
Gewiss um Jesus in die reinen Kinderherzen einzulassen, die noch den Engeln gleichen.

Und warum frohlockte der hl. Pio von Pietrelcina, wenn man ihm fünfjährige Kinder brachte, die für die Kommunion vorbereitet waren?

Der hl. Johannes Bosco behauptete: „wenn ein Kind gewöhnliches Brot vom eucharistischen Brot unterscheiden kann und genügend unterrichtet ist,
braucht man sich wegen des vorgeschriebenen Alters keine Sorge zu machen, da soll der Herr des Himmels in seine Seele kommen, um zu herrschen.“

LINK: SEELENWASCHMASCHINE

« Zuletzt geändert: 21.08.2013 um 22:23:00 von Brigitta B »  

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Brigitta B
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Re: Die hl. Beichte
Antwort #1 - 08.04.2010 um 22:40:12
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Sich prüfen:

Die Heiligen wandten die Richtlinien des Hl. Geistes in vollendeter Weise an:
„Jeder prüfe zuerst sich selbst, dann esse er erst von dem Brot ...., denn wer unwürdig isst und trinkt, isst und trinkt das eigene Gericht.“ (Kor 11,28)

Sich prüfen, bereuen, sich anklagen, um Vergebung bitten, auch täglich das Bußsakrament in Anspruch nehmen, das war für die heiligen selbstverständlich.
Glücklich, wer das kann. Die Früchte der Heiligkeit waren beständig und reichlich, denn die reine Seele nimmt Jesus in sich auf.. den Weizen der Erwählten“ (Sach 9, 17).
Sie gleicht der fruchtbaren Erde, „die durch ihre Ausdauer Frucht bringt“ (Lk 8,15).

Der hl. Antonius Maria Claret erklärte das sehr gut:
„Wenn wir zur Kommunion gehen, empfangen wir alle denselben Herrn Jesus Christus, aber nicht jeder bekommt dieselben Gnaden und nicht in jedem hat sie dieselbe Wirkung.
Das hängt von der jeweils guten oder weniger guten Vorbereitung ab. Hier hilft ein natürlicher Vergleich mit dem Pfropfreis.
Je ähnlicher sich die Pflanzen sind, desto besser ist das für den Pfröpfling. Je mehr der Kommunizierende Jesus gleicht, desto reicher sind die Früchte der Hl. Kommunion.“

Gerade das Bußsakrament ist das beste Mittel, die Ähnlichkeit mit Jesus wieder herzustellen. Daher lehrt der hl. Franz von Sales seine geistlichen Kinder:
„Beichtet andächtig und demütig... wenn möglich vor jeder Kommunion, auch wenn euch das Gewissen über keine schwere Sünde anklagt.“

Q: Jesus, die eucharistische Liebe von P. Stefano Maria Manelli (unverkäuflich)
                                                                   
« Zuletzt geändert: 21.08.2013 um 22:25:12 von Brigitta B »  

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Re: Die hl. Beichte
Antwort #2 - 13.04.2010 um 23:54:58
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In der hl. Beichte werden nicht nur die Sünden getilgt sondern sie vermehrt auch die heiligmachende Gnade..

Smiley

Feinde können uns niederhalten - nur dann - wenn sie uns von der Beichte abhalten.
Don Bosco
Smiley


« Zuletzt geändert: 21.08.2013 um 22:25:21 von Brigitta B »  

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Re: Die hl. Beichte
Antwort #3 - 01.03.2011 um 23:36:00
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Das Sakrament der Buße.

Die Buße ist jenes Sakrament, in welchem der Priester an Gottes Statt die Sünden nachlässt, wenn der Sünder sie herzlich bereut, aufrichtig beichtet und den Willen hat, genugzutun.
Eingesetzt ist dieses Sakrament, als Christus nach seiner Auferstehung den Aposteln erschien, sie anhauchte und sprach:
"Empfanget den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden nachlassen werdet, denen sind sie nachgelassen, und welchen ihr sie behalten werdet, denen sind sie behalten."
(Joh. 20, 22. 23.) Auf diese Worte Jesu, dem "alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden", stützt sich die Macht der Sündenvergebung durch die Priester der katholischen Kirche.
Die ersten Christen "bekannten ihre Sünden", und die ältesten abgefallenen Sekten, des Morgenlandes haben
und üben die Beichte als ein von Gott eingesetztes Mittel zur Sündenvergebung.
Ist dadurch der ständige Glaube an das Bußsakrament und dessen frühester Gebrauch zu einer unleugbaren Tatsache gemacht -
die Einwendung vieler Protestanten, die Beichte sei 1215 auf dem 4. Laterankonzil angeordnet, verwechselt in ganz oberflächlicher Weise das Gebot der jährlichen Beichte
mit der Einsetzung des Bußsakramentes überhaupt - so erkennt man leicht die überaus große Wohltat,
die uns Gott in diesem heiligen Sakrament erweist. Gottes Weisheit, Liebe und Barmherzigkeit zeigen sich in ihr glänzend.

Gottes Weisheit; denn die Erfahrung lehrt, dass nichts das niedergebeugte Menschenherz so erleichtert
und wieder aufrichtet, als ein offenes Bekenntnis, eine vertrauliche Mitteilung dessen, was es beschwert und bedrückt.
Die dabei zu ertragende Demütigung ist gleichzeitig eine natürliche Sühne, indem der Beleidiger dem Beleidigten seine Schuld gesteht.
An dieses natürliche Mittel der freiwilligen Selbstanklage knüpft Gott die Gnade der Versöhnung.

Seine Liebe, die nicht den Tod des Sünders will, sondern dass er sich bekehre und lebe, die das Sündenmal von der Seele des reumütig Beichtenden entfernt,
die die ewige Strafe und wenigstens einen Teil der zeitlichen Strafen tilgt, die das verlorene Gut der heiligmachenden Gnade wiederschenkt
und noch besondere Gnaden des Beistandes zu einem frommen Leben hinzugibt.

Seine Barmherzigkeit, die Mitleid hat mit der Unzulänglichkeit des Sünders, die sich mit dem reumütigen Bekenntnisse der Sünden begnügt
und das in einer geheimen Beichte, wo der Mensch selbst Schuldiger, Ankläger und Zeuge ist in einer Person.
Welcher Richter würde so glimpflich mit einem Angeklagten verfahren? Gott tut es! Gott verzeiht, so oft der Sünder reumütig sich ihm naht.

Q: Katholische Handpostille, von P. Leonhard Goffine, Imprimatur 1919)

« Zuletzt geändert: 21.08.2013 um 22:25:34 von Brigitta B »  

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Re: Die hl. Beichte
Antwort #4 - 02.03.2011 um 19:30:36
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Bedingungen zum guten Empfange des Bußsakramentes.

Die Beichte oder das aufrichtige Bekenntnis der begangenen Sünden, wenigstens der Todsünden, ist unerlässliche Bedingung.
Nur dann tilgt auch die vollkommene Reue allein die Sünden, wenn sie mit dem festen Willen verbunden ist, die Sünden zu beichten.
Auch muss man solche Umstände beichten, welche die Art einer Sünde ändern.
Offenbar muss auch ein ernster Vorsatz vorhanden sein, die Sünden in Zukunft zu meiden; denn wie könnte ein Kind Verzeihung von seinen Eltern erhoffen,
wenn es nicht bereit wäre, Besserung zu versprechen? Dieser ernste Vorsatz muss auch auf das Meiden der nächsten Gelegenheit sich erstrecken.
Auch die Genugtuung muss geleistet werden, d.h. die Verrichtung der vom Beichtvater auferlegten Buße.
Die Sünde und die ewige Sündenstrafe wird durch das Bußsakrament selbst getigt, nicht aber alle zeitlichen Sündenstrafen.
Diese werden zum großen Teil hinweggenommen durch die sakramentale Genugtuung, zum anderen Teil durch die ständige,
nach dem Empfange des Bußsakramentes fortdauernde Bußgesinnung und durch die in dieser verrichteten guten Werke. Dazu dienen auch die Ablassgebete.
Die wesentliche Bedingung für die Sündenvergebung ist die Reue.
Gewissenserforschung, Sündenbekenntnis und Genugtuung können im Notfall (z.B. bei großer Lebensgefahr, wo man in der Tat nicht beichten kann) ersetzt werden; die Reue niemals.
Es ist ein Schmerz der Seele und ein Abscheu über die begangenen Sünden; eingeschlossen liegt darin auch der Vorsatz, die Sünden nicht wieder zu begehen.
Die Reue ist also kein bloßes Lippengebet, auch nicht bloß eine fromme Anwandlung, die sich nur in einem Gefühl der Betrübnis kundgibt,
sondern ein förmlicher Wille, der auf gute Gründe hin die Sünde verwirft und hasst. Die Reue muss also sein

1. innerlich, d.h. von Herzen kommend. "Ein Opfer vor Gott ist ein betrübter Geist, und ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wirst Du, o Gott, nicht verachten;" (Ps. 50, 19)

2. allgemein, d.h. wenigstens alle Todsünden umfassend;

3. übernatürlich, d.h. aus Beweggründen hervorgehend, die der Glaube uns lehrt, z.B. weil man Gott beleidigt, den Himmel verloren und die Hölle verdient hat.

Wer die Sünden bereut aus rein natürlichen, irdischen Gründen, wegen des daraus entstandenen Schadens an Vermögen, Gesundheit, Ehre und Ansehen,
hat eine natürliche Reue, die wertlos ist vor Gott und zum Empfang des Bußsakramentes nicht ausreicht.
Eine solche Reue zeigte der König Antiochus, sie wurde jedoch von Gott verworfen.
Die übernatürliche Reue zerfällt wieder in eine vollkommene und eine unvollkommene.
Die letztere geht hervor hauptsächlich aus Furcht vor Gott, dem Richter, der uns strafen kann.
Diese reicht hin zum gültigen und würdigen Empfang des Bußsakramentes.
Die erstere geht hervor aus der Liebe zu Gott, unserm gütigsten Vater, größten Wohltäter, dem höchsten und liebenswürdigsten Gute, das wir so beleidigt und betrübt haben.
Diese Art der Reue soll man womöglich erstreben. Sie tilgt auch ausserhalb des Bußsakramentes die Sünden, wofern sie den Willen in sich schließt, die Sünden zu beichten;
sie verdrängt die unvollkommene Reue keineswegs, sondern beide können recht gut neben einander bestehen.
Erwecke dieselbe darum besonders vor dem Schlafengehen, so wird dich der Tod über Nacht nicht unvorbereitet treffen.
Die Gewohnheit, sie täglich zu verrichten, ist die beste Vorbereitung auf eine glückselige Sterbestunde.
Die erste Vorbereitung zum Empfang des Bußsakramentes ist die Gewissenserforschung;
sie erstreckt sich auf die Gültigkeit der letzten Beichte, auf die Verrichtung der auferlegten Buße und hauptsächlich auf die Sünden,
die man durch Gedanken, Worte, Werke und Unterlassung seit der letzten gültigen Beichte begangen hat.
Vor derselben rufe den Heiligen Geist um Erleuchtung an.

Q: Katholische Handpostille, von P. Leonhard Goffine, Imprimatur 1919)
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